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Thema: Depression durch die Arbeit? Ich kann nicht mehr.

  1. #9
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    Zitat Zitat von Lill Beitrag anzeigen
    Es stellt sich die Frage, wie du die verbleibende Zeit so gestalten kannst, dass du es besser aushältst und die Zeit auch noch schaffst. Hast du da irgendwelche Tricks und Tipps für den Alltag gefunden? Helfen dir vielleicht Entspannungsübungen?
    Ja früher haben diese geholfen, um einschlafen zu können. Aber jetzt könnte ich sowieso den ganzen Tag schlafen. In mir drinnen ist eine tiefe Verzweiflung, weil ich einfach kein Licht mehr am Ende des Tunnels sehe. Weil ich unfähig bin, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen, die die wichtigste meines Lebens ist. Alles andere ist mir egal geworden. Ich zähle die Minuten auf der Arbeit und zu Hause versuche ich zu flüchten: TV, Bücher, Schlafen. Mir ist egal was und ob ich etwas esse, egal dass ich keine Freunde mehr hab, egal das ich viel zu tun hätte, egal ob das Zimmer unaufgeräumt ist usw. Ich habe einfach keine Kraft mehr um zu kämpfen.

    Kurzum: Ich erkenne mich selbst nicht wieder. Ich existiere einfach nur noch. Um all das hinter mich zu bringen und etwas neues anzufangen. Aber genau für das letztere müsste ich JETZT etwas tun. Aber ich kann nicht mehr...

  2. #10
    Lill
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    Hallo Shawnee,

    Nein, ehrlich gesagt kann ich es mir nicht vorstellen diese Ausbildung abzubrechen. Ich habe 2 Jahre geschafft. 2 Jahre bereits vergeudet. Es wäre umsonst gewesen. Dazu würde es meinen Lebenslauf erst recht zur Katastrophe machen - und damit noch größere Schuldgefühle verursachen. Außerdem: Mir fehlt die Alternative. Ich möchte 1000 % studieren, aber wenn ich nicht weiß was genau, bringt das Ende der Ausbildung auch nichts.
    Ich hatte dem entnommen, dass du das letzte Jahr noch durchhalten willst, dann könntest du auch die Frage nach der Zukunft etwas vertagen, wenn man so will, wäre das das positive daran. Du hättest ein Jahr Zeit, dich nach einer Anschluß-Alternative umzusehen. Ist es denn nur in dem Betrieb so schlimm, oder ist die ganze Ausbildung schlimm und du hast gemerkt, dass der Beruf dir nicht liegt?

    Du sagst, du willst zu 1000% studieren, weißt aber noch nicht, was. geht es dir nur um irgend ein Studium? Nur, um studiert zu haben? Wenn ja, verstehe ich das nicht ganz und ich fürchte, dass du, wenn du irgendwas machst, dann vielleicht auch enttäuscht bist. Hast du dich denn schonmal an eine Beratung gewandt, um herauszufinden, welches Studium für dich in Frage käme? An erster Stelle steht doch das Interesse für ein gebiet, ein Fach, und dann kann man gucken: Kann ich das lernen oder studieren, und wenn ja, geht eine FH oder Uni oder sonstwas...

    es wäre vielleicht verkehrt, sich jetzt zu schnell in irgend ein studium zu flüchten, ohne dass du genau weißt, was du eigentlich willst, da ist der nächste Misserfolg doch schon vorprogrammiert.

    Was hat dich denn vor 2 Jahren an deinem jetzigen beruf gereizt? Und ist der Reiz imemr noch da? Wenn ja, dann solltest du wirklich versuchen, nur den AG zu wechseln. gibt es bei dir nicht irgendwelche Berufskammern, bei denen du dich erkundigen könntest?

    Wenn du jetzt aber sagst, du hast keine Kraft mehr, dann gibts ja nur zwei Dinge: Entweder du holst dir Hilfe (Therapie? Selbsthilfe?), damit du es besser schaffst, oder du brichst die Lehre ab. Im letzten Fall hast du aber eben sofort Probleme wegen der Zukunft.

    Wenn es also die Firma ist, der Job aber ansonsten o.k., kannst du also nicht vielleicht wechseln das letzte Jahr und deine Ausbildung woanders zuende machen?

