Hallo zusammen!
Seit einigen Wochen träume ich sehr seltsame Dinge. Immer wieder schleichen sich die gleichen Elemente in diese Träume hinein.
Es fing an mit einem brennenden Hotel, aus dem ich eine Gruppe Kinder rettete. Im zweiten Traum verfolgte mich ein Serienmörder, der mich schließlich auch zu fassen bekam. Ich starb im Traum. In einem dritten Traum brannte nun wieder ein Haus. Es war das Haus meiner Nachbarn.
Gefolgt von weiteren Träumen, in denen entweder jemand starb und seltsame Dinge passierten oder in dem ich von einem mir fremden Menschen verfolgt wurde, der mir sogar bis in mein Zimmer folgte und mich beim Schlafen beobachtete oder gar ein Feuer ausbrach.
Seit letzter Nacht nun beschleicht mich ein sehr eigenartiges Gefühl. Dieser Traum war anders als alle anderen. Auch hier waren zwar wieder das Feuer und ein Fremder, doch war es auf eine Art und Weise seltsam, die ich nicht richtig beschreiben kann.
Hier der Traum von letzter Nacht:
Ich war in der Uni. Es war allerdings ein riesiges Gebäude. Man muss es sich so vorstellen, wie ein großes Internat. Dort waren viele Studenten. Alle sehr bestrebt. Plötzlich war ich an diesem Ort. Dort lernte ich jemanden kennen. Instinktiv wurde mir klar, dass dieser Mensch nichts Gutes im Sinn führte. Ich war angespannt, ließ mich aber dennoch darauf ein.
Wir verbrachten einen Tag zusammen. Hatten viel Spaß. Am Abend, ich glaube es dämmerte, sah ich, von einem Berg, der etwas entlegen von diesem Gebäude war, wie von jenem Rauchschwaden aufstiegen und es in Flammen stand. Mir war sofort klar, wer dieses Feuer gelegt hatte und doch war er die ganze Zeit bei mir.
Als wir am nächsten Morgen getrennt in das Gebäude zurückkamen, berichteten Freunde davon, wie sie es erlebt hatten. Sie waren noch geschockt und hatten Decken um. Auch drumherum waren alle in Aufruhr. Doch plötzlich wandelte sich diese Stimmung und sie begannen mir Vorwürfe zu machen. "Was würde ich mir einbilden den "Feuerteufel" zu decken?!" Und erkannte im Hintergrund einen meiner Dozenten.
Er sah mich an. Gab mir zuverstehen, dass er mit mir sprechen wolle. Ich sah noch einmal nach hinten und erkannte den Menschen, von dem ich wusste, er war schuld an dem Feuer und doch vertraute er mir. Auch er gab mir etwas zu verstehen. Ich sollte in keinem Fall darüber reden, sollte alles für mich behalten. Er strahlte etwas aus, eine Art Anziehung, die mich schwach werden ließ, der ich nicht widerstehen konnte.
Dieses Mal konnte ich, anders als in den Träumen zuvor, sein Gesicht erkennen. Seine Haare, sein Piercing an der Unterlippe (ein kleiner schwarzer Stern), seine dunklen Augen.
Als ich noch im Traum darüber nachdachte, was bei dem Feuer alles hätte passieren können, wurde mir klar, dass ich in etwas sehr Schlimmes hinein geraten war.
Als mich also der Dozent, der übrigens ein Psychologe ist, um dieses Gespräch bat, ging ich ohne zu zögern mit. Doch dann passierte es. Ich saß auf einer Bank in einem privaten Raum. Er saß neben mir, stellte mir Fragen und machte sich Notizen. Doch ich antwortete nicht. Ich saß da, völlig apathisch in die Leere starrend. Die Knie ganz dicht an meinen Körper herangezogen, vor und zurück wippend. In meinem Kopf schossen tausend Gedanken umher. Ich konnte sie nicht ordnen, verstand ihren Sinn nicht. Er wusste, dass ich ihm etwas verheimlichte und machte sich dennoch ununterbrochen Notizen. Ich konnte das Wort "sehen" lesen.
Dann war es vorbei. Ich wachte auf. Doch dieses Mal hatte ich ein so seltsames Gefühl, das mich auch jetzt noch beschleicht. Ich weiß nicht, was das alles zu bedeuten hat.
Ich weiß nicht, ob überhaupt ein Sinn dahinter steht. Doch solche Träume, in denen ich so stark fühlte, hatte ich selten.
Es waren diese krassen Gegensätze von Liebe und Hass, vom Wissen etwas Schlimmes getan zu haben und es doch um jeden Preis zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Ein Traum, der mich zwischen den Stühlen stehen ließ, in dem ich mich entscheiden musste.
Ich gebe zu, ich bin etwas verwirrt...![]()


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Was einen eben alles durch den Kopf geht. Warum soll man nicht denken dürfen, was wäre, wenn die Leute einen eben in den Kopf gucken könnten, sich das ausmalen, sich daran gruseln, was dann wäre. Das ist ja im Grunde ein ähnlicher Gedanke wie in Deinem Traum mit dem Dozenten. Da wäre jetzt die Frage, was denn jetzt das eigentlich schlimme, befürchtenswerte daran ist, was nicht entdeckt werden soll. Man darf im Berufsleben vielleicht keine Wut zeigen. Aber mal die Lippen zusammenkneifen, sich ein wenig innen auf die Backe beißen, den Daumen mit den Fingern nach innen drücken, irgend ein klitzekleiner Wutausdruck, der niemandem auffallen kann, ist ok. Meistens macht man das sowieso instinktiv, denn das nützt, irgendeinen Körperausdruck braucht der Mensch.

Lesezeichen