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Thema: Der Ursprung der Suche

  1. #1
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    Idee Der Ursprung der Suche

    huhu,

    Der mensch strebt: er will die Welt verstehen, den Sinn und all das andere... er will Klarheit und Wahrheit finden, ein zusammenhängendes Bild erkennen, Verständnis erlangen, den tieferen Sinn, ein endgültiges Prinzip, das ganze System verstehen...
    Solange der Mensch denken kann (auch wörtlich gemeint) versucht er dies, jedoch ohne großen Erfolg der befriedigt und schlüssig/logisch wäre.

    Bevor jemand sagt: "Das gehört hier nicht hin, sondern in ein Philosophie-Forum."
    Nun die Frage: Weshalb spürt der Mensch dieses Bedürfnis?
    - aus psychologischer Sicht (welche da den Ursprung der Philosophie bzw. deren Grundlage stellt)
    Kann jemand an der Suche zerbrechen? Das Gefühl habe ich manchmal selber.... [da ich das doch recht exzessiv tue]

    Bitte um ehrlich Meinungen, Lösungsvorschläge, persönliche Lebensmodelle (diese bitte nicht überhand nehmen lassen, mir gehts vorallem um die oberen 2 Fragen) oder anderem...

    mfg Oligo
    When did I realize I was God?
    Well, I was praying and I suddenly realized I was talking to myself.

    Peter O'Toole

  2. #2
    Neuling
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    Guten morgen,

    dass was du da Beschreibst kenn ich von mir selber gut, diesen drang nach dem wissen warum, wieso und weshalb..

    Auch wenn ich glaube, dass man das nur philosophisch erklären kann..

    Interressieren würde es mich auch sehr ob es dafür eine Psychologische Erklärung gibt, wieso man den drang danach verspürt..?!
    Wissen ist Macht, nichts wissen macht Machtlos.

  3. #3
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    Hallo Oligo,
    daran zerbrechen, ja. Einstein z.B. war ein jahr schwer krank, weil er mit seiner Relativitätstheorie nicht weiter kam. Wenn es stimmt, was die Mystiker sagen, und wir alle eins sind, dann versuchen wir nur, uns selbst zu verstehen. Das ist Sinn und Zweck des Ganzen. Erfahrungen machen, um sich selbst zu verstehen. Das ist glaube ich, ganz tief in unseren Genen verankert. Viele größere Geister als wir haben das schon beschrieben: Hier stehe ich, ich kann nicht anders (luther). I have a dream (Martin Luther King). Paßt für mich alles wunderbar zusammen. Wer ewig strebend sich bemüht, den können wir erlösen (Goethe).
    man, bin ich belesen.
    Was man tun kann?
    Es gibt eine schöne Geschichte von einem Zen-Meister. Der Schüler frägt ihn: Meister, jeden Tag aufstehen, waschen, essen, sitzen, arbeiten. Wie können wir dem entfliehen?
    Der Meister sagt:
    Indem wir jeden Tag aufstehen, waschen, essen, sitzen, arbeiten.
    LG fürs Erste.
    Peter

  4. #4
    Gast1006
    Gast

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    Hallo Oligo,

    ja wie arrangiert man sich .....ich versuche den Weg als Ziel zu sehen und diesen auch zu geniesen.... mir kommt auch diese Kurzgeschichte in den Sinn, in der, als das letzte Geheimniss gelöst wurde, die Welt aufhörte zu exitistieren .

    Und auch das tägliche Leben zeigt es doch ...... bei tausend kleinen oder auch großen Dingen versuchen wir gut oder besser zu sein/ zu werden ......aber niemand "mit gesunden Ehrgeiz" zerbricht hieran -> eine gewisse Perfektion zu erreichen.

    Menschen die hier ernsthafte Probleme haben, glaube ich jedenfalls, haben diese nicht aus dem Umstand heraus, dass sie nie vollkommen alles verstehen - sondern das wird mehr und anderes auch nicht im Argen liegen.

