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Thema: Der Gedanke im Kopf, wie ein Virus im PC.. brauche hilfe :((

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Der Gedanke im Kopf, wie ein Virus im PC.. brauche hilfe :((

    Hallo Leute,

    Ich bin ein 16-jähriger Junge mit neuerdings psychologischen Problemen.
    Es ist ein Problem, wo ich lange gebraucht hab es zu identifizieren oder zumindest sagen zu können, was das Problem ist... Und da ich es konkret nicht sagen kann, werde ich es anhand von Beispielen tun...
    Also ich bin im Allgemeinen ein Mensch, der viel nachdenkt.. aber diese Gedanken treiben mich immer mehr in den Wahnsinn. Angefangen hat das Problem, als ich nachts nicht mehr schlafen konnte, weil ich zu viel nachgedacht habe... da sagte ich mir immer ''jetzt denkst du nix mehr'' und genau ab dann dachte ich mindestens doppelt soviel und konnte folglich nicht einschlafen.. es ist mehr oder weniger vergleichbar mit einem Ohrwurm, den man ständig hat und der einem nicht weggeht.. Es ist ein Gedanke, an nix, der mich ständig ablenkt und ich mich deswegen nicht konzentrieren kann - ja sowas wie ein Virus im PC... es ist wirklich etwas, das ich selbst geschaffen habe und es überhaupt keinen Sinn hat.. es ist also nichts konkretes wie die EX-Freundin nicht mehr vergessem können oder so, sondern etwas das total unidentifizierbar ist wie gesagt einfach ein Gedanke der mich in den Wahnsinn treibt.. Wenn ich beispielsweise irgend einen Text schreiben möchte, dann klappt das anfangs wirklich sehr gut und irgendwann trifft der Gedanke ein, der mich dann stets ablenkt..ich kann diesen Gedanken nicht mehr loswerden, weil ich an ihn denke und wenn ich etwas loswerden will also willkürlich geht er erst recht nicht weg, als wenn man ihn unwillkürlich weg haben will, was ja manchmal klappt.. aber genau auf unwillkürlicher Weise trifft der Gedanke mir in den Kopf ein zerstreut meine Gedanken, ich kann mich nicht mehr konzentrieren.. immer und überall passiert das wo ich mich konzentrieren muss...wenn ich irgendwas diskutiere, so trifft dieser beschi*** gedanke irgendwann ein und meine Gedanken werden zerstreut und ich vergesse, das was ich eigentlich sagen wollte und laber irgendeinen Mist und kann diesen Gedanken zunächst nicht wegbekommen...

    Es hört sich vielleicht sehr banal an, aber es ist wirklich ein ernsthaftes Problem, das mir wirklich das Leben schwer macht.. ich wollte eigentlich zu einem Psychologen gehen irgendwie, aber ich weiß nicht ob die Krankenkasse sowas bezahlt, zumal das etwas total komisches ist und wenn es kostenpflichtig wird, wird es wieder schwer, da ich derzeit nicht finanziell dazu in der Lage bin..

    ich hoffe jemand liest sich meinen Text und kann mir ein wenig helfen.. ich wäre demjenigen mein ganzes Leben lang dankbar....

  2. #2
    Ste
    Gast

    Standard

    Hey,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen, weil es so bei mir auch anfing.

    Ich hab auch in jungen Jahren viel nachgedacht, ich hab Nachdenken immer extremer betrieben bis hin zum Dauergrübler und zu Selbstgesprächen.

    Auch ich hatte erstmal keine speziellen Gedanken oder Gründe, es war mehr so ein Kitzeln im Gemüt, dass ich mit diesem Denken erzeugen konnte. Ein ständiges Reizen des Gehirns und des Gemüts, ein ständiges rumfingern im Kopf.

    Ich hab mir dadurch, denk ich, die späteren Depressionen angezüchtet, also in dem Sinne, dass ich irgendwann mit dem Denken nicht mehr aufhören konnte und dadurch kam es dann zu einer geistig-seelischen Erschöpfung.

    Ich kenn das, dass man im Bett liegt und zu sich sagt "hör jetzt auf zu denken"! Das hatte ich auch schon in jungen Jahren.

    Nun muss sowas nicht zwingend schlimm sein, manche kriegen das in der Pubertät und legen es genauso wieder ab. Es kommt und geht und ist dann vergessen. Bei anderen wird es chronisch, bei mir war es so.

    Da du den richtigen Weg gehst, nämlich das Problem zu erkennen und mit anderen darüber zu "reden", kannst du das ganze vielleicht besser einschätzen lernen und es darüber auch wieder loslassen.

