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Thema: chaos

  1. #1
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    Standard chaos

    Hallo,
    ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. seit den letzten 5 monaten fühl ich mich desöfteren recht beschissen. diese tiefs kommen immer phasenweise, zwischenzeitlich gehts mir eigentlich ganz ok. wenns dann wieder so weit ist fühle ich mich durchweg niedergeschlagen und antriebslos. ich bin dann leicht reizbar und ekelhaft zu meinen mitmenschen. irgendwann werde ich dann auch sehr zynisch und arrogant. ich weiß, das klingt wirklich bescheuert, aber manchmal sehne ich mich sogar nach diesem zustand. mir ist es nämlich dann egal was andere über mich denken und ich fühl mich in irgendeiner weise stärker. andererseits schäme ich mich dann dafür was für ein arschloch ich zu meiner familie und freunden bin. aber wie schon gesagt, es gibt auch tage an denen es mir besser geht, deshalb glaube ich eigentlich nicht, dass es sich um eine wirkliche depression handelt.
    nachdem ich im mai mein abitur gemacht hatte, hatte ich gut 3 monate so ziemlich nichts zu tun und war viel daheim. das hat mir nicht sonderlich gut getan, da fing das ganze verstärkt an.
    ich bin 18 jahre alt und schwul. habe angst unmännlich zu wirken. Fühle mich unmännlich und schwach, hässlich und minderwertig. Ich kann nicht sonderlich gut mit anderen menschen, bin dazu zu verklemmt und schüchtern. meine mutter meinte letztens ich bemitleide mich selber. kann gut sein, ich will eigentlich nur eine veränderung. aber ich bin es leid es zu versuchen, das tue ich nämlich schon mein ganzes leben.
    ich würde mich über antworten freuen.

  2. #2
    Neuling
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    Was erwartest du denn von einer Antwort auf dieses Posting?... alle sind es leid gegen derartige Probleme anzukämpfen... ich glaube den wenigsten geht es wirklich gut und dann auch nur Zeitweise... aber was willst du machen? aufgeben? wie sieht das aufgeben dann für dich aus? .... ich bin für mich zu dem Schluss gekommen das Aufgeben keine Lösung ist, besser wird es dadurch in keinem Fall also bleibt nichts anderes übrig als weiter zu versuchen einen Umgang mit den eigenen Ängsten, Gedanken und Gefühlen zu finden die einen das Leben schwer machen.

    Ich kann nur von mir reden, ich habe nicht Psychologie studiert oder so was in der Art, aber ich kämpfe auch schon seit ich denken kann mit mir selbst und meinen Ängsten.

    Diese Phasen von Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit kenne ich gut. Reizbarkeit, Wut, Zynismus, Arroganz ... das sind alles nichts weiter als Schutzmechanismen. Gerade mit Wut hatte ich immer ein Problem, dahinter versteckten sich einfach Ängste.
    Ängsten muss man auf den Grund gehen um sie zu entkräften oder einen besseren Umgang mit ihnen zu finden - ist jedenfalls meine Ansicht.
    Wovor versuchst du dich zu schützen? was wird dir zu viel? das ist es was du heraus finden musst wenn du wirklich einen weg für dich finden willst dein Verhalten zu ändern. Beobachtung des eigenen Verhaltens ist der erste Schritt, der nächste heißt hinterfragen und anschließend einen neuen weg finden mit den Ursachen umzugehen.

    Ob es bereits eine Depression ist kann ich wie gesagt nicht beurteilen, aber es könnte durchaus der Anfang sein. Das wurde mir jedenfalls auch schon einmal gesagt, wie gesagt erging mir lange Zeit sehr ähnlich.

