Ich bin grad ein wenig durcheinander, na ja, "ein wenig" ist leicht untertrieben... ich glaub, sonst würde ich jetzt nicht schreiben, erst recht nicht darüber.
Ich habe das Gefühl, mal wieder am Ende eines (ach so vertrauten - *Ironie!) Weges angekommen zu sein. Ich kenne dieses "Ende", kenne dieses Gefühl und weiß somit aus meiner Erfahrung, dass ich wohl mal wieder von vorne anfangen muss, werde... wie auch immer...
Gestern abend ist mein Mann mitsamt Freund F. losgedüst zu einem winterlichen Grillabend bei Bekannten, vorher war noch alles normal und ok, "nachher" war alles anders.
(Ich habe die "Problematik" unserer Beziehung hier schon des öfteren erwähnt, möchte das jetzt als solches nicht wiederholen (also, bitte nachlesen).
Jedenfalls kam er mitsamt F. gegen 23.00 wieder nach Hause und die ersten Minuten war noch alles entspannt, ganz normal und friedlich...
Irgendwann fing er an, nach Aschenbechern zu fragen, erst "verhalten", dann immer aggressiver. F. und ich konnten ihm bald nicht mehr folgen, nicht wirklich, wir waren überfordert und hilflos. Wir hatten ihn beide so noch nicht erlebt...
Nach ca. einer Stunde konnten wir ihn bezüglich der Aschenbecher beruhigen (wobei ich anmerken möchte, dass ich kurz davor war, die "110" zu wählen, um ihn einweisen zu lassen), alles war "gut"... bis... tja, bis er anfing, über unsere Beziehung zu reden und von da ab wurde es zum Teil "ungemütlich", zum einen für unseren Wohnzimmertisch, den er trat und zum anderen für mich...
Wir haben des öfteren schon Diskussionen geführt in unserer Beziehung und wir hatten in früheren Zeiten schon "echte" Probleme, aber noch niemals zuvor hat er mich so sehr im Innersten mit seinen Worten verletzt.
Er hat mich verletzt, zutiefst getroffen in meinem Selbst und ich habe ihm mehrfach gesagt, dass er eine ganz bestimmte Grenze überschritten hat, dass unser gemeinsamer Weg hiermit zu Ende ist.
Er war angetrunken, ist irgendwann schlafen gegangen und ich habe noch lange mit F. zusammengesessen, geschnackt und versucht, dass zu verarbeiten, was ich da erlebt habe...
Ich kann nicht, kann nicht verarbeiten und schon gar nicht wahrnehmen.
Er hat mir Sachen an den Kopf geworfen, die ich niemals von ihm, grade von ihm erwartet hätte... dass ich eine "*******-Frau" wäre, alles Lug und Betrug usw. usw.
All seine Aussagen liefen auf Schuldzuweisungen in meine Richtung aus, nur ich wäre Schuld an allem...
ich habe geantwortet und immer nur auf irgendein Zeichen von Respekt von ihm geachtet, da war nichts (mehr): kein Respekt, nichts mehr... nix.
Ich frag mich grad, warum ich das hier schreibe...
was erwarte ich?
Ich habe keine Ahnung, und wenn, dann nur eine ganz leise...
Ich bin traurig, zutiefst verletzt... er hat mir sehr weh getan und ich wünsche mir grad in diesem Moment (ja, jetzt!) jemanden, der mich in den Arm nimmt und mir sagt, das es gut wird...
alles andere weiß ich selbst...
Ein neuer Anfang, für den ich mich irgendwie zu "alt" fühle, zu kraftlos...
ich habe Angst, so einfach ist das...


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