    Aber sicher gibt es hier auch wieder die Ausnahmen und die in dieser Thematik besonders Sensiblen.

  5. #5
    Neuling Avatar von Aaron_Horowitz
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    Nun die Frage: Weshalb spürt der Mensch dieses Bedürfnis?
    Die ständige Suche nach Sinn und Zweck ist eigentlich Ausdruck einer fundamentalen Entfremdung gegenüber der Umwelt und einer Verkümmerung und Rückbildung unserer Sinne: in dem Maße, in dem unsere Sinne sich im Laufe der Evolution zurückgebildet haben, hat sich zur Kompensation das Gehirn erweitert.
    Ein sensorischer Input kann beim Menschen zu einer Vielzahl verschiedener, oft sogar divergierender Gedanken, Emotionen und entsprechenden Verhaltensweisen führen. Diese Situation erzeugt ständig emotionale Konflikte und kognitive Dissonanzen: nichts ist eindeutig und klar! Wie schön habens da doch beispielsweise Katzen! Die Sicherheit und Eindeutigkeit der tierischen Existenz durch die stärkeren Instinke ist etwas, dass ich sehr bewundere.
    Die Welt, wie wir sie als Menschen erleben, ist ein symbolisches, stark von sozialen Aspekten beeinflusstes Konstrukt, welche immer auch anders denkbar, konstruierbar wäre - sie ist nicht von sich aus Kohärent, sondern wird es nur durch unsere fortwährenden gedanklichen Bemühungen. Zumindest glauben wir dies....
    Aber vieleicht gibt es einen anderen Weg, einen Weg jenseits des Denkens? Ich zumindest hoffe dies und versuche so einen Weg zu gehen.

  6. #6
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    hu

    @Peter: ehrlich in den Genen?

    Das ist Sinn und Zweck des Ganzen. Erfahrungen machen, um sich selbst zu verstehen.
    da beißt sich die Schlange in den Schwanz. Wozu Erfahrungen sammeln? Wenn man stirbt ist man Tod *zweifellos * und dann sind alle erfahrungen vergebens da verlroen gegangen. es mag zwar glaubens Sache sein, aber der Wunsch nach Ewigkeit ist für mich ein Instrument des Trostes, ein Schutz des menschlichen Geistes - er mag beruhigen und einem die Sorgen nehmen, aber real ist er nicht! Gehört hier nicht hin...
    Vielmehr ist wie der Zen-meister sagt udn wie ich ihn verstehe es so das man lebt um zu Leben - ein Selbstzweck.

    Man könnte auch fragen wieso wächst dort ind er Wüste ein Kaktus? Welchen Sinn hat er? Nicht nur der Mensch hat Sinn und Zweck, sondern auch alles andere müsste ihn dann haben...
    Kennst du "Per Anhalter durch die Galaxies?"

    42!

    Ich bin selber nicht von dem Gedanken abgeneigt das wenn es überhaupt einen Sinn gibt von all dem, dann liegt er uns sichbar vor den Füßen, und das Leben sowie auch die tote Materie ist die Antwort. Was unser verstand nicht schafft, ist die Frage richtig zu stellen... könnte wie soviele Ansätze was dran sein, aber nichts genaueres weiß man nicht...

    @Kümmerer: weißt du wie die Kurzgeschichte heißt? *hechel
    Und auch das tägliche Leben zeigt es doch ...... bei tausend kleinen oder auch großen Dingen versuchen wir gut oder besser zu sein/ zu werden
    das könnte man ganz naturwissenschaftlich mit dem Darwin-Prinzip erklären - je besser man in irgendetwas ist, desto attraktiver ist man gleich oder desto mehr energie spart man ein, welche man dann anders einsetzen könnte;
    dem gegenüber steht das zahaviri´sche handicap-Prinzip das so ungefeähr besagt das je mehr unütze Energie man irgendwie verschwendet und dabei nicht zugrunde geht desto attraktiver is man s. zb. Pfau usw. - das wollt ich nur los werden hihi