  3. #11
    Neuling
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    Vielen Dank für die Antwort Lill,

    ja du hast recht, ich möchte/ muss das letzte Jahr auch noch durchhalten. Und sogesehen habe ich theoretisch noch ein Jahr Zeit. Allerdings habe ich alles aus dem Abitur vergessen, ich müsste meine Mathekenntnisse dringend auffrischen (ich weiß wirklich nichts mehr) und ich möchte auch meine Sprachkenntnisse nicht verlieren. Aber dazu habe ich die Kraft nicht mehr.

    Den Arbeitgeber mitten in der Ausbildung zu wechseln ist sehr schwierig. Besonders wenn man kurz vor den Prüfungen steht (in einem halben Jahr). Dazu kommt: Diese ganze Branche ist so schlimm. Die Gefahr vom Regen in die Traufe zu kommen, ist zu hoch. Mich hat an dem Beruf gereizt, dass man überall auf der Welt arbeiten kann (Hotel), Sprachen sprechen kann, jeder Tag anders ist, man so gut wie nie arbeitslos wird. Ich wollte später mal Hotelmanagement studieren. Aber jetzt nicht mehr. Ich könnte es einfach nicht mehr. Ich sehe wie bei uns auch die "Ranghöheren" zusammenbrechen...

    Noch wichtiger als die Tatsache, dass ich ein Jahr Zeit für eine Entscheidung habe, ist: Diese Zukunftsangst belastet mich fast noch mehr als diese Horror-Ausbildung derzeit. Wenn ich eine Lösung hätte, würde es mir auch leichter fallen täglich zur Arbeit zu gehen.

    Aber 1 Jahr ist einfach gar nichts. Seit 2007 suche ich nach dem richtigen Beruf. Trotz Praktika, trotz Tests (wie gesagt auch professionelle, die über 3 Stunden gingen) renne ich immer gegen eine Wand. Ich glaube auch, dass meine Depression mich jetzt an der Nase herumführt. Ich sehe vielleicht die Welt noch schwärzer, als sie eigentlich ist. Ich suche den perfekten Beruf, den es nicht gibt, einfach weil ich mittlerweile zu große Angst vor einer erneuten Fehlentscheidung habe. Mir fehlt diese Lockerheit einfach. Und durch die Depression habe ich keinerlei Spaß am Leben mehr. Da fällt es schwer, sich zu erinnern was mir mal Spaß gemacht hat und in Zukunft nach diesem Stimmungstief wieder Spaß machen könnte. Ich stehe mir praktisch selbst im Weg. Zumindest glaube ich das.

    Warum will ich studieren? Mir hat das Lernen auch im Abi viel Spaß gemacht. Ich hatte damals immer einen großen Wissensdrang. Und für mich stand seit der Kindheit fest: Irgendwann werde ich studieren. Aber im Abi war ich außer in Physik und Mathe (also die Berufe wo man nicht in die Arbeitslosigkeit hinein studiert) in fast allen Fächern sehr gut. Besonders Sprachen haben es mir angetan, aber ein Germanistik / Romanistikstudium würde eine noch größere Zukunftsangst auslösen, die auch berechtigt ist. Zumal ich gar nicht weiß ob ich daran so viel Spaß hätte.

    Ich möchte keine große Karriere machen. Einfach Zufriedenheit und nicht am Existenzminimum leben müssen. Ich brauche ein Studium, wofür ich mich einerseits begeistern kann, aber was mir andereseits auch eine Perspektive und damit eine gewisse Sicherheit bietet. Ich habe lange an Tourismus gedacht. Aber in diesem Bereich werden einfach keine Akademiker gesucht. Zumindest nur ein Bruchteil, vergleichbar zu den Massen, die dieses Fach studieren. Und später verdient man sowieso weniger, als ohne Studium.

  4. #12
    Lill
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    Hallo Shawnee,
    nur ganz kurz, weil ich eigentlich wenig Zeit hab:

    es klingt alles sehr durcheinander, finde ich. Jeder Gedanke für sich genommen ist wichtig und richtig, aber zusammen bilden deine ganzen Gedanken im Moment ein Kuddelmuddel von früher, jetzt und zukünftig. Und über allem schwebt eine Traurigkeit, Unsicherheit, leichte Panik... Das sind die Gefühle, die ich habe, wenn ich dich lese.

