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Thema: Depression, Antriebslosigkeit, Hypochondrie

  1. #1
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    Standard Depression, Antriebslosigkeit, Hypochondrie

    Hallo ihr Lieben,

    bevor ich überhaupt zum Kern des Themas komme möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin derzeit 18 Jahre alt und war schon in der Psychatrie und zeitweise in psychiatrischer Behandlung, allerdings jetzt schon seit 5 Jahren nicht mehr. Ich war damals aufgrund meiner Hypochondrie und extremer Verlustangst in der Psychiatrie, danach ging es mir auch soweit ganz gut.

    Nunja, jetzt ist leider alles schief gelaufen. Ich bin alles andere als ein sozialer Mensch und habe eigentlich keine wirklichen Freunde, deswegen war es für mich ein harter Schlag als Ende September mein Haustier verstorben ist. Danach kam dann noch ein heftiger Schicksalsschlag, als ich von der Schule und ins kalte Wasser geschmissen wurde. Ich bin geflogen weil ich nicht zur Schule gehen wollte ... bzw. ich konnte mich einfach nicht aufraffen. Ich habe das Problem schon immer extrem antriebslos zu sein (! nicht faul, wenn ich etwas tue, tue ich es richtig, ich bin sogar sehr perfektionistisch usw. ) Ich schaff es dann einfach nicht, mich länger auf etwas zu konzentrieren. Ich neige auch dazu, ständig irgendwelche angefangen Dinge abzubrechen, was mich selbst sehr nervt. Die Lust vergeht mir sehr schnell und man kann mir glauben, das es mir selbst auf die Nerven geht.

    Seitdem geht es mir eigentlich nur noch dreckig. Ich fühle mich nutzlos, gelangweilt, habe keine Lust auf gar nichts und lebe nur so vor mich hin. Ich war - und bin - extremen Druck durch meine Mutter ausgesetzt, der mir mittlerweile echte Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und so weiter verursacht. Ich komme damit überhaupt nicht klar. Nun gut, dachte ich mir, das ist sicherlich normal in so einer Situation. Ich bin auch extrem unruhig, kann mich derzeit kaum länger auf etwas konzentrieren und bin wirklich sehr leicht zu reizen. Ich war schon immer jemand den man leicht nerven konnte, aber jetzt ist es wirklich extrem. Ich würde mich am liebsten in einer dunklen Ecke einrollen und nicht mehr raus kommen. Dann kam aber der Oberkracher, das meine Hypochondrie wieder total durchschlägt. Ich habe absolute Panik vor irgendwelchen Krankheiten, die Angst davor ist alltäglich und auch eingebildete Symptome tauchen jetzt immer wieder häufiger auf. Das macht mich fertig - und daraus resultiert dann auch, das ich kaum schlafen kann und auch gar nicht schlafen will. Ich bin mittlerweile ziemlich fertig mit den Nerven und habe mittlerweile auch schon gar keine richtige Lust mehr, überhaupt noch weiter zu machen. Ich bin einfach nur noch total depressiv, lustlos und von meinen eigenen Einbildungen & Stress geplagt

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hallo Glaciate und Willkommen hier im Forum,

    ich kenne dein Problem sehr gut. Wenn man einmal damit anfängt, nicht zur Schule oder zur Uni zu gehen, ist es ganz ganz schwer den Ryhtmus reinzubekommen und wirklich regelmäßig zu gehen. Ich hatte das Problem auch während meines Abiturs, habe es dann aber noch so gerade gepackt. Jetzt studiere ich und das gleiche Problem geht von vorne los.

    Die Sache ist, du brauchst einfach einen geregelten Tagesablauf. Wenn du es schaffst, wirklich 10 Tage (2 Wochen) jeden morgen aufzustehen und zur Schule zu gehen, bist du irgendwann wieder drin und es fällt dir von Tag zu Tag einfacher. Vorallem wenn du irgendwann Erfolgserlebnisse in der Schule hast - und die hat man im Normafall, wenn man etwas mitarbeitet.

    Nun ist es zu spät, du bist von der Schule geschmissen worden.

    Du eröffnest hier einen Thread. Suchst dir Hilfe. Das ist der erste und wichtige Schritt.
    Was hat dich motiviert, hier einen Thread zu erstellen? Ist es deine derzeit unschöne Lebensphase? Ich gehe davon aus, dass die Situation geändert werden soll, sonst wärst du nicht hier, oder?
    Wie wäre es denn damit, dass du bei der Arbeitsagentur in deiner Nähe anrufst und eine Berufsberatung wünscht? Wäre das nicht der erste Schritt in ein geregeltes und besseres Leben, in dem du nicht den gesamten langweiligen Tag über dich selbst nachdenkst und dich in irgendwelche Krankkheiten reinsteigerst? Überwinde dich, dort anzurufen und dir einen Termin geben zu lassen. Glaub mir, unmittelbar danach wird es dir ein Stück weit besser gehen, weil du etwas geschafft hast.

    Zu dem Freundesproblem: Du hast keine Freunde. Wieso ist das so? Bist du schüchtern? Treibst du Sport? Wie wäre es mit einem Sportverein? Dort betätigst du dich körperlich, das baut Streß und Ängste ab und du engagierst dich sozial, wirst mit Leuten reden, dich ablenken.

    Du sagst selber, dass du hypochondrisch bist. Soweit nicht schlecht. Wenigstens glaubst du dir, du glaubst, dass du dich in Krankheiten reinsteigerst und dass sich daraus vermeintliche Symptome entwickeln. Die meisten Hypochondrer sind fest davon überzeugt, körperlich sehr krank zu sein oder eine Krankheit haben zu können. Die Erkenntnis, dass es nur Einbildung ist (eine Erkenntnis, die du bereits hast), ist ebenfalls eine gute Voraussetzung dafür, dass du aus dem Loch rauskommst.

    Alles in Allem Glaciate denke ich, dass es gar nicht so schlimm um dich steht.
    Du bist nun 18 Jahre alt, Erwachsen geworden. Das haut viele junge Erwachsenen aus der Bahn, aber du wirst dich daran gewöhnen.
    Wie du siehst, ist nur ein wenig Motivation erforderlich um viele Bereiche deines Lebens zu verbessern - vielleicht klappt es nicht sofort, aber davon darfst du dich nicht zurückwerfen lassen. Raff dich auf und fang vielleicht mit meinem Arbeitsagentur Vorschlag an. Was hälst du davon?

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