Hallo Historiker,
jedes Leid ist subjektiv gesehen konkurrenzlos.
Ich könnte auch einiges aufzählen, einiges schildernund ich habe das vor Jahren auch getan, wenn ich in einer Gruppentherapie saß, oder neben jemanden, für den es der Weltuntergang war, dass ihm sein Handy ins Klo gefallen ist.
Also ... wie konnte es nur geschehen, dass ich aufgehört habe, ständig darauf rumzupochen?
- Erstens: Weil ich das Leid, welches ich empfand, als Halt identifizierte
- Zweitens: Weil es mir irgendwann zu albern wurde
- Drittens: Weil das Leben auch schön ist!
Alles was Du schilderst gehört zum Leben dazu: Eine nicht erwiderte Liebe, Jobprobleme, Freundeverlust, schwierige Erziehung, komplizierte Geschwisterbeziehung.
Die Sache ist die: Ich habe an mehreren Gräbern gestanden, von Leuten, die ziemlich jung waren. Da kann man unterschiedlich drauf reagieren:
1. Mit Selbstmitleid, weshalb einem das denn nun wieder passiert; weshalb schon wieder ein guter Freund oder Bekannter von dieser Erde geht etc.
2. (Mein Weg) Realisieren, wie schnell das Leben vorbei sein kann und danach handeln. Sich nicht stets verbal und nonverbal als kleines, erbärmliches Etwas darstellen.
Eins zu Coolchen, ich zitiere: "Hat ein Mensch nicht das Recht, einmal schwach zu sein und ward Ihr das auch noch nie?"
- Selbstmitleid, so wie es Historiker praktiziert, ist für mich keine Schwäche. Da fehlt mir einiges an Aufrichtigkeit; so wie er schreibt, will er nur Mitleid, aber da schon so viel Selbstmitleid vorhanden ist, bedarf er keines Mitleidens.
LG


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und ich habe das vor Jahren auch getan, wenn ich in einer Gruppentherapie saß, oder neben jemanden, für den es der Weltuntergang war, dass ihm sein Handy ins Klo gefallen ist.
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