dann musst Du nen Fred aufmachen, Du hast ein Problemjetzt kriege ich ein schlechtes Gewissen![]()
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So schlimm ist es nicht... Das wird alles fein säuberlich im Traum verarbeitet![]()
LG daysleeper
„Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.“ (Mutter Teresa)
Hallo alle zusammen,
ich bin ja noch ganz neu hier und kann deshalb vielleicht eher neutral auf das Thema eingehen.
Ich hab auch bereits einige Forenerfahrung als Mod und Admin gesammelt.
Den Ton hier im Forum finde ich, bis auf wenige Ausnahmen, sehr ansprechend.
Als ich mein Anliegen darlegte bekam ich Antworten, Erfahrungen und Tipps, die mir sehr nützlich waren.
Dass sich hier schon einige etwas länger und genauer kennen, mögen oder weniger mögen hab ich nach einigen Tagen bemerkt, aber war logo zu erwarten..
Natürlich ist kein Mensch fehlerfrei und es kann passieren, dass sich jemand ungerecht behandelt fühlt, aus vielerlei Gründen....wie eben die schon angeführte Erwartungshaltung, Antworten zu bekommen, die die eigene Meinung nur bestätigen....jemand ist wenig kritikfähig; oder man versteht sich "miss", oder der Ton, in dem gegenseitig geantwortet wird, heizt sich auf.....und nicht zu vergessen, leider gibt es auch streitlustige Personen
Meine Erfahrung auf diesem Gebiet:
Ich selbst handhabe das Moderieren eines Forums immer so, dass ich bei Differenzen zwischen (meist 2) Usern auf die Möglichkeit Privater Nachrichten verweise."Klärt das unter euch". Endlosdiskussionen zwischen Usern mag ich nicht so doll, zumal sich dann meist vom eigentlichen Thema entfernt wird.
Zum Thema "Psychologieforum ist der Tod":
Kann ich jetzt nicht nachvollziehen, aber wenn es ein Problem sein sollte:
In "meinen" Foren dulde ich Beleidigungen grundsätzlich nicht.
Der Poster wird aufgefordert sich zu entschuldigen, wenn öff. beleidigt wurde dann auch öffentlich.
Bin da sehr konsequent: Ansonsten wird der Beitrag gelöscht/gekürzt.
Querulanten ebenfalls. Wenn nötig, auch deren IP(s).
Ich bin froh, dass ich auf eure Seite gestoßen bin und wünsche weiterhin gutes Gelingen!
LG von Mari
Rainer-JGS (23.08.2011)
Guten Morgen (widerliche Uhrzeit),
nun ja, als jemand, der hier aus keinem bestimmten Grund ist, sondern nur her gefunden hat, weil jemand hier ist, den ich kenne, möchte ich auch mal auf diese Punkte eingehen.
Zu der eingeschworenen Gemeinschaft kann ich nicht viel sagen; wenn es sie geben sollte, dann bin ich nicht Teil derselben und erkenne sie auch nicht. Irgendwie scheint das hier häufiger ein Thema zu sein; es gab diesbzgl. von mehreren Seiten auch Andeutungen im Chat. Aber dann wiederum ist so etwas in allen Foren ein Thema; überall gibt's irgendeine Form von Gezänk und Unzufriedenheit, wenn auch unterschwellig. Hier scheint es sehr unterschwellig und subtil zu sein. Nichts, was ich wirklich wahrnehmen würde - vielleicht liegt's auch an mir.
Zu den Fragen, die Gaby stellte:
Wie wir (wer auch immer das sein sollte) "grundsätzlich" miteinander umgehen, weiß ich nicht - ich selbst antworte nur auf Dinge, zu denen ich meine etwas Konstruktives sagen zu können (klappt natürlich nicht immer, das ist klar) und zu 95% nur noch auf Alltagsdinge. Weshalb? Wenn ich den Eindruck habe, daß dort jemand schreibt, der so labil ist, daß meine Antwort Dinge auslösen könnte, die unkalkulierbare Folgen beinhalten könnten, dann laß' ich es sein. Das mag nicht besonders nett im Einzelfall sein (zumal, wenn andere Leute das ähnlich machen), aber ich stehe schon lange nicht mehr auf dem Standpunkt, daß ein Forum professionelle Hilfe ersetzt (ich stand da mal - so mit 15,- da hielt ich Foren sogar für besser - dummer kleiner Junge).wie gehen wir grundsätzlich miteinander um?
