Hallo Leute.
Ich denke, ich hab ein Problem mit Cannabis. Allerdings weiß ich auch nicht so genau, ob mein Leben momentan einfach nur beschissen ist oder ob es "nur" vom kiffen kommt.
Ich muss auch sagen, selbst das hier nieder zu schreiben und iwie sich auch zu "öffnen" fällt mir so unglaublich schwer. Demnach wusste ich nun innerhalb eines 3/4 Jahres nicht, wie ich mit meinem Hausarzt darüber reden sollte. Noch dazu habe ich in letzter Zeit 2x meinen Hausarzt gewechselt.
Bei meiner ersten Hausärztin habe ich mal geheult (damals habe ich aber noch nicht konsumiert), weil ich Depressionen hatte, wegen meines Exfreundes von damals.
Er hat mich fertig gemacht, ich wurde eifersüchtig wegen eines "Mädchens", dass ich schon seit der 5. Klasse kenne. Und ich wusste eben genau, dass sie ein Miststück ist, dem man nicht über den Weg trauen kann. Er meinte aber, es besser zu wissen. Ich hatte wie gesagt damals schon Probleme. Ich konnte mit diesem Zustand nicht mehr klarkommen und wir haben uns darauf geeinigt, dass er sie nicht mehr sehen sollte. Aber als er das nach einem Streit dann nicht mehr einsah, ging er mit ihr und einigen Kollegen in die Disco. Ich wusste das. Und ich hab dann auch direkt am Morgen bei ihm zu Hause angerufen und hab Schluss gemacht. Er kam etwa3 Wochen nach der Trennung mit ihr zusammen. Und etwa 3 Monate danach hatten wir wieder Kontakt, haben uns betrunken, sind im Bett gelandet. In der Phase wo ich keinen Kontakt zu ihm hatte, wollte ich in Therapie gehen, aber man hat mir nur einen Platz in nem halben Jahr anbieten können. In dieser Zeit fing ich auch an, mehr zu kiffen. Ich habe es schon etwa ein Jahr davor mal "getestet" aber damals hatte es bei mir nicht gewirkt und damit war das Thema bis dort hin gegessen.
Jedenfalls habe ich bei meiner Hausärztin heulen müssen wegen ihm. Das war knapp 7 Monate vor unserer Trennung.
Ich denke, ich habe die Ärztin dann aus Scham gewechselt. Der zweite Arzt bei dem ich etwa 2-3x war, unterstellte mir dann nur, ich sei am simulieren. (Weil ich öfters mal Kreislaufprobleme habe. Könnte vom Kiffen kommen aber auch davon, dass ich in der besagten Trennung 15 Kilo abnahm aufgrund der Depression. Bin letztes Jahr im Sommer dann auch im Supermarkt umgekippt. Und es gab noch viele andere Schwindelanfälle + Schweißausbrüche, wo ich dann schwarz gesehen habe aber nicht komplett das Bewusstsein verloren habe)
Jedenfalls habe ich dann vor kurzem wieder den Arzt gewechselt. Ein Kollege der auch Probleme mit Cannabis hat, aber auch mal ne Nase zieht, hatte ihn mir empfohlen, und er wirkte auf den ersten Blick ganz nett. (Ich habe bisher ausschließlich Cannabis konsumiert)..
Mit meinem Exfreund habe ich noch immer Kontakt und auch wenn es sich blöd anhört, wir kommen derzeit gut miteinander aus. Allerdings war das nicht immer so, es gibt immer mal wieder einen Tag, da kann ich nicht mehr und werfe wirklich mit Fäusten um mich. Ich lasse das aber nur an ihm aus.. Ich weiß, dass ihn das nicht abschreckt und dass er mir nicht unterstellt, ich sei bekloppt. Ich glaube sogar, er versteht das.
Aber so "kleine" Ausraster hatte ich auch schon in der Pubertät.. Das kann also auch nicht vom Konsum kommen, würde "nur" verstärkt.
Ich achte seit etwa 4 Wochen nun darauf, dass ich wenn nur noch am Wochenende rauche. Leider konnte ich noch an keinem Wochenende "nein" sagen..
Naja, noch dazu muss ich sagen, dass ich eine schüchterne Frau im Alter von 21 bin, die aufgrund ihres "Burnouts" im letzten Jahr, immernoch die Schulbank drückt.
