Hallo,
ich war schon als Kind zu dick und habe unter diesen Pfunden gelitten. Im sport war ich eine Niete und zu den angesagten Cliquen habe ich auch nie gehört. Über schulische Leistungen und Arbeit neben der Schule habe ich mir dann doch noch etwas Anerkennung bekommen. Nach der Schule habe ich studiert und mittendrin einen Verkehrsunfall gehabt, der mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Es sind Langzeitschäden übriggeblieben, die mich sehr belastet haben und noch heute tun. Im zarten Alter von 23 Jahren wurde ich zur Rentnerin ! Die Ärzte verschäften den Druck, da ich für die kaputten Knochen zu schwer war (dabei hatte ich mein niedrigstes Gewicht!). Irgendwann habe ich dann mit dem Kotzen angefangen und habe es fast 3 Jahre "gepflegt" ohne abzunehmen. Als ich den Kontrollverlust realisierte, habe ich eine Einzeltherapie begonnen und nach einem Jahr symthomfrei angeschlossen. Dick war ich auch weiterhin, aber es ging halt so.
Heute 17 Jahre später bin ich um ein Magenband und etliche Diätversuche reicher und weiterhin adipös. Sobald ich versuche, mein Essen zu kontrollieren, hänge ich mit dem Kopf wieder über der Kloschüssel ! Und weil ich das nicht will, lasse ich das mit den Diäten. Dabei ist es einfacher mein "Problem" als rein körperliches anzusehen. Aber ich merke immer mehr, daß ich an meinem Selbstwertgefühl und meiner Einstellung zu mir arbeiten muss. Und das ist verdammt hart ! Ich hatte während der Therapie den Vergleich zu einem Eisberg gezogen: Mein "Problem", wie ich es sah, war der Teil über Wasser, der verborgene Teil wurde mir durch die Therapie erst bewußt. Ich dachte eigentlich sei mein Eisberg geschmolzen, aber das ist ein Irrtum.
Ich suche weiter Möglichkeiten mein Klima zu erwärmen, damit der Eisberg schmilzt. Kann mir jemand helfen ? Eure bisherigen Antworten auf meine Beiträge habe mich bereits sehr zum Denken gebracht und erste kleine, zarte Veränderungen bewirkt.


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