hallo,
ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
das klingt doof, aber ich habe niemanden mehr, aber ich muss es irgendjemandem erzählen, deswegen schreibe ich es jetzt hier her. vielleicht kann mir jemand helfen.
ich bin 17, gehe noch zur schule. wohne noch bei meinen eltern und meinem jüngeren bruder, eine von aussen mehr oder weniger normale, mittelständige familie, wohnen in einer kleinen stadt in ostdeutschland. ich hatte schon immer ein sehr intensives verhältnis zu meiner mutter, zu meinem vater weniger. er war immer viel unterwegs, auf geschäftsreise, im ausland. meine mutter und ich hatten meistens ein super verhältnis, haben uns allerdings sehr oft gestritten, aber dann auch richtig. es gab zeiten, da haben wir uns nur angeschrien. das wurde dann immer verschieden genannt von ihr, ich hatte erst eine sehr, sehr lange trotzphase, als die vorbei war machte sie sich eine weile sorgen ob ich vielleicht gestört bin und wollte mich zu einem psychologen schleppen, ich hab mich geweigert. irgendwann war ich alt genug, dass sie es pubertät nennen konnte, doch langsam gehen ihr die gründe aus. sicher war auf jeden fall immer, ich bin die verrückte, bescheuerte. trotz allem hatten wir die meiste zeit ein gutes verhältnis und ich habe immer stur gesagt, dass ich normal bin.
ich bin seit gut zwei jahren mit meinem freund zusammen, lange, für unser alter. wir haben immer oft gestritten aber wir waren wie eins, konnten uns nie trennen, und er war immer derjenige, der mich verstanden hat, mir zur seite gestanden hat in schwierigen situationen.
seit anfang des jahres bin ich sehr viel krank, habe mich oft sehr schwach gefühlt, übelkeit, kopfschmerzen, sozusagen das übliche, aber es war viel zu oft. ich habe viel in der schule gefehlt, aber es wurde nichts bei mir gefunden. ich hatte auch momente in denen ich mich psychisch nicht gut fhlte, aber insgesamt hat mich das viele kranksein, oder -fühlen belastet, aber es ging mir ok. meine mutter war die einzige die immer noch stur behauptet hat, dass ich verrückt bin. hat mir das zwar so vermitteln wollen, als sei es nichts schlimmes, nach dem motto, geh doch mal zum arzt, du bist ja nicht die erste die ein bisschen bescheuert ist.
so ging das jahr weiter, mal ging es mir eine zeit lang besser, mal eine zeit lang schlechter. bei meinem vater lief es beruflich nicht so super und er war viel mehr zu hause, was für mich plötzlich total ungewohnt war. wollte plötzlich sachen mit uns unternehmen, für die ich viel zu alt war, höchstens mein kleiner bruder (5) konnte sich noch drüber freuen. er hat aber nicht eingsehen, dass ich jetzt älter bin, und es keinen sinn mehr macht mich damit zu nerven. mit meiner mutter habe ich mich in diesem jahr viel mehr gestritten als je zu vor, ungefähr bis zum sommer. dann haben wir einfach aufgehört, und seitdem gehöre ich nicht mehr wirklich zur familie. als sei das fass übergelaufen. sie interessiert sich kaum noch für mich, fragt nicht mehr nach, es ist ihr egal, was ich mache, ich darf plötzlich auch alles mögliche machen und sie mutet mir mehr zu, aber es ist ihr auch wirklich einfach egal. ich kann eine woche lang im bett liegen und weinen und es ist ihr mehr oder weniger egal. das passt nicht zu dem wie sie früher war, aber mir passt es, weil ich die beziehung zu ihr nicht mehr wirklich wünsche. manchmal vermisse ich wie es früher war, und es tut weh, aber es ist besser als das ewige angeschreie. ich fing im herbst irgendwann jetzt an, einfach verrückt zu werden. manchmal dachte ich, es geht mir halt nicht so gut, aber irgendwann fing auch mein freund an, dass es vielleicht besser wäre, ich ginge mal zu einem psychologen. ich wollte mich darauf einlassen, bin aber bis heute nicht dazu gekommen. habe mich dann doch nie getraut. mir ging es immer schlechter, es kam oft vor dass ic heinfach ein paar tage oder eine woche nicht zur schule bin und den ganzen tag im bett lag und geweint habe, ich konnte nicht mehr. anfangs war es nur so, dass mich jeder gedanke, an ein anstehendes ereignis gestresst hat, so sehr, dass es mir wirklich körperlich nicht gut ging und ich nichts mehr essen konnte, mir übel war, kopfschmerzen, schwäche und und und. aber sobald der programmpunkt aus dem weg war, zum beispiel abgesagt, was nicht selten vorkam, war alles in ordnung und ich hatte