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Thema: Coaching vs Therapie

  1. #1
    Gast784
    Gast

    Standard Coaching vs Therapie

    Hallo Leute,

    auch Coaching bietet tolle Möglichkeiten bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen und Prozessen, die das Leben so mit sich bringt, weiterzukommen. Nicht für alles braucht man immer gleich eine Therapie.

    Coaching wird schon längst weit über den business-Bereich hinaus angewandt. Es gibt verschiedene Methoden und der Begriff ist gesetzlich nicht geschützt. d.h. es muss selbst finanziert werden, und man muss sich gut informieren, zu wem man geht, und wie der arbeitet. Es gibt aber Berufsverbände, bei denen man sich informieren kann.

    Ich schätze an Coaching, dass es lösungsorientiert ist und man daher in kurzer Zeit sehr viel Klarheit gewinnen kann. Das relativiert auch wieder die Kosten.

    Natürlich ersetzt es keine Therapie, aber es ist in sehr vielen Lebenslagen eine echte Alternative, oder sogar effizienter. Vor allem, wenn sie einen systemischen Ansatz haben, d.h. das Thema wird nicht nur isoliert auf einen Lebensbereich betrachtet und behandelt, sondern auch in der Wirkung auf andere Lebensbereiche.

    Vll können wir hier ein paar Erfahrungen sammeln, Unterschiede heraus arbeiten und Infos sammeln.

    Zum schmökern fand ich dieses Buch sehr anregend, da sehr praxisbezogen. Dort sind auch Adressen und links enthalten.
    Geändert von Gast784 (26.07.2011 um 14:57 Uhr)

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Quo Vadis? (27.07.2011)

  3. #2
    Gast9159
    Gast

    Standard

    Gaby, du sprichst mir aus dem Herzen!

    Je konkreter die Probleme sind (wie schaff ich es, meinen Schreibtisch aufzuräumen und meine Termine zu verwalten etc), desto eher ist ein Coach oder auch Ratgeber dafür sicher eine gute Alternative. Voraussetzung: Er/siew muss Ahnung haben und sollte nicht so allgemein Blah reden..., also auch ganz konkret an die Hand nehmen, finde ich. Schon die Lösungen finden lassen, aber nicht analytisch, sondern eher so, dass der "Klient" selbst auf die Lösung kommt, Manchmal mangelt es ja nur ein wenig an Ideen...

    Es gibt ja auch eine Reihe guter Leute, und das mit dem Bezahlen ist zwar erstmal hart, aber ich glaube, dass man bei gutem Coaching den persönlichen Gewinn für sich auch dagegen rechnen muss.
    Geändert von Gast9159 (26.07.2011 um 15:38 Uhr)

  4. #3
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    Standard

    Coaching habe ich vor 2 1/2 Jahren gemacht über einen Zeitraum von ca. 1 Jahr und fand's relativ gut. Zu meiner Überraschung steht auf der Seite dieser Coach auch "Systemischer Ansatz", war mir zum damaligen Zeitpunkt nicht bewußt, ist auch in den Beratungsstunden sicher nur zum Teil angewendet worden. Ausgesucht hatte ich mir die Coach über eine Website zum Thema Streßbewältigung, gefallen hatte mir "lösungsorientierter Ansatz".

    Ausgangssituation war für mich damals chronische Erschöpfung, wir waren da knapp 6 Jahre neu in der Gegend, hatten unsere Firma übernommen, gearbeitet wie die Bekloppten und personell lief's schlecht (eine langjährige Angestellte, mit der wir aus verschiedenen Gründen nicht klarkamen), dazu auch damals schon sehr brisante Kommunikationsschwierigkeiten zwischen meinem Mann und mir, die wir v.a. in der Unterschiedlichkeit unseres kulturellen Hintergrunds sahen. Ursprünglich hatten wir uns den Coach O.G. Klein ausgesucht, dessen Buch Ihr könnt uns einfach nicht verstehen sehr vieles von dem beschreibt, was wir in unserer Ehe wiederfanden. Ich mochte den Mann nicht besonders - er hat zwar wirklich gute Ansätze geliefert, aber ich wurde mit ihm nicht warm, so daß mein Mann dann bei ihm sein Coaching machte und ich mir diese Streßbewältigungs-Coach gesucht habe.

