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Thema: "dieses video macht mut, findet ihr nicht?"

  1. #1
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    Standard "dieses video macht mut, findet ihr nicht?"

    http://www.wimp.com/watchingthis/

    ich hab mir auch oft leid getan und manchmal bekomme ich diese anfälle immer noch so ab und an und das ist auch in ordnung so, aber bei diesem video bekommt man das grübeln. ich will euer und mein leid nicht kleiner machen, jedes leid ist es wert, angeschaut und bearbeitet zu werden, so klein oder gross es auch sein mag, aber ab und an sollten wir vielleicht mal sehen, wie gut wir es vergleichsweise haben...

  2. #2
    Gast5416
    Gast

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    Was an diesem Beitrag führt dazu dass Du glaubst es würde einem besser gehen nachdem man ihn gesehen hat?????????????????

  3. #3
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo chrissi,

    bei allem Verständnis für das, was Du damit ausdrücken wolltest, bekomme ich bei sowas Bauchgrummeln.

    ... ich will euer und mein leid nicht kleiner machen, jedes leid ist es wert, angeschaut und bearbeitet zu werden, so klein oder gross es auch sein mag, aber ab und an sollten wir vielleicht mal sehen, wie gut wir es vergleichsweise haben...
    Und doch führt dies, mit etwas "Pech", doch nur wieder dazu, dass man sich vergleicht - der Schritt in die eigene Bewertung (hier: stell dich doch nicht so dran ...) liegt dann wohl sehr nahe.
    Sich selbst ernst nehmen - in Relation zum Leid anderer? Rangfolge, Wichtigkeit, "Wert" des eigenen Leids ... ?

    "Wie gut wir es doch haben ..." - sorry, das ist eben ein Vergleich und relativierend! Die unbewusste Satzaussage endet nämlich nicht da, sondern läuft noch einen Schritt weiter: "... im Vergleich zu dieser Person".

    Wieviele User haben hier schon damit begonnen zu schreiben, dass ihre Probs ja eigentlich so klein und unwichtig sind, wenn sie die der anderen Menschen so dagegenstellen ...

    Wenn es Dir dreckig geht, dann geht es Dir dreckig - ich möchte dann sicher nicht auch noch gezeigt bekommen, wie unbedeutend mein Schmerz doch ist im Vergleich zu ...
    Ob dies die Bereitschaft steigert, sich der eigenen Probs auch wirklich und ernsthaft anzunehmen? Anderen gehts ja noch schlimmer ... die sind dann wohl wichtiger ... also halte ich mich besser bedeckt ...

    Ob dies dann auch beabsichtigt ist oder nicht: wenn mir jemand, wenns mir mies geht, sowas zeigt, dann macht er auch mein Leid kleiner - weil er mich so dazu bringen kann, dies selbst zu tun!

    Wenn schon, warum dann dies nicht als Motivationshilfe einsetzen, um Mut zu machen dafür, was sich alles positiv bewegen lässt, ohne deswegen zu vergleichen?


    lg

  4. #4
    Gast5147
    Gast

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    Hi Chrissi,

    ich stimme Darkstar absolut zu!
    Ich habe da aber noch eine andere Perspektive: Stell Dir mal vor, der Protagonist des Videos würde das hier sehen und feststellen, dass er auf der Werteskala von "Leiden" ziemlich weit oben steht.
    Für mich sieht der Mann nicht danach aus, als würde er leiden Er ist fröhlich und lustig.

    Man hätte zu dem Link auch folgendes schreiben können: Schaut mal, auch wenn es einem schlecht geht, gibt es Wege, damit umzugehen. Der Mann mit seinem Schicksal hat gekämpft und ist nun (oder seit wann auch immer) mit sich im Reinen.
    Man hätte den Thread als Aufbau und nicht als Runterdrücken darstellen können

    Ich freue mich ehrlich für diesen Menschen aber ich freue mich auch für mich, dass ich viele Fortschritte mache und denke ganz gewiss nicht: Oh mein Gott, gehts dem schlecht ...

    Ganz im Gegenteil: Viele Leute haben auch zu mir gesagt: "Also, dass DU das geschafft hast!" Ich konnte diesen Ausspruch nie leiden. JEDER kann es schaffen!
    Übrigens: Es gibt Leute, die hatten eine schreckliche Kindheit und denen wurde stets eingeredet: "Ach komm, stell Dich nicht so an" - von wem sollten DIE denn Verständnis bekommen, wenn nicht von Leuten, denen es auch mal nicht gut ging? Wenn "WIR" jetzt noch anfangen, zu sagen: "Ach komm, stell Dich nicht so an ..." dann mischen wir im gleichen Giftcocktail wie die Leute, die in deren Kindheit das gleiche sagten.
    Und ICH habe kein Interesse, noch Gift in den schon vergifteten Cocktail zu mischen!