wieder elan und optimismus dass alles gut werden würde. aber seit einigen wochen ist es viel mehr, ich liege einfach ohne grund, nur weil ich einen streit hatte oder irgendetwas, tagelang im bett und weine. meine beziehung leidet so sehr darunter. mein freund hatte lange geduld aber irgendwann aufgegeben. seit gestern hat er mich aufgegeben. ich konnte ihm sagen, dass ich mich umbringen will (den wunsch ahtte ich manchmal, aber ich hatte immer viel zu viel angst, dass ich eine chance verpasse, mein leben doch noch in den griff zu kriegen), aber wenn ich es ihm gesagt habe, kam von ihm, ja dann mach es endlich, oder so etwas. ich merke, dass er mit der geduld am ende ist. und ich glaube auch, dass er mit der liebe am ende ist, und das tut mir zusätzlich noch viel mehr weh. ich bin ihm so gleichgültig geworden, aber jetzt habe ich wirklich niemanden mehr, der mir hier raus helfen kann. meine familie möchte mich nicht mehr und ich sie nicht, ich denke, wenn ich bei ihnen ankommen würde, mich für jede kleinigkeit die ich mir habe zu schulden kommen lassen (oder auch die sie sich haben zu schulden kommen lassen) entschuldigen würde, sie würden mich wieder aufnehmen, aber es ist mir lieber, wir haben ein distanzierteres, dafür besseres verhältnis. freunde habe ich auch nicht mehr wirklich, seit ich so viel in der schule fehle. eigentlich war mein ziel, an dem ich mich festklammern konnte, dass ich im nächsten sommer 18 werde und mit meinem freund zusammen ziehen wollte. es war so ein lichtblick, dass es irgendwann besser werden würde. ich habe mich nur damit beschäftigt, wie ich das finanzieren werde usw. (meine eltern wollten mich finanziell auch ein wenig unterstützen, da sie auch denken dass ich hier nicht mehr wohnen sollte). aber jetzt ist der lichtblick verschwunden, weil es ihn nicht mehr gibt in meinem leben, weil er mich nicht mehr will, und ohne diese große hilfe die ich hatte komme ich hier nicht raus. ein weiterer punkt ist, dass ich ab januar für 5 monate nach australien gehen sollte. aber das kommt in meiner situation nicht in frage. ich habe nagst, ich überlebe das nicht. ich stand schon oft einen zentimenter davor, mir das leben zu nehmen, weil ic hes alles nicht mehr aushalte. bei jeder kleinigkeit die mir passiert und nicht hundertprozentig perfekt ist denke ich darüber nach. wie soll denn der auslandsaufenthalt werden?! das kommt nicht in frage und ich würde am liebsten versuchen es irgendwie frühzeitig abzusagen, vielleicht gibt es eine möglichkeit einen teil des geldes zurückzubekommen... aber darüber müsste ich mit meinen eltern sprechen und das ist im moment leider unmöglich. ich habe mich nicht so sehr unter kontrolle ,dass ich normal mit ihnen sprechen kann. das dauert 2 sekunden und wir schreien uns alle an. ich habe bestimmt tausend sachen vergessen. aber ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. ich bin am ende. ich wünsche mir nichts mehr als einfach heute abend einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. und ich weiß, dass alle sagen werden, ich soll zum psychologen gehen, das will ich ja auch. aber ich habe keine ansporn. ich habe nichts. wenn ich da anrufe, muss ich erstmal am telefon genaustens meine probleme erläutern. ich hatte die nummer schon oft vor mir liegen aber ich kann das einfach nicht. ich könnte das, wenn ich wüsste, ich habe irgendetwas, worauf ich hinarbeiten kann. jemanden der mir hilft. aber so habe ich nichtmal mehr den willen mein leben in den griff zu bekommen.
achso und was ich noch vergessen habe ist, dass ich große denkprobleme habe. ich kann mich zum beispiel 2 minuten nachdem mir jemand seinen namen gesagt hat nicht mehr daran errinern oder noch viel schlimmere sachen. ich kann einen ganzen tag lang lernen und weiß am nächsten tag NICHTS mehr. ich kann manchmal keinen satz zu ende schreiben weil ich in der mitte vergessen habe, was ich schreiben wollte. und entsprechend sind im moment auch meine schulnoten.. das heißt mit der versetzung sieht es schlecht aus. ich glaube das wars erstmal. tut mir leid dass es so lang geworden ist.. ich musste das alles irgendwo loswerden. hoffentlich versteht mich jemand oder kann mir einen anderen rat geben als "geh ganz schnell zum psychologen!"
danke schonmal im vorraus an diejenigen die es sich angetan haben das hier alles zu lesen..