Sollen wir uns jetzt über die Psychopathologie des Alltagslebens unterhalten? Wenn ich den Eindruck haben sollte - und da ich einen leichten fachlichen Hintergrund habe, habe ich zumindest eine Ahnung, worauf ich achten sollte und nicht allein ein Gefühl, auch wenn das manchmal ausreichend wäre-, daß jemand wirklich eine psychopathologische Störung hat, dann gehe ich i.d.R. nicht weiter darauf ein. Ich bin kein ausgebildeter Psychotherapeut. Und wenn ich's wäre, würde ich wahrscheinlich ebensowenig drauf eingehen, weil ich mir in diesem Rahmen kein umfassendes Bild machen kann.wo ist die Grenze zwischen krank und gesund?
Für die berühmten warmen Worte fühle ich mich nicht zuständig. Ich bezweifle auch mittlerweile entschieden, daß die in irgendeiner Form hilfreich sind. Oftmals sogar im Gegenteil.
"Verantwortung" in diesem Rahmen bedeutet für mich, sich darüber im Klaren zu sein, was Worte theoretisch auslösen könnten. Selbstverständlich wirst Du nicht zu 100% darauf achten können, insbesondere, da Du Dein Gegenüber nicht kennst - wenn Du aber den Eindruck hast, daß Dein Gegenüber sehr labil ist, dann wäre Vorsicht ein guter Ratgeber. Eventuell auch besser nichts zu schreiben, anstatt etwas Triggerndes, das theoretisch Konsequenzen haben könnte.wer soll wieviel Verantwortung zeigen ?
Viel mehr Verantwortung kann man m.E. in diesem Rahmen nicht übernehmen.
Ich bin arrogant. Und meistens ahnungslos (deswegen antworte ich auf die meisten Threads ja auch nicht).Inwieweit sind "Altuser" und "Nichtbetroffene" wirklich arrogant und ahnungslos?
Der Spruch "Du hast ja keine Ahnung, weil Du nicht das erlebt hast, was ich erlebt habe" ist meistens eine Form von "Schutzbehauptung" - auch, wenn die Formulierung eventuell zu positiv dafür ist. Ich habe dergleichen sehr häufig gelesen (nicht hier, aber in vielen anderen Foren). Das Problem ist m.E., daß man sich in seinem Selbstmitleid mitunter ziemlich gut einrichten kann, wenn eine Community dahinter steht, die wohlmeinend "mitleidet".
Ich hab' das in vielen Variationen gesehen.
Die extremste Ausprägung (liegt mittlerweile schon 10 Jahre zurück) war ein damals junges Mädchen (ich meine so um die 16), die in einer On-Line-Community jeden Tag furchtbar schlimmes Zeug über ihren derzeitigen Zustand geschrieben hat. Auch wenn es ganz bestimmt ein zugrundeliegendes Problem gab, hat sie mit großer Sicherheit sehr viel gelogen. Wenn sie merkte, daß der positive Zuspruch (die berühmten warmen Worte) langsam abebbte, postete sie halt ein (oftmals auch älteres) Bild von ihrem blutenden Arm, postete ein trauriges Gedicht, das sie sich meistens aus Sekundärquellen organisierte, oder schrieb irgendetwas Herzzerreißendes. Einmal behauptete sie auch aus heiterem Himmel, ihr Vater würde sie mißbrauchen.
Sicherlich gab es damals auch Leute, die versuchten, konstruktive Vorschläge zu machen, ihr Adressen für Beratungsstellen in ihrer Umgebung zu organisieren (damals war das Internet noch nicht so voll mit Informationen wie heute), aber all diese Leute hatten ja "keine Ahnung" wie sie sich fühlte und ihre Ratschläge waren vollkommen unqualifiziert.
Das ist ein extremer Fall, aber in unterschiedlichen Ausprägungen habe ich das immer wieder erlebt. Und selbst, wenn mal jemand etwas ganz ähnliches erlebt hatte, dann war's immerhin "nicht dasselbe".
Gegen eine solche Haltung kann man nicht anreden - allerdings sehe ich diese "warmen Worte" und diese sinnlose Anteilnahme durchaus kritisch. Für einige Leute ist das fast wie eine Droge. Und wenige begleitet diese Droge sogar bis in ihren Suizid.
Ein junger Mann hat noch wenige Tage bevor er sich das Leben nahm (die Waffe war bereits organisiert) von anderen Leuten gehört, was für ein armer, bemitleidenswerter Wicht er sei, und viele wunderbare virtuelle Streicheleinheiten erhalten. Ich will nicht behaupten (und das wäre obendrein auch sehr falsch), daß diese Art des "Zuspruchs" verantwortlich für seinen Suizid gewesen sei, aber diese Form des weichen Bemitleidens hat ihn aktiv bis in seinen Tod begleitet und ihm letztlich auch den Boden für seine Motivation bereitet: Ein armer Wicht bringt sich um. Denn ein armer Wicht, der von allen bemitleidet wird, hat allen Grund sich umzubringen.
