Ich habe da ein Thema, was mich quält... Ich habe das Problem, dass ich mir vieles zu sehr zu Herzen nehme. Wenn es Streit gibt auf Arbeit, im Freundeskreis, in der Familie etc. dann trage ich dieses tagelang mit mir herum. Ich habe ständig das Bedürfnis es allen recht machen zu wollen, damit ja niemand sauer auf mich ist. Ich weiß nicht woran das liegt und ich kann das nicht abstellen. Ich sinniere Stunden und Tage... Und habe Angst vor den Reaktionen anderer, wenn ich nicht nach deren Mund plappere. Ich habe wirklich regelrechte Angstzustände.
Ich habe mal überlegt wo das herkommen könnte. Naja, das Naheliegenste ist die Vergangenheit. Und da würde jetzt wieder die geschlagene Kind-Story folgen. Ja es ist so, mein Vater hat getrunken, meine Mutter war (auch damit) überlastet und ich habe immer versucht gute Laune zu verbreiten, damit alle glücklich sind. Ich habe es allen recht gemacht usw.
Ja, ich weiß, das habe ich nun in das Erwachsenenalter übertragen (ich bin 26 Jahre). Aber ich gehe daran kaputt. Ich will, dass mir gewisse Situationen egal sind. ich über gewisse Dinge hinwegsehen kann. Ich will die Dinge nicht mehr mit mir herumtragen, aber es ist als würde sich innerlich etwas an den Dingen festkrallen und sie nicht loslassen. Ich kann das einfach nicht erklären.
Das Ergebnis meines Verhaltens ist, dass ich einen Drang zum Perfektionismus habe, ständig nervös bin, überbelastet und eigentlich nicht sein kann, wie ich bin. Und das ist das Schlimmste. Ich habe Bedürfnisse und Fehler, wie jeder andere auch. Aber ich vergrabe es ständig und versuche jede Situation, die Ärger bringen KÖNNTE im Vorhinein schon auszumerzen. das ist doch krank. Ich will das nicht mehr, aber ich komme irgendwie nicht davon los.
Vielleicht weiß jemand einen Rat.
LG
soljanka


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