hallo liebes forum,
ich habe ein ganz schwieriges problem, das mir unlösbar scheint. ich verliere immer mehr die hoffnung an eine zukunft für mich und denke auch in letzter zeit verstärkt über selbstmord nach.
bin w., 24 jahre alt und habe weder einen job noch eine ausbildung. ich hatte einmal viel potential (lt. ehemaligen lehrern und familie); wuchs in den usa bis zu meinem 10. lebensjahr auf und zog nach deutschland, wo ich schnell die sprache lernte und direkt aufs gymnasium konnte. leider führten mehrere probleme in der familie und auch im freundeskreis (drogen usw.) dazu, dass ich die schule in der 11. klasse beendete. danach welchselte ich schulen wie die unterhose. nichts brachte ich mehr fertig, nicht einmal mehr das fachabitur. und ich kann nicht einmal sagen, weshalb. es ist, als ob sich irgendwann in meinem leben ein gemeiner virus in mir breit machte der mich vom erfolg abhält und davon abbringt irgendwas in meinem leben zuende zu bringen.
diese tatsache, dass ich mich total in der luft befinde und finanziell nicht auf eigenen beinen stehe, belastet mich zutiefst und auch die beziehung zu meinen eltern leidet darunter. im grunde leidet alles darunter, denn man fühlt sich automatisch in seiner haut unwohl, glaubt, das scheitern sei vorprogrammiert und es hätte sowieso alles keinen sinn mehr. ein übler teufelskreis.
leider will mir auch niemand mehr eine chance geben, das ist das allertraurigste. ich habe mich viel beworben (habe nur die mittlere reife damals vom bayrischen gymnasium noch), bekam teilweise auch feedback zwecks probearbeit oder praktikum, doch kurz vorm vertrag änderten die arbeitgeber dann doch ihre meinung. ich fühle mich so langsam so, als ob ich keine kontrolle mehr über mein leben hätte und dass die entscheidungen darüber nicht mehr bei mir liegen. wie gesagt, wie von fremder hand gesteuert.
ständig nehme ich eine bittsteller-haltung ein, obwohl ich selbst weiß dass ich a) nicht dumm b) sehr höflich bin und gute umgangsformen habe und c) gepflegt aussehe. irgendwie habe ich das gefühl, wenn ich mir andere menschen ansehe - mensch, das schaffst du doch locker! - aber es will und will nicht funktionieren.
nun habe ich an einer berufsfachschule mich für einen interessanten beruf beworben, habe den einstellungstest mit links geschafft und habe das angebot bekommen, weiß nur leider nicht, wie ich die schule finanzieren soll.
meine eltern können mich finanziell leider nicht unterstützen. das heißt, ich müsste einen bildungskredit beantragen, aber nicht einmal die höchstrate des kredits reicht aus, um das ganze zu bezahlen.
ich bin am boden zerstört. ständig wird mir auch noch gesagt, dass ich zu alt sei - mit 24 jahren. und ich fühle mich auch als ob der zug abgefahren wäre. dass das unglück mir schon in die wiege gelegt wurde.
außerdem schäme ich mich für meine lage, vor meiner familie, den wenigen freunden, die mir noch geblieben sind, vor meinem freund, allen! ich bin ein außenseiter... dabei war ich einst "normal", wollte einen normalen weg einschlagen, war beliebt. und jetzt... komme ich nicht mehr aus dem ganzen raus, weil ich ein paar dumme fehler gemacht habe, die mir niemand verzeiht. leider wird man in der gesellschaft als mensch mit seinem finanziellen und sozialen status gleichgesetzt. viel erfolg = guter, hart arbeitender mensch / kein erfolg, kein job = fauler mensch, der es zu nichts bringt; eine staatslast. zu welchem der beispiele ich wohl gehöre ist klar...
was soll ich bloß tun ? ? ?
ich bin einfach fertig und komme aus diesem teufelskreis nicht raus!


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