Kann ich mich jemandem privat anvertrauen und schnelle Hilfe erwarten?
ich geh langsam aus Liebe zu einem Depressiven kaputt!![]()
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Hallo Herzmensch,
ich befürchte, dass das den Rahmen und die Möglichkeiten dieses Forums sprengen könnte, leider.
Wenn es für Dich so drängend und existenziell ist, wäre es vielleicht doch anzuraten, Dich an eine der im Menü aufgeführten Notfallnummern zu wenden. (Der entsprechende Punkt ist rot markiert)
Du hast dort definitiv auf solche Fälle vorbereitete und entsprechend geschulte Ansprechpartner - egal wie oft und wann Du Hilfe benötigst.
Alternativ sollte es auch in Deiner Region weitere Hotlines geben: Notfall-/Beratungsnummern entsprechender Einrichtungen, Kliniken etc.
Dies hätte auch den Vorteil, falls Du weitere Maßnahmen benötigen solltest, alles in einer Hand zu behalten.
Caritas, Diakonie würden mir da z.B. spontan einfallen - die haben in der Regel in jeder größeren Stadt Beratungsstellen.
Wäre das für Dich machbar?
LG
"Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
(mongolisch)
-----------------------------
„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
(Immanuel Kant, 1724 - 1804)
ich übertreibe, oder?
Tut mir leid. Es ist nur so schwierig für mich mit anzusehen.
Ich habe nur das Thema im Kopf, mich zieht das runter. Vllt. muss ich mich davon abkapseln um selber weiter nicht so traurig darüber zu sein....


Hallo,
niemand behauptet, dass Du jetzt übertreiben würdest
Das, was Du empfindest, ist für Dich real - und genau daran würde ich mich auch orientieren.
Ob dies ein Außenstehender genau so sieht, ob er Deinem Fühlen die gleiche Bedeutung zumisst - ist doch uninteressant. Du fühlst so, wie Du fühlst - weil Du davon unmittelbar betroffen bist. Der Außenstehende ist dies eben nicht, also sieht er die Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel.
Der Orientierungsrahmen unterscheidet sich - aber warum sollte da Leid mit Leid verglichen werden müssen?
Die unterschiedlichen Perspektiven haben eine ganz andere Bedeutung: als Möglichkeit, die eigene Verwicklung in die Prozesse auch einmal aus einer Warte betrachten zu können, die aus der Distanz heraus neutraler und damit vielleicht auch klarer ist.
Solange Du von etwas so sehr betroffen bist, solange Du in etwas nur tief genug "verwickelt" bist, kannst Du diese neutralere Sicht von außen ja gar nicht haben.
Springe mal in ein Schwimmbecken: Dein Sichtfeld schrumpft da sehr weit zusammen. Wenn Du dann Deine "Mitschwimmer" als Dein "Problem" ansiehst: könntest Du noch den Beckenrand erkennen, wenn Du diese leute direkt vor der Nase hast?
Vielleicht ja, vielleicht nein. Selbst wenn Du ihn sehen könntest, könntest Du ihn vielleicht immer noch nicht erreichen, bevor Dir die Kräfte ausgehen - der direkte Weg wird ständig blockiert.
Wenn Du dann auch noch in Panik verfallen solltest (was ja auch ein absolut vertändlicher Vorgang wäre) ...
... da verliert man doch sehr schnell mal den Überblick - und damit das Gespür für den richtigen "Kurs", oder?
Jemand, der am Beckenrand steht, hat diese Probleme nicht: er sieht die Sache von einer "höheren Warte" aus.
Würde dies dann aber bedeuten, dass Dein Problem, das Du gerade im Becken hast, deswegen jetzt weniger groß wäre oder vielleicht sogar im Vergleich zu dem eines anderen Menschen weniger wichtig (oder gar "wert")??
Mit Sicherheit nicht!
Nimm es also ernst; nimm Dich selbst ernst.
Über "Problem-Rangfolgen" kannst Du immer noch nachdenken - wenn Du aus dem Becken raus und auf dem sicheren Trockenen bist![]()
"Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
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(Immanuel Kant, 1724 - 1804)
So Ham (08.12.2011)
Da habe ich direkt ein Lächeln auf dem GesichtDanke
Wenn ich mich nun auch in dem Becken befinde. Und wenn du jetzt ein Aussenstehender bist, magst du mir da mal auf meinen Beitrag unter "Depressionen" einen kurzen, neutralen Rat geben?


Solange Du das, was ich schreiben kann, nicht als "Rat" oder den Versuch "zu helfen" auffasst, kann ich mich da noch einmal durchlesen und auch antworten (vielleicht auch erst im Laufe des Tages - hab noch ein paar Termine demnächst) - für "Rat" und "Hilfe" müsste ich einerseits die Situation viel detaillierter kennen, Euch beide ebenso ...
... und dann auch noch über den Stein der Weisen verfügen
Ich kann Dir meine persönlichen Erfahrungen schildern (als jemand, der sich mit Depris mehr oder weniger erfolgreich rumschlägt), die aber eben nur auf mich und mein persönliches Erleben zutreffen.
Sicher: einige Ansätze gäbe es da schon, über die man dann nachdenken könnte - ob sie aber für Dich anwendbar sind, ist eine ganz andere Sache.
Meine Geschichte unterscheidet sich von der Deines Partners; Deine von der meiner damaligen Frau; das komplette Umfeld, in dem wir eingebunden sind/waren, ist unterschiedlich - also gibt es da auch Einflüsse, die bei mir gegeben waren, bei Euch aber nicht. Und umgekehrt.
Mal sehen, was ich da zusammenbekommen kann. Vielleicht anfangs etwas "gekürzt".
Bitte nicht alles weder gleich annehmen noch ebenso komplett ablehnen - Du bist Teil der Prozesse in Eurer Beziehung geworden. Im Sinne von: sein Problem und seine Prozesse - sie haben auf Dich übergegriffen, bzw. Du hast Dich in sie hineinziehen und in sie verstricken lassen.
Jetzt gälte es wohl zuerst einmal, diese Prozesse wieder auseinanderzudröseln, damit Du überhaupt die Chance hast, etwas zu verändern. Momentan reagierst Du ja nur noch, selbst agieren ist nicht mehr drin, oder?
[Antworten dann bitte im ersten Thread - ich setze dort mal schnell nen Link, okay?]
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