Moin,
ich schrieb vor einiger Zeit schonmal etwas zu meiner Situation.
Mittlerweile ist es so, dass eine Therapeutin gefunden hab und bei ihr auch schon 5 Sitzungen verbracht hab, der Therapieantrag wird jetzt gestellt.
Sie hat mir in der letzten Sitzung ihre Diagnose mitgeteilt: mittelgradige depressive Episode.
Ich war mir vorher schon nicht sicher, ob ich das mit dem Arbeiten gehen schon wieder hinbekomme (war vorher 6 Wochen krank geschrieben), hab bisher auch versucht mit Überstundenabbau und einzelnen Urlaubstagen die Arbeitstage und die Arbeitswoche kürzer zu machen.
Meine Therapeutin ist der Meinung, dass ich noch nicht arbeitsfähig bin - ich allerdings fühle mich schlecht wenn ich zu Hause rumhänge. Das zu Hause sein zieht mich auch runter, da gehts mir dann erst recht schlecht. Im Büro hab ich wenigstens Kontakt zu Kollegen die ich gern hab.
Trotzdem quäl ich mich mit der Frage rum, ob ich nicht doch lieber eine Weile zu Hause bleiben sollte?
Gut gehts mir bei der Arbeit auch nicht, ich hab immer noch eine Vielzahl von somatischen Symptomen wie Verdauungsprobleme (Reizdarm?), Rückenschmerzen, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, Schlafstörung, Ausweichen von überfordernden Aufgaben/Situationen, ... und ganz ganz schlimm PMS mit Brustschmerzen über 10 Tage, Traurigkeit (könnt den ganzen Tag heulen) aus heiterem Himmel kurz vor der Periode, Unterleibsschmerzen während der Periode etc. ...
vielen Aufgaben fühl ich mich zur Zeit einfach nicht gewachsen, hab auch ein geringeres Selbstwertgefühl als sonst.
Ich denk dann, was mach ich zu Hause wenn ich krank geschrieben bin? Schaff ich es mich deswegen nicht "schuldig" zu fühlen? Was denken meine Kollegen oder Chefs von mir, wenn ich dann irgendwann wieder da bin? Bin ich dann die "Kranke" die man vorsichtig behandeln muss, die nicht belastbar ist? Was tu ich, wenns mir zu Hause schlechter geht, weil ich ins grübeln komme?
Was kann ich tun, damit es mir schneller besser geht? Ich finde mehrere Monate zu Hause bleiben und dann nur 1 Stunde pro Woche Therapie stehen in keinem Verhältnis zueinander.
Soll ich meine Therapeutin nach einer Klinik fragen?
Trotz all der offensichtlichen Gründe für eine Krankschreibung, hab ich immer diese innere Stimme die mich antreibt. Die sagt, reiß dich nur mal zusammen, du bist doch ganz normal du kannst garnicht krank sein, wer nicht krank ist kann auch arbeiten.
Arbeit ist nicht alles in meinem Leben, aber doch ein sehr wichtiger Faktor. In der Gesellschaft ist es wichtig zu arbeiten, da man sonst als faul oder kränklich angesehen wird. Ich möchte nicht so gesehen werden.
Ich möchte nicht schwach sein, sondern stark. Warum mir das so wichtig ist, das weiß ich leider nicht
Ich hoffe ihr konntet trotz der vielen Fragen verstehen was mich quält.
Was würdet ihr mir raten?
Viele Grüße
lena


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