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Thema: Bulimie - ich dachte es ist vorbei

  1. #1
    Neuling
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    Standard Bulimie - ich dachte es ist vorbei

    Hallo,
    ich war schon als Kind zu dick und habe unter diesen Pfunden gelitten. Im sport war ich eine Niete und zu den angesagten Cliquen habe ich auch nie gehört. Über schulische Leistungen und Arbeit neben der Schule habe ich mir dann doch noch etwas Anerkennung bekommen. Nach der Schule habe ich studiert und mittendrin einen Verkehrsunfall gehabt, der mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Es sind Langzeitschäden übriggeblieben, die mich sehr belastet haben und noch heute tun. Im zarten Alter von 23 Jahren wurde ich zur Rentnerin ! Die Ärzte verschäften den Druck, da ich für die kaputten Knochen zu schwer war (dabei hatte ich mein niedrigstes Gewicht!). Irgendwann habe ich dann mit dem Kotzen angefangen und habe es fast 3 Jahre "gepflegt" ohne abzunehmen. Als ich den Kontrollverlust realisierte, habe ich eine Einzeltherapie begonnen und nach einem Jahr symthomfrei angeschlossen. Dick war ich auch weiterhin, aber es ging halt so.

    Heute 17 Jahre später bin ich um ein Magenband und etliche Diätversuche reicher und weiterhin adipös. Sobald ich versuche, mein Essen zu kontrollieren, hänge ich mit dem Kopf wieder über der Kloschüssel ! Und weil ich das nicht will, lasse ich das mit den Diäten. Dabei ist es einfacher mein "Problem" als rein körperliches anzusehen. Aber ich merke immer mehr, daß ich an meinem Selbstwertgefühl und meiner Einstellung zu mir arbeiten muss. Und das ist verdammt hart ! Ich hatte während der Therapie den Vergleich zu einem Eisberg gezogen: Mein "Problem", wie ich es sah, war der Teil über Wasser, der verborgene Teil wurde mir durch die Therapie erst bewußt. Ich dachte eigentlich sei mein Eisberg geschmolzen, aber das ist ein Irrtum.

    Ich suche weiter Möglichkeiten mein Klima zu erwärmen, damit der Eisberg schmilzt. Kann mir jemand helfen ? Eure bisherigen Antworten auf meine Beiträge habe mich bereits sehr zum Denken gebracht und erste kleine, zarte Veränderungen bewirkt.

  2. #2
    Schreiberling
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    Hallo STE,
    langer Leidensweg, den Du da hinter Dir hast. Vielleicht als Anregung? Was ist denn die positive Absicht hinter Deiner Bulimie/Deinem übergewicht? Mein Tip: sag nicht vorschnelll mit dem Verstand: Keine.
    Hör in Dich rein, spüre, was da kommt. Es gibt dafür ein wunderbares NLP-Format: core-transformation. Aber das geht leider nicht im forum. Da bräuchtest Du sc hon einen Life-NLP-Therapeuten. Vielleicht ist es dir ja mal eine Stunde wert, wenn einer in Deiner Nähe ist.
    LG
    Peter

  3. #3
    Verleger Avatar von Natz
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    Hallo Ste!
    Mit dem Magenband kannst Du bestimmt weniger essen aber es ist eben kein Band für die Psyche. Gab es mit dem Band denn keinerlei Gewichtsänderung?
    Es gibt ja Kliniken, die auf Essstörungen spezialiert sind und wo man auch stationär hinkann. Ich denke-wie Du schon selbst richtig erkannt hast-das es wichtig ist, den Eisberg zu bearbeiten. Denn Du hast Dir den Panzer bestimmt nicht ohne Grund angegessen.
    Warst Du denn schon mal in einer Klinik oder hast Dir darüber mal Gedanken gemacht?
    Die erfolglose Diäterei wird Dich auf Dauer noch mehr frustrieren und demotivieren. Alle anderen Ratschläge, wie Ernährung umstellen ect. wäre Blödsinn, da es damit in dem Fall eben nicht getan ist.

    LG,

    Natz
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  4. #4
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Als ich den Kontrollverlust realisierte, habe ich eine Einzeltherapie begonnen und nach einem Jahr symthomfrei angeschlossen. Dick war ich auch weiterhin, aber es ging halt so.
    Hallo Ste2Ste2,

    bei dem Satz ist mir sofort aufgefallen.....war dein Therapieziel das Kotzen zu lassen????
    Oder was war dein Ziel??
    Was habt ihr in der Therapie bearbeitet??


    die mal wieder sehr neugierig ist.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  5. #5
    Wunderlampe
    Gast

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    Hallo Ste

    Vordem Kotzen kommt ja das Essen. Beim K. würgst du das Essen wieder heraus, das du nicht in dir drin haben willst. Was kotzt du da mit raus. Sprich was willst du loswerden. Und was ißt du vorher mit hinein? Sprich, was versuchst du dir mit Essen zu geben, das du zuerst furchbar gerne haben willst und dann gar nicht mehr in dir behalten willst.

    Wenn mein Kopf Diät hört, dann denkt er an eine Hungersnot. Biafrakinder in Afrika. Und sofort versucht er die Hungersnot vorzubeugen, obwohl es gar nicht notwendig ist. "Essen, auf los Essen bevor es nichts mehr gibt. Alle Lieblingsspeisen nochmal essen, bevor sie für lange Zeit verboten sind." so habe ich mir schon mal vor der Diät schnell 5 Kilo hingefressen, damit ich etwas zu zehren hatte, wenn es ans Hungern geht. Schön blöd, gell. Aber ich habs erst gemerkt, als es zu spät war.

