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Thema: Das Ende...?

  1. #1
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    Standard Das Ende...?

    Ich bin grad ein wenig durcheinander, na ja, "ein wenig" ist leicht untertrieben... ich glaub, sonst würde ich jetzt nicht schreiben, erst recht nicht darüber.

    Ich habe das Gefühl, mal wieder am Ende eines (ach so vertrauten - *Ironie!) Weges angekommen zu sein. Ich kenne dieses "Ende", kenne dieses Gefühl und weiß somit aus meiner Erfahrung, dass ich wohl mal wieder von vorne anfangen muss, werde... wie auch immer...

    Gestern abend ist mein Mann mitsamt Freund F. losgedüst zu einem winterlichen Grillabend bei Bekannten, vorher war noch alles normal und ok, "nachher" war alles anders.

    (Ich habe die "Problematik" unserer Beziehung hier schon des öfteren erwähnt, möchte das jetzt als solches nicht wiederholen (also, bitte nachlesen ).

    Jedenfalls kam er mitsamt F. gegen 23.00 wieder nach Hause und die ersten Minuten war noch alles entspannt, ganz normal und friedlich...

    Irgendwann fing er an, nach Aschenbechern zu fragen, erst "verhalten", dann immer aggressiver. F. und ich konnten ihm bald nicht mehr folgen, nicht wirklich, wir waren überfordert und hilflos. Wir hatten ihn beide so noch nicht erlebt...

    Nach ca. einer Stunde konnten wir ihn bezüglich der Aschenbecher beruhigen (wobei ich anmerken möchte, dass ich kurz davor war, die "110" zu wählen, um ihn einweisen zu lassen), alles war "gut"... bis... tja, bis er anfing, über unsere Beziehung zu reden und von da ab wurde es zum Teil "ungemütlich", zum einen für unseren Wohnzimmertisch, den er trat und zum anderen für mich...

    Wir haben des öfteren schon Diskussionen geführt in unserer Beziehung und wir hatten in früheren Zeiten schon "echte" Probleme, aber noch niemals zuvor hat er mich so sehr im Innersten mit seinen Worten verletzt.

    Er hat mich verletzt, zutiefst getroffen in meinem Selbst und ich habe ihm mehrfach gesagt, dass er eine ganz bestimmte Grenze überschritten hat, dass unser gemeinsamer Weg hiermit zu Ende ist.

    Er war angetrunken, ist irgendwann schlafen gegangen und ich habe noch lange mit F. zusammengesessen, geschnackt und versucht, dass zu verarbeiten, was ich da erlebt habe...

    Ich kann nicht, kann nicht verarbeiten und schon gar nicht wahrnehmen.
    Er hat mir Sachen an den Kopf geworfen, die ich niemals von ihm, grade von ihm erwartet hätte... dass ich eine "*******-Frau" wäre, alles Lug und Betrug usw. usw.

    All seine Aussagen liefen auf Schuldzuweisungen in meine Richtung aus, nur ich wäre Schuld an allem...
    ich habe geantwortet und immer nur auf irgendein Zeichen von Respekt von ihm geachtet, da war nichts (mehr): kein Respekt, nichts mehr... nix.

    Ich frag mich grad, warum ich das hier schreibe...
    was erwarte ich?
    Ich habe keine Ahnung, und wenn, dann nur eine ganz leise...

    Ich bin traurig, zutiefst verletzt... er hat mir sehr weh getan und ich wünsche mir grad in diesem Moment (ja, jetzt! ) jemanden, der mich in den Arm nimmt und mir sagt, das es gut wird...

    alles andere weiß ich selbst...

    Ein neuer Anfang, für den ich mich irgendwie zu "alt" fühle, zu kraftlos...
    ich habe Angst, so einfach ist das...

  2. #2
    Gast5147
    Gast

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    Hallo Ulla,

    Du schreibst: "Ein neuer Anfang, für den ich mich irgendwie zu "alt" fühle, zu kraftlos... "

    - Das spiegeln auch irgendwie Deine Worte wieder, dass Du Dich kraftlos fühlst, dass Du aber trotzdem noch hoffst, dass es aber (rational gesehen) wohl eher vergebens ist. Ich will auch gar nichts Großartiges schreiben, nur das, was mir in den Sinn kam:

    Du scheinst immer nur zu kämpfen, immer nur damit beschäftigt zu sein, irgendetwas noch zu halten - manchmal muss man feststellen, dass man um etwas gekämpft hat, was gar nicht (mehr) auf dem Arenaplatz steht.
    Du sagst selbst, Du wärest am Ende eines Weges angekommen. Das kann auch eine neue Wahlmöglichkeit sein - oder aber, und das wird wohl eher angebracht sein, man schaut mal, ob am Wegesrand eine Bank steht und fragt sich: "Um was kämpfe ich noch?"