    Positiv finde ich, dass du so vielseitig bist, so viele Ideen hast. Was du davon umsetzen kannst, ist ja eine andere Frage, aber dass du die Möglichkeiten ins Auge fasst, finde ich sehr gut, das zeigt, dass du auch sehr flexibel bist und dir vieles vorstellen kannst. Dann finde ich auch gut, dass du offensichtlich jede Menge Disziplin hast. Ich weiß ehrlich nicht, ob ich das 2 Jahre durchgehalten hätte an deiner Stelle. Dann scheint du ja auch noch relativ jung zu sein (?), hast also noch alle Möglichkeiten vor dir. Mehrere Ausbildungen haben viele Leute, man lernt ja heute nicht mehr "fürs Leben", also einmalig, quasi vom Bafög in die Rente, sondern verschiedene Dinge zu machen und immer was Neues zu machen, ist ja gar nicht so verkehrt. Und dass du Mathe und Sprachen verlernst, das glaube ich nicht. Das ist tief vergraben und bei Abruf und etwas Training auch sofort wieder da. Dass der finanzielle Aspekt eine Rolle spielt, denke ich auch, danach müsstest du am besten Zahnmedizin studieren oder Orthopädin werden... . Du merkst, ich meine das nicht so ernst. Ich bin mit Sicherheit viel älter als du und habe schon viel erlebt auf dem Arbeitsmarkt, das was heute attraktiv war, ist es morgen nicht mehr, Also - und das ist die gute Nachricht - kann man schon wieder studieren, was man will. Eine Geldsicherheit findest du selten. Also auch hier kannst du dich frei fühlen, das zu studieren, was du wirklich willst.

    das würde ich dir sowieso empfehlen: Nicht aufs Geld später zu schauen, sondern nur das zu studieren, was dir auch Spaß macht.

    Ich würde dir aber raten, deine momentanen Probleme etwas zu ordnen, nach Dringlichkeit und nach Wichtigkeit. Damit meine ich, dass du nicht alles, was passieren KÖNNTE, und was noch gar nicht spruchreif ist, dir im Kopf hin- und herwälzt, sondern immer schön Schritt für Schritt kleinere Ziele und Etappen absteckst und gehst. Dann sind die Ziele schneller zu erreichen und du hast auch mehr Erfolgserlebnisse. Je größer das Problem ist, je kleiner sollten die Portionen davon sein, die du bewältigst. Und immer eins nach dem anderen. Und lass dich nicht ablenken, sondern schieb alles andere beiseite, was dich belastet, soweit das geht. Ein bisschen zeit- und Problemmanagement hilft meistens, wieder etwas ordnung reinzukriegen, auch in die Gedanken und damit auch in die Gefühle.

    Versuch, die Gedanken an eine neue Ausbildung zu vertagen. Nicht wegzutun, aber zu verfristen. Das ist jetzt nicht der Zeitpunkt. Sonst machst du zwar ganz viel, aber nichts richtig. Und das schafft wieder Frust und du machst dich sonst fertig mit zuviel Gedanken auf einmal.

    Du sagst, selbst, ein Jahr ist schnell vorbei, also was ist konkret dein nächstes Ziel? Prüfungen?

    Versuch doch mal, dir eine Prioritätenliste zu machen, nimm dir ganz banal einen Jahreskalender und schreib das rein. Auch ab wann du dir Gedanken um den nächsten Schritt machst. Du kannst diese Gedanken damit nicht verhindern, kannst aber, wenn sie kommen und dich wieder hochschrauben in deiner Panik, diese wieder verfristen wie bei dieser Gedankenstopp-Methode.

    An deiner Stelle würde ich also versuchen, die kommenden Aufgaben etwas zu verteilen, das hat den Vorteil, dass man sie auch mal beiseite lassen kann, weil man das dann unter Kontrolle hat, denn ein Kalender schafft vor allem Kontrolle über die Aufgaben. Bei mir funktioniert das gut, wenn mal alles zuviel wird.

    Also immer nur das Wichtigste und nicht zuviel auf einmal. Es wird sich alles regeln. Du kannst ganz ruhig bleiben, denn du hast schon viel geschafft bisher, also versuch auch mal, mehr das Positive zus ehen, was du alles kannst und geschafft hast.

