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Thema: Eifersucht

  1. #1
    Neuling
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    Standard Eifersucht

    Hallo,
    habt ihr eigentlich Probleme mit Eifersucht? Ich finde das völlig normal, wenn der Mann eifersüchtig wäre. An für sich zeugt Eifersucht ja meistens von Verlustsängsten oder schlechten Erfahrungen, aber ich kann damit sehr gut umgehen. Im Gegenteil kann ich mit Menschen nichts anfangen, die keinerlei Eifersucht zeigen.

    In gewisser Weise empfinde ich das Verhalten der Eifersucht schon als Liebesbeweis, es muss nicht absolut krankhaft sein, sodass man bei Blicken schon komplett ausrastet und den Partner totschlagen würde, wegen eines Blickes, aber ihr wisst ja sicher wie ich das meine.

    Wie sehen eure Erfahrungen darin aus?

  2. #2
    Eliza_Day
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    Eifersucht weckt bei mir Trotz. Ich komm damit gar nicht klar. Es gibt genug andere Möglichkeiten, einander Liebe und Zuneigung zu zeigen.

    Selbst bin ich ein bisschen eifersüchtig und das nervt mich total. Wird aber weniger
    Ich denk mir immer so, dass man eh nichts machen kann, wenn man betrogen wird. Da stimmt was in der Beziehung nicht und Eifersucht macht das sicher nicht besser.

    LG

  3. #3
    Neuling Avatar von Pusteblume73
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    Eifersüchtig bin ich auch, dazu stehe ich auch. Zurück zuführen ist es darauf das ich noch nie einen Menschen den ich meiner Meinung nach geliebt habe, für mich alleine hatte(Ex-Freund/ Ex-Mann) jetzt hab eich einen Mann an meiner Seite für den Treue an erster Stelle neben Vertrauen steht. Und dennoch habe ich angst ......
    Pusteblume73

  4. #4
    Roman Verfasser
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    Ich kann hingegen mit Eifersucht nichts anfangen und kann Elizas Satz nur zustimmen: Es gibt andere Wege, sich ZUneigung zu zeigen.
    Wenn ich eifersüchtig bin stimmt am Vertrauen was nicht.
    Man sollte jedoch versuchen, jedem Menschen eine Chance zu geben, und nicht den einen für die Fehler eines anderes betrafen.

    Wenn ein Mann eifersüchtig ist, weil seine Ex ihn betrogen hat, komme ich damit gar nicht gut klar.
    Zum Glück sind mein Partner und ich beide nicht eifersüchtig - wäre bei einer Wochenendbeziehung auch zum Scheitern verurteilt.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Kaja für den sinnvollen Beitrag:


  6. #5
    Prosto pot Villete
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    Ich finde Eifersucht total akzeptabel bis zu einem gewissen Grad und teilweise auch nötig... ich merke teilweise nur am Eifersuchtsgefühl das ich überhaupt einer Person zugeneigt bin trotzdem bin ich in der Lage recht "offene" Beziehungen zu führen.

    Ich glaub ich sehe das sehr gestalten weil ich mal extrem eifersüchtig war und das nu auf fast gar keine Eifersucht mehr beschränkte habe

  7. #6
    Neuling Avatar von gemeingefährlich
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    Eifersucht ... Ein merkwürdiges Thema. Insofern merkwürdig, weil ich manchmal das Gefühl habe, daß da die Definitionen auseinandergehen. Ich gehe einfach mal davon aus, daß diese Empfindung insofern alle gleich empfinden, als daß sie ein Unwohlgefühl bei der Vorstellung (oder gar der direkten Sichtung) des Kontaktes eines Partners zum anderen Geschlecht empfinden, der zu einer Art Befürchtung führt, der Partner könne sich in die betreffende Person verlieben oder das werden, was einige Leute als "untreu" bezeichnen würde.

    Bevor ich dazu etwas Persönliches sage, hier etwas Grundsätzliches: Natürlich gibt es da extreme Abstufungen, aber es wäre eventuell hilfreich, sich klarzumachen, daß man kein naturgegebenes "Anrecht" auf seinen Partner hat. Eifersucht ist auch eine Form von "Kontrollwille" und beinhaltet auch die Erhebung eines Besitzanspruches, der in manchen Beziehungen sogar so weit geht, daß Masturbation als ganz böse gilt, man also selbst über das Kopfkino des Partners Kontrolle auszuüben versucht.
    Eine Partnerschaft ist in der Regel nichts anderes als ein stiller Kompromiß, wesentliche Teile seines Lebens und seiner Entwicklung für eine Zeit lang zu teilen, weil die positiven Erlebnisse die damit unweigerlich verbundenen negativen Einschränkungen überwiegen. Der Versuch, jemanden "besitzen" und ihn kontrollieren zu wollen, halte ich für irreführend und denke nicht, daß er mit "Liebe" im eigentlichen Sinne etwas zu tun hat - aber vielleicht wird das in einer Welt, in der Vögel in enge Käfige gesperrt werden, auch tendentiell gerne vergessen.

    Wer einen anderen nur kontrollieren, über ihn bestimmten, seiner mächtig werden will, der sucht einen relativ willenlosen Sklaven - keinen Partner. Und er liebt auch nicht, weil er in einer Verbindung den Partner nur so lange schätzt, da er sich den ihm auferlegten Sanktionen unterwirft und sich so verhält, wie der kontrollwillige Partner es wünscht.

