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Thema: Dunkelheit und Paranoia

  1. #1
    Neuling
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    Rotes Gesicht Dunkelheit und Paranoia

    Hallo~
    ich habe dieses Forum gefunden und fand es hier ziemlich interessant und wollte nun auch mal einen beitrag machen, da ich seit meiner Kindheit ebenfalls ein Problem habe, was mir aber ziemlich peinlich ist. Mittlerweile bin ich 20 und diese Ängste sind immer noch da.
    Ich habe nicht wirklich Angst im Dunkeln. Es ist sogar so, dass ich in meinem Freundskreis als mutig gelte, da ich diejenige bin die Abends alleine durch den Wald geht um zu einer Freundn zu kommen, oder das ich es bin die Nachschaut wenn von irgendwoher ein Geräusch kommt und sonst keiner traut nachzuschauen. Deshalb ist es umso seltsamer das ich manchmal echt richtige panickattacken bekomme, vom schweißausbruch bis zum zittern.
    Dies passiert meist Abends, wenn ich einschlafen will und das Licht ausmachen will. Sobald alles dunkel ist, krieg ich echt Angst. Da ist es egal ob noch jemand anderes bei mir Schläft oder ich alleine bin. Und ich habe auch keine Angst vor irgendwelchen Mördern oder sowas, ich habe Angst vor ... gott das ist mir wirklich peinlich, aber ich habe Angst vor Zombies und vorallem vor Werwölfen. Ich weiß nicht woher diese Angst vor Werwölfen kommt, aber diese habe ich schon ewig, obwohl ich mich nie mit sowas beschäftigt hatte. Ich habe Alpträume, über Werwölfe und ... Abends habe ich sogar manchmal Angst vor meinem eigenen Hund, wenn er mich anstarrt und ich echt denke das er mich gleich anspringt. Ich meine das ist doch nicht normal. Ich habe mich mit dem Thema auch schon auseinandergesetzt, habe mich informiert, also über Werwölfe, aber das weder etwas an meiner angst geändert noch verschlimmert.
    Als Kind habe ich mir manchmal sogar eingebildet, leuchtende Augen zu sehen und habe ewig bei meiner Mutter im Bett geschlafen. Ja sogar noch mit 16 habe ich ab und zu bei ihr geschlafen, wenn ich mal wieder so nen tollen traum hatte~.
    Allgemein scheine ich eine tolle Phantasie zu haben. Als meine Mutter starb, habe ich mir manchmal eingebildet sie würde neben mir stehen und manchmal habe ich ihre Stimme gehört(das hat sich allerdings gelegt als ich aus meinem Elternhaus ausgezogen bin).
    Ich habe noch nie jemanden was von dieser Angst erzählt. Es fällt mir im Internet einfach leichter, weil mich hier ja keiner persönlich kennt x''D

    Auserdem finde ich es, wie gesagt grotesk das ich eigentlich ziemlich mutig bin und dann Angst vor etwas habe was eigentlich garnicht existiert.
    Zu dem ding mit dem Wald sollte ich noch sagen, dass ich davor komischerweise garkeine Angst habe. Im Gegenteil, ich fühle mich da sogar sicherer als in meiner eigenen Wohnung, was wohl daran liegen könnte das ich früher oft in den Wald geflüchtet bin wenn es mal wieder streit gab oder sowas.
    Aber die Sache mit meinem Hund macht mich echt nervös, ich liebe ihn und ich könnte ihn meinen blutenden Arm in den Rachen halten, er würde nicht zubeißen. Aber es gibt eifnach diese Momente, da habe ich echt Angst vor ihm, wenn er mich so seltsam anstarrt.

    Ja~ ich hoffe das war nicht zu verqueer xX und jemand versteht was ich hier versuche zu sagen~

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Rhys,

    erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum

    Schön, dass Du den Mut gefunden hast, hier über die Dinge zu sprechen! Mach Dir keinen Kopf, dass da jemand auf Dich herab grinsen könnte - diejenigen, die sich selbst schon mit Ängsten und deren Ursachen und Wirkungen herumgeplagt haben, wissen, welch irrationalen Bilder da hochkommen können

    Dich zu Deinen Ängsten bekennen, sie Dir selbst einzugestehen - der wichtigste und schwerste Schritt ist doch jetzt bereits gemacht ...