Wenn man es sich zutraut, mit sehr labilen Menschen zu kommunizieren, dann muß man sich zwangsläufig darauf einstellen, daß der von Daysleeper aufgeschnappte Satz "Das Psychologieforum ist der Tod" durchaus wahr sein könnte. Genauso wie das Internet, Youtube und das Leben draußen "der Tod" ist oder sein könnte.
Versteht mich nicht falsch; ich möchte damit nicht den Deppen in Schutz nehmen, der sich einen ****** zusammenschreibt und als Folge davon, bringt sich der Adressat um. Das hat viel mit der oben erwähnten Verantwortung zu tun - und wenn jemand (ob durch unbedachte Äußerungen oder tatsächlich mutwillig ist vollkommen egal) bsplw. einem Vergewaltigten noch ein Schuldgefühl einredet, dann hat er auf sehr vielen Ebenen versagt, das ist klar.
Aber wenn man es mit sehr labilen Menschen zu tun hat, dann können Äußerungen triggernd sein. Bis hin (im Extremfall) zum Suizid.
Ich habe von einem Fall gehört, in dem ein Depp in einem themenfremden Forum sich bitter und derb über die "Pro-Ana"-Bewegung ausgelassen hat. Ich war seinerzeit in genanntem Forum sporadisch aktiv, habe mich aber dazu (vielleicht im Nachhinein bedauerlicherweise, keine Ahnung) nicht geäußert.
Da dieser Thread seinerzeit via Google gut zu finden war, meldete sich eine Betroffene an, die von allen Seiten bitter beschimpft wurde. Stellt Euch einfach so ziemlich den schlimmsten "Hater" bei Youtube vor, dann habt Ihr eine Ahnung davon.
Jedenfalls hat die Betroffene einige Beiträge geschrieben (höchstens ein Dutzend), dann war sie nicht mehr da.
Knapp ein halbes Jahr später lernte ich eine Betroffene kennen, telephonierte etwas mit ihr und sie teilte mir mit, daß dieser Thread in den Pro-Ana-Foren ganz schön für Wirbel sorgte, und daß die betreffende Person, die in dem Forum aktiv war, sich zwei Wochen nach ihrer Registrierung umbrachte.
Die beigebrachten Beleidigungen waren ein Auslöser - weil dieses Mädchen sich nicht vorstellen konnte, wie jemand sie nur so hassen konnte. Daß sie nur die Projektionsfläche eines sexuell frustrierten, auf Partnersuche befindlichen und von Stalkinganwandlungen getriebenen Versagers war (um es mal ganz böse und präzise auszudrücken), konnte sie, aufgrund ihrer psychischen Situation, nicht mehr erfassen oder reflektieren.
Dies ist ebenfalls wieder ein Extrembeispiel für das, was ich mit ebenjener Verantwortung aussagen will. Im Zweifelsfalle ist es besser, nichts zu schreiben, anstatt etwas Destruktives.
Ich halte es für keine schlechte Idee, sich dieser Extreme und damit auch der Verantwortung bei bestimmten Anliegen bewußt zu sein. Selbst wenn sich jemand, ausgelöst durch eine unbedachte Antwort, "nur" ritzt, ist das sicherlich kein Resultat, das man selbst hervorrufen wollte, es sei denn, daß der besagte Beitrag über diese heftige Reaktion hinweg zu einer Form von Erkenntnis führt - wobei diese Erkenntnis auch nicht um jeden Preis entgegengeschleudert werden sollte. (Anders gesagt: Jemanden auf den Kopf weg zuzusagen "Du bist krank" ist immer ein gewagtes Unternehmen - man kann falsch liegen, und eventuell wünscht man sich hinterher, daß man falsch gelegen hätte).
Darüber hinaus möchte ich mich Lib anschließen, was andere Themen betrifft. Als ich hierher kam, um mir einen bestimmten Thread anzusehen, dachte ich, dies sei ein "Psychologieforum" und kein Problemforum - ich finde es ebenfalls bemerkenswert, daß Psychologie generell mit Problemen assoziiert wird. Aber das scheint hier nun mal die Zielgruppe zu sein, insofern wird sich das nicht ändern lassen.
Aber genauso wie Lib suche ich auch noch das "perfekte Forum" - ich glaube, Lib, wir werden lange nach unserer "virtuellen Heimat" suchen müssen. (Aber ich bitte darum, das jetzt nicht als Kritik an diesem Forum aufzufassen - mein Lieblingsforum muß erst noch aufgebaut werden, fürchte ich).
