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Thema: Damals und heute

  1. #121
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    Standard Okay,

    es ist mal wieder an die Zeit für die Zehnjährige,
    die, nebenbei bemerkt, heute als fast fünfzigjährige seit kurzem mal wieder in ihrem Traumberuf arbeitet und absolut glücklich ist in der Altenpflege !

    Gut, lasse ich die Zehnjährige mal wieder zu Worte kommen,
    sie hat lange drauf gewartet, also bitte:

    Vor zwei Jahren bin ich mit Sarah und Lea nach Brandenburg gefahren, geplant war erstmal drei Tage Zelten an einem See und danach zu meiner Tante Lilo nach Zehdenick, der Heimat meines Vaters.
    Es war im Mai, wir kamen an am See und es war schweinekalt, eine Nacht hielten wir durch im Sturm, am nächsten Tag schon beschlossen wir spontan, meine Tante anzurufen... kein Problem, natürlich konnten wir vor der verabredeten Zeit kommen, bei ihr übernachten usw. Und als wir spätabends dort ankamen, war der Tisch reichlich gedeckt und man merkte ihr an, dass sie sich sehr freute über unseren Besuch.

    Ich war zuvor schon des öfteren in Zehdenick gewesen, das erste Mal mit meiner Schwester, dass war... lange her, keine Ahnung.. 1991? Ja, so ungefähr...

    Schon damals hatte ich das Gefühl, ich wäre nicht allein dort in Zehdenick, schon damals hatte ich das Gefühl, dass Papa mich begleitet, irgendwie.

    Zehdenick ist seine Heimat, sein Zuhause und er hat mir früher davon erzählt (insoweit ich mich erinnere) und ich hab seine Traurigkeit gespürt (insoweit ich mich erinnere...)

    Wie auch immer, ich war nun schon ein paar Mal in Zehdenick und es ist immer eine Art Heimkommen und mittlerweile denke ich wirklich, dass nicht ich heimkomme, sondern er. Denn ich habe mein Zuhause (Schiol) und es ist einfach sein Zuhause, seine Heimat...

    Als ich vor zwei Jahren mit meinen Töchtern Richtung Zehdenick fuhr und das Ortsschild sah, da hätte ich fast angefangen zu heulen, so emotional war das Ganze für mich... erstaunlich, oder?
    Ich war zutiefst berührt, ja.

    Ich kenne die Lebensgeschichte meines Vaters nur zum Teil, und das, was ich kenne, lässt mich einen gewissen Teil des Ganzen erahnen, nur ein Teil, aber immerhin...

    Mein Vater war das 5. Kind meiner Großeltern, die Schwangerschaft war nicht gewollt und so hat mein Opa reagiert, wie er nach Aussage meiner Mutter schon zuvor reagiert hatte, er wollte die Stricknadel nehmen und das ungewünschte Kind abtreiben...
    meine Oma wehrte sich erfolgreich und so wurde mein Vater geboren, ob Opa nu wollte oder nicht.

    Zu seinem 18. Geburtstag legte sein Vater ihm eine Flasche Schnaps ans Fussende seines Bettes... ob das nun irgendeine Auswirkung auf sein späteres Trinkverhalten hatte oder nicht, kann ich nicht beurteilen, es ist eben eine Aussage, die hängengeblieben ist... und die etwas aussagt über das Verhältnis zwischen Vater und Sohn.
    Ich mein, welcher Vater macht so etwas??

    1957 bist du abgehauen, hast alles, auch deine Familie, hinter dir gelassen, bist auf Urlaub gefahren zu deiner Tante in den Westen.
    Und dein Bruder Herbert, der Mann von Lilo, hat dir damals noch gesagt
    "Vergiss das Wiederkommen nicht!"

    Herbert hat geahnt, dass du nie wieder heimkommen würdest,
    er hat es gewusst, gespürt.

    16 Jahre später warst du tot, all dies und so vieles mehr wurde zu Geschichte,
    zu Vergangenheit oder was auch immer...
    und vielleicht wurde es irgendwann zu unserer gemeinsamen Geschichte,
    16 Jahre später existiertest du nicht mehr.
    Du hast diese Welt verlassen,
    einerseits ohne etwas,
    andererseits mit sehr viel...
    mit mir

    Ich habe Herbert noch kennenlernen dürfen,
    und damit auch ein Stückweit von dir...
    ich weiß nicht, wieviel von dir in Herbert war,
    ich weiß nur, dass Herbert mich sehr beeindruckt und auch ein wenig...
    nun ja, verängstigt hat.