    Ich selbst war in einigen Beziehungen in der Teenagerzeit sehr eifersüchtig. Meiner selbst vollkommen unbewußt, bin ich einige Zeit lang davon ausgegangen, daß es nun mal eben so sei. Jetzt im Nachhinein weiß ich, daß es immer Ursachen für diese Eifersucht gegeben hat, die in dieser Beziehung lagen. Daß es mindestens eine Motivation gab, an der Richtigkeit meiner Gefühle oder die meiner Partnerin mir gegenüber zu zweifeln, die sich eben in einer starken und quälenden Eifersucht geäußert hat.

    In einer - zumindest aus meiner Sicht - sehr guten Beziehung habe ich gemerkt, daß dieses Problem offensichtlich nicht mit mir zusammenhing. Ich war nicht eifersüchtig, weil ich mir 1.) sehr sicher der Gefühle meiner Partnerin mir gegenüber war und wir 2.) eine sehr stabile kommunikative Ebene hatten (zumindest zu diesem Zeitpunkt).

    Es gab sicherlich Situationen des Zweifels - weniger an den Gefühlen ihrerseits, sondern mehr daran, wirklich der "Richtige" für sie zu sein. Besonders prägnant ist mir eine Situation in Erinnerung, in der sie mit ihrem Auto Probleme hatte (es sprang nicht mehr an), und ich sehr hilflos daneben saß (keinen Führerschein und kein Interesse an Autos und ein absoluter Technikdepp); Hilfe nahte dann von einem sehr freundlichen, sehr großen, sehr durchtrainierten und sehr schönen Bundeswehrsoldaten, der den Motor mittels eines Starthilfekabels zum Laufen brachte - eine für mich doch etwas peinliche Situation, der ich vollkommen indisponiert auf dem Beifahrersitz saß. In dieser Situation machte ich mir in der Tat Gedanken über meine Rolle als Partner - aber ich war nicht in diesem Sinne "eifersüchtig" und würde das auch nicht als "Eifersucht" klassifizieren.

    Grundsätzlich halte ich Eifersucht nicht für ein konstruktives und positives Gefühl - in der Regel deutet sie eher darauf hin, daß etwas fundamental mit einer Beziehung nicht stimmt. Zumindest ist das meine Erfahrung damit.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei gemeingefährlich für den sinnvollen Beitrag:

    Tänzerin (15.08.2011)

  9. #7
    Moderator Avatar von Tänzerin
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    Vielen Dank für den tollen Beitrag, gemeingefährlich; ich lese darin sehr viel, dem ich mich anschließen kann. Insbesondere der Aspekt "Kontrolle" kommt mir leider äußerst stark bekannt vor und erscheint mir sehr treffend zu sein.
    Allerdings kann ich das hier
    Grundsätzlich halte ich Eifersucht nicht für ein konstruktives und positives Gefühl - in der Regel deutet sie eher darauf hin, daß etwas fundamental mit einer Beziehung nicht stimmt. Zumindest ist das meine Erfahrung damit.
    für mich so nicht bestätigen.

    Meine Erfahrung ist eher, dass meine Eifersucht auf ein Problem mit mir hindeutet - daraus konnte man primär nichts auf die Beziehung schließen (ganz trennen lässt sich das aber natürlich nicht).
    Im Moment beispielsweise lebe ich in einer sehr ausgefüllten Beziehung, sehr intensiv, sehr nah im Gefühl - und ich merke, dass meine Eifersucht (die ja nur eine Spielform des Bedürfnisses ist, Kontrolle zu haben) sich durchaus um mich bemüht. Ich muss ganz aktiv arbeiten, um ihr und mir vor Augen zu führen, dass sie auf keinerlei Basis fußt. Von meinem Partner bekomme ich da sehr umfassend, kompetent und verständnisvoll Hilfe, allerdings hätte das, und sei es noch so ideal, keine Chance, wenn ich nicht die Fähigkeit hätte, das in mir entsprechend abzulegen und damit zu arbeiten.
    D. h. (und das habe ich in der vorherigen Beziehung gemerkt), ohne meine Einsicht in meine Probleme und der Tatsache, dass ich gelernt habe, wie ich diesen konstruktiv begegnen kann, hat auch die ideale, beste Beziehung keine Chance. Insofern kann Eifersucht ein Indikator für Probleme in der Beziehung sein, muss aber nicht.

    Und eines möchte ich auch nochmal betonen: ich habe es auch immer geschätzt, wenn mein Partner immer mal eifersüchtig war; so als Bestätigung seiner Gefühle. Derzeit erlebe ich, wie großartig das ist, wenn man das gar nicht nötig hat.
    Einfach zu wissen, sich einfach der Gefühle des anderen sicher sein zu können, birgt eine so tiefe Sicherheit und Vertrautheit, deren Genuss so viel höher wiegt als alles, was Eifersucht potentiell an Bestätigung bieten kann. Das erscheint mir als das eigentlich Erstrebenswerte.
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  10. #8
    Roman Verfasser
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    ich merke teilweise nur am Eifersuchtsgefühl das ich überhaupt einer Person zugeneigt bin
    Diese Aussage finde ich gleichermaßen seltsam wie schrecklich.
    Wenn ich erst Eifersucht brauche, um zu merken, dass ich denjenigen will fage cih mich, wo die Liebe hin ist...
    Zumal Eifersucht nur heißt, dass man egoistische Besitzansprüche hegt, nicht, dass man denjenigen aufrichtig liebt.

    Es gibt so viele Wege, sich Liebe und Zuneigung zu schenken, Eifersucht gehört für mich nicht dazu.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  11. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Kaja für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (15.08.2011),Quo Vadis? (15.08.2011)

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