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Thema: Depressionen/BurnOut/psychische Probleme und soziale Berufe

  1. #1
    Neuling
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    Standard Depressionen/BurnOut/psychische Probleme und soziale Berufe

    Hallo,

    ich habe ein Problem, eine Trennung nach langjähriger Beziehung zu verkraften und war nun -aufgrund diverser Ratschläge in diesem Forum- bei einer psychologischen Beratungsstelle und einem Psychiater/Arzt (genau weiß ich das gar nicht).

    Punkt 1: Mein "Liebeskummer" wurde als "Anpassungsstörung" diagnostiziert, was laut diesem Forum "Burnout" bedeutet.

    Punkt 2: Während die Beratungsstelle umsonst war, kostete der Besuch beim Arzt 200Euro... beide hielten eine Therapie für nicht notwendig, aber sinnvoll.

    Ich selbst habe mich bisher nicht für "ausgebrannt" gehalten, weil ich noch gern arbeite, Lust auf Familie, Freunde, neue Bekanntschaften und Hobbies habe, mich gerne bewege usw. ,möchte aber einfach gerne aktiv irgendwas an meiner Situation verändern.
    Natürlich bin ich nach einem Arbeitstag und besonders am Ende der Woche müde, aber ich denke für mich im normalen Bereich.

    Ich arbeite im sozialen Bereich (Lehrerin), bin leider nicht verbeamtet, sondern im Angestelltenverhältnis, erst Berufsanfängerin... und befürchte, dass ich mir mit einer Therapie zur Behandlung dieser Diagnose meine berufliche Zukunft verbaue. Die Einstellungssituation und die Bezahlung sieht ja ohnehin nicht so gut aus... und mit dieser Diagnose falle ich sicher direkt auf die hinteren Ränge der Bewerberlisten.

    Andererseits kann ich es mir nicht leisten, allzuoft für 20 Minuten "über meine Situation reden " 200Euro zu bezahlen/ die Kosten selbst zu übernehmen.

    Es heißt ja, dass "BurnOut" eine typische Lehrerkrankheit ist,... gibt es hier jemanden, der selbst im sozialen Bereich ist und mit Depressionen/BurnOut/ weiteren psychischen Problemen zu kämpfen hat/hatte und dazu stand?
    Sollte ich die Therapie doch lieber lassen???

  2. #2
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    Nachtrag: Der Arzt hatte mir begleitend zur Therapie sogar zur einer zusätzlichen Einnahme von Antidepressiva geraten

  3. #3
    Moderator Avatar von phel
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    Hallo, Rosine!

    Einige Punkte, die machen mich etwas stutzig. 200 Euro, für deinen Arztbesuch - was bedeutet das? Bist du momentan nicht versichert? Dies könnte zumindest deine Sorge, hinsichtlich bevorstehender Kosten für eine Psychotherapie erklären. In der Regel, gibt es diesbezüglich, falls Krankenversicherung vorhanden, eher weniger Probleme, und die Kosten werden übernommen.

    Eine Anpassungsstörung, ist eine Anpassungsstörung. Burn-Out, primär ein Modebegriff, hat damit erst mal nichts am Hut.

    Ich selbst habe mich bisher nicht für "ausgebrannt" gehalten, weil ich noch gern arbeite, Lust auf Familie, Freunde, neue Bekanntschaften und Hobbies habe, mich gerne bewege usw.
    Du packst die Sache schon vernünftig an: Lass dich nicht etikettieren, sondern richte dich nach eigenen Empfindungen ,)

    Löse dich von diesem Begriff, 'Burn-Out', und lass' dich auch zukünftig, nicht bindend von Krankheitsbeschreibungen leiten. Falls es tatsächlich Probleme mit deiner Versicherung geben sollte, empfehle ich, bei Möglichkeit, dort was zu ändern, und falls es weiterhin dein Wunsch ist, an dir zu arbeiten, eine Psychotherapie in Betracht zu ziehen. Falls du es für nötig hältst. Diese Frage, kannst nur du beantworten.

    Alles Gute!

  4. #4
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    ich bin privat versichert, habe aber Angst, dass wenn ich die Kosten einreiche...später Probleme mit dem Amtsarzt bzw. der Verbeamtung bekomme.

    Ob eine Therapie nötig ist, bin ich mir selbst nicht sicher. Fakt ist nunmal, dass nach fast zwei Jahren "auf die Zeit hoffen" mein Liebeskummer, meine Sehnsucht, meine Selbstzweifel, die Bereitschaft bzw. Fähigkeit sich auf eine neue beziehung einzulassen, usw. nicht annähernd besser wurden. ... und besondere Tage, wie beispielsweise Weihnachten oder Hochzeiten, Geburten von Freunden, oder das Aufsuchen bestimmter Orte immernoch ganz schlimm für mich sind... während andere nach drei Wochen bereits neu verliebt sind.

    Antidepressiva gegenüber bin ich allerdings eher negativ eingestellt. Ich möchte nicht anteilslos werden, keine sexuellen Bedürfnisse mehr haben, oder was man sonst noch davon hört.Sexualität bzw. das teilen von Lebensfreude mit anderen ist mir auch als single wichtig.
    Geändert von Rosine (10.01.2012 um 15:58 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Rosine,

    ich hab mal ne Frage wegen deiner Versicherung: wieso bist du als angestellte Lehrerin privat versichert? verdienst du so viel, dass du über der Bemessungsgrenze liegst?
    wenn du jetzt eine Therapie machst, kann das bei der Verbeamtung schon Probleme machen. Da musst du deine bisherigen Krankheiten angeben. Und bei der Übernahme ins Beamtenverhältnis werden heute hohe Ansprüche an die Gesundheit gestellt.

    LG
    Anna

  6. #6
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    Nein *lol* ich verdiene sogar relativ schlecht... aber ich hatte für das Referendariat in die private Krankenversicherung gewechselt.
    ... So und endlich mal zurück zu meinem Problem, Danke: Ja, genau darum geht es mir: Ich weiß, dass es Probleme geben wird/würde und genau deshalb kann die Rechnungen nicht einreichen.

    Wie machen das andere, die soziale Berufe haben und psychische probleme haben?

  7. #7
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    Hallo Rosine,

    es geht meiner Meinung nach nicht darum, ob du einen sozialen Beruf hast, sondern dass du eventuell verbeamtet werden willst. Und da ist es egal, ob du die Rechnungen bei der privaten Krankenkasse einreichst oder nicht. Du musst bei der ärztlichen Untersuchung, die einer Verbeamtung vorausgeht, deine Psychotherapie angeben. Welche Konsequenzen es hätte, wenn du da flunkerst, weiss ich nicht. Würdest du die Rechnungen auch bei der Beihilfe einreichen?

    LG
    Anna
    Geändert von Anna55 (11.01.2012 um 18:41 Uhr)

  8. #8
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    Genau darum geht es. Um flunkern zu können, darf ich sie doch weder bei der Krankenkasse noch bei der Beihilfe einreichen bzw. wenn ich sie einreich, hab ich automatisch keine Chance mehr auf mehr als Krankheitsvertretung.

    Ist das in anderen Berufen wie z. b. bei Erziehern oder Krankenpflegern nicht ähnlich? Da sind Gesundheitszeugnisse doch auch regelmäßig einzureichen, oder?

    Ist hier denn niemand, der Lehrer ist und an BurnOut "erkrankt"?

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