Hallo!
Ich wollte das eigentlich schon früher schreiben, ich wusste nur nicht wie.
Ich weiß auch jetzt noch nicht recht wie, aber ... es wird schon gehen.
Letztens war ich im Urlaub. Was sich an sich schon seltsam anhörtAn sich wollte ich mir das nämlich gar nicht zugestehen, denn meine Angststörung meldete sich zu Wort und da ich mich selbst oft nicht leiden kann aufgrund dieser ganzen Störungen, wollte ich mich selbst bestrafen und nicht fahren.
Aber ich habe mir gesagt: Du hast ein Recht darauf! Du hast ein Recht auf Entspannung.
Und wahrscheinlich war die anfängliche Idee der Selbstgeißelung auch nur wieder die Angst vor der Angst, denn, das musste ich mir eingestehen:
Als ich beschloss, doch zu fahren, musste ich notgedrungen auch meine Angst zulassen.
Ich möchte ehrlich sein: Ich dachte, ich müsse sterben als ich morgens um fünf Uhr in den Wagen stieg. Aber: Ich habe da diese tollen Techniken: Autogenes Training, positive Gedanken, lachen, Witze ausdenken, seltsame Sätze im Kopf wiederholen, mich entspannen etc.
Autofahrt überlebt. (Ich hatte vorher schon überlegt, mein Testament nochmal zu begutachten, habe ich dann aber doch nicht) Dann kam die Fähre und ich war entspannt, ruhig; ich sah das Meer und alles war gut; ich spürte den Wind und alles war richtig.
Und dann habe ich gedacht: Das Absurde an der Angst ist doch, dass sie in Situationen kommt, die "früher" kein Problem darstellten. Als hätte ich als Kind oder Jugendliche Angst vor der Autofahrt gehabt, als hätte ich Angst vor der menschlichen Überfüllung auf der Fähre gedacht - niemals ... warum? Weil ich nie daran gedacht habe, es könne etwas passieren.
Und da erscheint das zweite Absurde: Angst kommt nur durch Denken.
Ich habe mir vorher schon überlegt, was ich tue, wenn ich Panik bekomme. Aber die Panik kam gar nicht. Warum? Sie hätte kommen können: Ich habe ihr gesagt: Dann komm, ich wehre mich nicht dagegen. Aber dann wollte sie nicht mehr.
Ich denke, ich könnte stolz auf mich sein. Ich bin zusammen mit Menschen auf einem Schiff auf eine Insel gefahren, ich lag dort mit anderen Menschen am Strand, ich bin dort einkaufen gegangen, habe sogar in einem Restaurant gegessen (das ist eine ziemliche Überwindung, da Essen-Bestellen daran bindet, auch dort an dem Ort zu bleiben, bis das Essen aufgegessen ist).
Seitdem ich zurück bin geht es mir einerseits besser, andererseits bin ich hier wieder meinen Problemen näher - wer flüchtet nicht gerne? Dort war ich fern von den Menschen, die ich schon lange nicht mehr ertrage; nun sind sie wieder da, ich muss damit umgehen und ich werde damit umgehen.
Vorgestern hielt ich sogar "Small-Talk" mit einem Kassierer im Supermarkt - DAS ist sehr ungewöhnlich, aber auch lustig, vielleicht werde ich das hin und wieder mal machen.
Gestern ... habe ich begriffen, dass ich mich darüber aufrege, was ich selbst verursache: Es macht mich aggressiv, wenn ich merke, dass Leute mich falsch einschätzen. Warum? Es sollte mich nicht scheren, in vielen Fällen ist es sogar besser. Aber anstatt darüber zu lachen, keinen Wert darauf zu legen, erscheine ich ja sogar selbst so, wie mich andere sehen sollen. Das ist doch Schwachsinn.
Einerseits will ich, dass man mich richtig einschätzt, andererseits lege ich Wert darauf, dass die Menschen es eben NICHT tun.
Höchstwahrscheinlich, weil ich mir selbst keine Schwäche zugestehe. Es ist paradox.
Ja, das wars eigentlich.
Das muss kein Diskussions-Thread werden, ich wollte das nur loswerden, ganz egoistisch![]()
Merci
LG


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An sich wollte ich mir das nämlich gar nicht zugestehen, denn meine Angststörung meldete sich zu Wort und da ich mich selbst oft nicht leiden kann aufgrund dieser ganzen Störungen, wollte ich mich selbst bestrafen und nicht fahren.
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