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Thema: "diagnose" borderline?

  1. #1
    Neuling
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    Standard "diagnose" borderline?

    hallo....

    ich komme grad von einem ersten besuch von einem neurologen. der hat mich, nachdem er ca 20 minuten lang mit mir geredet hat, an ein borderline-zentrum (psychotherapie) und eine selbsthilfegruppe verwiesen.

    ich weiß nicht besonders viel über borderline, nur irgendwelche horrorerzählungen....lese mich grad bei wikipedia durch, aber da sollte man ja sowieso immer n bisschen vorsichtiger sein mit den infos.

    ich hab in der vergangenheit schon schlechte erfahrungen mit "übereifrigen" psychotherapeuten gemacht, die mich vor die wahl gestellt haben, entweder antidepressiva zu nehmen oder mich einweisen zu lassen. war....krass, wenn man das so sagen kann. deshalb bin ich jetzt ziemlich misstrauisch... ich frage mich, wie viel ich auf diese eher schnelle "diagnose" geben soll, ob ich dem trauen kann, ob ich in einem borderline-zentrum richtig aufgehoben bin.

    es würde mir vielleicht helfen wenn mir jemand mal klipp und klar sagen kann, ob borderline etwas schwerwiegendes ist, ob man das heilen kann....diese grundinfos eben, die bei wikipedia meistens hinter irgendwelchen fachausdrücken verschwinden.

    ach....irgendwie kommt mir der eintrag jetzt schon dumm vor, aber ich poste ihn trotzdem mal. vielleicht kapiert hier ja irgendwer, was ich grade zu sagen versuche.

    LG
    A

  2. #2
    Schreiberling
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    Hallo,

    ich galube borderline kann man nicht in 20 min mal eben so diagnostizieren, borderline ist eine vielschichtige Krankheit.

    Ich weiß nicht genau was los ist, aber hast du vielleicht schonmal an eine Stadtionäre Therapie gedacht?

    liebe grüße licht

  3. #3
    Neuling Avatar von Zimtstern
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    HI! Bin momentan auch in einer Theraphie wegen der diagnose Bordoline,.....
    Bin for paar Monaten deswegn stationär eingeliefert worden! Naja ich kann dir nur eins sagen,mach dich jetzt nicht unnötig fertig!! Mir haben die Ärtzte gesagt das Bordoline nicht heilbar ist, man kann nur lernen damit umzugehn und sich bessa verstehn. Ich rate dir das du zu einem Psychater gehst der auf Bordoline sich spezialisiert hat,dass wird dir sichalich helfen aber ein einfacher weg wird es nicht werden,.....lg

  4. #4
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    @ lichthand: genau das ist auch der grund, weshalb ich an der diagnose zweifle - dass das gespräch nur so kurz war. andererseits frage ich mich dann natürlich auch, was für einen eindruck ich gemacht haben muss, dass er so schnell darauf kommt. hab mich im laufe des tages mal schlau gemacht und tatsächlich eine menge gefunden, die so gut zu dem passt, was mit mir los ist.... etwa so als hätte jemand mal eben mein Ich geordnet und aufgeschrieben und ich kann das so bestätigen. andererseits - neigt man nicht immer dazu, sachen viel zu schnell auf sich selbst zu beziehen?
    an eine stationäre habe ich noch nicht gedacht, und ehrlich gesagt hätte ich da auch eine sch*** angst vor....

    @ zimtstern: das sagte er mir auch: "du musst lernen, damit zu leben", von heilung war also nicht die rede. meine hausärztin hat mich wegen depressionen überwiesen und mir war schon irgendwie klar, dass da noch mehr hinterstecken muss, aber dass er gleich mit sowas raushaut, hat mich doch ein bisschen überrollt. einen termin bei einem sogenannten "borderline-zentrum" habe ich auch schon bekommen, allerdings erst mitte dezember.

  5. #5
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    Diagnosen sind ein Name für ein Bündel von Symptomen und sagen über die Uraschen wenig aus.

    Symptome + Ursache zeigen den Weg zu einer Therapie. Und ob und in wie weit heilbar hängt vom konkreten Fall und der Qualität des Therapeuten ab.

