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Alt 16.04.2008, 16:14   #1 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 16.04.2008
Beiträge: 1
Standard Das bin ich nicht!

Hallo,
nun weiss ich echt nicht weiter und erhoffe mir hier etwas Rat! Vielleicht hat ja jemand die Geduld, liest meinen Text und vielleicht komme ich ja wieder etwas zu Sinnen!

Ein paar Worte zu mir:
Ich bin Anfang 20, studiere, bin ein durchschnittlicher allrounder, alles gelingt mir ohne viele Bemühungen, ich habe eine feste Beziehung, wohne noch zu Dahiem, bin aktiv, ich habe viele Freunde, unternehme sehr viel, habe eigentlich Spass am Leben und alle würden mich als lustig, extrovertiert, weltoffen und fröhlich bezeichnen.

Nun habe ich ein Problem. Ich versuche es kompakt von Anfang an zu schildern. Das was ich damit in Verbindung bringe...

Als Kind habe ich Stühle gerückt, d.h. wenn sie schief standen habe ich sie gerade gerückt, Türen geschlossen und bevor ich mich zu Ruhe begeben konnte keine Ordnung gemacht, aber alles musste gerade an seinem Platz stehen.
Heute schaue ich bevor ich schlafen gehe 3x in meine Geldbörse ob meine Dokumente da sind, lege meinen Schlüssel an einen Ort, schaue 2x ob die Heizunga uch wirklich aus ist und die Haustür verschlossen und gehe bestimmt noch mal 2x aufs KLo bevor ich wirklich einschlafe. Das geht mit einer extremen innerlichen Unruhe einher. Ich bin hibbelig, kann nicht ruhig sitzen- mich aber super konzentrieren!

Vor einem Jahr habe ich beschlossen meine Ernährung umzustellen und Fitness zu machen, mein Papa ist krank geworden und ich wollte dem Vorbeugen! Ich war nie dick, noch nicht mal mollig, aber war halt ne ganze Frau. Ich habe viel abgenommen, war sehr dünn, habe mich aber zum ersten mal in meinem leben wirklich schön gefühlt. viele leute haben mich drauf angesprochen, ob ich ein problem hab und mir eine magersucht eingeredet. In der ist es letztlich auch ausgeufert. Meine Periode blieb aus, die Frauenärztin verschrieb mir die Pille. Dann habe ich unendliche HEisshungerattacken bekommen und zugenommen. Ich bin trotzdem noch schlank, fühle mich aber in meinem Körper schrecklich. Mein Freund darf meinen Bauch nicht mehr anfassen, das ist mir total unangenehm und ich trage nur noch Sachen die meinen Bauch verdecken. Die Pille habe ich abgesetzt, nun habe ich verhältnissmäßig oft Essanfälle und teilweise übergebe ich mich. Wenn ich sozusagen in einem klaren Moment darüber nachdenke, weiss ich ganz genau, dass ich diese Fressanfälle nicht brauch und das wohl mich zu übergeben danach das dümmste ist was ich machen kann. Aber in diesen Momenten verliere ich komplett die Kontrolle.

Meine Mama ist eine tolle Frau. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es mir durch sie schlecht geht. Ich mache sehr viel im Haushalt, mir und meinen Gecshwistern wurde viel Verantwortung beigebracht, wir helfen viel. Aber ich habe meistens das Gefühl, das smeine mUtter damit nicht einverstanden ist. Sie meckert unglaublich viel daran herum was nicht gemacht ist oder einfach nicht so gemacht wies ihr gefällt. Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass ich dmait zurecht komme und habe auch gedcaht, dass ich denke, dass das mich nicht belastet. Ich ging mit einer Einstellung an die Sache, bei der ich mir gedcaht habe - das ist der Charakter deiner Mutter, und eigentlich weisste ja, dass sie mit euch zufrieden ist -. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich ihr nicht gerecht werde.

Letztens hat sie sich mit einem meiner Geschwister gestritten, ich war gerade dabei zu gehen, weil ich Verabredet war. Ich habe sie jediglich gebeten, ihre Streitereien in 5 Minuten fortzusetzten, weil mich sowas belastet udn mitnimmt. Naja, dann hat sie mich auch noch angemotzt. Als ich dann mit meinen Freunden in der Var saß konnte ich mich auf kein Gespräch konzentrieren, ich kann auch nicht sagen, dass ich an etwas konkretes gedcaht habe, ich habe nur am ganzen Körper gezittert.


Mein reund hat gemerkt, dass es mir wohl daheim sehr wechselhaft geht und hat jetzt vorgecshlagen, dass ich doch zu ihm ziehe. Da habe ich das Gefühl, dass ich die ganze Veranwtortung für alles auf meine Mama übertragen muss und, dass sie vielleicht dmait dann nicht zurecht kommt. Aber auf der anderen Seite weiss ich, dass Daheim im Moment kein guter Ort für mich ist. Wenn ich bei ihm bin lässt meine innere Anspannung und Unruhe sehr nach. Zwar nicht komplett... Ich weiss aber nichtw ie ich dieses Vorhaben meiner Mutter erklären soll!

Nun glaube ich, dass ich zum Psychologen sollte. Aber irgendwie trau ich mich nicht so ganz, weil ich trotzdem irgendwie das Gefühl habe, eigentlich ein gesunder Mensch zu sein...

anna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2008, 17:47   #2 (permalink)
Verleger
 
Benutzerbild von Natz
 
Registriert seit: 02.01.2008
Ort: im Süden
Beiträge: 5.293
Standard

Hallo Anna!
Die Übergänge zwischen krank und nicht krank sind ja oft fließend. Fakt ist ja wohl, das Du unter einer Essstörung leidest und da würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall mal zu einer Beratung bei einem (r) Psychologen (in) gehen. Offensichtlich gibt es ja doch auch einiges in Deinem Elternhaus aufzuarbeiten. Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen und je früher Du das tust, umso besser kannst Du die Situation noch ändern.
Also keine falsche Scham und es ist kein "Krankheitsstigma", wenn man sich selbst helfen will.

LG,

Natz
__________________
LG, Natz




Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)
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