Gruß,
-gemeingefährlich
Geändert von gemeingefährlich (25.08.2011 um 07:20 Uhr)


Ich habe auch schon einige Jahre Forenerfahrung und fühle mich hier in dem Forum doch recht wohl, wobei ich auch nicht immer präsent bin und -offen gesagt- auch nur Themen lese, die für mich interessant klingen.
Aber dafür, dass ich Ende letzten Jahres hier 'reingesehen habe, weil ich mich über "Weihnachtsdepri" (ich meine, das war damals ein Thema, das mich interessiert hat) informieren wollte und gar nicht beabsichtigt hatte, mich zu registrieren, bin ich inzwischen auch eine ganze Weile hier mit dabei und habe auch so schnell nicht vor, das Forum hier wieder zu verlassen.
Ich habe den Eindruck, dass hier doch etliche Menschen mit viel Lebenserfahrung vertreten sind, die sie auf eine sachliche und angenehme Weise weitergeben.
Was mir Sorgen bereitet, sind die Beiträge von Dir, Rainer (ich bin mir auch sicher, Du bist Dir darüber im Klaren und weißt auch, was sie -mal mehr, mal weniger- auslösen und ich denke auch, dass das von Dir beabsichtigt ist, Du Deine Art und Weise aber vermutlich für vollkommen richtig hältst).
Diese Sorge liegt darin begründet, dass Du Dich eben als Fachkraft ausgibst, wohl auch einen beruflichen Hintergrund vorweisen kannst, aber eben doch sehr von Dir und Deiner -so wirkt es auf mich- "Fehlerlosigkeit" überzeugt scheinst.
M.E. kann der Schuß bei Menschen in Notlagen nach hinten losgehen.
Ich find's irgendwie schade.....
Aber wie auch im Leben da draußen: jeder Ratsuchende hier ist vermutlich ein erwachsener Mensch (oder die meisten). Der eine weiß, was und welcher Rat ihm hilfreich ist und er sich abgrenzen muss, der andere muss es lernen.
Von daher auch ein "Dankeschön" an Kaja (offen gesagt, weiß ich gar nicht, wer hier noch moderiert) für ihr beherztes Eingreifen, wenn es doch gefährlich werden kann.
Wie dem auch sei:
ich bin gerne hier, bin auch wirklich beeindruckt von dem Wissen und dem Einfühlungsvermögen so mancher User und möchte hier auch noch eine Zeit lang bleiben.
Geändert von Klee (25.08.2011 um 07:38 Uhr)
Viele Grüße
"Klee"
Lib (25.08.2011),Rainer-JGS (25.08.2011)
GG un Lib: falls ihr euer Lieblingsforum mal aufbaut, bitte nehmt mich mit
Dieses Verantwortungsdingens ist und bleibt einfach eine heikle Sache. Im Grunde genommen ist jeder, der sich im Netz tummelt, in seiner Selbstverantwortung mindestens genauso gefordert, wie im RL. Eigentlich noch mehr, weil er letztlich nie genau sagen kann, ob er es jetzt mit dem Abbild eines realen Lebens oder einer Scheinwelt zu tun hat. Und weil er keinerlei Einfluß darauf hat, wer ihn liest und was er bei wem auslösen kann. Und gleichzeitig ist dieses Medium ein Magnet für Menschen, die nicht grad geringe soziale Defizite haben.
Und dem Personal der verschiedenen Foren kommt natürlich folglich auch eine große Verantwortung zu, die nunmal auch sehr unterschiedlich umgesetzt wird.
Geändert von Gast784 (25.08.2011 um 07:49 Uhr)
gemeingefährlich (25.08.2011),Klee (25.08.2011),Lib (25.08.2011),Rainer-JGS (25.08.2011)



Gaby,
wir werden kommen in einem runden, glänzenden, unbeschreiblich schönen Flugkörper. Ungläubige, fassungslose Menschen am Boden.
Du wirst auf einer riesigen Rasenfläche knien und ein T-Shirt tragen mit der Aufschrift:
Und wir werden mit Dir entschweben in das Paradies des Cyberspace...bitte nehmt mich mit
Lib
Es gibt zwei Wege aus der Dunkelheit:
Entweder Du machst Licht, dort wo Du bist,
oder Du gehst in die Sonne.
Darkstar (25.08.2011),gemeingefährlich (25.08.2011)
@Lib: Aber ich kann bedauerlicherweise von mir nicht behaupten, daß ich in friedlicher Absicht käme. Ich komme nie in friedlicher Absicht.
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