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Thema: Der komische Psychologe einer guten Freundin

  1. #1
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    Standard Der komische Psychologe einer guten Freundin

    Hallo zusammen,

    hoffe ich habe nun hier das richtige Forum endeckt.

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht womit ich am besten anfange.
    Es geht um eine sehr sehr gute Freundin von mir. Ein unfassbar lieber, fürsorglicher Mensch.

    Und gerade dieser liebe Mensch hat mit ihren 19 Jahren schon mehr schlimme Erfahrungen gemacht das es für eine ganze Selbsthilfegruppe reichen würde.

    Ich versuche das ganze einigermassen verständlich dazulegen.

    Die wichtigsten Probleme für mein eigentliches anliegen sind wohl:

    Sie hatte einen Freund, von dem sie schwanger wurde, und dann quasi von allen Seiten zu einer Abtreibung gezwungen wurde was sie natürlich sehr belastet, weil sie das kind eigentlich geliebt hat und bekommen wollte.


    Der Freund, der inzwischen anderweitig vergeben ist, hängt sie immernoch total hinterher. Sie ist wirklich sehr hübsch, hat viele Verehrer, doch sie lässt niemanden an sich ran, weil sie immernoch den Mistkerl liebt der sie dazu gezwungen hat abzutreiben :/

    Dann hat sie große Probleme mit ihrem Vater, der nie in ihr Zimmer geht, sie noch nie umarmt hat und im Prinzip gar nichts von ihr wissen will. Sie ritzt sich deshalb wohl auch...


    Jedenfalls meint sie, seit sie in letzter Zeit mehr kontakt mit mir hat und wir uns wirklich lieb gewonnen haben nicht mehr an ihren Ex Freund denken muss. Ganz kann ich ihr das leider nicht abnehmen. Das sagte sie mir vor einer ganzen Weile schon einmal. 1 Monat später hat sie ihm wieder nachgeweint.


    Ausserdem hat sie wohl starke Herzrythmusstörungen wo kein Arzt sagen konnte wovon sie kommen.

    Und jetzt kommt meine eigentliche Frage:

    Seit vlt. 1 Monat ist sie jetzt bei einem neuen Arzt. Und laut ihr geht es ihr seitdem besser.
    Er meint ihre Herzrythmusstörungen sind alleine seelisch bedingt, weil ihr körper aufgehört hat leben zu wollen. Er hat sie wohl in eine Art hypnose versetzt und dann rausbekommen das dass alles mit einem sehr schlimmen Ereignis aus ihrer Vergangenheit zusammenhängt. Sie erzählt mir eigentlich wirklich alles. Aber was es genau war sagt sie mir nicht weil es zu arg schmerzt.
    Sie soll wohl jetzt täglich einen Satz vor dem Spiegel aufsagen und ihren Körper irgendwie davon überzeugen wieder "leben" zu wollen.

    Naja. Ich bin vielleicht ein guter Zuhörer, habe aber von solchen Praktiken natürlich keine Ahnung. Aber sie meint es geht ihr besser und das gibt dem Doktor recht.


    Allerdings hat sie mir dann letzte Woche wirklich was ziemlich stranges erzählt was mich sehr erschreckt hat.

    Der Doktor erzählte ihr das ihre verstorbene Oma quasi "in ihr wohnt". Und zwar mit der Begründung: Ihre Oma hat mit 16 einen Sohn bekommen (den vater meiner Freundin) und hat ihn dann weg gegeben... Das tat ihr ihr ganzes leben lang leid. Und meine Freundin war auch am Totenbett ihrer Oma. Und deshalb scheint wohl die Oma "in sie" übergegangen zu sein um sich beim Vater zu entschuldigen...

    Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen meinte dieser Doktor dann noch: " Die Oma wollte aus dem Körper raus, sie war das Kind das du abtreiben musstest" Also wirklich heftig.

    Meine Freundin meint auch selbst das sie das Gefühl hat. Es immer kribbelt wenn sie ein Bild ihrer Oma ansieht und denkt sie ist nicht alleine.



    Und DAS hat mich halt wirklich zum Stutzen gebracht. Ich hab keine Ahnung von Psychologie. Aber ich kann einfach nicht glauben das der Gedanke das die tote Oma in einem wohnt in irgendeiner Weise gesund für einen ist. Und das sowas quasi ein studierter Arzt zu einem sagt...

    Anderen Menschen hätte ich diese Beschreibung einer Sitzung wohl gar nicht geglaubt. Aber ihr glaube ich jedes wort. Sie ist sehr ehrlich und hats bisher wirklich nicht einfach gehabt wie ihr seht.


    Ich mach mir also ziemliche Sorgen um sie. Was sagt ihr, vorallem zum letzten Punkt?

    Ist das mit der Oma symbolisch zu sehen? Irgendein psychologischer Kniff? Oder denkt dieser Arzt wirklich das die Oma in ihr lebt?

    Ist die Sache die der Doktor macht in Ordnung? Wie gesagt. Sie meint es ist der erste Arzt bei dem es ihr besser geht.

    Ist das mit der toten oma im eigenen Körper vertretbar?


    Danke das ihr euch meinen langen Text durchgelesen habt. Ich hoffe es war verständlich. Hilfe wäre mir wirklich sehr sehr wichtig.