    LG

  5. #5
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    puh, wenn jemand weiss, was selbstmitleid ist, dann ich ;-) . ich hab so ungefähr zwei jahre lang und eigentlich noch viel länger darin geschwelgt und wie erwähnt, ich tue es heute noch ab und an. und auch deshalb hab ich oben geschrieben, dass jedes leid, egal wie gross oder klein das anschauen wert ist!!! und nein, gerade ich würde niemandem sagen, er solle sich nicht so anstellen. und ich werte keinen schmerz. ich unterhalte mich mit jedem, der das gern möchte, über seinen schmerz, weil ich weiss, wie es ist, ihn zu haben und im leid zu leben!!!!!!!!!!! ich nehme bei jedem das ernst, was da ist. oder hab ich in meinen posts wirklich so gefühllos gewirkt??

    und ich finde auch nicht, dass selbstmitleid etwas schlechtes ist. ich hab mich lange genug damit beschäftigt, sowohl es ausgiebig ausgelebt, als auch über sinn und zweck davon nachgedacht und für mich ist es keine sache, die verdammenswert ist. es gehört zum leben so wie das leid, aus dem man lernt und die freude, die einen aufrecht erhält. allerdings gebe ich zu, dass ich die überschrift nicht wirklich gut ausgewählt habe, aber angesichts der tatsache, dass selbstmitleid lange mein begleiter war, hab ich dabei wohl nichts gedacht...tut mir leid, wenn ich irgendjemandes gefühle verletzt haben sollte

    trotzdem finde ich, dass das video das anschauen wert ist und mut macht. der junge mann ist so positiv, trotz seiner behinderung, dass es einfach berührt und freude macht und einen vielleicht für einen augenblick aus der eigenen misere rausholt...

  6. #6
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    Hallo chrissi,

    da kommt dann mal wieder das altbekannte Problem der Kommunikation hoch: nicht immer kann etwas so beim Empfänger ankommen, wie es der Sender beabsichtigt hat.
    Du hast Deinen Threat betitelt mit:
    "schaut euch das an, wenn ihr im selbstmitleid versinkt"
    Und genau in dieser Formulierung steckt dann, bei Dir unbeabsichtigt, diese Aussage und "Wertung" mit drin. (Bei Dir unbeabsichtigt - im RL wird es zu oft aber wirklich in diesem tödlichen Sinne gebraucht)

    Warum nennst Du ihn denn nicht zB: "Macht es nicht Mut zu sehen, was man auch bei größtem Leid an Lebensqualität gewinnen kann, wenn man es annimmt und nicht verzweifelt".
    (Formulierung frei wählbar )
    Die Message hier wäre dann: auch wenn Dein Leid noch so groß ist, es bedeutet nicht zwangsläufig Leiden bis zum Ende ...

    Diejenigen, an die dies gerichtet würde, sind doch verletzt, instabil, unsicher, in der Defensive und auch sicherlich (über)empfindlich. Warum dann ihnen die Aufgabe aufbürden, selbst dafür sorgen zu müssen, dass sie etwas "richtig" interpretieren, wenn man dies doch auch problemlos vermeiden kann?
    Dem Sender fällt dies doch um vieles leichter, als dem Empfänger

    Nein, meine Gefühle hast Du damit nicht verletzt. Nicht bei der Person, die ich heute bin - vor einigen Jahren aber ... willste nicht wirklich wissen, glaubs mir


    lg

  7. #7
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    ich bin so oft verletzt worden, dass ich ne riesendelle im gemüt habe und bin immer noch dabei, es zu verarbeiten. vor einigen monaten hab ich eine superempörte mail an die verfasser einer seite geschrieben, die den leuten empfohlen hat, aus dem selbstmitleid herauszukommen. aber wie gesagt, der titel ist unglücklich gewählt, kann man sowas ändern? im internet kann man den tonfall von etwas nicht immer nach empfinden, sonst wüsstet ihr, dass es keine anklage oder sowas sein soll...
    Geändert von chrissi21366 (26.08.2010 um 19:37 Uhr)

  8. #8
    Schreibkraft Avatar von Aptrgangr
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    Ganz ehrlich, ich weiß zwar worauf du hinaus willst, aber mir hat der Film nicht im Ansatz geholfen.

    Erstens denke ich, daß Schmerz und Leid subjektiv ist. Jeder fühlt das anders. Was dich verletzt oder traurig macht das kümmert mich vielleicht überhaupt nicht. Und umgekehrt ebenso.

    Auch wenn das jetzt hart klingt, der Mann ist ja so geboren, er kennt es garnicht anders. Neulich habe ich eine Dokumentation über die Notärzte in Afghanistan gesehen. Da wurde ein Mann von einer Miene so verletzt, daß beide Beine und ein Arm amputiert werden mußte. Ob er es überlebt hat wurde in der Dokumentation nicht geklärt. Ich frage mich, ob er das auch so empfinden kann wie der Mann aus dem Film? Sofern er denn überlebt hat.

    Und fraglich ist auch, ob der mann wirklich 24 Stunden am Tag so ist? Ob die Traurigkeit nicht auch ihn mal überkommt?

    Naja, wollt das nur loswerden. Eins fällt mir dazu noch ein.

    „Kein Schmerz ist größer, als sich der Zeit des Glückes zu erinnern, wenn man im Elend ist“

    Dante Alighieri
    "Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so schwer?"

    Hermann Hesse

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