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Thema: Die menschliche Psyche Teil 1: Das Denken

  1. #9
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    @honeymoon

    Ich liebe einfache Modelle, auch wenn die sehr einschränkend wirken. Ich hab mich mal mit MBTI beschäftigt, was 16 Persönlichkeitstypen unterscheidet. Das war für meine rechte Hirnhälfte eindeutig zuviel, denn die kann nur bis 10 zählen
    Liebe Grüsse, Martin

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  2. #10
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    Zitat Zitat von Todai94 Beitrag anzeigen
    Ne Mischung aus allem und ich glaube das geht dem Rest hier wohl genauso, denn das menschliche Denken lässt sich mal eben nicht schnell in vier Kategorien einteilen.
    Das ist wohl so gedacht, das alle Eigenschaften bei jedem Menschen vorhanden sind, aber die einen stärker, die anderen schwächer.
    Eigentlich gehört da noch ein Diagramm dazu, wo sich dann eine Tendenz bildlich darstellen lässt.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei amonda für den sinnvollen Beitrag:

    Todai94 (31.01.2012)

  4. #11
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Hi amonda

    Ja, so ist es gedacht. Alles spielt mit und doch hat der einen oder andere gewiss Hirnareale, die er mehr braucht als andere.

    Es gibt ein paar solcher Systeme, die ein 4-Teilung bevorzugen. Eines ist das Herrmann Dominanz Modell.

    Eine grafische Auswertung eines Test kann z.B. so aussehen:

    Liebe Grüsse, Martin

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  5. #12
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    Ich stimme weitgehend dem Beitrag von Lill zu. Vor allem das Denken, Wahrnehmung und Empfinden zusammen gehören. Z.B. Ein Extrovertierter denkt extrovertiert, nimmt extrovertiert wahr und empfindet extrovertiert (also seine Umgebung). So sehe ich das zumindest.

    Gehirnregionen bestimmtem Verhalten zuzuordnen ist sehr reizvoll, da wir ja immer wissen wollen wie etwas funktioniert, aber auch kontrovers. Ich will dich nicht enttäuschen Martin, aber ich halte ehrlich gesagt nicht sehr viel davon, konkrete Hirnregionen einem Typus o.ä. zuzuordnen, da dies viel zu vereinfacht ist. Soweit ich mich mal ein bisschen in das Thema reingelesen hatte, ist es wohl so, dass zwar durchaus bestimmte Hirnregionen bevorzugt bestimmte Aufgaben übernehmen, aber diese Bevorzugung nur im sehr geringen %-Bereich liegt. Im Endeffekt wirkt trotzdem immer das ganze Gehirn als Einheit.
    Z.B. hat man auch festgestellt, dass bei Menschen, bei denen aufgrund von Unfällen o.ä. bestimmte Regionen des Gehirns beschädigt wurden, dann die anderen Regionen deren Aufgaben übernehmen.
    Ich denke ein bestimmter Verhaltenstypus oder Faktor entsteht mehr durch komplexe chemische Reaktionen im Gehirn, als durch konkrete Regionen. Da kenne ich mich allerdings zu wenig aus um auf die schnelle konkrete Beispiele zu liefern oder gar neurologische Modelle zu entwickeln. Die Deutung der sichtbaren Persönlichkeit ist schon komplex genug, da will ich mir nicht auch noch ums Gehirn Gedanken machen müssen

  6. #13
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    @ DerLars

    Mir ist klar, dass Denken, Wahrnehmen, Handeln und Empfinden eine Einheit bilden. Ich mach diese ganze Trennung ja nur, weil ich mir bewusster werden will, welche Funktionen mehr zu den einzelnen Bereichen gehören. Für mich gehört "entscheiden" in die den Bereich Handeln, da ist mindestens das Denken, die Wahrnehmung und das Handeln mit drin. Ich kann mir gut vorstellen, dass es möglich ist, rein rational und mit kaum emotionalen Anteilen zu entscheiden.

    Es gibt doch auch dieses reine Denken, wo die Wahrnehmung auf einem sehr tiefen Niveau läuft, wo eine Handlung kaum gefragt ist und Gefühle nur stören würden. Das denken ist dabei digital und sinnliche Wahrnehmung (Klang, Farbe, Form, Geruch, Geschmack) sind dabei völlig untergeordnet.

    Noch in den 50er Jahren gab es in der Neurosenlehre die vier Grundformen schizoid, depressiv, zwanghaft und hysterisch. Fritz Riemann beschreibt in "Grundformen der Angst" diese vier Typen sehr zutreffend und verständlich. Der Psychiater hat u.a. mit dem einfachen Modell wohl unzähligen Patienten helfen können und wirkt heute noch inspirierend auf manche Typologieansätze (z.B. Riemann-Thomann-Modell).

    Wenn ein Modell beide Hemisphären ansprechen will, muss es einfach sein. Ich hab gelesen, dass die rechte Hirnhälfte nicht weiter zählen kann, wie bis 10 und darum bleibe ich meinem Ansatz treu, mich mit der Zahl 4 durch die Welt der Modelle zu bewegen
    Geändert von martinspin (31.01.2012 um 12:25 Uhr)
    Liebe Grüsse, Martin

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  7. #14
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    Herrmann-Dominanz-Modell, so heisst das, hatte ich nur vergessen.

    Zitat Zitat von Lill Beitrag anzeigen
    Die einzelnen Hirnareale können auch nicht einzeln gesehen werden, sie haben zwar Schwerpunkte, arbeiten aber zusammen, und es gibt Steuerungsareale, die deren Arbeit dann verbinden. Teilweise sind sie dabei geschlechtsspezifisch unterschiedlich ausgeprägt. Die Frage wäre daher nicht so sehr: "Bist du eher Praktiker oder Theoretiker", sondern bist du eher Mann oder Frau, wenn überhaupt. Obwohl auch das nicht so statisch zu sehen ist.
    Dann ist es auch so, das Denken, Fühlen und Handeln sich auch blockieren lassen.
    Eine Frau, die glaubt, das Frauen nicht einparken können, wird es vermutlich auch nicht hinkriegen. Genauso wie ein Mann, der glaubt, nicht backen zu können.
    Beides ist nur ein Algorithmus, der entweder in der Fahrschule gelehrt wird oder im Backbuch steht.
    Genauso wie Glauben Berge versetzen kann, kann er dafür sorgen das Berge eben auch ein unüberwindbares Hindernis bleiben.

  8. #15
    Nachwuchs Autor Avatar von martinspin
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    Michael Gazzaniga, ein renommierter US-amerikanischer Neurowissenschaftler, war in der 60er ein enger Mitarbeiter von Roger Sperry und war an der Erforschung und Entstehung der Hemisphärentheorie (split-brain research) beteiligt. Die Forschung ist nicht nicht stehen geblieben und so beschreibt Gazzaniga in seinem Buch "The Social Brain" 1985 seine Erkenntnis viel differenzierter. Darin stellt er die Behauptung auf, dass der menschliche Geist aus einer unbestimmten Anzahl autonom funktionierender Einheiten besteht, die er selbst Module nennt. Laut Gazzaniga wird unser emotionales und kognitives Leben von der Beziehung zwischen diesen Modulen geformt. Ich bin auf die Entdeckungen der Neurowissenschaft in den nächsten Jahrzehnten gespannt.
    Liebe Grüsse, Martin

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