Angst ist irrational, lähmend - es gibt kein Patentrezept, um mit der Angst fertigzuwerden. Man kann nur versuchen Angst nicht zuzulassen. Könnte das gehen?
Mal untersucht, wie das bei der ersten wichtigen
Prüfung, nämlich beim Abitur oder einer anderen entscheidenden schulischen Leistungsmessung aussehen könnte. Man hat gelernt, wochenlang zusätzlich, gepaukt, Druck von Eltern und anderen wohlmeinenden Leuten gehabt. Ergebnis: Angst vor dem Versagen "was sollen denn die Eltern, Tanten, Onkel etc. etc. etc. sagen".
Also sind diese "Anreize" total kontraproduktiv.
Wie wäre es denn, wenn man sich selbst sagt:
Also, ich habe gelernt, meinen Stoff "intus". Ich gehe ganz ruhig in die
Prüfung. Mit leerem Kopf (wichtig!). Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, denn die Antworten auf die gestellten Fragen kenne ich, da ich nicht blockiert bin, mein Kopf leer ist, liefert mir mein Gedächtnis die Antworten von selbst. Ich muß ganz ruhig bleiben, es kann mir eigentlich nichts passieren.
Das "Ruhigbleiben" vor und in einer
Prüfung kann man vorher üben, wenn man sich vorstellt, wie der Ablauf, der Rahmen dieser
Prüfung sein könnte. Und dann vorher die Nächte ruhig schlafen. Geht nicht? Baldrian hilft, wirkt Wunder, auf gar keinen Fall irgendein Schlafmittel, das betäubt nur und bringt keinen Erholsamen Schlaf.
Und dann in der
Prüfung = Ergebnis nicht wie gewünscht? Na und? Was kann schlimmstenfalls geschehen? Wenig, man wiederholt die
Prüfung nach einem gewissen Zeitraum nochmals. Man hat wahrscheinlich Fehler gemacht, über diese denkt man nach, findet den richtigen Weg zum Ziel und vergißt ganz schnell die Fehler. Nicht daran denken: Ich darf keinen Fehler machen, sondern daran denken: Ich konzentriere mich voll auf den richtigen Weg. Das kann man üben und zur eigenen Grundhaltung machen. Zweifel? Na dann zwei kleine Beweise:
Man hat bereits ganz früh gelernt mit Messer und Gabel umzugehen. Dieser Vorgang hat sich eingeprägt, das Gehirn ist sozusagen darauf programmiert. Kein Mensch wird beim Essen daran denken, daß er sich in die Wange pieken könnte. Richtig?
Man hat gelernt Auto zu fahren. Man sucht automatisch (weil programmiert) den richtigen Weg auf der Straße, man geht automatisch Hindernissen aus dem Weg, man muß darüber nicht mehr nachdenken. Richtig? Alternativ für diejenigen, die noch nicht Auto fahren, gilt das Gleiche für das Radfahren. Richtig?
Und nun meine Frage: Warum sollen wir diesen Automatismus, nämlich die Konzentration auf richtige Wege und positive Verhaltensweisen nicht auf alle Lebenslagen anwenden - so auch vor
Prüfungen?
Ich erteile keine Ratschläge und will nur zum Nachdenken anregen, und sei es nur darum, daß man neugierig ist und versucht das mal zu probieren.
Was ich hier geschrieben habe ist eine Kurzfassung, man kann noch sehr viel hierzu sagen - tu ich gerne, Falls Interesse besteht. Ich bin kein "Plüschiater" Und kein "Plüschologe". Ich stehe gesund und munter, angstfrei, seit vielen Jahren mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Beinen (ich glaube es sind zwei) auf dem Boden. Ganz fest, fröhlich und unfrustriert. War das immer so? Natürlich nicht, ich habe mir das auch erarbeitet. Neugierig habe ich die Literatur durchforscht, ob irgendein ein kluger Kopf hierzu etwas geschrieben hat. Und da wurde ich im Laufe der Jahre fündig.
So, das war es für heute. Vielleicht konnte ich der einen oder dem anderen Mitleserin/Mitleser einen kleinen Denkanstoß geben....
Titus -