    Angefangen haben wir mit so einer Art Familienaufstellung - geriet aber bissl zum Verwirrspiel weil meine Familienhintergründe durch Ursprungs- und später Kinderdorffamilie ziemlich vielschichtig und verworren sind. Wurden einige Aufstellungen daraus. Dann haben wir Ist-Situation und die 10 wichtigsten Ziele aufgeschrieben. Das meiste ließ sich auf die Schnelle nicht umsetzen, deshalb denke ich heute, ist das Coaching zunächst in einer Art Gesprächsberatung verlaufen, um mich überhaupt wieder aufnahme- und handlungsfähig hinzukriegen. Die letzten Monate waren dann so, wie ich vermute, daß systemische Beratung sein sollte: sehr strukturiert, mit immer wiederkehrendem "Abgleich", was ich umgesetzt hatte, welche Baustellen noch offen waren und wie die nächsten Schritte verlaufen könnten.

    War sehr konkret, nicht so sehr auf Vergangenheit ausgerichtet - entsprach meinem Bedürfnis, Dinge klar zu strukturieren und Step-by-Step umzusetzen. In der Zeit habe ich wirklich gut lernen können, Firma und Privatleben zu trennen (wir leben und arbeiten in einem Haus), Privatzeiten einzuplanen, mit dem mittlerweile neu eingestellten Personal eine konstruktive, positive Ebene zu finden, die von persönlichen Befindlichkeiten auf allen Seiten ziemlich frei ist und auch, meine eigenen Bedürfnisse stärker wahrzunehmen und vor allem einzufordern (konnte ich noch nie gut - fällt mir auch heute noch schwer, aber es geht immerhin deutlich besser als noch vor 2 Jahren).

    Die Preise fand ich moderat, es waren meist 90 Minuten zu 80 Euro, anfangs wöchentlich, zum Schluß nur noch 4-wöchentlich bei meiner Coach.

    Bin mal gespannt, ob mein positiver Eindruck von damals sich in der systemischen Paarberatung wiederfinden wird. Mir gefällt die Art, direkt problembezogen Dinge zu betrachten und umzusetzen, gerade für mich "austherapierte" Person ist es geradezu erholsam, nicht immer wieder um eigene Defizite zu kreisen, sondern ganz konkret auf Lösungen hinzuarbeiten.

    Für Leute, die psychisch sehr belastet sind und wo Vergangenheit noch unbewältigt ist, halte ich diesen Ansatz allenfalls als Ergänzung für sinnvoll - wenn ich zurückschaue, denke ich, wären solche Coaching-Stunden zusätzlich zur Analyse vielleicht hilfreich gewesen, denn in den ersten Jahren meiner Therapien habe ich zwar gelernt, mich zu verstehen - aber an meinen konkreten Problemen hat das nichts geändert.

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    Rainer-JGS (27.07.2011)

  6. #4
    Neuling Avatar von Sophie Kautny
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    Standard "Richtigen" Choach finden

    Ich denke es ist - wie auch bei einer Therapie - das wichtigste, den "richtigen" Coach zu finden. Man muss sich wohlfühlen und den Coach/ Therapeuten als Modell, von dem man noch was lernen kann, empfinden können. Ich finde es gut, dass Du Dir dann jemand anderes gesucht hast, weil Du den Coach nicht richtig sympathisch gefunden hast.
    Liebe Grüße, Sophie

  7. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von Gast784 Beitrag anzeigen
    Hallo Leute,

    auch Coaching bietet tolle Möglichkeiten bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen und Prozessen, die das Leben so mit sich bringt, weiterzukommen. Nicht für alles braucht man immer gleich eine Therapie.

    Coaching wird schon längst weit über den business-Bereich hinaus angewandt. Es gibt verschiedene Methoden und der Begriff ist gesetzlich nicht geschützt. d.h. es muss selbst finanziert werden, und man muss sich gut informieren, zu wem man geht, und wie der arbeitet. Es gibt aber Berufsverbände, bei denen man sich informieren kann.

    Ich schätze an Coaching, dass es lösungsorientiert ist und man daher in kurzer Zeit sehr viel Klarheit gewinnen kann. Das relativiert auch wieder die Kosten.

    Natürlich ersetzt es keine Therapie, aber es ist in sehr vielen Lebenslagen eine echte Alternative, oder sogar effizienter. Vor allem, wenn sie einen systemischen Ansatz haben, d.h. das Thema wird nicht nur isoliert auf einen Lebensbereich betrachtet und behandelt, sondern auch in der Wirkung auf andere Lebensbereiche.

    Vll können wir hier ein paar Erfahrungen sammeln, Unterschiede heraus arbeiten und Infos sammeln.

    Zum schmökern fand ich diese Website sehr anregend, da sehr praxisbezogen. Dort sind auch Adressen und links enthalten.
    Ich kann Dir da auch nur zustimmen! Oft ist ein Coaching einfach insofern besser, als dass es mMn. stärker an die Selbstständigkeit appelliert. In diesem Sinne, fröhliches Coachen

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