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Thema: Das "Casanova-Syndrom"

  1. #1
    Neuling
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    Standard Das "Casanova-Syndrom"

    Hallo liebe Leute,
    ich möchte gerne meinem bestem Freund helfen, da er sich in einem schier ausweglosen Kreis bewegt, den er alleine nicht durchbrechen kann:

    Ein netter, gutaussehender Mann, Ende Dreißig, beruflich erfolgreich, Single und der Wunsch "endlich angekommen zu sein" mit Familie, Kindern etc.
    ABER, dieser Mann kann einfach keine längere Beziehung führen. Sobald er eine Frau kennenlernt - was ihm nicht schwer fällt - und diese Frau signalisiert, dass sie Interesse hat, ist sie für ihn schon wieder uninteressant und er springt ab, da eine andere vielleicht optimaler zu ihm passen könnte oder er etwas verpasst. Dass dann mehrere Beziehungen nebeneinander laufen und dass diese Situation neben dem Beruf extrem stressig ist, ist klar.
    Weiter gehts mit Internet-dates bis in die frühen Morgenstunden, spontanen Heiratsbekundungen (!!!), obwohl er die Frau noch gar nicht wirklich kennt. Dann kommt es vor, dass Frauen, die ihn telfonisch abblitzen lassen oder aus irgendwelchen Gründen nicht mehrt anrufen, ihn völlig aus der Bahn werfen und er panisch alles versucht, diese Frauen wieder für sich zu gewinnen - um dann schon wieder auf dem Absprung zu sein.
    Alte, längere Beziehungen, die von ihm / ihr beendet wurden, spuken ständig in seinem Kopf herum ("soll ichs nicht doch noch mal versuchen?" oder "die wär vielleicht doch die Frau meines Lebens gewesen").

    Torschlusspanik? Orientierungslosigkeit? Traumatische Kindheitserinnerungen? Sucht nach ständiger Selbstbestätigung? Lebenssinn Beziehungsstress? Angst vor langer Bindung? Casanova-Syndrom? KEINE AHNUNG !!!

    Hat jemand eine Idee / Adresse, kennt jemand einen spezialisierten Psychologen, den ich meinem Freund (der diesbezüglich aufgeschlossen ist!) empfehlen kann?
    Gibt es Mittel, Therapien, mit denen man auf eine stabile Bahn zurückkommen kann?
    Welcher Begriff aus der Psychologie bechreibt dieses fast schon krankhafte Verhalten ?

    Liebe Grüße
    teak

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Teak,

    ich hab erst mal das Personal gebeten, Deinen Thread in ein anderes Unterforum zu verschieben. Denn in dem Forum "Therapieformen" geht es um Vorstellung von bestimmten Therapien. Wenn wir hier jetzt Probleme besprechen, verstehen vll noch mehr den Begriff falsch, und dann wirds richtig unübersichtlich hier. Eigentlich isses aber dazu gedacht, dass man sich über bestimmte Therapien hier generell informieren kann. Also bitte nicht böse sein, Deine Anfrage wird wo anders dann auch eher gefunden

    Zu Deinem Freund:

    Warum willst Du ihm denn unbedingt helfen? Will er sich denn helfen lassen? Hat er Dich um Hilfe gebeten?

    Wenn nein, dann kannste ihm eh nur sagen, dass er sich mal professionelle Hilfe suchen soll. Eine Diagnose kann Dir hier aber keiner geben und Du solltest auch nicht.groß an ihm herumdiagnostizieren. Er soll halt zu nem Therapeuten gehen und die Sache schildern.


    Es klingt schon sehr nach Suchtverhalten. Was er damit zudeckelt bzw. vor was genau er flieht, wird er wahrscheinlich selber nicht sagen können, sonst müsste er es ja nicht mehr tun.

    Mir ist jetzt nicht klar, ob Du männlich oder weiblich bist. Wenn letzteres: willst Du denn selber was von ihm?