    Herbert war ein Mann, der nie Ruhe fand, er stand einfach nie still.
    Er konnte auch nicht einfach nur spazierengehen, er rannte, rannte,
    rannte einfach nur.
    Ich weiß nicht, wovor er davongelaufen ist, werd es wohl auch nie mehr erfahren.

    Ich mochte ihn, mochte ihn total, einfach, weil er dein Bruder war
    und ein Teil deiner, und somit auch meiner Vergangenheit.
    Und als Onkel Herbert starb war es für mich, als würdest du erneut sterben...
    ein Teil von dir, ein Teil von mir.

    Herbert war der Letzte von euch, der überlebt hat,
    es gibt nun keinen wirklichen "Lemke" mehr,
    es gibt niemanden mehr, der mir Fragen beantworten könnte,
    Fragen, die immer noch da sind...
    Wie war Papa früher, als Kind, als Jugendlicher usw. usw.

    Na ja, interessanterweise gibt es u.a. noch jemanden, der Papa kennt, sich an ihn erinnert, früher mal mit ihm zusammengearbeitet hat, hier im "Westen". Dieser Mensch war damals Lehrling im Baugewerbe, und er arbeitet heute, witzigerweise, in der gleichen Firma, in der mein Mann arbeitet...
    U. Andresen...

    Ich weiß nicht, was konkret ich mir von diesem Mann erwarte, welche Aussage... "Dein Vater war ein toller Mensch. Er war liebevoll, zärtlich, zuverlässig, vertrauensvoll."

    Was erwarte ich?

    Ich will dich kennenlernen Papa, ich will wissen, wer du warst.
    Ich will dich außerhalb von dem sehen, was du mir warst in unseren zehn Jahren. Ich will den anderen Mann sehen können, der, den es auch noch gegeben haben muss.

    Ich weiß von Mama, dass du eine Zeit lang eine Geliebte hattest, ein sog. Kurschatten und du warst kurz davor, ihretwegen deine Familie zu verlassen.
    Inge Hansen... ich hab sie im Telefonbuch gefunden, war kurz davor, anzurufen...
    "Hallo, ich bin die Tochter von Richard Lemke, ich wollte nur mal fragen, wie er so gewesen ist. Können Sie mir sagen, wie war mein Vater als Mann, wie war er als Mensch?"

    Natürlich habe ich sie nie angerufen, aber die Fragen, die bleiben...

    Wie warst du so, als Mensch, als Mann?
    Wie und wer warst du?

    Es gab auch das Gerücht, dass du Männer mögen würdest,
    ich glaub, das kam auch von Mamas Richtung (ihr Sohn).
    Es soll da mal so einen "Vorfall" in Hamburg gegeben haben...
    warst du insgeheim schwul, oder bi????
    Auch egal Papa, total egal, echt.

    Für mich als deine Tochter
    bist du sowas von weit entfernt irgendwie,
    es ist, als hätte es dich niemals gegeben,
    als hättest du nie existiert
    - einerseits.

    Andererseits bist du in mir,
    in meinem Herzen, in meiner Seele, in meinem Sein,
    du bist stets und ständig da
    und ich liebe dich einfach nur,
    weil ich es will.

    Und je größer der Abstand zwischen uns beiden wird,
    desto näher komme ich dir.
    Merkwürdig nicht?
    Ja, ich weiß, du kannst darüber überhaupt nicht lachen,
    aber ich kann es, na ja, ich kann zumindest lächeln...
    ist doch schon mal was .

    Wir mögen Jahrzehnte voneinander entfernt sein,
    unsere Wege haben sich vor langer Zeit schon getrennt.
    Ich folge deinen Spuren, unbeirrt und ohne Zögern.
    Mit jedem einzelnen Schritt in deine Richtung
    will ich dich finden.

    Ich werde dich niemals mehr haben können,
    so, wie ich es mir wünsche.
    Ich werde dich niemals mehr in den Arm nehmen können,
    du wirst niemals mehr vor mir stehen
    und mir sagen, dass du mich liebst...

