Hoi zäme
Ich beginne ein Reihe, wo ich meine Gedanken zu einem Aspekt der Psyche des Menschen zusammenfasse und zur Diskussion stelle. Den ersten Teil widme ich dem Denken, was ich vom Fühlen, dem Handeln und dem Sein abgrenze.
Ich verwende dabei zwei Modelle: Hemisphärentheorie (Sperry) und Triune Brain (MacLean). Die Hemisphärentheorie besagt, dass die linke Hirnhälfte mehr rationale Aufgaben übernimmt und die rechte Hirnhälfte mehr irrationale Aufgaben. Die Theorie ist an sich umstritten und trotzdem als Modell immer noch sehr verbreitet. Das Triune Brain Modell beschreibt eine Dreiteilung des Gehirns in Reptiliengehirn, limbisches System und Neocortex. Jede Einheit hat dabei ein eigenes Bewusstsein, ihre eigenen Ausdrucksweisen, Bedürfnisse, Erinnerungen und Wahrnehmungen. Das Reptiliengehirn kommt hier nicht zur Anwendung, da es kein eigentliches Bewusstsein hat und mehr das autonome Nervensystem und instinktive Handlungen betreffen.
Mein Modell geht davon aus, dass bestimmte Arten zu Denken eher der rechten bzw. der linken Seite zugeordnet werden können (rechts-links). Weiter kann ein bestimmtes Denken eher den Neocortex bzw. das limbische System betreffen (vorne-hinten).
Ich hab einen kurzen Test zu den Hemisphären erstellt, der aufzeigt, welche Seite ihr (momentan) stärker nutzen tut: Wie denkst du?
vorne
hinten
Denkfunktionen, die mehr den Neocortex betreffen, sind mehr so Fähigkeiten, um bestimmte Probleme lösen zu können. Denkfunktionen, die mehr das limbischen System betreffen, sind älter und sowas wie Prägungen unseres Selbst.
Alle vorderen Funktionen werden von uns mehr oder weniger gefordert, um in der Welt überleben zu können. Defizite bei bestimmten Denkfunktionen können durch Training ausgeglichen werden. Hier noch ein Link zu einem interessanten Artikel (Lars Lorber, typentest.de) über eine Untersuchung: Auch im Alter kann sich die Persönlichkeit verändern.
Die hinteren Funktionen beschreiben mehr unseren Charakter, den es zu beachten gilt, wollen wir in Einheit mit uns selbst leben (z.B. der Kritiker). Aus einem kritischen Geist wird z.B. kaum je einer werden, der die Wirklichkeit naiv und ohne zu hinterfragen akzeptiert. Ein Idealist wird z.B. immer seine Schwierigkeiten mit gewissen Aspekten der Realität haben. Aufgabe hier ist, zu erkennen, wer wir sind. Auch hier ein Link zu einem interessanten Artikel (Lars Lorber, typentest.de) zum Thema: Wie sich die Persönlichkeit im Lauf des Lebens verändert.
Ich freue mich auf spannende Diskussionen über das Denken![]()


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