    Wie auch immer, es freut mich immer wieder mit besonders jungen Leuten in Kontakt zu kommen, irgendwie sind die noch nicht so verkorkst wie wir Alten. Die haben was bestimmtrs, sagens einfach so wie es ist, man kanns nachvollziehen und einen Rat geben.

    Du scheinst ein kluger Typ zu sein, velleicht schießt in deinem Alter grad einfach zuviel durch dein Hirn, so wie bei anderen zuviele Hormone anderswo unterweg sind.Muss also gar nicht schlimm sein. Vielleicht suchst du dir einfach mal ne Aufgabe, etwas woran du sinnvoll tüfteln kannst, wo du deine Hirnleistung einbringen kannst, so dass du nicht mehr sinnloses Zeug denken musst?

    Grüße

    Ste

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Ste Beitrag anzeigen
    Hey,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen, weil es so bei mir auch anfing.

    Ich hab auch in jungen Jahren viel nachgedacht, ich hab Nachdenken immer extremer betrieben bis hin zum Dauergrübler und zu Selbstgesprächen.

    Auch ich hatte erstmal keine speziellen Gedanken oder Gründe, es war mehr so ein Kitzeln im Gemüt, dass ich mit diesem Denken erzeugen konnte. Ein ständiges Reizen des Gehirns und des Gemüts, ein ständiges rumfingern im Kopf.

    Ich hab mir dadurch, denk ich, die späteren Depressionen angezüchtet, also in dem Sinne, dass ich irgendwann mit dem Denken nicht mehr aufhören konnte und dadurch kam es dann zu einer geistig-seelischen Erschöpfung.

    Ich kenn das, dass man im Bett liegt und zu sich sagt "hör jetzt auf zu denken"! Das hatte ich auch schon in jungen Jahren.

    Nun muss sowas nicht zwingend schlimm sein, manche kriegen das in der Pubertät und legen es genauso wieder ab. Es kommt und geht und ist dann vergessen. Bei anderen wird es chronisch, bei mir war es so.

    Da du den richtigen Weg gehst, nämlich das Problem zu erkennen und mit anderen darüber zu "reden", kannst du das ganze vielleicht besser einschätzen lernen und es darüber auch wieder loslassen.

    Wie auch immer, es freut mich immer wieder mit besonders jungen Leuten in Kontakt zu kommen, irgendwie sind die noch nicht so verkorkst wie wir Alten. Die haben was bestimmtrs, sagens einfach so wie es ist, man kanns nachvollziehen und einen Rat geben.

    Du scheinst ein kluger Typ zu sein, velleicht schießt in deinem Alter grad einfach zuviel durch dein Hirn, so wie bei anderen zuviele Hormone anderswo unterweg sind.Muss also gar nicht schlimm sein. Vielleicht suchst du dir einfach mal ne Aufgabe, etwas woran du sinnvoll tüfteln kannst, wo du deine Hirnleistung einbringen kannst, so dass du nicht mehr sinnloses Zeug denken musst?

    Grüße

    Ste

    Danke für die lange und hilfreiche Antwort...
    Ich habe mir deine Antwort sehr zu Herzen genommen und es war auch hilfreich für mich.. wie gesagt es ist kein konkretes Problem durch äußere Einflüsse, sondern ich bereite mir die Probleme immer selber...
    Ich war beim Neurologen und der sagte mir, dass meine Gehirnfunktionen nicht auffällig waren, also ganz normal, es ist also was psychologisches also mein Problem...
    Beispielsweise wenn ich rede, fällt mir immer während dem Reden ein, dass ich drüber nachdenke dass worüber ich rede und das zerstreut meine Gedanken und ich verliere den roten Faden... ich meine es ist doch gar nicht schlimm wenn ich darüber nachdenk was ich sage, wenn dann ist es gut, aber ich bilde mir ein dass es schlecht ist....

  4. #4
    Roman Verfasser
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    Du könntest Dir hinterhersagen, "aber nichts denken auf Befehl, das geht ja gar nicht", also was solls, ich denke was ich will. Sich selbst Gedanken zu verbieten geht nicht, und hat genau zur Folge daß man nur noch daran denkt, was man sich eigentlich verbieten will. Daher, alles zulassen was durch den Kopf geht. Warum unglücklich oder schockiert sein daß man etwas denkt, man denkt es doch eh schon längst. Der Inhalt eines Gedankens, der kann schockierend sein, oder beängstigend, und damit sollte man sich auseinandersetzen. Aber DASS man an sich etwas denkt, darüber sollte man sich nie Rechenschaft ablegen, das sollte man nie versuchen zu kontrollieren, das verschafft einem nur Ärger.

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