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Thema: Der Schatten nach Jung - Zusammenhang Archetyp - Unbewußtes

  1. #1
    Neuling
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    Frage Der Schatten nach Jung - Zusammenhang Archetyp - Unbewußtes

    Hallöchen!!

    Ich schreibe eine Arbeit über die Psychologie Carl Gustav Jungs und habe jetzt ein kleines Verständnisproblem.

    Der Schatten ist ja ein Archetyp, sozusagen das Gegenstück des Archetyps Persona, aber gleichzeitig sind beide ja auch in die Psyche integrierte Teile des Unbewussten eines jeden Menschen.
    Soweit auf jeden Fall, habe ich das verstanden.
    Aber ist der Schatten (oder eben auch die Persona) denn jetzt in erster Linie ein Archetyp, also ein mehr oder weniger abstrakter Begriff, der einen Urtypus darstellt, oder ein Teil der Psyche in Form aller 'negativen' Persönlichkeitsanteile?
    Wo liegen Grenzen - Zusammenhänge - Unterschiede?

    Über eine kurze Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar!

    LG Charlene

  2. #2
    Neuling Avatar von Ligeia
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    Warum muss er eine Möglichkeit in erster Linie darstellen?
    Das eine ist, meiner Meinung nach die Erklärung des anderen...

    Ich hab es so verstanden, dass der Schatten (sehr banal ausgedrückt) für das ins Unterbewusste Verdrängte - vermeintlich negative steht. So ähnlich wie das "Es" nach Freud...
    Wodurch eine Abgrenzung zwischen dem Archetyp Schatten und dem Verdrängten unnötig wird.

    Oder habe ich irgendwas an deiner Frage missverstanden?

    (Ich muss aber dazu sagen, dass es nicht ganz mein Thema ist...)

  3. #3
    Neuling
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    Vielen Dank für die Antwort, ich bin mir gerade nicht sicher, ob du meine Frage missverstanden hast, oder ob ich einfach gerade ziemlich auf dem Schlauch stehe... Bin auch noch kein Jung-Experte, wie man wohl sieht!

    Der Schatten ist also das "Negative" und Verdrängte im Unbewussten. Aber ist der Schatten als Archetyp dann sozusagen die 'bildhafte', greifbare Vorstellung von diesen negativen Seiten, die dann eben häufig in Träumen/Märchen/Sagen etc. auftaucht?

    LG Charlene

  4. #4
    Neuling Avatar von Ligeia
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    Als greifbar würde ich ihn nicht auffassen...

    vielmehr steht er wohl für das "Böse" im Traum etc., welche Figur er dabei annimmt ist glaub ich weniger zentral, solang sie die negativen Eigenschaften aufweist.

    *grübel

  5. #5
    Lib
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    Der Archetyp ist so wie ich das verstanden hab eher animus/anima, was ja aber eigentlich ziemlich synonym mit dem Schatten verwendet wird.

    Bin aber Laie, also: ohne Gewähr...

    LG
    Lib

    Edit: So falsch war ich nicht. Guckschd Du da:
    http://www.dr-wischmann.privat.t-online.de/jung.htm
    Punkt: 3.4.1 Animus - Anima
    Geändert von Lib (28.10.2011 um 17:42 Uhr)

    Es gibt zwei Wege aus der Dunkelheit:
    Entweder Du machst Licht, dort wo Du bist,
    oder Du gehst in die Sonne.


  6. #6
    Neuling
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    @ Lib: Sind Anima/Animus nicht nur 2 von sehr vielen Archetypen (Schatten, Persona, der Alte, die Mutter, die Hexe, ...) und verkörpern die Wahrnehmung des Gegengeschlechtlichen? Oder versteh ich hier wieder was falsch....

    LG Charlene

    EDIT: Habe den Link gerade erst bemerkt, klingt ja ganz gut, ich werde es gleich mal durchlesen, danke!

  7. #7
    Schreiberling Avatar von Schatten
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    Hallo Charlene.

    Animus und Anima sind die schattenhaften Ergänzungen zu dem, was man bewusst lebt.

    Die Persona ist das, dem man sich bewusst identifiziert, der Schatten sind die Teile der Persönlichkeit, mit denen man nicht bewusst in Kontakt ist.
    Wird ein Archetypus unterdrückt, manifestiert er sich als Schatten.
    Der Mann unterdrückt, nach Jung, zunächst seinen weiblichen Anteil und dieser wird dann zur Anima (und im besten Fall im Laufe des Lebens integriert).
    Man kann aber auch mit einem Archetpyus indentifiziert sein, eine Mutter zum Beispiel mit dem Mutter-Archtypus.
    Dieser ist dann archetypisch, aber nicht verdrängt.

    Kollektiv sind die Archetypen, weil sie eben in der Geschichte immer wiederkehren Urerfahrungen darstellen, es gab und gibt immer wieder Mütter, Väter, Kinder, Helden, Trickster usw.

    Einem Mann kann bspw. der mütterliche Aspekt in einer Erfahrung mit der Natur begegnen, indem ihm bspw. die Natur als gütig und lebensspenden vorkommt, der negative Aspekt der Weiblichkeit kann ihm in der zerstörerischen Willkür derselben in Erdbeben, Überschwemmungen begegnen.
    Zu seiner eigenen Weiblichkeit kann er gelangen, wenn er sich als sorgend oder fördernd erlebt oder auch in einer mystischen Vereinigung mit der Natur (als ganzer).
    Der verschlingende Aspekt kann ihm in eigener zerstörerischer Willkür begegnen.

    Die Archetypen sind tatsächlich archetypisch zu verstehen und nicht soziologisch. Es sind keine Charakterisierunegn der Frau oder des Mannes, da auch die Frau Anteil an männlichen Archetypen hat und umgekehrt.

    Der verdrängte Schatten tritt einem dann immer wieder in Begegnungen mit Welt und anderen Menschen ins Bewusstsein, die Aufgabe besteht darin ihn ins eigene Bewusstsein zu integrieren. Dieses Streben nach einer gewissen Vollkommenheit ist, nach Jung, auch ein Archetypus, der des Mandalas.

    Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Archetypus

    Gruß,

    Schatten

  8. #8
    Neuling
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    @Schatten: Vielen Dank! Vor allem der erste Absatz hat es bei mir endlich mehr oder weniger Klick machen lassen! Dankeschön.

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