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Thema: Dissoziale Persönlichkeitsstörung - Suche Hilfe

  1. #1
    Neuling
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    Standard Dissoziale Persönlichkeitsstörung - Suche Hilfe

    Hallo, habe mich gestern hier angemeldet und suche dringend Hilfe.

    Ich weiß nicht, ob meine Partnerin (vor 3 Tagen ist sie ausgezogen, weil sie es mit mir nicht mehr aus hielt), mit ihrer Vermutung recht hat.

    Sie glaubt das ich an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leide.
    Seit dem ich mich näher damit beschäftigt habe, kann ich ihr teilweise nur zustimmen. Gepaart mit Eifersucht und Kontrollzwang, war es die letzten 3 Jahre für sie und auch mich die "Hölle".

    Ich will mich endlich therapieren lassen, weil ich endlich ein normales Leben führen möchte.

    Gibt es überhaupt eine Therapieform? Wenn ja, welche!

    Ich wohne in der Nähe von München, habe mir auch schon einen Termin bei einem Psychiater geben lassen. Allerdings, ist vor Ende Mai kein Termin frei.
    Bin total am verzweifeln.

    Über Tipps, Ratschläge etc. gerne per PN oder im Chat, wäre ich dankbar.

    Holger

  2. #2
    Nachwuchs Autor
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    Hallo Holger,
    es ist selten, dass man in einem Internetforum so schnell etwas über eine "Diagnose" sagen kann, aber wenn du eine "dissoziale Persönlichkeitsstörung" hättest, wäre es fast undenkbar, dass du hier Hilfe und Unterstützung suchst, an dir arbeiten möchtest, Hilfe bei einem Psychiater suchen möchtest usw. Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung sind fast nie zu einer Therapie bereit und zum größten Teil gar nicht therapierbar, haben keinerlei Einsicht in ihre Probleme, sehen eher die anderen /die Umwelt als ein Hindernis an, um ihre egoistischen Ziele zu erreichen und empfinden als allerletztes sich selbst als "gestört".
    Wenn eure Beziehung "die Hölle" war und du auch so leidest, dann ist es aber schon ratsam, einen Therapeuten aufzusuchen, aber ohne dich selbst mit irgendwelchen Diagnosen belegen zu lassen.
    Wenn du erst Ende Mai einen Therapieplatz bekommst, dann nutze doch öffentliche (kostenlose) psychosoziale Beratungsstellen zum Beispiel von kirchlichen Trägern als erste Anlaufstelle.


    Viele Grüße
    SW

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    Darkstar (25.03.2011),Little-Tiger (25.03.2011)

  4. #3
    Eliza_Day
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    Kann mich nur SW anschliessen.
    Und bis dahin ist es auch wichtig, dass du dich mit deiner Trauer wegen des Beziehungsendes auseinandersetzt.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Eliza_Day für den sinnvollen Beitrag:

    Little-Tiger (25.03.2011)

  6. #4
    Neuling
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    Erst mal vielen Dank an Euch beiden, für die Rückmeldungen/Antworten zu diesem Thema.

    Nach langem Suchen im Internet habe ich etwas gefunden (ohne eine genaue Diagnose stellen zu wollen), was eigentlich sehr stark auf mich zu trifft.

    Und zwar geht es dabei um die Erkrankung "PTED" (posttraumatische Verbitterungsstörung).

    In meinem Leben (soweit ich mich an einzelne Erlebnisse aus meiner Vergangenheit erinnern kann), hat es diesbezüglich sehr, sehr viele einschneidende Erlebnisse gegeben. Viele Ereignisse haben in mir eine totale Verbitterung ausgelöst (lange Arbeitslosigkeit, Ungerechtigkeiten gegen mich, Suizidfall von meiner Cousine, Mobbing als Kind in der Schule...). Es passt eigentlich alles, was ich bis jetzt darüber gelesen habe.

    Kennt sich denn jemand mit PTED aus?

    Viele Grüße
    Holger

  7. #5
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    Hallo Holger,

    ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich jetzt mal ein paar Umwege gehe

    Nach langem Suchen im Internet habe ich etwas gefunden ...
    Und wenn Du noch etwas länger suchst, wirst Du noch ganz andere Sachen finden ...
    Mal jetzt völlig überspitzt: was, wenn Du, ohne dies zu bemerken, weil Du mit den Fachtermini nicht vertraut bist, auf einer Tierärztlichen Seite gelandet wärst - würdest Du Dich jetzt erkundigen, wie Du mit Deiner Staupe umgehen könntest?

