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Thema: Drogenentzug / Therapie - wie kann ich helfen?

  1. #1
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    Frage Drogenentzug / Therapie - wie kann ich helfen?

    Ich suche auf diesem Weg Menschen, die Erfahrungen haben mit Angehörigen oder Partnern die "süchtig" sind oder waren.

    Wie habt ihr diese Personen begleitet, ihnen geholfen, sie vielleicht dazu bewegt sich in Therapie zu begeben?

    Funktioniert das überhaupt?

    Konkret geht es mir um meinen Ex-Partner, der sich nach fast 20 Jahren von mir getrennt hat, aber auch den Kontakt zu mir nicht abbrechen will. Er ist in eine Gesellschaft geraten, in der es zum Alltag gehört, Alkohol, Gras, Koks, Speed und wer weiss, was sonst noch zu konsumieren. Und da er meiner Meinung nach ein labiler Mensch ist, läßt er sich, auch um Probleme zu überspielen, überreden auf diese "Lösungen" zurück zu greifen. Er ist noch nicht total abgestürzt (zB er geht noch arbeiten und hat Tage ohne Drogen), sag ich mal, und da unser Kontakt noch da ist und auch noch viel Liebe, denke ich es ist an der Zeit zu helfen, um nicht alles schlimmer werden zu lassen. Leider hat er so gut wie den Kontakt zu unseren früheren gemeinsamen Freunden abgebrochen bzw will von diesen offensichtlich keine Hilfe.

    Es wäre schön, wenn es hier Menschen mit Erfahrungen im Umgang mit süchtigen Partnern oder aber eigenen Drogenerfahrungen gäbe, die mir Tipps geben könnten, wie man sich in so einer Situation am besten verhalten kann!

    Danke schon mal, Anna

  2. #2
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    Wenn er das Zeug nicht täglich nimmt, ist er schlicht und ergreifend nicht Süchtig. Eine Sucht besteht erst dann, wenn man ein Mittel in regelmäßigen Abständen braucht.

    Und bei so einem Fall hilft nur eins: "Bullen auf den Hals hetzen". Ist zwar wirkungsvoll, wird er Dir aber niemals verzeihen.

    Mfg. Irina

  3. #3
    Moderator Avatar von phel
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    Hallo *Anna*!

    Die meisten 'Abhängigen' besiegen ihre, sogenannte, "Sucht" alleine - weil sie irgendwann, so plump es sich auch anhören mag, einfach den Konsum einstellen. ( natürlich nicht "so einfach", denn auch hier sind die eigentlichen Beweggründe, die hinter diesem Entschluss stehen, viel tiefgreifender )

    Bei "gewöhnlichen" Konsumenten soll das, und das kann ich bestätigen, ganz ähnlich sein - mit dem Vorteil, dass die befürchtete 'Abhängigkeit' nie erreicht wird.

    Eine feste Arbeit ( wenn nicht, aufgrund des Konsums, durch Probleme gefährdet ), und Tage ohne Drogen ( wenn nicht, mit Schweißausbrüchen, Schüttelfrost und/oder Fieber im Bett ), sprechen für eine momentane, eventuell negativ belastete, aber vorerst neutrale Position.

    Intensive Beratung, und ein offenes Ohr, bietet die örtliche Drogenhilfe / Suchtberatung / Suchthilfe / etc. ... - eventuell hat deine Stadt auch einen eigenen Fachbereich.