    Ich werde niemals mehr deine lachenden Augen sehen,
    diesen starken lebendigen Körper vor mir.
    Die Arme, die mich damals hielten, sind nicht mehr.

    Es ist und bleibt egal, mit wie vielen Menschen ich über dich rede,
    du kommst nicht mehr zurück?

    Ich kann diese Tür nicht mehr öffnen,
    ist es das?
    Diese Tür bleibt verschlossen, du hast sie verschlossen, du hast den Schlüssel weggeworfen. Warum auch immer...

    Erinnerst du dich? Es ist schon ein paar Jahre her, da war ich bei einem Medium, einer Frau, die Kontakt herstellen konnte.
    Ich lag bei ihr auf der Couch, alles war gut, ich war entspannt, hab vieles gesehen, nur dich nicht. Du kamst einfach nicht zu mir.

    B. hat ihre Tochter getroffen, später kam ihr Vater, er hat zu ihr gesprochen, alles war gut...

    Ich hab mich so oft gefragt, warum du nicht zu mir gekommen bist, lag es an mir? Wolltest du nicht?

    Selbst in diesem Augenblick damals hatte ich Schuldgefühle...
    aber das ist nicht richtig. Ich muss keine Schuldgefühle haben Papa. Du warst nicht bereit, vielleicht warst du auch gar nicht mehr da, vielleicht ist deine Seele schon so viel weiter, ich weiß es nicht...

    Alles, was ich weiß. Alles, was ich spüre...
    Das bist du. Immer nur du.
    Je älter ich werde, desto präsenter bist du.

    Ich hab so viel an Liebe zu geben,
    so viel Liebe nur für dich.
    Ich schäume über vor lauter Liebe,
    nur für dich.

    Also komm, nimm sie einfach nur an,
    meine Liebe.
    Ich schenke sie dir.
    Ich erwarte nichts.

    Nimm.

  2. #122
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    Standard Mama

    Mama?

    Mama

    Du bist für mich immer noch diese eine Tür,
    die ich nicht öffnen kann.
    Du hast sie vor langer Zeit verschlossen,
    den Schlüssel weggeworfen.

    Ich kann diese Tür zu dir nicht öffnen,
    so sehr ich es auch möchte,
    du lässt mich nicht rein in deinen Raum.

    Ich hab so oft ans Holz geklopft,
    hab nach Erklärungen gesucht, nach Worten.
    Ich hab gegen deine Tür getreten, hab dich beschimpft,
    hab dich verflucht...
    du hast mich nicht reingelassen in dein Herz,
    da war kein Platz für mich in deinen Raum.

    Du bist meine Mutter, du hast mich zur Welt gebracht
    und irgendwann
    hast du mich wohl auch geliebt.
    Ich fühl es nicht, ich fühl deine Liebe nicht Mama,
    und das macht mich traurig und ich weiß nicht,
    was ich noch tun kann.
    Was ich noch tun will?

    Wann hast du mich verlassen und warum?

  3. #123
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    Standard Arbeiten...

    Ich bin glücklich in meinem neuen Job, ich bin rundum zufrieden, besser geht nicht.
    Bis jetzt.
    Natürlich bin ich immer noch ein wenig vorsichtig, die Erfahrungen bei St. Elisabeth sitzen wohl noch zu tief und je öfter ich darüber nachdenke...
    denke ich, dass damals einiges schiefgelaufen ist, auch mit Blick auf Erikas Tod, genau deswegen, eben.

    Wie auch immer,
    bis jetzt hab ich im neuen Job noch "Welpenschutz", bis zu einem bestimmten Punkt natürlich . Und ich bin mir sicher, dieser Punkt, der wird bald überschritten sein; aber es ist gut, alles ist gut... ich fühl mich sauwohl dort !

    Bis jetzt fahre ich, zusammen mit zwei Kolleginnen, wochentags eine feste Tour.
    Ende der Woche sprechen wir uns ab, wer wie wann fährt... kenne ich so noch nicht, find ich aber total klasse; Stichwort Eigenverantwortung.