    Ich frage deshalb, weil Du vll erst mal Deine eigene Hilfsbereitschaft hinterfragen solltest, bevor Du Dich so engagierst. Obwohl das natürlich grundsätzlich zu würdigen ist.

    Links zur psychologensuche findest Du unter "häufige Fragen": http://www.psychologieforum.de/haeuf...agen-1161.html

    LG Gaby

  3. #3
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    Hallo Gaby,

    danke für Deine Antwort!
    Zu mir, ich bin männlich glücklich verheiratet ....es handelt sich um meinen besten Freund, der sich selber sehr kritisch betrachtet und bereits bei einem Psychologen war, allerdings scheint da noch einiges nicht ausgeräumt zu sein.
    Ich weiss, dass ich ihm als Freund, der die Dinge schon tausendmal gesagt hat, nicht wirklich helfen kann...die ganzen Jahre und die ganzen Frauen, die tlw. erheblich enttäuscht wurden, tun mir sehr leid.

    LG Roland

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
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    Wahscheinlich schlicht und ergreifend bindungsunfähig.
    Das solltest Du aber wirklich nicht zu Deinem Problem machen. Wenn der Leidensdruck zu hoch wird, wird er schon selbst mal was ändern. Wenn nicht, gefällt er sich vll auch in dieser Rolle. Irgendwelchen unerreichbaren Frauen hinterher schmachten ist vll. besser, als festzustellen, das sie in Wirklichkeit auch nur normale Frauen sind.

    Grüße,

    Natz
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  5. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Natz71 Beitrag anzeigen
    Irgendwelchen unerreichbaren Frauen hinterher schmachten ist vll. besser, als festzustellen, das sie in Wirklichkeit auch nur normale Frauen sind.
    ... oder festzustellen, dass man selber auch nix besonderes ist...

  6. #6
    Verleger Avatar von Natz
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    Oder das..... Auf jeden Fall für viele besser, als der Realität ins Auge zu blicken
    LG, Natz




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  7. #7
    Schreiberling
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    Hallo Teak,
    erst dachte ich, das hat was narzistisches. Inzwischen denke ich eher Unsicherheit oder Angst, etwas zu verpassen. Wenn er schon bei einem Thera ist, laß den beiden doch etwas Zeit. Wenn sich aber in der thera nichts tut: dann eben wechseln. Welche Form, kann ich so nicht sagen, da müßte ich mehr darüber wissen, was Dein Freund eigentlich will.
    Was wäre denn, wenn Du ihn einfach so lassen würdest, wie er ist?
    LG
    Peter

  8. #8
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    huhu Teak,

    Mitleid brauchst nicht zu haben. Er ist wie er ist und bleibt wie er bleibt, wenn er etwas dran ändern möchte, dann wird er einen Weg finden aus dem Dilemma.

    Er kann dich mit einbeziehen und ihr beratschlagt zusammen oder er geht zum Psychologen oder oder oder...aber die Bereitschaft muss doch erst da sein, was ändern zu wollen und der Einsatz muss dasein, sich Hilfe zu suchen.

    Nur immer die Hand reichen bringt ihn nur dazu sein Leben nicht selbst in seinen Händen zu halten, sondern die Verantwortung abzugeben.

    Ich würde es einfach laufen lassen und für ihn ein offenes Ohr haben, aber auf den Rest muss er schon selbst kommen. Mit der Nase draufstossen bringt nicht wirklich was....

    Ist wie einem dicken sagen du bist dick und musst was tun.....
    Davon fängt der dicke auch nicht an, wie wild abzunehmen, das muss er schon wollen und selbst merken wie ungesund es ist. Da hilft kein Mitleid,
    Wegbegleitung ist ok, aber Essen einkaufen und kochen und essen müssen schon in der Verantwortung des dicken bleiben, damit er lernt damit umzugehen.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

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