    So, nun muss ich aber raus hier und meine eigenen Ratschläge auch mal für mich beherzigen ...

    Viel Glück!

  5. #13
    Neuling
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    Durcheinander... ja da hast du Recht damit. Es sind viele kleine und auch größere "Baustellen", aber alles hängt miteinander zusammen. Ein möglicher Ausbruch aus dem Kreis wird wenn überhaupt erst in einem Jahr möglich sein. Denn dann ist der Auslöser für diese "Stimmung" weg.

    Ich habe selbst gemerkt, dass es wichtiger ist, dass zu studieren, was mir Spaß macht, als damit viel Geld zu verdienen. Nur ich weiß bei diesem Überangebot überhaupt nicht mehr was mir überhaupt Spaß machen würde. Mich lähmt einfach diese Angst vor einer erneuten Fehlentscheidung. Immer wenn ich denke, mich entschieden zu haben, werfe ich es panisch wieder über Bord.

    Ja zu viel auf einmal... das ist auch mein Problem. Einsehen, dass mein Tag nicht 48 Stunden hat und ich JETZT nicht alles perfekt hinbekommen kann. Irgendwie möchte ich alles auf einmal. Da meine Ausbildung einerseits der Horror ist und mich gleichzeitig völlig unterfordert, versuche ich das mit meiner Freizeit zu kompensieren. Zumindest habe ich es versucht. Aber meine Lethargie macht mir sowieso einen Strich durch die Rechnung. Und am Ende des Tages habe ich das schlechte Gewissen nichts geschafft zu haben. Dabei gehe ich jeden Tag zur Arbeit... aber das ist für mich einfach "Lebensverschwendung".

    Mein nächstes Ziel sind natürlich die Prüfungen. Aber das lernen dafür bringt mir natürlich auch keinen Spaß. Es ist ein "muss" wie alles andere auch. Aber um die Prüfungen selbst mache ich mir ausnahmsweise keine Sorgen. Wie gesagt, ich bin einfach unterfordert mit der Ausbildung (dafür überfordert mit mir selbst).

    Du hast recht mit den kleinen Schritten. Und es ist wohl auch besser so wenn ich einige meiner "Projekte" fürs erste verschiebe, bis es mir selbst wieder besser geht. Und natürlich sollte ich auch mehr das Positive sehen, aber mir kommt es so vor, als wäre es so verdammt schwierig.... und auch das kenne ich nicht von mir. Als ob man sich in tiefer Nacht vorstellen sollte, die Sonne scheint...

    Schafft man eigentlich da selbst wieder raus? Ich möchte mein altes Leben zurück.... ich habe Angst, dass mit dem Ende der Ausbildung und dem Anfang eines Studiums (wenn ich überhaupt mal mich für eines entscheide) doch nicht alles auf einen Schlag besser wird. Vielleicht erhoffe ich mir zu viel davon? Letztendlich bin ich es doch, die mit der Ausbildung nicht umgehen kann. Ich müsste lernen, trotz dieses Alltags, wieder Freude am Leben zu haben. Nur wie? Ich würde das gerne allein schaffen.

    P.S.: Bin 22.

  6. #14
    Lill
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    Ich möchte mein altes Leben zurück.... ich habe Angst, dass mit dem Ende der Ausbildung und dem Anfang eines Studiums (wenn ich überhaupt mal mich für eines entscheide) doch nicht alles auf einen Schlag besser wird.
    Ich glaube nicht, dass "alles" immer nur besser wird. Wenn man Glück hat, angenehmer, ruhiger, zufriedener, .. aber Stress, Ärger, Aufregung usw. wird es immer wieder geben, weil es immer wieder Anlässe gibt dafür. Die Frage ist vielleicht eher, wie man damit umgeht.

    Deshalb glaube ich auch nicht, dass es das Ziel sein muss, jeglichen Ärger und Stress aus dem Leben zu verbannen, und gelingt einem das nicht, ist man deswegen unglücklich. Es gelingt nicht. Aber einigermaßen (glücklich) damit zu leben und trotz Probleme auch zufrieden zu sein, das ist zumindest mein Ziel.