    Die Klienten in dieser Tour sind für meine Verhältnisse absolut pflegeleicht, will damit sagen: ich hatte schon wesentlich schwierigere "Fälle" und auch die Klienten im WE-Dienst waren bis jetzt für mich leicht zu wuppen...

    Ich bin total glücklich, ich bin in meinem Element, und genau da gehöre ich hin...
    das ist so schön, es erfüllt mich, es ist einfach nur schön!

    Ich hab die von mir zu betreuenden Menschen relativ schnell in mein Herz geschlossen, gebe ihnen das, was sie wollen und brauchen, fühl mich gut dabei...
    Yes!

    Ja, es war die richtige Entscheidung!

  4. #124
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    Standard Arbeit II usw....

    Heute bin ich das erste Mal den Abenddienst II mitgefahren, dieser AD geht von 17.30 - 21.45 Uhr. Freitag fahre ich nochmal mit einer Kollegin mit und am Samstag dann fahre ich alleine, genauso die Wochenendtour...
    Halleluja, ich seh mich schon durch die Pampa irren und nie nich wieder heimfinden.
    Na ja, ich krieg das schon hin, das wird !

    Die Patienten sind nicht das Ding, das krieg ich gewuppt, das Problem ist einfach, die Wege zu finden. Andererseits dachte ich auch in der regulären Wochentour, dass ich Probleme hätte. Und, was war? Alles gut, hab sie alle gefunden ;-).

    Privat?
    Nun, mein Bruder hat sich seit letzten Freitag noch nicht bei mir gemeldet...
    könnte alles bedeuten oder auch nichts.
    Ich denke, er hält sich zurück, weil er weiß, wie ich über die Aktion mit Mama und dem Geld denke.

    Nächsten Sonntag hab ich Geburtstag, es ist ein Arbeitswochenende und ich werde 49 (in Worten: neunundvierzig! haha) Jahre jung...
    aus finanziellen Gründen (Auto hat neue Kupplung (Scheibe oder so) bekommen, das waren mal eben schlappe 380,-€) werde ich nicht feiern; also die Hirschholmer kommen nicht. Ich wollte hier auch nicht big Kaffeeparty veranstalten, einfach weil ich arbeite usw.

    Nu hab ich heute mit meiner Kleinen telefoniert und sie hat sich und Fynnie angekündigt, bringt sogar einen Kuchen mit ...
    alles gut, da hab ich mich natürlich sehr gefreut, wenigstens eins meiner Kinder hier bei mir, was will ich mehr?
    Freu mich total drauf, die beiden wiederzusehen, freu mich auf den Spass mit dem Kleinen.
    Freu mich ! Das schönste Geschenk; was will Frau mehr?

  5. #125
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    Standard Der Tag vor meinem 49sten...

    Meine Gefühle sind gemischt...

    der erste Abenddienst alleine ist gut verlaufen, teilweise hatte ich den Weg wohl doch "gespeichert", teilweise folgte ich einfach meiner Intuition = ich hab mich nicht einmal verfahren, juhju ! Ich bin stolz auf mich, ich hab alles gut gemacht... okay, Frau B., das ist schwierig allein zu bewältigen. Ich mach mir Gedanken deswegen, überlege z.B., wie ich den Vorlagenwechsel etc. für sie so angenehm wie möglich gestalten kann usw. usw. Meine Güte, diese Frau ist 102 Jahre alt, liegt nur noch da in ihrem Bett... ich will meinen Teil dazu beitragen, dass sie es so gut wie möglich hat.

    Morgen kommen Lea und Fynnie, ich freu mich so. Ich bin irgendwie aber auch ein wenig traurig, weil Sarah und Jens nicht kommen können. Heute kam der "große Brief" von den beiden mit der Post und das stimmt mich wieder glücklich, weil sie mich gestern anrief und mir sagte, dass dieser Brief aufgrund äußerer Umstände wohl erst am Montag ankommen würde...
    nu war er heute doch in der Post, wie schön !
    Natürlich hab ich ihn noch nicht geöffnet, morgen erst... obwohl... es sind nur noch 45 Minuten bis 00.00 Uhr... ne, morgen!

    Apropos morgen:
    ... muss ich nur bis ca. 09.30 Uhr arbeiten (deshalb geh ich jetzt lieber gleich ins Bett ;-)), danach ist Mittagsstunde angesagt, in meinem Alter brauch ich das!) und dann sind Lea und Fynnie auch schon da.

