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Thema: Dringend Hilfe! Schlafstörung durch Angst! Mirtazapin?

  1. #1
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    Standard Dringend Hilfe! Schlafstörung durch Angst! Mirtazapin?

    Hallo liebe Forumsgemeinschaft.
    Ich bin weiblich, 28 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder.
    Seit vielen Jahren leide ich schon an Angszuständen und Panikattacken, mal mehr, mal weniger. Immer im Zusammenhang mit Zuständen, die sich meiner Kontrolle entziehen, also: Krankheit, Tod, Narkose, Schlaf...
    Im Moment ist es so schlimm, das ich nicht schlafen kann, weil ich nicht will, weil ich Angst habe in diesen Zustand des schlafens wegzudriften. Ich bin bereits in therapeutischer Behandlung, habe aber das Gefühl, das die Behandlung nicht anschlägt, es ist seit Beginn eher schlimmer geworden.
    Ich bin verzweifelt, weiß nicht mehr was ich tun soll, mein ganzer Tagesablauf wird von dieser Angst bestimmt, weil irgendwann muß man ja schlafen!
    Meine Familie leidet darunter, vor allem die Kleinen.
    Hat jemand einen Rat für mich???
    Mein Hausarzt hat mit Mirtazapin verschrieben.
    Kennt jemand das Medikament? Wie wirkt es? Wie fühlt man sich dabei? Ist es für meine Angst überhaupt empfehlenswert?
    Bitte, ich brauche dringend Rat.

    Gruß, Suale

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo Suale,

    willkommen im Forum!

    Ja, ich hatte vor nicht langer Zeit Mirtazapin eingenommen, die Dosis war 15mg. Ich bekam das Medikament von einem Psychiater und später regelmäßig von meinem Hausarzt verschrieben, allerdings aus ein wenig anderen Symptomen als Deinen (Depressionen, soziale Phobie und damit verbundener Dauerübelkeit, Schmerzen und Schlaflosigkeit und ein paar mehr). In erster Linie bekam ich es aber wegen den Depressionen und Schlafproblemen. Mirtazapin ist ein schlafförderndes Antidepressivum.

    Wirklich geholfen hat es mir nicht, allerdings ist die schlaffördernde Wirkung sehr hoch (daher immer innerhalb weniger als eine Stunde eingeschlafen und am nächsten Morgen todmüde aufgewacht oder bis in den Nachmittag verpennt) und die Angst ging leicht zurück, da die Einnahme des Antidepressivum eine beruhigende Wirkung auf Körper und Seele hat. Seit ich in Psychotherapie bin (seit fast einem Jahr), habe ich die Einnahme - anfangs eine Tablette pro Abend - immer weiter heruntergesetzt, bis ich nun seit Monaten keine mehr nehme. Nur gelegentlich, vielleicht einmal alle ein bis zwei Monate, nehme ich eine, wenn ich mich besonders schlecht fühle.

    Soviel zu mir - ich hoffe, Du konntest was damit anfangen, denn eigentlich möchte ich ja Dir helfen, anstatt nur aus meiner Seele zu schreiben. Ein Unterschied ist auch, dass ich jetzt erst 20 Jahre jung bin und mit 18 Mirtazapin zu schlucken ist ja freilich nicht die beste Art, einen Menschen zu behandeln, der doch wenigstens rein körperlich keine Defizite hat. Psychotherapie ist besser, auch in Deinem Alter!

    Psychotherapie erfordert viel Eigenwille, Ausdauer, seelische Stärke (d. h. sich mit Dingen zu befassen, die man sonst sehr ungern getan oder verdrängt hat), Mut und die Hoffnung, dass es besser wird. All das wird ein psychisch Angeschlagener natürlich nicht gleich haben, vieles davon fehlt. Es ist daher Aufgabe der Therapie, Dich mit diesen positiven Fähigkeiten zu erfüllen. Dabei machst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit mehrmals Phasen durch, die darauf hinweisen, dass irgendwie alles nur schlimmer wird. In diesen Phasen verlierst Du Dich mehr in Deinen Ängsten, die meist irrational sind, und das ist mehr die Regel als die Ausnahme. Wie der Therapeut selbst ist, spielt bei einer Therapie eher eine zweitrangige Rolle, in erster Linie kommt es nur auf Dich selbst an. Da ich emotional besonders gehemmt bin, stehe ich trotz einem dreiviertel Jahr noch weit am Anfang, den Mut zur Öffnung habe ich bisher nur teilweise erlangt.



    Um Deine Fragen also nun zusammenfassend zu beantworten:

    Zitat Zitat von Suale Beitrag anzeigen
    Kennt jemand das Medikament?
    Ja.