    Dazu gehört für mich auch die Erfahrung, etwas durchzustehen, etwas zu schaffen, manchmal mit viel Disziplin, aber dennoch, und der Stolz und die Erfahrung, dass ich was geschafft habe, das trägt mich bei der nächsten Aufgabe, und die wird deshalb weniger bedrohlich. Ich hab bei mir sowas wie "Gottvertrauen" erlangt, meistens jedenfalls, denn ich hab schon so viel Mist erlebt, den ich überstanden habe, dass ich quasi weiß, dass es auch wieder besser wird. Und steh ich vor einem Problem, such ich ein ähnliches aus der Vergangenheit und sage mir: "Hatte ich schon. Kenn ich! Kann ich. Schaff ich." (Irgend eine Ähnlichkeit fidnet sich immer, zur Not konstruiere ich mir eine).

    Aber eben immer nur Stück für Stück, und wenn es mir zuviel wird, höre ich auch auf zu grübeln und schalte auf Autopilot, bis ich wieder ruhiger und klarer bin.

    Lass den Ärger nicht so sehr an deinen Magen rankommen. Schluck nicht alles runter, sondern lass es raus. ich hab damals Squash gespielt, das war herrlich.

  7. #15
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    Shawnee, ohne jetzt alle folgenden Beiträge gelesen zu haben möchte ich dir einen Rat geben: Wenn du der Meinung bist, nicht mehr zu können, dann brich ab und geh studieren.

    Ich stand vor derselben Entscheidung und habe mich in deinem Text wiedererkannt. Ich habe mich für ein Studium entschieden (sogar ein ziemlich schweres) und weißt du was? Bis jetzt empfinde ich es als wesentlich weniger belastend als meine damalige Ausbildung. Einfach weil Studiumstress etwas ganz anderes ist als diese Ausbeuterei. Es ist anstrengend, aber eher herausfordernd auf einer kognitiven Ebene, und niemand meint es persönlich mit einem, wenn man mal durch eine Klausur fallen sollte. Dann wiederholt man die einfach und fertig.

    Ich bin ganz neu hier in diesem Forum und bin eigentlich der Letzte, der hier Ratschläge geben sollte. Aber hier musste ich antworten. Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass ich völlig kaputt gegangen wäre, wenn ich auch nur eine Woche länger in meiner Ausbildung geblieben wäre.
    Die definitive Entscheidung bleibt dir überlassen. Ich möchte dir nur zu bedenken geben, dass du keine Angst vor einem erneuten Studium haben solltest, weil du es vermutlich als gigantischen Befreiungsschlag empfinden wirst und viel tiefgreifender motiviert für dein Studium sein wirst als die meisten, die gerade erst ihr Abi in der Tasche haben und noch nix vom Leben gesehen haben. Mit etwas Entschlossenheit wirst du die vermutlich alle überholen!

    Viel Glück auf deinem weiteren Weg,
    Schattenwolf

  8. #16
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    Danke Schattenwolf für deine Antwort.

    Du hast recht. Ich glaube auch mir wird es wie dir ergehen: Die Ausbildung wird mir viel schwerer erscheinen als das Studium. Zwar auf anderer Ebene, aber im Studium bestimmt man über sich selbst. Man bekommt die Anerkennung, die man verdient (oder eben auch nicht) - aber nicht immer diese pauschale Kritik / Ignoranz egal was man tut.

    Ich hätte diese Ausbildung eigentlich im zweiten Monat abgebrochen. Aber es geht nicht aufgrund meines Lebenslaufes. Davor ein Studium abgebrochen und dann eine Ausbildung? Damit dürfte man in den meisten Firmen raus sein. Und meine zweite Sorge: Ich weiß immer noch nicht was ich studieren soll - eine große Rolle dürfte hierbei auch meine Angst sein, die mich lähmt: Angst, wieder so einen Fehler zu machen. Desweiteren bin ich psychisch einfach so labil, dass ich kaum Energie mehr habe hier eine Entscheidung zu treffen. Aber ich muss. Es ist der einzige Weg... und bis dahin versuche ich irgendwie durchzuhalten. Wie, das weiß ich nicht.

    Aber dein Beitrag ist ein schöner Beweis zum Thema "Ausbildung ist nicht immer einfacher als das Studium". Geistig bin ich völlig unterfordert, aber psychisch völlig überfordert. Im Studium wird es sich wohl umgekehren.

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