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Thema: Ehe zu Ende oder noch Hoffnung

  1. #1
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    Standard Ehe zu Ende oder noch Hoffnung

    Hallo
    ich bin seit 11 Jahren verheiratet und kennen uns seid 12 Jahren. mein Mann ist eigentlich ein liebenswerter Mensch. Allerdings hat er Morbus Bechterew mit aggressivem Verlauf, so das er 2002 auf Valoron eingestellt wurde. Seither ist er süchtig und erlebe es Ohnmächtig Tag für Tag mit. Sein Verhalten drückt sich so aus: plötzliche Agressionen, Depressiv, an Unterhaltung nur mit Lallen, aufmerksamkeit lässt nach, Lustlos da sitzend und nur Fernsehen schauen. Das ganze geht nun seid 2002. Er bricht sein versprechen und weiß das er es sich mit einem Entzug schwer tut, in dem er Silvesterabend sich jemand geöffnet hat und sagte: wenn ich sie absetze habe ich mehr Epileptische Anfälle als ohne, deshalb muss ich sie weiter nehmen!! Dadurch das er den ganzen Abend schlechte Laune hatte, habe ich einenfolgend schweren Fehler gemacht,mich selbst betrunken und frust raus gelassen. Dabei ist es passiert das ich einen Mann geküsst habe, was mir vorher nie passiert ist. Ich weiß das sich etwas verändern muss, aber ich komme da an ihn nicht ran.
    Ich liebe ihn wirklich und möchte doch nur, das er es schafft ohne die Tabletten aus zu kommen, denn der Bechterw hat den Rücken voll versteift und Rückenschmerzen sind kaum noch vorhanden. Was mir mehr zu schaffen macht, das ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll, ich möchte ihn nicht verlieren. Er sagte mir das ich ein Problem mit Alkohol hätte wegen Silvesterabend. Tatsächlich trinke ich vielleicht 2 - 3 mal was mit Freunden im Jahr, aber sonst kein verlangen danach, eher habe ich Angst davor, Frusttrinker zu werden. Nur wie gehe ich mit ihm um? ich hatte letztes Jahr eine Therapie begonnen und beim dritten Besuch abgebrochen, da der Therapeut mir sagte, ich solle mich von ihm trennen, denn er hätte ein Problem nicht ich. Diese art von Therapie brachte mir garnichts, höchstens das eine Scheidung in Frage gekommen wäre, aber gerade das möchte ich nicht, ich möchte ihm helfen sein Problem in Griff zu bekommen und habe die hoffnung noch nicht aufgegeben.

  2. #2
    Gast784
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    hallo Maria,

    zuallererst, der Vorfall an Silvester ist zwar tragisch und alles andere, als "politisch korrekt", doch ich finde nicht, dass Du Dich deshalb jetzt selbst "geiseln" solltest. Und Dein Problem ist auch nicht, wie Du selbst sagst, der Alkohol. Sondern die immense Disbalance zwischen euch. Nämlich, dass die Aufmerksamkeit, die Kraft und Energie, die normalerweise Du als Partner bekommen würdest, der Krankheit zufällt und zwar von euch beiden.

    Noch dazu hilft Dir niemand dabei, wie Du als Angehörige damit umgehen kannst. Und das ist das, was mich sehr befremdet und wo ich auch nicht glaube, dass das so sein muss.

    Kannst Du nicht mal mit dem Arzt Deines Mannes sprechen, oder in einem guten Klinikum nachfragen, was es für Möglichkeiten für Dich als Angehörige eines Schwerkranken gibt, mit der Situation umzugehen? Zumindest sollte der Arzt, der die Medis verschrieben hat, mit Dir auch mal ein Aufklärungsgespräch führen, was das für EUCH sozial bedeuten kann.

    Vll gibt es Selbsthilfegruppen und Stellen, die umfassendere Infos über die Krankheit und ihre Behandlungsmethoden liefern. Das wichtigste jedoch ist, dass Du nicht allein bist, sondern Beachtung und Verständnis bekommst.
    Dein Mann bekommt das ja zumindest von der medizinischen Seite. Aber Du bekommst das von keiner Seite. Das muss aber nicht so bleiben.

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    maria1934 (02.01.2011)

  4. #3
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    Hallo gabiannarele,

