Der Titel dieses Themas kann ziemlich irreführend sein. Ich meine damit weder, man sollte sich gehen lassen und in seiner Depression versinken, nichts mehr tun, noch meine ich damit die buddhistische oder altruistische Selbstaufgabe des Ich.
Was ich damit meine ist, dass man sein FALSCHES Selbstbewusstsein aufgeben muss, um einen Weg zu seinem Glück zu finden. Man darf sein Ich nicht mit Dingen füttern, die eine "Blase" des Selbstbewusstseins wachsen lässt, bis diese letztendlich platzt.
Man darf nicht durch Zwänge irgendetwas erzwingen oder herbeizaubern wollen. Man darf nicht durch Zwangsgedanken oder Konditionierung sich irgendeinen Mechanismus anerziehen, welcher dann zu Selbstbewusstsein führt. So funktioniert das nämlich nicht.
Selbstbewusstsein ist etwas subtiles. Es ist etwas, was man unbedingt haben will, man es sich sehr leicht einbilden kann, man es aber nicht immer hat, und etwas, was nicht jeder in großem Maße hat. Bei Manchen kann das Selbstbewusstsein erst einmal völlig zerstört sein aufgrund bestimmter Ereignisse.
Man sollte aber nie irgendwie versuchen, dies zu vertuschen. Man sollte keinen falschen Stolz oder falsche Stärke zeigen. Früher oder später fliegt man dabei auf die Fresse, um es mal so krass auszudrücken.
Es ist nicht so leicht, sein falsches Selbstbewusstsein (wenn man welches aufgebaut hat), aufzugeben. Denn dann wird man verletzlich.
Falsches Selbstbewusstsein zielt nämlich darauf ab, unbefleckt zu sein, keine Schwächen zu haben. Das ist eine Illusion.
Man ist sich seines echten Selbstbewusstseins wahrscheinlich gar nicht bewusst. Handelt man als "echte" Person, anerkannt seine Ängste, seine Scham, seinen Schmerz etc., dann handelt man einfach - dann denkt man nicht "Hey, ich bin selbstbewusst". Man freut sich einfach, etwas geschafft zu haben, und wenn man es eben nicht geschafft hat, ja dann fühlt man sich eben nicht so gut oder gar schlecht.
Wie sagte Mark Twain schon so schön:
"Mut zu haben heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern es heißt, gegen seine Angst zu handeln."
Und genau so ist es bei Selbstbewusstsein: Man ist nicht selbstbewusst, wenn man keine Angst hat. Wenn man keine Angst hat, ich meine nie, dann ist es falsch.
Wenn etwas im Leben nicht richtig funktioniert, aber man weiß einfach nicht, was es ist, dann ist es vielleicht sogar dieses Problem: Dass man falsches Selbstbewusstsein zeigen will (man will ja immer stark sein, so ist der Mensch!), was man nicht hat - und dann friert man ein.
So. Das wollte ich euch mal so auf den Weg geben. Hoffe, es hilft jemanden.
Was meint ihr dazu?
LG


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. So was kann man übrigens gut bei Feuerlaufseminaren üben und erfahren 

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