    Keine Ahnung, ob Dir das zuspricht. Ich kann nur aus Erfahrung sprechen. Es gibt Kämpfe, die sind sinnloser Natur, werden aber weiter gekämpft, weil man eben immer dort gekämpft hat ...

    LG

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Ulla,

    soweit ich das noch in Erinnerung habe, ist er Alkoholiker? Das ist so klassisch dafür: das Schuldzuweisen, die Ausfälligkeiten, die uferlos immer weiter gehen. Es wird keine Grenze nach unten geben. Aber Du machst das jetzt seit knapp 20(?) Jahren mit und weisst es eigentlich genau. Auch dass Du ausgelaugt bist, ist eine logische Konsequenz davon.

    Auswendig weiss ich grad nicht mehr, ob Du mal deshalb in ner Therapie warst?

    Wie gehts eigentlich Deiner Tochter?

    Wäre es möglich, dass Du vorübergehend woanders unterkommst? Bei Freunden? Oder nen Frauenverein in der nächsten Stadt anrufen, die vermitten manchmal auch so was. Oder nach Zwischenvermietungen gucken, die sind auch oft kurzfristig. Einfach mal für ein paar Wochen da raus. Ohne dass dies mit zuviel Aufwand verbunden ist.

    Evtl. krank schreiben lassen. Die Angst vor Jobverlust ist zwar mehr als verständlich, aber der gibt Dir ja auch keinen Halt, sondern ist ein Energiezieher, soweit ich das gelesen hab. Und vl hab ichs schon geschrieben: ich hab mit Mitte 40 seit langem wieder einen vollwertigen guten Job gefunden. Einfach dadurch, weil ich am Ende der Kinderaufzucht wieder viel mehr Energie und Flexibilität hatte, entsprechend anders auftreten und mich einbringen konnte und wollte. Das Alter selbst ist kein Sargdeckel für die Arbeitswelt. Die Energie- und Hoffnungslosigkeit ist der Deckel.

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Ulla



    komm ich nehm dich in meine Arme und drück dich ganz fest.
    "Ullakind, alles wird wieder gut"
    ( da ich ja nicht bei dir bin, mußt du leider selber die Arme um dich schlingen, ganz fest, dich hin und herwiegen und immer wieder sagen: "Alles wird wieder gut" )

    Ich weiß nicht ob du es kannst, aber lass seine Worte nicht an dich heran. Auch wenn er sagt "Du" , so sind es doch alles Ich-Botschaften, die vielleicht für ihn Wahrheit sind. Für dich aber noch lange nicht.

    Du bist eine liebenswerte Frau. Wenn er deinen Wert nicht anerkennt, dann ist das sein Problem und nicht deines.

    Pause machen, sich Inseln schaffen, Kraft sammeln und zur eigenen Ruhe finden. Abstand gewinnen, Vertrauen haben. sich Hilfe suchen.. sich aufraffen und Schritt für Schritt einen neuen Weg beschreiten.

  5. #5
    Schreibkraft
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    Standard :)

    Hallo Madness,

    Es gibt Kämpfe, die sind sinnloser Natur, werden aber weiter gekämpft, weil man eben immer dort gekämpft hat ...
    Ich glaube, das trifft es im Kern, darum geht es und ich frage mich schon länger um was ich eigentlich kämpfe...
    ich geh mir jetzt eine Bank suchen (klingt "salopp", ist aber nicht so gemeint!).

    Danke für deine Antwort,
    lg Ullakind

  6. #6
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    Standard :)

    Hallo Gabiannarele,

    soweit ich das noch in Erinnerung habe, ist er Alkoholiker? Das ist so klassisch dafür: das Schuldzuweisen, die Ausfälligkeiten, die uferlos immer weiter gehen. Es wird keine Grenze nach unten geben. Aber Du machst das jetzt seit knapp 20(?) Jahren mit und weisst es eigentlich genau. Auch dass Du ausgelaugt bist, ist eine logische Konsequenz davon.
    Nein, er ist kein Alkoholiker, er kifft (seit einigen Tagen pausiert er "mir zuliebe") und 20 Jahre ist auch nicht ganz richtig, wir sind seit knapp 5 Jahren zusammen (ist aber nicht schlimm, dass du dich da vertan hast ).
    "Schuldzuweisungen"... sind manchmal eben einfacher zu "handhaben", als mal bei sich selbst zu gucken (also er).