    War jetzt überzogen, ich weiß, nur: SirWiwor hat es ja schon anklingen lassen - dieses Vorgehen bringt nichts, definitiv.
    Um mal bei Deiner neuesten Selbstdiagnose zu bleiben: Du hast da etwas gefunden, bei dem einige Deiner "Symptome" in der Liste der Merkmale auftauchen. Und jetzt fürst Du einen "Beweis", der gar nicht anders ausfallen kann!
    Du suchst Dir auf Basis einer "Diagnose" die passenden Symptome aus Deinem Vorrat, und "analysierst" mit dieser Vorlage solange an ihnen rum, bis sie am Ende zwangsläufig "passen" ...
    Alles, was dagegen sprechen könnte, verschwindet doch unbemerkt im Hintergrund, wird nicht mehr gesehen - oder nicht mehr wichtig genommen.
    Du siehst nur noch, was Du gefunden hast.

    Sorry: kein Laie hat das Handwerkszeug dazu, hier eine auch nur annähernd "professionell" verifizierbare Diagnose zu stellen.
    Und selbst wenn Du über das entsprechende Fachwissen verfügen würdest: kein Therapeut und kein Arzt würde sich selbst diagnostizieren und sich darauf 100%-ig verlassen.
    Als Teil der Problematik selbst hat man viel zu dicke Scheuklappen auf, um da wirklich alles sehen zu können, was relevant wäre.
    Sogar wenn dies dennoch gelingen würde: es fehlt dann die erforderliche Distanz, um dies auch objektiv und korrekt "bewerten" zu können!

    Die menschliche Psyche ist nunmal sehr komplex und es gibt sehr viel mehr Einflussgrößen, als die Zahl der Symptome jemals zum Ausdruck bringen könnte.
    Wenn Du diese Wechselwirkungen nicht kennst, sie nicht beurteilen und abschätzen kannst: was können Dir dann bloße Symptome sagen? Nichts ...
    Auch die Symptome selbst: kennst Du denn die Definitionen, die dahinter stehen? Woher willst Du wissen, dass der Begriff X, der in Deiner "normalen Welt" vielleicht mit einem ganz bestimmten Inhalt besetzt ist (der, so nebenbei, von Interpretierendem zu Interpretierendem auch abweichen kann ...), auch in der Psychologie diese Bedeutung hat?
    Was, wenn sich da etwas anderes dahinter verbirgt, als Du annimmst?

    Wiederum: selbst wenn Du da alles richtig gemacht haben solltest ...
    Es ist hier nicht wie beim Erbsenzählen! Die Merkmalslisten: sind die dort aufgezählten Merkmale alle "gleichwertig" und unabhängig voneinander zählbar?
    Sind vielleicht nicht einige gewichtiger, sind andere vielleicht nur in Kombination mit anderen "relevant", die dann zwingend gleichzeitig vorhanden sein müssen?
    Vieles wird erst durch Nachfragen zu Begebenheiten erkennbar, die auf den ersten (Laien-)Blick nichts mit der Thematik zu tun haben scheinen.
    Auch die Erstellung einer Diagnose ist ein Prozess, der mehr oder weniger viel Zeit in Anspruch nimmt: von der ersten Grobdiagnose (damit die KV etwas hat, mit dem sie die Satistik füttern kann) über immer differenziertere bis hin zum individuellen Therapiekonzept ...

    Wiederum: selbst wenn da kein Fehler unterläuft ...
    Die Ausprägung einer PS, eventuell zusätzlich auftretende Störungsbilder aus ganz anderen Bereichen (viele Essgestörte haben auch Depressionsmerkmale - aber nicht jeder essgestörte ist depressiv ...) - da gibt es fließende Übergänge und alle möglichen Formen von Vermischungen: so, wie jeder Mensch individuell ist, obgleich er Mensch wie alle anderen ist, so ist es auch hier bei psychischen Erkrankungen.

    Um da eine vernünftige und in die richtige Richtung führende Diagnose erstellen zu können, muss mehr an fachlichem Wissen und Können vorhanden sein, als nur eine Merkmalsliste abzuhaken, die "Punktzahl" zu addieren und dann in der entsprechenden Wertungstabelle die "Diagnose" abzulesen.

