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Thema: Depression, Burnout oder was?

  1. #1
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    Standard Depression, Burnout oder was?

    Hey Ihr, ich bin ganz neu hier und per Google auf dieses Forum gestoßen. Da ich seit einiger Zeit ein paar Probleme habe, wollte ich die hier mal ganz anonym schreiben.

    Zu mir. Ich bin 25 und selbständig im Bereich Mediengestaltung und vorwiegend Programmierung.

    Mein Job machte mir lange Zeit sehr viel Spaß und ich habe jede freie Minute mit Arbeiten und Lernen verbracht, irgendwann kam es mal zu einem großen Streit mit jemanden, der zusammen mit mir an einem Projekt gearbeitet hat. Er hat nachweislich viele Fehler gemacht und natürlich Alles auf mich geschoben. Zwar konnte das geklärt werden aber irgendwie fing damals an, Alles schlechter zu werden.

    Mittlerweile finde ich meinen Job nicht mehr so toll und freue mich einfach auch nicht mehr über Erfolge. Früher freute ich mich selbst über kleinere Erfolge (kleine Aufträge), heute nehme ich selbst sehr große Aufträge nur so hin. Früher hatte ich mich auch damit zufrieden gegeben, das mein Kontostand am Monatsende immer in einem bestimmten Bereich war. Heute macht es mir zu schaffen, wenn der Kontostand mal nicht wächst. Da bekomme ich Angst, dass ich es finanziell nicht mehr schaffe. Ich bin mir jedoch bewusst, dass ich mir finanziell keine Sorgen machen muss, tu es aber trotzdem. Übrigens mit "früher" meine ich vor 2 Jahren, denn ich bin erst 3 Jahre selbständig.

    Teilweise war es so schlimm, dass ich immer Montags nach einem neuen Job geschaut habe, weil ich so unzufrieden war...was ich aber eigentlich gar nicht sein sollte und hier kommen wir zu dem Punkt, ich bin kaum noch Glücklich. Früher konnte ich mich lange über Erfolge und meine überdurchschnittliche Situation freuen. Heute ist die Situation eigentlich noch besser aber Glücklich bin ich immer nur ganz kurz, wenn ich mir alles mal so durchgehe aber das hält nicht lange an. Ich hoffe Ihr versteht das jetzt nicht als "Jammern auf hohem Niveau". Es ist einfach ein Problem, dass ich nicht mehr glücklich sein kann, wo ich ja eigentlich ein sehr fröhlicher und lustiger Mensch bin. Ich Sorge mich ständig um die Arbeit und Zukunft. Früher arbeitet ich noch am Wochenende und war ständig für Kunden erreichbar. Beides habe ich mittlerweile abgeschafft, ich denke das ist besser so.

    Auch fällt mir auf, dass ich mich teilweise sehr schlecht konzentrieren kann, da ist einfach eine Blockade in meinem Kopf, fühlt sich so an als könnte ich einfach keinen Gedanken fassen. In letzter Zeit mache ich auch vermehrt Fehler und vergesse manchmal wichtige Dinge. Auch evtl. ein Problem meines Berufes: Ich stehe bei der Programmierung immer vor Herausvorderungen und Problemen die ich erst lösen muss. Es ist also kein Job, wo man einfach etwas schafft, sondern meist gar nicht weiß wie und erst Lösungen finden muss. Vielleicht ist das auch ein Problem. Wie ich mitbekommen habe, bekommen Programmierer oft Probleme in der Hinsicht.

    Einschlafen fählt mir auch schwer, oft dauert es 1-2 Stunden und kleine Dinge reizen mich auch viel zu sehr, als es nötig ist.

    Wenn ich mir Symtome einer Depression durch lese, so stimmen ca. 80% auf mich zu. Bei Burnout-Symtomen ist es noch schlimmer, mehr als 90 %. Hier http://www.palverlag.de/Burnout_Test.html hatte ich 120 Punkte und glaube 2 was nicht angeklickt.

    Vielen Dank fürs Lesen. Was sagt ihr dazu?

  2. #2
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    Hallo,
    erst mal herzlich willkommen!
    Es scheint ja sehr viel Konzentration und Kreativität nötig zu sein in deinem Beruf. Was nicht so genau zu erkennen ist: Wie würdest Du Deine Work - Life - Balance beschreiben. Die scheint noch sehr in Richtung Beruf zu hängen.
    Gruß Sonnenkraut

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Sonnenkraut Beitrag anzeigen
    Hallo,
    erst mal herzlich willkommen!
    Es scheint ja sehr viel Konzentration und Kreativität nötig zu sein in deinem Beruf. Was nicht so genau zu erkennen ist: Wie würdest Du Deine Work - Life - Balance beschreiben. Die scheint noch sehr in Richtung Beruf zu hängen.
    Gruß Sonnenkraut
    Hey ja also wie du schon schreibst. Die Zeit, die ich mir nehme (Wochenende) ist eigentlich auch mit schlechten Gedanken um die Arbeit und den Stress vertan. Selbst Kurzurlaube reichen nicht aus, um da los zu kommen.