    Wenn du deinen Panzer loswerden möchtest, dann mußt du dir erst einen unsichtbaren zulegen, bevor der Fettpanzer weicht. Schließlich bist du darunter wie die Schildkröte ohne Panzer: total verletzlich.

    Sorry, ich dachte durch das Magenband kann mann gar nicht mehr viel essen und nimmt dadurch automatisch ab. Da kann man mal sehen, dass der Wille sogar unmögliches möglich macht.

    Ein Buchtipp zum Thema Unterbewußtsein und Abnehmen. "Mein Ich -Gewicht." In der Rubrik Buchtipp findest du die genauere Beschreibung.

    Übrigens Kontrollverlust? Ein Mitspieler ist Sicherheitsdenken. Was tust du, damit du vor allem Unbill des Lebens geschützt bist? Essen?
    Kontrollverlust über das zuviele Essen?, Oder das Kotzen. Ist nicht das willendliche Kotzen die totale Kontrolle über den Körper zu haben?
    Wie wichtig ist dir überhaupt immer die Kontrolle zu behalten??? Kannst du sie abgeben und hast du das nötige Vertrauen, dass auch ohne Kontrolle dein Leben in geordnete Bahnen verläuft?
    Geändert von Wunderlampe (31.03.2008 um 18:07 Uhr)

  6. #6
    Neuling
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    Das Magenband habe ich vor 7 Jahren bekommen und in den ersten drei Monaten 30 kg abgenommen. Dann wurde es weiter gestellt, damit ich wieder mehr essen und langsamer essen kann. Als ich dann schwanger wurde, musste ich (das Band konnte wegen der Röntgenstrahlenbelastung nicht noch weitergestellt werden) häufig essen, um mich und das Baby opitmal zu versorgen. Nachdem ich meine Tochter abgestillt hatte, habe ich jedoch nicht aufgehört, häufig zu essen. Zudem lernt man mit der Zeit so gut zu kauen, dass eigentlich alles durch das Band paßt. Es ist ein Hilfsmittel, das sich austricksen läßt.

    In einer Klinik war ich nicht und halte dies zurzeit auch nicht für notwendig. Ich bin jedoch auf ein anderes Forum für Essstörungen gestoßen und habe mich dort angemeldet.

    Ziel der Therapie war für mich schon, das Kotzen zu beenden. Damals dachte ich noch, damit sei das Problem gelöst. Wir haben in der Therapie meine Biografie (damals waren es ja nur 26 Jahre) mit ihren Knackpunkten erarbeitet. Dabei waren insbesondere mein Verhältnis zu meiner Familie (insbesondere meine Mutter), mein Perfektionismus und mein geringes Selbstwertgefühl die Knackpunkte. Auch kam mal der Verdacht eines sexuelle Missbrauchs auf.

    Kontrolle bedeutet für mich sehr viel. Ich meide Situatione, in denen ich nicht die Kontrolle habe. Gott sei Dank gelingt mir das auch fast immer. Ich bin halt die Macherin, die Probleme angeht und löst, wo andere noch drüber reden. Wenn ich etwas anpacke, kann mir wenigstens niemand das Zepter aus der Hand nehmen. Da ich damit sowohl privat als auch beruflich Erfolg habe, besteht für mich auch keine Veranlassung zur Änderung. Als ich nach dem Unfall (und den Operationen danach) hilflos war, war das die schlimmste Zeit für mich. Ich machte und konnte immer alles allein ! Um Hilfe zu bitte, ist mir sehr schwer gefallen und fällt mir heute weiterhin schwer.

  7. #7
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Standard

    Ich bin halt die Macherin, die Probleme angeht und löst, wo andere noch drüber reden. Wenn ich etwas anpacke, kann mir wenigstens niemand das Zepter aus der Hand nehmen. Da ich damit sowohl privat als auch beruflich Erfolg habe, besteht für mich auch keine Veranlassung zur Änderung.
    Bist du die Macherin nur für andere oder auch für dich??
    Kann es sein, das du dir von dir nicht helfen lassen möchtest, deine Ratschläge, die du anderen gibst nicht für dich anwendest??

    Ich frage, weil ich für die Dinge, die ich für mich gemacht hab ja keine Anerkennung bekommen habe, also kein Erfolg da war. Ich war mir zu unwichtig.
    Habe lieber anderen aus ihren Problemen geholfen, die meinen sehr ähnlich waren, aber mir konnte oder besser wollte ich nicht helfen, weil es so wertlos war.

    Wieviel Zeit nimmst du dir eigentlich für dich und deine Gefühle und deine Interessen?
    Läufst du vielleicht vor dir weg und beschäftigst dich lieber mit anderen in deinem Umfeld um nicht an deine Probleme in dir und an dir zu denken?
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  8. #8
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Ste,

    die ganze Zeit habe ich über deinen Eingangthread gesessen und gedacht ...da stimmt was nicht ..... das liest sich inhaltlich unrund !

    Logo, die klitzegroßigkeit der Trickserei !!!

    Nein du bist keine Macherin ..... sondern eine Trickserin .....die nicht nur andere sondern sogar sich selber ausgetrickst hat.

    Klartext: Be*******e dich weiter .... aber beschwere dich nicht, das es nicht vorbei geht - wer sich selber austrickst, muss sich nicht wundern !

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