    Selbst wenn das so einfach wäre: was nützt eine Diagnose, wenn man keinen Schimmer hat, wie sie, individuell auf den ganz bestimmten Patienten umgebrochen, in Therapie umgesetzt werden kann?

    Wenn Du also wirklich den Verdacht hast, dass da irgendetwas in und mit Dir nicht so ganz stimmen könnte, wenn Du merkst, dass es Dich belastet: warum gehst Du dann nicht zu den einzigen Menschen hin, die dies mit Dir zusammen auch fundiert herausfinden können?

    Was nützt Dir ein Etikett, das Du Dir so aufklebst, wenn sich dadurch doch nichst wirklich an dem verändert, was erst zum Suchen gebracht hat?

    Was würde es Dir bringen, wenn Du Dich hier jetzt mit jemanden seitenlang "austauschen" könntest, der selbst mal Berührung mit "PTED" gehabt hat?
    Und nach Wochen und Monaten stellt sich dann heraus, dass es wohl doch eher die Staupe war ...

    Was heißt denn eigentlich "kennt sich hier jemand damit aus"?
    Ja, klar gibt es solche Personen, die sich damit wirklich auskennen: nennen sich Psychologen, Psychiater, Therapeuten ...

  8. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:

    Little-Tiger (26.03.2011)

  9. #6
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    Als Teil der Problematik selbst hat man viel zu dicke Scheuklappen auf, um da wirklich alles sehen zu können, was relevant wäre.
    Sogar wenn dies dennoch gelingen würde: es fehlt dann die erforderliche Distanz, um dies auch objektiv und korrekt "bewerten" zu können!

    @Holger Zum einen sind "Selbstdiagnosen" eh unmöglich, aber zum anderen muss man ja auch noch sehen, dass seit eurer Trennung / ihrem Auszug gerade Mal ein paar Tage vergangen sind. Sie scheint sich gegen die Beziehung entschieden zu haben - und da ist es völlig normal, dass du jetzt Selbstzweifel hast und denkst "mit mir stimmt was nicht".... ich ´kann mir gut vorstellen, dass du das in ein paar Wochen vielleicht schon etwas anders bewertest und nicht nur deinen Teil, deine "Fehler" siehst, die zu dem Beziehungsende geführt haben. Die Zeit nach einer Trennung ist oft sehr schwer, es dauert manchmal etwas, bis man seine eigenen Qualitäten, Stärken usw. wieder sehen kann.
    Vielleicht solltest du dir ein Hilfsangebot suchen, aber dich zugleich auch selbst mehr darauf konzentrieren, was dir jetzt gerade gut tut - vielleicht ist das besser als "diagnostizieren".

    LG

  10. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei SirWiwor für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (25.03.2011),Little-Tiger (26.03.2011)

  11. #7
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    hallo, ich finde es prima, dass du etwas unternimmst und jeder, egal obe etwas anders läuft in der menschlichen Entwicklung oder nicht, sollte sich eine Psychotherapie gönnen. Nutze doch die Zeit bis zum Termin, um auf zu schreiben, was du möchtest und was nicht.
    Hast du Diabetes mellitus?
    Ich frage das nur, weil nei meinem Noch-Freund und mir das Ähnliche ablläuft: er kontrolliert mich, ist eifersüchtig wie Bolle und ist Diabetiker Typ 1 mit dem Hang zu aktivste Schizzofrenieanfällen. 8x wurde er handgreiflich mir gegenüber und beim letzten mal habe ich die Polizei gerufen.
    Es ist sicher so oft vor gekommen, weil er nicht den Sinn einer Therapie begreift und nicht hin geht, im Gegensatz zu Dir.
    Wenn wir an die Nordsee gezogen sind, werde ich auch eine Psychotherapie machen, denn ich möchte wieder so sein, wie ich früher war, vor dem Beziehungsstress und werde mich für eine Zeit auch von ihm trennen.
    Früher war ich mal verheiratet und der Probst, der meinen Ex und mich getraut at, hat Folgendes zu mir gesagt, eas ich für jede Beziehung anwende, in der Stress ist: Jeder einzelne Mensch ist wie ein Baum, der wächst. In einer Partnerschaft sollte man zwar nebeneinander stehen und wachsen, aber niemand sollte dem anderen sie Sonne für ein gesundes Wachstum nehmen. Das heist für mich, das jeder genug Platz für sich haben muss, um zu wachsen.
    Anette

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    Little-Tiger (26.03.2011)

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