    Ich hatte ihm vorgeschlagen, zusammen eine Paartherapie zu machen, damit wir endlich mal vernünftig miteinander kommunizieren können...
    er begreift den Sinn nicht, ist anscheinend der Meinung, nur ich bräuchte eine Therapie und alles ist gut...
    ja ne, is klar .
    Natürlich will ich für mich allein auch eine Therapie und bin immer noch "auf der Suche" (ist schwierig), aber ich bin der Meinung, es macht nicht viel Sinn, wenn ich alleine was mache (außer dem vielleicht, dass ich irgendwann einfach gehe!).

    Wie gehts eigentlich Deiner Tochter?
    Meinen Töchtern geht es zur Zeit gut, beiden ; ein schönes Gefühl!

    Wäre es möglich, dass Du vorübergehend woanders unterkommst? Bei Freunden? Oder nen Frauenverein in der nächsten Stadt anrufen, die vermitten manchmal auch so was. Oder nach Zwischenvermietungen gucken, die sind auch oft kurzfristig. Einfach mal für ein paar Wochen da raus. Ohne dass dies mit zuviel Aufwand verbunden ist.
    Das ist nicht notwendig, er ist nicht latent aggressiv usw., es war "nur" diese eine Nacht... na ja, was heißt schon "nur".

    Evtl. krank schreiben lassen. Die Angst vor Jobverlust ist zwar mehr als verständlich, aber der gibt Dir ja auch keinen Halt, sondern ist ein Energiezieher, soweit ich das gelesen hab. Und vl hab ichs schon geschrieben: ich hab mit Mitte 40 seit langem wieder einen vollwertigen guten Job gefunden. Einfach dadurch, weil ich am Ende der Kinderaufzucht wieder viel mehr Energie und Flexibilität hatte, entsprechend anders auftreten und mich einbringen konnte und wollte. Das Alter selbst ist kein Sargdeckel für die Arbeitswelt. Die Energie- und Hoffnungslosigkeit ist der Deckel.
    Nein, mein Job gibt mir ganz bestimmt keinen Halt, er ist derzeit nur als "Geldquelle" erforderlich. Und dieser Job zieht mich runter, ja, ist so.
    Miserable Bezahlung, ständig unter Stress arbeiten, keinerlei Bestätigung...

    natürlich ist das Alter kein Sargdeckel, aber nach meiner Erfahrung ist es ab und an schon ein Hindernis (z.B. zu "alt"=zu teuer) - ich habe so viele Bewerbungen geschrieben, glaub mir. Und dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, grad am letzten WE hat mir jemand verklikkert, wie viel Potenzial in mir steckt... von dem ich im Grunde auch weiß... ich verballer derzeit einfach nur zuviel davon (wie auch Energie) in meine Ehe/Beziehung... that`s it.

    LG an dich,
    Ullakind

  7. #7
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    Standard :)

    Hallo Wunderlampe,

    vielen Dank für deine lieben Worte, sie haben einfach nur gut getan !

  8. #8
    Neuling
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    Hallo Ulla,

    das was du beschreibst ist für einen Graskonsumenten üblich. Sich die Welt so zurecht legen, dass alle Anderen schuld sind nur man selber ist der Situation Herr, was aber keiner außer einem selbst begreifen will. Ich könnte das sicherlich nicht einfach sagen, wenn ich selbst irgendwann in diesem Loch saß. Ich rauche auch heute noch Gras, jedoch nur am Wochenende und auch nur dann wenn es angebracht ist. Menschen, welche latent am Paffen sind versuchen damit nur bestimmte Sachen zu verdrängen wie zum Beispiel die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung.
    Es heisst ja immer ein Mann muss in seinem leben eine Familie gründen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen. Letzteres soll verdeutlichen das jeder sich danach sehnt etwas für die Ewigkeit zu hinterlassen und ab einem gewissen Alter plagt es einen immer mehr. Für den einen löst sich es darin das er die freiwillige Feuerwehr betreut oder von mir aus ehrenamtlich sich in einem Schachclub engagiert, jeder muss etwas finden, von dem er denkt, dass es sein Nachlass ist, Kinder sind da nur teilbefriedigend.
    Wenn dir noch wirklich was an dem Typen gefallen sollte und du noch nicht an dem Punkt angekommen bist, wo er fallengelassen wird, dann frag ihn was ihm in seinem Leben fehlt, denn gemeinsam ist man immer viel eher Wünsche in die Realität umzusetzen als alleine!

    Gruß Carsten

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