Ich bin 17 Jahre alt, gehe derzeit in die 12. Klasse und strebe mein Abitur im Sommer 2011 an. Seit Beginn der Oberstufe bin ich zeitweise sehr überfordert, habe aber leider erst relativ spät reagiert, als aus der Überforderung eine Depression wurde, die erst vor etwa 2 Monaten von meinem Hausarzt vermutet wurde, nachdem ich bereits einige Wochen absolut kraftslos war und jeden Tag nach der Schule sowie am Wochenende im Bett lag. Seitdem bin ich bei einer Psychologin in Behandlung, die mir ein Antidepressivum verschrieb und mir ausrücklich von einer Gesprächstherapie abriet, da sie der Meinung ist, es würde mich aus der Bahn werfen, ich solle stattdessen bis zum Abitur warten. Die Wirkung trat bei mir auch nach etwa 2 Wochen ein, erst sehr schwach, nach zweimaliger Dosiserhöhung (auf Rat der Fachärztin) war es dann in Ordnung.. Seit etwa einer Woche habe ich Schulferien, die ich aber nicht als "Ferien" nutzen kann sondern eher als Unterrichtspause mit umso mehr Lernen. Trotzdem habe ich natürlich viel mehr Freizeit und ich schaffe es gut, mir die Arbeit einzuteilen. Mein eigentliches Problemliegt darin, dass ich seit einigen Tagen plötzlich sehr labil geworden bin, ich lasse mich sehr schnell aus der Bahn bringen und fange sofort an zu Weinen, mehrmals täglich. Kraftslos bin ich auch wieder. Ich habe die volle Unterstützung meiner Familie, wirklich helfen können sie mir aber auch nicht. Ich würde gerne wissen, was ich selbst tun kann, ich möchte dieses Schuljahr wirklich schaffen und habe auch den Willen, zu Lernen, aber wie in diesem Zustand? Wie komme ich aus dieser Trauer heraus? Wäre es nicht vielleicht doch sinnvoll, eine Therapie zu beginnen?


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