    Zitat Zitat von Suale Beitrag anzeigen
    Wie wirkt es? Wie fühlt man sich dabei?
    Primär hat es eine schlaffördernde Wirkung. Sollte selbst das nicht bei Dir anschlagen, wäre ein anderen Antidepressivum schon geeigneter. Bespreche das am besten mit Deinem Therapeuten oder mit Deinem Hausarzt, auf jeden Fall solltest Du dem Therapeuten Bescheid geben, wenn Du Änderungen vornimmst oder planst. Sekundär stoppt es die Freisetzung von Noradrenalin und Serotonin im Gehirn, wodurch eine depressive Stimmung und Ängste zurückgehen. Dass sie vollständig ausbleiben, ist dabei unwahrscheinlich, aber von Patient zu Patient möglich.

    Zitat Zitat von Suale Beitrag anzeigen
    Ist es für meine Angst überhaupt empfehlenswert?
    Vorübergehend ja. Medikamente - und dazu zählt eben auch das Mirtazapin - bekämpft jedoch die Symptome im Sinne von Unterdrückung, nicht die Ursache. Die Ursache musst Du selbst, natürlich mit der Hilfe des Therapeuten, lösen. Ziehe eine allgemeine Minimierung von Psychopharmaka in Betracht, sobald Du Fortschritte in der Therapie erlangt hast.



    Falls Du noch Fragen hast, egal was, kannst Du sie jederzeit stellen.

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Spiritualpsychologe
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    Standard

    Hallo Suale,


    Mirtazapin ist ausschließlich zur Behandlung von depressiven Erkrankungen es wird
    außerdem zur Therapie der generalisierten Angststörung,bei der sozialen Phobie,
    bei einer Panikstörung,sowie bei Winterdepression und auch Schlafstörungen
    eingesetzt.

    In der ersten Woche wirkt Mirtazapin überwiegend dämpfend auf deine Stimmungslage und den Antrieb.
    In der zweiten Woche ist deine Stimmung immer noch gedrückt,dein Antrieb aber wird schon wieder
    gesteigert sein kann. Die eigentlich erwünschte Stimmungsaufhellung setzt erst nach mehreren Wochen ein.

    Ich würde dir Empfehlen deinen Arzt,bei dem du dich im Moment in Behandlung befindet nach 3 Wochen
    erneut auf zu suchen,wenn sich bis dahin bei dir keine merkliche Besserung eingestellt hat und du dich
    Tagsüber mitunter Müde und Antriebslos fühlst.

    Spreche deinen Arzt dann einmal auf Citalopram an ob er dir dieses Präparat in Kombination
    mit Mirtazapin verordnen kann,da Citalopram dir Tagsüber den nötigen Antrieb gibt und
    Martazapin an Abend dich in den Schlaf wiegt.Gegebenfalls wird dein Arzt dir auch
    ein ganz anderes Präparat verschreiben und Mirtazapin dann absetzen.

    Citalopram wird oft wegen der stimmungsausgleichenden Wirkung zur Behandlung von depressiven Erkrankungen
    sowie mit emotionaler Instabilität verbundenen Erkrankungen eingesetzt.Es kann außerdem zur Behandlung von
    Zwangsstörungen eingesetzt werden und weiterhin kann es zur Behandlung von Panikattacken und Posttraumatischer
    Belastungsstörung benutzt werden.Bei Depressionen tritt die stimmungsaufhellende Wirkung nach etwa zwei Wochen ein,
    jedoch entfaltet sich die volle Wirksamkeit wahrscheinlich erst nach zwei bis vier Wochen andauernder Behandlung.

    Welches Präparat für dich am besten geeignet ist kann natürlich nur dein Arzt beurteilen,
    dies hier sollte lediglich eine Anregung darstellen,die man einmal in Betracht ziehen könnte.

    Alles Gute für Dich und deinen Weg

    Lg Christian
    Geändert von Spiritualpsychologe (17.03.2012 um 18:05 Uhr)
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    (¯`• ´¯) Glaube NIE dass DU unwichtig und allein bist.
    `• .,(¯`• ´¯) JEDE SEELE hat ihren Sinn,Platz und ihre Kraft
    (¯`• ´¯).• ´ .....Wenn es DICH nicht gäbe,wäre das Leben
    `• . , .• ´ einiger Menschen leer,denn du bist einzigartig
    ¤*¨¨*¤.¸¸.¤*¨¨*¤.¸¸. ¤*¨¨*¤.¸¸.¤*¨¨*¤.¸¸. ¤*¨¨*¤¤*¨¤

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