Ich leg einfach mal los...
Wenn ich nicht mit jemand zusammen bin,
oder sehr beschäftigt oder auf etwas konzentriert...dann läuft nebenher immer eine CD in meinem Kopf.
Immer die gleiche...also so eine Art CD...ich kann es nicht anders bildlich erklären und ich kann auch aus reinen egoistischen Gründen und aus Schamgefühl niemals sagen was ich dabei denke.
Diese "CD" (also die Gedanken) die habe ich seit 7-8 Jahren und es ist fast immer das Gleiche und aktuelle Situationen und Menschen kann ich darin mit einbinden.
Wenn ich morgens aufwache und nichts anderes zu denken habe, spielt sich diese CD bei mir ab und ich kann es fast nicht abstellen. Ich habe fast immer diese Gedanken. Diese Gedanken halten mich so ziemlich von einem normalen Leben ab und in der Hinsicht auch von einer Beziehung, weil mir fast kein Mensch wert ist sie aufzugeben.
Ich denke das ein Mann mir helfen könnte, weil ich dadurch beschäftigt wäre.
Aber die Tatsache sie aufgeben zu müssen, würde meinen emotionalen Tod bedeuten, ich liebe diese Gedanken. Wenn es jedoch zu extrem ist, dann bin ich ärgerlich und weiß, dass ich damit aufhören muss.
Manchmal schaffe ich es paar Stunden lang oder einen Tag, aber dann hab ich richtig Sehnsucht danach und es fällt mir schwer sie zu ignorieren oder sie von mir zu schieben. Bis jetzt kenne ich niemand, der so etwas ähnliches hat und es macht mir Angst, dass ich vielleicht niemals ein normales Leben führen kann.
Obwohl ich eigentlich ein normales Leben führe, weiß ich das ich, wenn ich das nicht hätte, eine Andere wäre und vielleicht ein besserer Mensch.
Aber ohne diese "CD" fühle ich mich einsam und leer und ich weiß nicht wie mein Leben aussehen würde. Man könnte auch sagen ich hätte Angst vor der Realität und davor meine Wünsche in die Tat umsetzen oder ein Defizit an Aufmerksamkeit. Aber warum habe ich das?
Ich kann mir nicht erklären woher der Ursprung kommt oder wann es genau angefangen hat. Ich bin 25 Jahre alt, habe einen Job (der mich nicht ausfüllt), Freunde die ich mag, eine Familie die ich liebe.
Wenn ich dann sehe wie sich diese Familie und Freunde entwickeln, an sich selber wachsen und ich einfach gar nichts schaffe, tut mir das unendlich weh und ich bin der Meinung das es mit diesen
Gedanken zusammenhängt.
Ich hatte 2010 dadurch sehr viel Probleme, 2011 war es dann besser, aber jetzt fühle ich mich wieder recht schlecht und kann mir nicht genau erklären, ob dies eine Art Depression oder Zwangsgedanken sind. Vielleicht sogar eine Sucht. Bis jetzt habe ich noch nie von so etwas gehört, obwohl ich mir vorstellen kann, dass ich da nicht die Einzige bin. Falls ihr dies mit eine Art Traumwelt vergleicht, habt ihr einerseits recht und anderseits auch nicht. Eine kleine Gedankenwelt, in die ich kurz abdrifte ist es nicht. Es ist sehr viel extremer und sehr einnehmend. Jedoch sind es nur meine Gedanken und keine Welt die ich tatsächliche sehe.
Es würde mich interessieren, was ihr davon haltet...


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