    Wünsch Dir viele gute Antworten und einen regen Austausch!


    lg

  3. #3
    Verleger Avatar von Natz
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    Hallo Rhys!
    Du wirst es nicht glauben aber auch ich hatte als Kind bis weit in die Zwanziger Angst vor Werwölfen. Ich denke, bei mir lag es daran (und daran kann ich mich noch gut erinnern) dass ich als Kind die Bravo aufgeschlagen habe und da eine Reportage über "American Werwolf" drin war. Alles, was ich dann in irgendwelchen Zeitschriften in der elterlichen Wohnung ab und zu gefunden habe, musste ins Klo gespült werden. Filme durften sich nicht in meiner Nähe befinden, wenn ich abends ins Bett ging.
    Und auch als ich schon längst erwachsen war, konnte ich mir keinen Film alleine anschauen, allerdings alles andere, egal wie gruslig oder schlimm-schon seltsam. Mittlerweile habe ich diese Angst nicht mehr aber habe mir auch oft gedacht, wieso ausgerechnet Werwölfe Die Werwölfe sind nun mal in ihrem Mythos ziemlich animalisch und zerfleischen alles, was ihnen in die Quere kommt-nix Draculazähnchen Vll. ist es ja auch die Angst vor der eigenen Agressivität und der Dunkelheit in einem selbst.

    Das fand ich ganz nett hier http://forum.grenzwissen.de/showthread.php?t=2482

    Und der letzte Absatz ist ja wirklich mal interessant-muss ich mir selbst mal durch den Kopf gehen lassen...

    In der "Geschichte einer infantilen Neurose" analysiert Siegmund Freud den Fall eines "Wolfsmannes", dessen Kannibalismus durch Regression von einer höheren Stufe her in der Angst vor dem Wolf zum Vorschein gekommen ist. Bei der Angst, vom Wolf gefressen zu werden, handelt es sich unbewusst um die infantile Angst, vom Vater koitiert zu werden.
    Der Psychoanalytiker Karl Abraham sieht deshalb im Phänomenen wie Lykanthrophie und Wolfsphobie einen deutlichen Verweis auf die frühe kannibalische Entwicklungsstufe der menschlichen Libido.
    Geändert von Natz (08.06.2010 um 17:17 Uhr) Grund: Link
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  4. #4
    Neuling
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    Ich bin auch jemand der gerne Horrorfilme schaut und auch noch bei den fürchterlichsten Slatterszenen einschlafen kann x''D.
    Wobei ich nicht genau weiß ob es die angst ist, von diesem Werwolf gefressen zu werden, als mehr diese, dass es einfach total ungewiss ist. Ich habe eigentlich keine Angst vor dem Tod, ganz ehrlich. Mich könnte man als psychisch wohl ziemlich krank betieteln. Ich hatte früher Selbstmordgedanken, heute ab und zu auch noch. Wurde als Kind zu verschiedenen Psychatern geschickt, immer von der Schule aus.
    Diesen Text, sorry haltet mich bitte nicht für dumm xx, kapier ich iwie net wirklich. Heißt das ich bin in irgendeienr weise ein Kanibale? Ich meine ich bin Vegetarierin x''D und neige eigentlich auch nicht zur gewalt oder zu agressionen. Allerdings bin ich auch nicht der Typ der alles in sich hineinfrisst, zumindest nciht überall.
    Und das mit dem Vater ... ganz ehrlich, ich hatte nie einen richtigen Vater. Mein Stiefvater war ständig arbeiten und joah, von daher ^^''
    Und wie gesagt, es ist nciht wirklich die angst aufgefressen zu werden. Es ist, ich lasse Abends z.b. immer den Fernseher laufen weil, sobald es dunkel wird, oder sogar wenn ein nachtlicht leuchtet oder die tür nur einen spalt weit auf ist(so wies meine mutter früher oft versucht hat) habe ich dieses ungewisse gefühl das da iwas ist. Das es vielleicht sogar genau neben mir steht und das beunruight mich ungemein. Und wenn ich dann auch noch anfange iwelche geräusche zu hören oder mir vielleicht auch einzubilden, isses vorbei dann kann ich die ganze nacht nicht mehr schlafen, da helfen auch keine Schlafmittel wie ich sie mal verschrieben bekommen habe~

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