    Ach ja, ne Karte von meiner Schwester hab ich heute auch schon bekommen, hab schon reingeluschert, die Neugierde war einfach stärker...
    schönes Ding !

    Ich bin fast FÜNFZIG....
    Hilfe...

    Tja Ulla, so ist das,
    wir werden alle älter....
    "ja ja".

    Ach da war noch was, ich weiß nicht, wann mir das wieder eingefallen ist,
    irgendwann vor kurzem, vor`m Einschlafen...

    Früher hat wohl irgendjemand mit uns Kindern gebetet und diese Zeilen fielen mir plötzlich wieder ein:

    Müde bin ich, geh zur Ruh,
    schließe beide Äuglein zu.
    Vater lass die Augen dein
    über meinem Bette sein.
    Amen.

    In diesem Sinne
    Nachti

  6. #126
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    Standard Geburtstag...

    Es war ein schöner Tag, trotz ´n büschen arbeiten am vormittag, es war schön, ja.

    Lea und der Kleine waren da, Lea hatte eine Quark-Sahne-mit-Ananas-Torte gemacht (eine meiner Lieblingstorten aus alten Zeiten ;-)), schön verziert mit Lillifee-Liebesperlen (höhö) und lilafarbenen Zuckerherzen... soooo süß .
    Fynnie hatte das Hemd und den Schlips (alles in blau gehalten) an, und er sah sowas von cutie aus, so geil .

    Und er hat sein volles Programm geboten, alles, großartig dieses Kind, I love him so much ! Stichwort: Schnacker - tja, ich werd ihm das plattdeutsche schon beibringen ;-).

    Meine Schwiegereltern kamen auch noch ganz spontan vorbei, da wollten wir grade los zum Hafen, Vögel füttern. Wir haben noch nen Kaffee und Tee zusammen getrunken, es nett gehabt, und dann aber an den Hafen...
    die hatten echt Hunger die armen Viecher.
    Und es war kalt, sowasvon KALT!

    Mein Bruder hat auch angerufen... war ein komisches Telefonat irgendwie, ich war so voller positiver Emotionen und er klang ziemlich deprimiert, als er dann noch sagte "...auch von unserer Mutter.", da ging bei mir die "Wohlfühlnadel" schon ein wenig nach unten... aber nur kurzfristig...

    ich wollte mich einfach nicht runterziehen lassen, weder von ihm, noch von ihr....
    es war MEIN Geburtstag, MEIN Feiertag.... kindisch, dieses Denken, mag sein.
    Oder aber auch reiner Selbstschutz. Ja, Selbstschutz, das trifft es besser.

    Natürlich hab ich ihn gefragt, wie es ihm geht...
    natürlich geht es ihm nicht gut. Ist es ihm, oder ihr, jemals gut gegangen?
    Und bin ich dafür verantwortlich?

    Beide Fragen kann ich nur mit "Nein" beantworten.
    Ich trage keine Schuld, Nein.

    Ich will mein Leben geniessen, mit diesen zwei wunderbaren Frauen, mit diesem süßen Knirps (und denen, die noch kommen werden) und auch mit mir...
    weil ich so liebenswert bin, weil ich diese Menschen und auch mich liebe .

  7. #127
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    Standard Moonie...

    Meine Katze stirbt...
    Ich bin traurig.

    Moonie gehört seit fast 13 Jahren zu meinem Leben, solange ist sie ein Teil von mir.

    Es fällt mir sehr schwer, sie gehenzulassen, auch wenn ich spüre, dass sie gehen möchte...
    Monnie ist schon so alt, fast zwanzig Jahre alt...

    Ich könnte heulen, ich heule, ich weine, ja, ich weine, um eine Katze...
    ich bin so traurig...

    Liebe Moonie, wenn du gehen möchtest,
    dann geh, es ist deine Zeit.

    Ist das noch normal, so traurig zu sein, wegen einer Katze?????

    Ja, das ist "normal", es ist okay,
    erst recht, wenn ich die Umstände bedenke usw. ...

    Meine Moonie, wir waren uns nicht immer einig oder so,
    aber du hast dir deinen Platz in meinem Leben eingenommen,
    und es war gut, total in Ordnung ;-)!