    Danke

  2. #2
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo,

    deine Freundin ist in therapeutischer Behandlung und da finde ich hast du nichts drin zu suchen, weder durch Fragen nachher oder diskutieren oder sonstwie die schrecklichen Dinge rauszukriegen.

    Wenn sie soviel Trauer, Schmerz in sich hat und viel erlebt und noch nicht verarbeitet. dAnn lass den Arzt doch sein Handwerk machen. Es gibt innere Kinder, innere Omas keine Ahnung was noch alles. Auch ohne Multi zu sein, helfen solche Dinge, an die Trauer dran zu kommen. Man wird davon nicht multiple oder besessen.

    Kannst sie nicht einfach so nehmen wie sie ist und mit ihr schöne Zeit verbringen? Was nützt es wenn sie die Probleme in der Therapie angeht und dann auch noch zuhause die Hölle weiterbearbeiten muss.
    Bring sie auf andere Gedanken und suche viele positive Highlights zusammen, oder magst garnicht mit ihr zusammen gehen???

    Mir kommt es so vor, als wärst du gerade in retterlaune und bist neugierig was da so alles war bei deiner Freundin...kann das sein????
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  3. #3
    Neuling
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    Na, du musst nicht gleich so barsch sein.

    Ich bin in keiner "Retter-Laune"

    Sie hat mir erzählt was war und zwar von ihr aus. Und sie meint es hilft ihr mit mir darüber zu reden.

    Für mich klang das alles auch sehr einleuchtend, nur das mit der oma eben nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie dieser gedanke irgendwie hilfreich oder gesund sein soll. Ich habe mir Sorgen gemacht und wollte mich deshalb mal anonym informieren ob daran was gefährlich ist bei leuten mit ahnung.

    Du kannst dir sicher sein das ich sie so nehme wie sie ist. Den so ist sie perfekt. Ich habe ihr immer gesagt sie kann mit mir reden wenn sie will und es ihr hilft und wenn sie über dinge nicht reden mag dann ist das ebenfalls in Ordnung. Ich liebe diesen Menschen einfach und mag im Prinzip auch viele Dinge über sie erfahren. Sie beklagt das ich einer der wenigen Menschen bin der sie wirklich kennt. Und dadurch das ich diese ganzen Dinge weiß, weiß ich auch wie ich mit ihr umgehen muss und wo ich vorsichtig sein muss.

    Ich habe sicher kein Interesse daran sie die Hölle weiter durchleben zu lassen. Aber sie hat mir mehrfach gesagt das es ihr hilft mit mir darüber zu reden, aber ich bin sicher nicht "Problemgeil". Der Grund für diesen Beitrag war schlicht meine Sorge um sie.
    Geändert von Dekar (13.06.2009 um 23:25 Uhr)

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Was genau ist denn der Titel dieses "Doctors"? Wird er von der Krankenkasse gezahlt? Ich finde es berechtigt sich Sorgen zu machen, denn es sind viele Seelenfänger in der heutigen Zeit unterwegs und gerade labile Menschen, die viel erlebt haben sind oft leichte Beute.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #5
    Gast784
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    hallo Dekar,

    Waris`Frage würde mich auch mal interessieren. Denn wenn Deine Freundin da wirklich nix falsch verstanden hat, finde ich das auch etwas merkwürdig.

    Es ist grundsätzlich sehr gut, solche Verstrickungen in der Famiiengeschichte anzugehen. Dies wird z.B. in Form von Familienstellen gemacht. Das Stellen kann in ganz unterschiedlichen Formen gemacht werden - in der Gruppe mit den Personen als Stellvertretern, oder auch in der Einzeltherapie mit Gegenständen etc. In diesem Zusammenhang könnte ich mir noch vorstellen, dass es da um symbolische Bilder ging.


    Wenn der Arzt die üblichen kassenärztlichen Zulassungen hat, würde ich mich drum wirklich eher zurück halten. Es kann natürlich immer sein, dass Deine Freundin was zu wörtlich nimmt oder falsch versteht. Es kann aber auch sein, dass Du es dann falsch verstehst. Dann sind schließlich schon 6 Ohren dran beteiligt...

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (14.06.2009 um 08:42 Uhr)

  6. #6
    Verleger Avatar von Waris
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    Stimmt, an Familienstellen hatte ich auch gedacht, dass hatte ich ganz vergessen zu schreiben. Grundsätzlich ist es nicht gut(zumindest sagte mein Therapeut das), direkt nach der Sitzung über den Inhalt mit einer dritten Person zu reden.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

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  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Das kann ich bestätigen, Waris. Es ist besser, die Dinge erst mal wirken zu lassen und dann in der Therapie aufzuarbeiten.

  8. #8
    Neuling
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    Hallo. Danke erstmal. Ich werde da heute Abend oder morgen nochmal nachhaken.

    ALso ich denke das ich nichts falsch verstanden hab. Weil sie es mir wirklich so erzählt hat. Die oma ist in ihr und war dann ihr baby, weil die oma aus ihrem körper wollte... Denke dann eher WENN das sie etwas falsch verstanden hat. ABer wie gesagt ich frage nochmal nach
    Geändert von Dekar (14.06.2009 um 09:36 Uhr)

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