    danke für deine Antwort. Ja ich stehe hier im Regen alleine. Der Arzt der ihn behandelt steht eh in der Zwickmühle zwischen zwei Stühlen von uns.
    Wir haben beide schlechte Erfahrungen mit der Vergangenheit gemacht und ich weiß das er seine Mutter hasst, das bekomme ich zwischendurch zu spüren, das ich dann sage; ich bin nicht deine Mutter. Er stammt aus einer Vergewaltigung und seine Mutter hat es immer ihn spüren lassen. In seiner ersten Ehe hat seine Ex ihn betrogen und ihn Finanzell ruiniert, so das heute noch Zahlungen offen sind und er Privat Insolvenz beantragt hat.
    In all den Jahren habe ich mich um die Finanzen gekümmert und ihm viel Schriftverkehr abgenommen. Von den anfänglichen Fehlern als seine Krankheit voll ausbrach ganz zu schweigen, diese kamen Zustande als ich keine Informationen hatte zu der Krankheit.
    Er kann so schlecht kommunizieren, so das ich eher Bescheid weiss das ich einen Fehler mache. Wir könnten eine so glückliche Familie sein, nur er muss auch daran arbeiten. Sex geht bei uns garnicht mehr, wo ich manchmal das Gefühl habe das es nicht mehr geht bei ihm.
    Manchmal ist es so das ich Panik vorher bekomme, wenn etwas gemacht werden muss und muss ihn aber darauf ansprechen, er fühlt sich dann angegriffen. Seine Epilepsie rührt von den Medikamentenmissbrauch her, er hatte einen kalten Entzug gemacht als ich mich vor 3 Jahren schon einmal von ihm trennte. meine Eltern sind zu Alt und Krank um mit Ihnen zu reden. Gemeinsame Freunde haben wir nicht, da er selbst nicht raus geht.
    Mit der Disabalance hast du recht, ich würde alles dafür geben um es in die Reihe zu bekommen, auch fällt mir in letzter Zeit auf, das er sich heimlich vor dem Spiegel stellt und sich betrachtet. Er ist mehr nach vorne gegangen kleiner Buckel zeigt sich und wenn wir Unterwegs sind, nehme ich aus Trotz seine Hand, weil ich weiss das die Menschen aufgrund seiner Behinderung ihn deshalb so ansehen.
    Ich bin in einem Forum für Morbus Bechterew Betroffene, nur sind es fast alles selbst Betroffene und als Angehöriger schweren Stand hat, da bekomme ich keine rechte Hilfe. der mich verstanden hatte, ist mittlerweile plötzlich verstorben, somit hält mich dort nichts um zu bleiben.
    Ich selber war 3 Jahre gefesselt von einer Krankheit ( Gleichgewichtsstörungen ), es ist nicht so das ich es nicht verstehe. Auch was unsere Trauer betrifft, konnte ich es nicht richtig raus kommen lassen. Meine Großmutter, meine Cousine und mein Bruder verstarben innerhalb von einem viertel Jahr. In dieser Zeit bin ich nur ein Glaskasten gewesen, die sich bewegt und nur Funktionierte als Maschine, heftig ist dann nur das keiner da ist.
    Nur welche Möglichkeiten gibt es noch ihn langsam zum Entzug zu bewegen, er muss es selbst wollen ohne dem hat es keinen Sinn!?
    Eine Beratungsstelle werde ich morgen in Angriff nehmen.

    Lg. Maria

  5. #4
    Gast784
    Gast

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    Niemand kann ihn natürlich zu einem Entzug zwingen. Weiss denn der behandelnde Arzt von dem Medikamentenmißbrauch?

    auch fällt mir in letzter Zeit auf, das er sich heimlich vor dem Spiegel stellt und sich betrachtet. Er ist mehr nach vorne gegangen kleiner Buckel zeigt sich und wenn wir Unterwegs sind
    dazu fällt mir nur noch ein, dass er dem durch (angeleitetes) Krafttraining insofern entgegen treten kann, indem er verstärkt die senkrechte Achse trainiert. Das verhindert natürlich nicht die Versteifung, lenkt sie aber etwas. Macht er denn sportlich was? Könnte ihm vll zudem ein besseres Wohlgefühl verschaffen.
    Geändert von Gast784 (02.01.2011 um 22:50 Uhr)

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    maria1934 (02.01.2011)

  7. #5
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    ich kann es leider nicht sagen da er mir nicht sagt welcher Arzt es ist.

    Krankengymnastik macht er nicht mehr. Das nächste was bei ihm ist, seine Hüfte ist stets entzündet. Bisher hatte er 3 Orthopäden aufgesucht und alle weigerten sich ihn zu operieren da er noch zu jung wäre.
    In dieser Hinsicht kann ich verstehen das er keinen weiteren Arzt aufsucht. Mit jedem Besuch ist er positiv dran gegangen und zum Schluss mit widerwillen.

    Ich selber habe eine Beratungsstelle gefunden und werde morgen direkt Kontakt aufnehmen. Einer von uns muss Fit bleiben denn ich pflege meinen Vater noch zusätzlich und mein ältester Sohn leidet selber unter Depressionen seit dem Kosovo Einsatz. Verwandschaftlich habe ich nur noch meine Eltern, da meine Großmutter, Cousine und Bruder innerhalb eines viertel Jahres verstorben sind an Krebs. Auch dieses habe ich noch nicht ganz verarbeitet da es erst gute 10 Monate her ist.

  8. #6
    Gast784
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    Maria, da hast Du echt immens viel zu tragen. Ich wünsche Dir viel Glück und die richtigen Leute in der Beratungsstelle. Pass auf, dass Du Dich selbst nicht aus den Augen verlierst.

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    maria1934 (02.01.2011)

  10. #7
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    Ich habe jetzt nicht so viel Zeit und konnte nicht alle Beiträge zudiesem Thema lesen.
    Aber liebe Maria. Ich habe ein Forum für diese Krankheit gefunden und möchte es dir nicht vorenthalten. Vielleicht kannst du dort etwas in erfahrung bringen, welche Methoden der Behandlung es noch so gibt, oder so.
    Vielleicht hilft es dir ja ein wenig weiter.

    http://www.bechterewforum.de/

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