    Alles Gute!
    Geändert von phel (24.11.2011 um 01:37 Uhr)

  4. Der folgende Benutzer bedankte sich bei phel für den sinnvollen Beitrag:

    *Anna* (24.11.2011)

  5. #4
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    Hallo Phel,
    ich fand deine Antwort etwas konstruktiver als die von Irina (sorry Irina..). Ich war heute bei der Drogenberatungsstelle und habe mich informiert. Das war wirklich hilfreich. Allerdings geht man dort schon viel eher von einer Abhängigkeit aus, da es nicht darum geht wie oft man was nimmt, sondern eher warum, nämlich um einen bestimmten Zustand zu erreichen bzw. zu vermeiden (Joint zum runter kommen, Koks um den Gemütszustand zu heben usw...) und das man es irgendwann nicht mehr schafft anders zu handeln. In Zeiten in denen es einem sowieso gut geht, braucht kaum einer Drogen (mit wenigen Ausnahmen), aber es geht ja darum, dass man nicht mehr schafft zB ohne den Joint zu entspannen oder nur Spaß haben kann indem man sich aufputscht. Was für mich ganz wichtig war, ist zu erkennen, und da gebe ich dir Recht, dass derjenige der konsumiert, es nur selbst erkennen und schaffen kann, ohne zu leben. Als Lebenspartnerin bin ich mit meiner Vorgeschichte (Alkoholabhängiger Vater) leider in eine Art Co-Abhängigkeit geraten und muss selbst daran arbeiten, da mein bisheriges Verhalten seines nicht geändert, sondern im Zweifel nur verstärkt hat (Helfer-Sydrom). Wie gesagt, werde erstmal an mir selber arbeiten.
    Man wird es sehen. LG
    Geändert von *Anna* (24.11.2011 um 22:01 Uhr)

  6. #5
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    Jetzt bin ich aber beleidigt donnerwetter.

    Ne, selbst ich finde Phels antwort besser. Aber die Bullen "auf den Hals hetzen" bringt schnell Ernüchterung. Du musst ja Deinen Namen nicht verraten.

    Mfg. Irina

  7. #6
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    Ich habe Erfahrungen mit der Behandlung von Suchtkranken.

    Es gibt eine Trauma-Therapie, die (inzwischen auch in Deutschland) zur Behandlung von Suchterkrankungen zugelassen ist.

    Sie heißt EMDR und wird in Deutschland nur sehr spärlich angeboten.

    Hintergrund ist, dass in vielen Studien festgestellt wurde, dass ausnahmslos ALLE Suchtkranken traumatische Erfahrungen aufweisen.

    Sucht - egal, ob durch Alkohol, Drogen oder Medikamente - ist das Bestreben des Betroffenen, sein erlittenes Trauma zu bewältigen. Der richtige Weg mit den falschen Mitteln...

    So wird international EMDR angewendet, um das Trauma desjenigen zu beseitigen. Die Sucht kann dann durch Entzug beseitigt werden. Die Rückfallquote ist aber sehr gering, weil der GRUND für das Suchtverhalten entfallen ist.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Dieter für den sinnvollen Beitrag:

    *Anna* (27.11.2011)

  9. #7
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    Danke Dir für Deine Antwort, EMDR ist mir ein Begriff und es gibt auch hier bei mir in der Stadt Therapeuten, die diese Therapieform anbieten. Werde mich diesbezüglich weiter erkundigen. LG

  10. #8
    Neuling Avatar von fee78
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    Hallo Irina!

    Allein der Konsum ist nicht Strafbar! Wie soll eine menge Stress und Ärger einem Konsumenten da helfen?

    Und einem Freund helfen sieht für mich etwas anders aus.Da tun mir Deine Freunde ja schon fast leid....

    An Anna:

    Ich finde es super das Du Dir soviel Mühe und Gedanken machst!!!
    Auf eine Freundin wie Dich kann man stolz sein!!!
    Aber geb bitte auch auf Dich acht!!!!
    So gut wie Du Dich informiert hast,weisst Du sicher was ich meine!

    Viel Erfolg!!! Ich schick Euch ein Engelchen!!!

    Liebe Grüsse
    Fee :-)
    Jeder sieht, was Du scheinst.
    Nur wenige fühlen,
    wer & wie Du wirklich bist!!!
    .•´¸.•♥*¨) ¸♥.•*¨)
    ………(¸.•´♥ (¸.•´ ♥.•´


  11. Der folgende Benutzer bedankte sich bei fee78 für den sinnvollen Beitrag:

    *Anna* (27.11.2011)

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