    Ich werde ALLES tun, um es dir einfach zu machen,
    ich wünsche mir für uns beide,
    dass du einfach einschläfst, hier bei uns zuhause.

    Schlaf meine Katze, schlaf ein, bitte.

    Ich will nicht noch einmal diese Entscheidung treffen müssen, ja?

    Liebe Moonie-Mau,
    ich liebe dich du meine Katze ,
    ich liebe dich.

  8. #128
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    Standard Trauer

    Trauer, ein schwieriges Wort,
    für mich...
    da ist einfach zu vieles an Emotionen, so vieles,
    was ich bis heute noch nicht fassen kann.
    Das ist es wohl.

    http://www.youtube.com/watch?v=psB9xHQ0e0w

    Im Heute trauere ich (jetzt schon) um meine Katze,
    im Gestern trauere ich um meinen Vater,
    die Gefühle sind fast die gleichen...
    oder besser so:
    Moonie erinnert mich (irgendwie) an damals...

    Na ja, ich fühl mich jedenfalls so wie damals,
    so hilflos...
    so allein.

    Ich will Moonie halten, so, wie ich damals meinen Vater halten wollte.

    Gut, mit meiner Katze kann ich am Montag zum Tierarzt fahren,
    mit meinem Vater konnte ich das nicht.

    Was ich meine,
    ist dieses Wissen um die Endgültigkeit,
    das Wissen, es ist definitiv vorbei,
    es gibt kein Vor oder Zurück,
    dies ist das Ende.

    Und du kannst wirklich nichts mehr tun...
    dein Vater stirbt,
    deine Katze stirbt...
    sie sterben, "einfach" so...

    Nichts in deinem Leben wird jemals so sein,
    wie es vorher war.
    Alles ändert sich, alles.

    Und es ist völlig egal,
    wie sehr du sie geliebt hast,
    ob nun dein Vater oder deine Katze,
    es ist egal,
    sie verlassen dich, sie gehen fort...

    und das Schlimmste ist eigentlich,
    es ist egal, was du fühlst oder was du tust,
    du kannst sie nicht zurückholen.

    Sie werden nie mehr da, an deiner Seite, sein.
    Sie sind fort, einfach weg...

    Ulla,
    was,
    was,
    was fühlst du??????

    Was ich fühle?

    Ich bin unendlich traurig, will Moonie bei mir haben,
    will sie halten, sie streicheln,
    ihr Schnurren auf ewig hören...
    ich will sie bei mir haben.

    Was ich fühle?

    Wie nur soll ich mit dieser Traurigkeit umgehen?
    Wie?

    Wie soll ich leben ohne dich?

    In mir vermischt sich alles,
    ein Verlust ist DER Verlust,
    ich mag das nicht, Verlust.

    Tief in mir ist er begraben, dieser Verlust.
    Verloren sein, verlassen.

    Ohne dich.

    Zu sein.

    Ohne dich...

    Wie.
    Wie fühlte sich das an?

    Allein.

    Ich bin allein.

    Es gibt keine Worte dafür,
    ich kann es einfach nicht fassen.
    Du bist fort, weg,
    du existierst nicht mehr,
    du bist weg, du bist fort....

    Unbeschreiblich, dieses Gefühl, unbeschreiblich...
    hätte ich damals Kerzen entzünden können,
    es wären Tausende gewesen, nur für dich.

    Ich kann es einfach nicht fassen,
    dieser Schmerz ist immer noch so da,
    er ist in mir, er zerreißt mich Papa,
    es tut so weh.

    Ich kann Musik hören wie ich will,
    ich kann schreiben, was ich will,
    ich kann denken oder was auch immer.

    Papa,
    der alte Schmerz ist immer noch da,
    ich vermisse dich so sehr und ich weiß nicht,
    was ich noch tun kann.

    Erinnerungen...
    tja, daran halte ich mich fest,
    und?

    ****** drauf, ehrlich jetzt.

    Ich vermisse dich.
    Und von mir aus können die Kerzen auf ewig brennen...
    wo bist du?
    Wann kommst du?
    Wann genau bist du an meiner Seite?

    Ich hab so lange auf dich gewartet...
    wo bist du?
    Wo?

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