    Diese Depressiven Phasen habe ich hinter mir, wirklich freier fühle ich mich trotzdem nicht weil ich jetzt noch viele andere Probleme sehe an denen ich arbeiten möchte um mich wirklich frei zu fühlen, diese Probleme waren vorher auch schon da aber noch nicht so in meinem Fokus weil ich eben noch mit diesen leicht depressiven Phasen zu kämpfen hatte. Was ich damit sagen will ist nur dass es ein verdammt langer Weg ist, das solltest du dir klar machen, aber auch dass sich dieser Weg lohnt und wenn du noch so oft stolperst oder Rückschläge erleidest. Stehenbleiben und Aufgeben ist die einzige Alternative und das bedeutet einfach auch die Chance dass es in irgend einer Weise anders oder sogar besser wird auch gänzlich aufzugeben. Wenn du dich selbst aufgibst, dann können andere noch so viel auf dich einreden, bewirken werden sie damit nichts... eine Chance hast du nur wenn du weiter machst und ernsthaft versuchst etwas an deinem Verhalten und / oder deinem Leben zu ändern. Das wichtigste ist dass du dich selbst nicht aufgibst, so hart es auch sein mag.

    Mach dir einen Plan was du ändern willst und ziehe das einfach konsequent durch. Eine andere Chance gibt es nicht. Außer dir kann niemand dein Leben ändern. Wenn dir Hilfe angeboten wird musst du sie zulassen und wenn du einsiehst dass du Hilfe brauchst musst du dich darum kümmern diese auch zu bekommen. Aber es geht immer von dir aus was letztendlich mit dir und deinem Leben geschieht, denn es ist dein Leben.
    Also was willst du für die Zukunft mit deinem Leben machen? in welche Richtung willst du es verändern? und wie kannst du diese Veränderung erreichen? Veränderung ist immer ein Prozess und auch Pläne können sich ändern, aber wenn du keinen Plan davon hast wo es hin gehen soll, wer hat dann einen Plan? ...


    Liebe Grüße,
    neithernor

  3. #3
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    ich weiß nicht, was ich erwartet habe. bin aber wirklich dankbar, dass du mir so ausführlich geantwortet hast. aufgeben will ich auch gar nicht, aber ich hab das gefühl, dass es einfach nicht besser werden kann.

    womit fang ich an? im moment kann ich mich wieder zu gar nichts aufraffen, jede noch so kleine tätigkeit ist so unglaublich ermüdend. ich verstehe was du mir sagen willst und weiß deine ratschläge zu schätzen, aber ich frag mich wie ich das anstellen soll.

  4. #4
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    Hi,

    also ich kein deine probleme gut, bin auch 18 und hab auch immer wieder diese phasen.
    ich glaube es ist wichtig, dass man versucht diese pahsen zu akzeptieren und zu wissen, dass man das nicht ist!
    wenn du was gegen deine probleme wie antriebslosigkeit tun willst, könnte ich dir die tipps geben, die wir wahrscheinlich alle schon 1000 mal gehört habe, wie therapie, sich einfach auffraffen, an sich glauben.......
    aber das geht nicht wenn man es nicht will.
    manchmal fühlt man sich doch in seiner depressiven welt in der man ungerecht behandelt fühlt und keine hoffnung sieht, doch ganz wohl, oder?
    geht mir manchmal so. aber ich glaube durch bestätigung, will man raus aus dieser welt, mein tipp also, such dir bestätigung, irgendeiner art.
    außerdem denke ich, dass die lebenseinstellung wichtig ist. du bist 18 und es ist wichtig dass du weist, dass noch nichts entschieden ist in deinem leben, du kannst werden wer du willst, wenn du willst!
    da ist wieder das problem mit den " wollen".
    du musst dich akzeptieren um für dich ein gutes leben zu wollen.
    ich weiss wie schwer das alles ist, schaffs ja selbst nicht wirklich, die praxis ist so antrengend, aber wenn man ein ziel hat lohnt es sich doch zu kämpfen, oder?
    das wichtigste ist dass man selbst denkt und nicht so lebt, wie es die anderen von einem erwarten!!
    ganz liebe grüße

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