Seit ich 16 bin, tingel ich von einer Schule zur nächsten, weil ich mich nicht auf meinen ***** setzen kann und meine Zukunft besser gestalten könnte. Ich habe angst. Die ganze Zeit quasi.
Ich benehme mich wie ein kleines Mädchen, mache Witze, damit niemand weiter nachfragt.
Ich möchte auch nicht vor ihnen weinen müssen. Im Grunde ist das ja auch nur unangenehm für die anderen, sie wissen nicht, wie man sich verhält und mir persönlich hilft es nie wirklich was, wenn ich "alles heraus lasse" ...
Hatte auch immer mal wieder Verdacht auf ne soziale Phobie bei mir. Ich bilde mich ab und zu mal selbst weiter in sachen Psychologie und daher weiß ich, dass das gut sein könnte. Aber auch so schnelltests im Internet, denen man ja eig keinen Glauben schenken sollte, sagen das.
Um vom Kiffen los zu kommen und um meine soziale Phobie - wenn richtig diagnostiziert - handhaben zu können, holte ich mir aus der Apotheke schon diverse "Mittelchen". Wie zb Lasea - explizit gegen innere Unruhe und angstzustände. Und das hat nicht viel bewirkt. Momentan bin ich bei "Neurexan", was zwar besser wirkt als Lasea, aber nicht dauerhaft. Ich habe das Gefühl, als dürfe ich es nicht täglich nehmen, weil es sonst nicht mehr wirkt.
Ich habe viele Freunde im letzten Jahr verloren, aufgrund meiner Scham. Meine aggressiven Aussätzer und der Konsum sind Dinge, die ich als nicht gesellschaftsfähig betrachte. Mein Exfreund hält aber zu mir, seit wir wieder Kontakt haben. Das macht die Dinge, die er mir angetan hat, zwar nicht besser, aber er ist mir in den letzten Monaten ein besserer Freund gewesen, als irgendjemand sonst.
Ich wohne auch noch bei meiner Mutter, ihr habe ich nichts von meinem Konsum erzählt, aber ich denke, sie weiß es. Eltern waren schließlich alle mal jung. Ich habe ihr vor etwa einem halben Jahr einen Brief geschrieben, dass ich mich nicht mehr wohl fühle und mir mein Leben über den Kopf wächst. Und dass ich einfach nicht mehr weiß, was ich tun soll. Sie hat mich dann gefragt, wie sie mir helfen könne, aber das wusste ich halt auch nicht mehr..
Ich habe einem Psychologen in meiner Stadt ne Mail geschrieben, weil er auch dort Terminanfragen annimmt und ich dachte mir "klasse, (denn ich habe auch noch ne telefonphobie, die ich mal überwinden kann und mal wieder nicht..) .. klasse, klasse, wenn ich ihm mein Problem schildere, dann kann er mir sicherlich weiterhelfen" aber es kam nur eine knappe antwort, mit keiner silbe ist dieser Mensch auf mein Problem eingegangen. Ich glaubte nichtmal, dass er sich meinen Text durchgelesen hat, in dem ich u.a. auch schrieb, dass ich einen "suizidversuch" hinter mir habe. Dieser "suizidversuch" ist in "" weil ich es selbst nicht mal als einen solchen sehe.. ich saß heulend in meinem Zimmer, habe mir im Internet einen Knoten angesehen, den man für einen Strick verwenden kann und bin dann mit meinem vorgeknoteten Springseil nach oben auf den Dachboden gegangen. Aber dort oben angekommen, war ich dann wieder überfordert, habe mich hinter eine Säule gesetzt, im Durchzug gefrohren und geweint. Und dabei habe ich früher so gut wie nie weinen müssen. Ich war nicht eiskalt, aber doch iwie distanziert und cool. Zumindest in meiner Vorstellung, vllt weiß ich es ja auch gar nicht mehr..
Ich weiß nicht, wie das alles auf euch dort draußen wirkt. Ob man mich ernst nehmen kann? Ob sich das hier überhaupt jmd durchliest oder ob sich jmd vllt darin wieder erkennt.
Ich bin auf jeden Fall für jede Antwort dankbar..
Vanilla


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solange dir das leben iwas zu bieten hat braucht man eig kein dope.
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