
Zitat von
Ste
Hey,
ich kann das sehr gut nachvollziehen, weil es so bei mir auch anfing.
Ich hab auch in jungen Jahren viel nachgedacht, ich hab Nachdenken immer extremer betrieben bis hin zum Dauergrübler und zu Selbstgesprächen.
Auch ich hatte erstmal keine speziellen Gedanken oder Gründe, es war mehr so ein Kitzeln im Gemüt, dass ich mit diesem Denken erzeugen konnte. Ein ständiges Reizen des Gehirns und des Gemüts, ein ständiges rumfingern im Kopf.
Ich hab mir dadurch, denk ich, die späteren Depressionen angezüchtet, also in dem Sinne, dass ich irgendwann mit dem Denken nicht mehr aufhören konnte und dadurch kam es dann zu einer geistig-seelischen Erschöpfung.
Ich kenn das, dass man im Bett liegt und zu sich sagt "hör jetzt auf zu denken"! Das hatte ich auch schon in jungen Jahren.
Nun muss sowas nicht zwingend schlimm sein, manche kriegen das in der Pubertät und legen es genauso wieder ab. Es kommt und geht und ist dann vergessen. Bei anderen wird es chronisch, bei mir war es so.
Da du den richtigen Weg gehst, nämlich das Problem zu erkennen und mit anderen darüber zu "reden", kannst du das ganze vielleicht besser einschätzen lernen und es darüber auch wieder loslassen.
Wie auch immer, es freut mich immer wieder mit besonders jungen Leuten in Kontakt zu kommen, irgendwie sind die noch nicht so verkorkst wie wir Alten. Die haben was bestimmtrs, sagens einfach so wie es ist, man kanns nachvollziehen und einen Rat geben.
Du scheinst ein kluger Typ zu sein, velleicht schießt in deinem Alter grad einfach zuviel durch dein Hirn, so wie bei anderen zuviele Hormone anderswo unterweg sind.Muss also gar nicht schlimm sein. Vielleicht suchst du dir einfach mal ne Aufgabe, etwas woran du sinnvoll tüfteln kannst, wo du deine Hirnleistung einbringen kannst, so dass du nicht mehr sinnloses Zeug denken musst?
Grüße
Ste
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