Hallo liebe Community,
ich möchte in diesem Thread einmal mein derzeitiges Befinden erläutern und möglichst eine Erklärung finden. Vorab: Ich bin 19 Jahre alt und Seit 2 Monaten Student, wohne aber noch bei meinen Eltern.
Vor etwa 4 Wochen habe ich viel Alkohol getrunken, ich war auf einer Party. Hate den Folgetag einen sehr starken Kater. Ist aber nichts wildes, war nicht das erste Mal betrunken, bin aber auch kein Alkoholiker o.Ä. Habe etwa alle 3 Wochen auf Party mit Freunden was getrunken.
An dem besagten Tag jedoch, war ich mit meiner Freundin unterwegs. Der Kater ist beinahe abgeklungen. Doch plötzlich hatte ich füchterliche Angst vor irgendwelchen unsinnigen Gedanken "wie wäre es wohl ohne Beine!?". Habe richtig Angst gespürt, ging aber dann nach 2min. weg. Wohl eine kleine Angstattacke. Den restlichen Tag fühlte ich mich sehr angespannt. Am Folgetag (Sonntag) hatte ich dann noch eine weitere kurze Angstattacke.
Jedoch waren die Angstattacken nicht das schlimme, sondern mein Empfinden in den Folgetagen. Ich habe wirklich NUR nachgedacht, hatte Angst vor Depressionen. Habe mir gedacht, ich werde bald in der Klinik landen weil ich jetzt depressiv sei, ich würde keine Familie mehr gründen können, weil ich irgendwann durchdrehe [..].
Diese Gedanken schleiften mich durch die nächsten Tage, ich habe sehr viel unternommen, bin mit meiner Freundin in einen Aquapark gefahren, war beim Arzt und und und. Einfach um mich abzulenken. Etwa 5 Tage nach der Angstattacke war ich dann bei einem Psychiater / Neurologen, der mich zum Psychotherapeuten verwies und mir Opipramol verschrieb. Davon habe ich 2 Stück (jeweils 50mg) am Tag genommen. Eine sehr geringe Dosis.
Mit den Tabletten ging es mir nach einem Tag schon besser. Ich hatte nicht mehr dieses elendige Gefühl, diese Angst vor weiteren Angstattacken.
[...]
Das ist nun 4 Wochen her, ich nehme weiterhin Opipramol (2stück / Tag, geringe Dosis), einfach weil ich Angst habe sie abzusetzen. Empfohlen ist eine Einnahme von 1-2 Monate, werde bald auf eine Tablette runtergehen und die Tabletten dann ganz absetzen.
Nun bin ich an dem Punkt, wo ich mir mein derzeitiges Ergehen nicht mehr ganz erklären kann. Über Erfahrungen eurerseits würde ich mich freuen, weil ich nicht weiß, wie es weitergehen wird, wie es mir in 2 Monaten gehen wird.
Seit 3 Wochen bin ich bei einer Psychologin, mit der wir in den ersten Gesprächen ersteinmal alle Symptome durchgehen, um ein klares Krankheitsbild definieren zu können. Es ist jedoch so, dass weder die Symptome einer Depression (Antriebslosigkeit, Traurigkeit etc.) noch die Symptome einer Angststörung (viele Sorgen, Angstattacken etc.) auf mich zutreffen. Ich bin sehr antriebsvoll und plane immer irgendwas zu unternehmen, da ich Angst vor langeweile habe, da dann ja wieder irgendwelche doofen Gedanken zu Stande kommen könnten.
Nun komm ich endlich zum Ende:
Immoment habe ich keine einzige Angstattacke mehr. Die letzte ganz kurze Angstattacke war vor 2,5 Wochen, diese war nur ganz kurz (vllt 20 Sekunden). 4 Tage danach ging es mir aber deutlich schlechter, im Vergleich zu den Vorfällen vor 4 Wochen aber trotzdem super gut.
Immoment gehe ich auch wieder problemlos zur Uni. Nur zwischendurch kommen immer wieder Gedanken "Mist, habe ich nun eine Depression? Wird das bald wieder schlimmer? Bekomme ich bald in meinem Job ein Burnout und ticke durch, belaste meine Familie damit?" Diese Gedanken schießen mir immer wieder durch den Kopf und lassen in mir eine gewisse Ängstlichkeit / Unzufriedenheit entstehen. Im Vergleich zu vor 3 Wochen ist es aber wesentlich aushaltbarer. Wenn ich was unternehme, denke ich beispielsweise oft lange nicht dran. Auch Schlafprobleme habe ich keinesfalls.
Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass ich als Kind immer sehr ängstlich war, meine Eltern zu verlieren, meine Großeltern etc. Das wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Ich war damals beim Kinderpsychologen, weil ich mir eingebildet habe, keine Luft zu bekommen. Es gibt Zeiten, in denen ich immer zu Arzt gehe, weil ich aufeinmal denke ich habe einen Gehirntumor, HIV oder Krebs. Die Angst vor Krankheiten sind aber beinahe ganz weg, habe damit keine Probleme mehr.
Nun aber die Angst vor Depressionen.
Ich beobachte mich sehr stark, habe mir etliche Seiten zu Depressionen usw. durchgelesen.
Was meint ihr:
Sind das wirklich Anzeichen von einer entstehenden Depression
oder
steigere ich mich einfach sehr rein und denke zuviel über Depressionen etc. nach?
Dieses Forum hat mich schon einige Male aus kleinen Löchern herausgezogen (damals die Trennung von meiner Freundin [..]). Hoffe es haben immernoch einige von euch Lust, sich einmal in mich reinzudenken und mir evtl. bei einer Erklärung des Ganzen etwas helfen könnte. Alleine das würde mir sehr helfen.
Dankeschön für's Lesen
Ich-


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