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Thema: Depressive Stimmung, Schlafstörung, Angstzustände

  1. #1
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    Standard Depressive Stimmung, Schlafstörung, Angstzustände

    Hallo.

    Ich hab hier noch nicht viel geschrieben und mein "Problem" ist für viele hier mit echten Problemen bestimmt pipifax, aber es belastet mich zur Zeit wirklich sehr und vielleicht ist ja hier jemand, der ein paar gute Ratschläge für mich hat oder mich zumindest versteht.

    Ich versuche, mich kurz zu fassen, im Grunde ist auch alles recht schnell erklärt. Ich hab seit einigen Monaten extreme Angstzustände - Panikattacken, die aus heiterem Himmel auftreten (Mit Herzrasen, Schweißausbrüchen, Erstickungsgefühlen usw., ich kann nicht mal benennen, was mir konkret Angst macht, ich glaube einfach jedes Mal, ich müsste sterben oder so, was natürlich vollkommener Blödsinn ist, aber ich kann es nicht steuern), meistens in Situationen, aus denen ich das Gefühl habe, nicht fliehen zu können (Bus, Schule, Arbeit oder irgendwo, wo viele Menschen sind und ich mich eingeengt fühle), aber inzwischen auch bei wirklich blödsinnigen Sachen - z.B. hab ich nun seit einigen Wochen auch noch krasse Schlafstörungen und krieg inzwischen z.B auch Panik, wenn ich dran denke, dass ich ins Bett muss oder so... Und natürlich immer BEVOR ich weiß, dass ich irgendwo hin muss, eben Abends beispielsweise wenn ich weiß, dass ich am nächsten Tag arbeiten muss. Ich muss dazu sagen, ich steigere mich auch etwas rein, rede mir ein, dass ich da auf jeden Fall hin muss und nicht schon wieder krank machen darf, weil ich sonst meinen Job verlieren könnte, und dann würde ich auch meine Fortbildung nicht weitermachen können und evtl. könnte mein Freund mich verlassen und dann könnte ich auch die Wohnung nicht mehr bezahlen usw. und dann dreh ich total durch. Ich weiß auch, wie bescheuert das alles ist, aber ich kann es nicht steuern.
    Ein Stück weit ist es auch eine Art "Teufelskreis", ich kann nicht schlafen, weil ich Angstzustände hab, am nächsten Tag bin ich übermüdet ohne Ende, dann bekomme ich Kreislaufstörungen, deute den daraus resultierenden Blutdruckabfall als erneute Panikattacke und bekomm dann natürlich vor lauter Angst vor der Angst schon wieder eine. :/
    Ich hab gelesen, dass man sich seiner Angst "stellen" soll, das tu ich. Anfangs bin ich geflüchtet, wenn die Angst kam, nun bleib ich drin in der Situation und warte bis sich alles legt und es legt sich auch, aber die Angst verschwindet trotzdem nicht.
    Dazu kommt dann noch diese depressive Verstimmung, die seit der Zeit auch immer häufiger auftritt. Als echte Depression würde ich das vielleicht nicht so bezeichnen, aber ich bin eben depri, und das auch aus heiterem Himmel. Ich kann super drauf sein, von einer Sekunde auf die andere erscheint mir alles leer und sinnlos. Früher konnte ich mich mit schönen Zukunftsgedanken ablenken, wenn ich traurig war (Studium, Wegzug in eine größere Stadt, toller neuer Job, irgendwann Familie, ...) aber all diese Gedanken machen mir momentan eher Angst. Am Liebsten würde ich mich nur noch zuhause verkriechen und Fernsehen und nie wieder nach draußen gehen :'(
    Mein Freund ist wahnsinnig lieb und verständnisvoll, aber helfen kann er mir da auch nicht, denn es ist ja IN mir... Und langsam hab ich auch Angst, ihn zu überfordern oder zu nerven und es tut mir schrecklich Leid, dass er meine dummen Launen ertragen muss...

    Noch kurz zu meiner Situation, vielleicht hilft das was.
    Ich hatte vor zwei Jahren einen schlimmern Verlust (Todesfall), hab das aber eigentlich verwunden - Kann es sein, dass so etwas nach zwei Jahren noch solche Sachen auslöst?
    Und, vielleicht wichtiger, ich habe enormen Stress seit September, kann es evtl. auch damit zusammen hängen?
    Sorry, dass ich so blöd frage, aber ich hatte sowas noch nie :/ Ich hab viele schlechte Dinge erlebt aber war immer relativ stabil und das momentan wirft mich vollkommen aus der Bahn, ich weiß nicht was ich tun soll und hab so furchtbare Angst und weiß nicht mal, wovor. :'(
    Und ich will eigentlich nicht zu einem Therapeuten oder so..