    In der Wissenschaft sind die gegenwärtigen Diagnosemodelle heftig umstritten.

    Was konkret deutet denn auf Borderline hin?

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Farnon für den sinnvollen Beitrag:

    Waris (11.11.2011)

  7. #6
    Verleger Avatar von Waris
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    Es ist doch ok, dass er dich an das Borderline-Centrum überwiesen hat. Die kennen sich damit aus und können dir eher sagen, ob du eine Kandidatin bist oder nicht.
    Es gibt da sehr große Abstufungen von Borderlinern. Manche sind allein kaum lebensfähig, andere sind eben nur "ein bisschen anders". Ist eben auch eine Frage der eigenen krankheitseinsicht, Intelligenz und Selbstreflektion.
    Manchmal habe ich allerdings auch den leisen Verdacht, dass "Borderline" eigentlich gar keine eigenständige Diagnose ist, sondern einfach eine Zusammenraffung von sehr vielen verschiedenen Symptomen, die ( oft sehr früh) tiefverletzte und traumatisierte Menschen zeigen.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  8. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von probdi Beitrag anzeigen
    Was konkret deutet denn auf Borderline hin?
    wenn ich mir mal durchlese was genau borderline ausmacht dann finde ich wirklich sehr viele parallelen zu dem was bei mir los ist. was genau das alles ist, das wäre zu aufwändig um das jetzt alles zu schreiben und mir selbst auch zu kompliziert.... zusammenfassend vielleicht, dass ich mich mir selbst gegenüber widersprüchlich verhalte und mich dadurch in situationen bringe, die gefährlich sind...dass ich entweder innerlich vollkommen abgestumpft bin und plötzlich wieder ziemlich ausufernd...dass ich mich selbst verletze seitdem ich 15 bin und mich vor ein paar wochen beinahe umgebracht hätte, obwohl ich, wenn ich "bei mir bin", suizid als keine option sehe... widersprüchlich, eben.
    ich denke mal dass es sinn machen würd wenn mir jemand das noch einmal ganz genau erklärt was das ist, das ist doch wahrscheinlich bei dem borderline-zentrum der fall?

    @ waris: deinen verdacht hab ich auch, nachdem ich mal genauer "recherchiert" hatte. und diese abstufungen zwischen "etwas anders" und "kaum lebensfähig" - ist es auch möglich, dass es dazwischen schwankt? dass es an einem tag extrem ist und am anderen kaum?

  9. #8
    Verleger Avatar von Waris
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    Zitat Zitat von Amoebication Beitrag anzeigen
    wenn ich mir mal durchlese was genau borderline ausmacht dann finde ich wirklich sehr viele parallelen zu dem was bei mir los ist. was genau das alles ist, das wäre zu aufwändig um das jetzt alles zu schreiben und mir selbst auch zu kompliziert.... zusammenfassend vielleicht, dass ich mich mir selbst gegenüber widersprüchlich verhalte und mich dadurch in situationen bringe, die gefährlich sind...dass ich entweder innerlich vollkommen abgestumpft bin und plötzlich wieder ziemlich ausufernd...dass ich mich selbst verletze seitdem ich 15 bin und mich vor ein paar wochen beinahe umgebracht hätte, obwohl ich, wenn ich "bei mir bin", suizid als keine option sehe... widersprüchlich, eben.
    ich denke mal dass es sinn machen würd wenn mir jemand das noch einmal ganz genau erklärt was das ist, das ist doch wahrscheinlich bei dem borderline-zentrum der fall?
    Davon darf man wohl ausgehen.

    Zitat Zitat von Amoebication Beitrag anzeigen
    @ waris: deinen verdacht hab ich auch, nachdem ich mal genauer "recherchiert" hatte. und diese abstufungen zwischen "etwas anders" und "kaum lebensfähig" - ist es auch möglich, dass es dazwischen schwankt? dass es an einem tag extrem ist und am anderen kaum?
    Ja, auch das ist sicher möglich, so wie eben jeder Mensch meh roder weniger Schwankungen unterliegt.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Waris für den sinnvollen Beitrag:

    Amoebication (13.11.2011)

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