    @aaron: von dem gedankengang hab i auch schon einmal gehört.
    leider zeigt er mir sehr deutlich das dann modell "intelligenter Mensch" zum auslaufen verurteilt ist bzw. seine Weiterentwichklung. Wenn man mal von rückläuigen entwicklungen absieht wie zb. das höher gebildete Menschen (ich hebe einfachhalber/verallgemeinernd einmal den Unterscheid zwischen Intelligenz und Bildungsstand auf) weniger Nachwuchs zeugen als weniger gebildete bzw. eines niedrigeren sozialen Standes - in der westloichen Welt. Theoretisch gesehen wenn aber die Weiterentwicklung des menschlichen Gehrin fortschreitet und somit auch die psychischen Dissonanzen zunehmen so wird er irgendwann nicht mehr lebenfähig sein, wenn er dann nicht irgend einen neuen "Schutz-Mechanismus" vor diesen entwicklen/erfinden/ sonstwasen konnte... er entwicklet sich dann entweder wieder durch Selektion zurück oder stirbt aus (für das braucht er noch nicht mals wesentlich intelligenter werden ) [3. mögliche Wege sind ´türlich nicht ausgeschlossen]


    Aber vieleicht gibt es einen anderen Weg, einen Weg jenseits des Denkens? Ich zumindest hoffe dies und versuche so einen Weg zu gehen.
    Wenn du etwas was nicht-gedanklich mit Denken erfassen willst, das deinem / unsrigem Denken gegenüber so anders geartet / fremd ist, dann sehe ich durch die fesseln die wir uns geben (/gegeben werden [zb. durch die naur unserers Seins]) keine Chance jenes entdecken zu können. Wenn man als blind Geborener -ohne Wissen von dem Sichtbaren- versucht die Welt zu sehen, dann ist das auch leider vergebens - ihm fehlen die Werkzeuge um sein Horizont in diesem Bereich zu erweitern...
    Leider ist der Mensch viel zu sehr den Gegebenheiten unterworfen...

    manchmal wünscht ich mir auch ich wäre jemand der sich all das nicht fragen würde... aber keine Katze

    ---

    ich stimme aber jedem vion euch zu das man weiter streben muss, alles andere wäre Stagnation und gegen die Natur des Menschen bzw. ganz persönlich gegen meine ureigensten Prinzipien

    bis die tage

    Oligo
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    Peter O'Toole

  7. #7
    Schreiberling Avatar von Oligo
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    Dein Leben ist nicht dein Feind, aber dein Denken kann es durchaus sein.

    (Richard Carlson)
    When did I realize I was God?
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    Peter O'Toole

  8. #8
    Schreibkraft Avatar von Craven
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    Es gibt einen Sinn aber niemand versteht ihn, menschlicher Verstand ist nicht dazu gemacht denn Sinn zu verstehn, für ihn ist Sinn=Nutzen aber Nutzen ist nur eine nutzlose mensclhiche Erfindung die, wie auch Logik, mehr Schaden anrichtet als sie jemandem nützt. Menschlicher Verstand ist ein fehlerhaftes Konzept und ich finde es sehr seltsam dass das noch keiner begriffen hat.

    Denn dieser sucht immer nach Erfüllung in der zukunft, darum sidn auch alle religionen, wie sie zum Großteil praktiziert werden, auch fehlerhaft da sie verstandesgeschaffen sind und ebenso Erfüllung in der Zukunft versprechen. Der haken daran ist das es keine Zukunft gibt, sie ist nur eine biochemische Reaktion in unsren Gehirnen, eine Abfolge von Bildern und Gedanken die jetzt stattfindet, in der Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft finden in der Gegenwart statt. Erfüllung kann es nur in der Gegenwart geben.

    Und wenn man als Mensch nichtmal das begreift ist es naiv darüberhinaus noch nach einem ''Sinn'' zu suchen.

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