    Bitte ignoriert diesen Beitrag nicht einfach, ich weiß, dass das vielleicht echt nach nix Großem klingt, aber ich bin völlig verzweifelt...

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei K_haosprinzessin für den sinnvollen Beitrag:

    Kayman (29.02.2012)

  3. #2
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    Standard

    Hi,

    ich habe mich vor kurzem hier angemeldet und habe nach genau so einem "Problem" gesucht WEIL ich mich darin annähernd zu 100% wiederfinde! Wenn du erlaubst, erzähle ich dir kurz wie es bei mir ist.
    Ich hatte meine erste Panikattacke mit 18 Jahren, wußte aber nicht, was das war. Plötzliches Herzrasen und ein enges Gefühl in der Brust, was nach ein paar Minuten wieder verschwand.
    In den darauf folgenden Jahren, (ich bin jetzt 29) hatte ich Schlafstörungen. Ich wollte ruhig zu Bett gehen, spürte Schmerzen in der linken Brust und schreckt wieder hoch. Das war nicht jeden Abend, aber damals hatte ich schon Angst, es könnte etwas mit mir nicht stimmen.
    Irgendwann wurde alles besser. Ich konnte wieder besser schlafen, habe im Sommer viel getrunken, da ich immer Angst hatte wieder etwas mit dem Kreislauf zu bekommen.

    Die Panikattacken traten sehr selten auf. Sie äußerten sich meistens mit Herzrasen, oder ich wurde so unruhig, dass mein Herz zu stolpern begann, was mich sehr erschreckte und dadurch noch mehr Angst bekam.
    Um es kurz zu machen:
    Ich lag zwei Mal im Krankenhaus wegen Kreislaufbeschwerden (wegen Stress). Hatte inzwischen 3 EKG´s mit Nachgewiesenen GUTARTIGEN UNGEFÄHRLICHEN Rythmusstörungen (alles Psychisch bedingt). Seit damals prüfe ich immer meinen Puls wenn ich unruhig werde (oft sogar unbewusst), quasi nur um zu schauen, ob es regelmäßig schlägt (was an und für sich total dämlich ist).
    Vor zwei Jahren ist meine beste Freundin mit 43 Jahren an Krebs gestorben und ich habe sie bis einige Minuten vor ihrem Tod begleitet, dann reichte meine Kraft nicht mehr aus und eine andere Freundin von ihr bleib am Bett.
    Ich bin in dieser Zeit Stressfaktor "sehr hoch" gegangen. Seit dem habe ich immer wieder verschwitzte Hände, manchmal Angst - einfach so - ich weiß nicht wovor. Vielleicht Tod um zufallen oder dass etwas passieren könnte, ich weiß es nicht genau.
    Ich bin seit über zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen, glücklich. Ich habe mit ihr über meine Probleme geredet und sie unterstützt mich, wo sie kann. Wenn ich verschwitzte Hände habe, dann streichelt sie meine Hand und beruhigt mich.
    Manchmal habe ich das Gefühl, ich liebe sie über alles. An anderen Tagen bin ich wirklich depri, ich weiß nicht warum. Dann fühle ich so wenig und bin unsicher, auch was Sie betrifft. Ich weiß dann nicht damit umzugehen, aber weiß irgendwie dass dieses Gefühl wieder vorbei geht.
    Ansonsten bin ich ein total fröhlicher Mensch, ich lache gerne, habe einen Job den ich liebe und sollte eigentlich total glücklich sein. Leider bin ich dass, durch diese Gefühle und Angst nicht.
    Ich kann zum Beispiel keine längeren Strecken Auto fahren, weil es mir zu stressig ist. Dann bekomme ich Sodbrennen und merke dass meine Brust sich irgendwie zuzieht. Alles nur Psychisch bedingt. Ich plane auch nur ungerne Termin vor, weil ich nicht weiß, wie ich an dem Tag drauf bin.

    Kommen dir ein Paar dieser Dinge bekannt vor? Auch wenn nicht, du kannst mir gerne Antworten.

    LG

    K.

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