  4. #4
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    hallo

    ich bin auch gelernte mediengestalterin von beruf und möchte es nicht mehr machen. es ist sehr hart. kann es sein dass du viel mehr erwartet hattest in diesem beruf?

    lg honey

    Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
    Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  5. #5
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    Zitat Zitat von honeymoon Beitrag anzeigen
    hallo

    ich bin auch gelernte mediengestalterin von beruf und möchte es nicht mehr machen. es ist sehr hart. kann es sein dass du viel mehr erwartet hattest in diesem beruf?

    lg honey
    Inwiefern erwartet? Ich denke so wie es läuft sollte es wirklick zufriedenstellend sein. Gerade im Bereich Programmierung verdient man gut, Mediengestaltung eher schlecht, das wissen wir wohl beide. Fakt ist aber, dass ich irgendwie nicht mehr zufrieden bin, obwohl ich es sein müsste.

  6. #6
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    dass ich irgendwie nicht mehr zufrieden bin, obwohl ich es sein müsste.
    Das verstehe ich jetzt noch nicht so ganz, deshalb habe ich Dir nur diese kurze Stelle rausgesucht.
    - Man muss "zufrieden sein"! Man darf nicht unzufrieden sein. (das klingt schon nach einer "Regel").

    Einfach mal so betrachtet kommt bei mir ein Bild ins geistige Blickfeld, das klar sagt "Ich bin unzufrieden!"
    Kannst Du diese Aussage einfach für sich so stehen lassen?
    (Wochenende) ist eigentlich auch mit schlechten Gedanken um die Arbeit und den Stress vertan.
    Ich habe Dir da was unterstrichen. Wenn Du möchtest, kannst Du das hier bitte in diesem Zusammenhang noch konkretisieren?
    LG Sonnenkraut

  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Sonnenkraut Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich jetzt noch nicht so ganz, deshalb habe ich Dir nur diese kurze Stelle rausgesucht.
    - Man muss "zufrieden sein"! Man darf nicht unzufrieden sein. (das klingt schon nach einer "Regel").

    Einfach mal so betrachtet kommt bei mir ein Bild ins geistige Blickfeld, das klar sagt "Ich bin unzufrieden!"
    Kannst Du diese Aussage einfach für sich so stehen lassen?

    Ich habe Dir da was unterstrichen. Wenn Du möchtest, kannst Du das hier bitte in diesem Zusammenhang noch konkretisieren?
    LG Sonnenkraut
    Sicherlich darf man unzufrieden sein aber ich bin in einer Situation, in der ich es nicht sein sollte. Ich sehe Freunde um mich die einfach locker durch das Leben gehen, glückllich sind und teilweise nicht mal Arbeit haben. Sicher ist, mehr Arbeit - mehr Stress aber dennoch gibt es einige, die vllt. auch mehr arbeiten wie ich und viel weniger verdienen. Trotzdem fällt es mir oft schwer, mir dessen auch bewusst zu sein.

    Am Wochenende oder im Urlaub fählt es mir schwer, von der Arbeit loszulassen. Negative Gedanken daran kommen immer wieder.
    Geändert von Peterli (22.10.2011 um 18:39 Uhr)

  8. #8
    Schreibkraft Avatar von monkey
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    Standard

    Hallo Peterli,

    vielleicht schaust du dir den vermuteten Auslöser nochmal an? In einem Streit kann ja viel gesagt werden, was das Unterbewußtsein einfach nicht schlucken will. Hat die andere Person in dir Zweifel geweckt, dich abgewertet..? oder so etwas in der Art.

    Ansonsten ließt sich dein berufliche Situation recht angenehm. Mach es mit deinen Gedanken nicht schlimmer als es ist

    Mir viel spontan ein, daß dir eine neue Herausforderung, bzw die Erfüllung eines von dir lang gehegten Wunsches aus diesem Trott wieder raus helfen könnte. Wie Sonnenkraut schon angedeutet hat... wobei tankst du auf? Wieviel Raum haben die Aktivitäten die dir Spaß machen und nichts mit dem Geld verdienen zu tun haben?

    Grüße
    monkey

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