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Thema: Ein altes Problem

  1. #1
    Neuling
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    Frage Ein altes Problem

    Hallo

    Ich habe ein Problem und hoffe, dass ich hier richtig bin.
    Damit man es wenigstens teilweise verstehen kann, versuche ich es mal aufzuschlüsseln. Also…
    Ich bin von meinen Eltern (viel mehr meinem Vater) sehr autoritär um nicht zu sagen fast schon diktatorisch erzogen worden (was er sagte war Gesetz und wurde von allen hingenommen). Meine Mutter hat, meiner Meinung nach, versucht dies mit übermäßiger „Bemutterung“ zu kompensieren. Nach meiner schulischen Ausbildung bin ich mit 19 Jahren von zu Hause ausgezogen, weil mir, dank meiner Freundin, aufgefallen war, das bei mit zuhause etwas nicht richtig war und ich dies nicht länger ertragen wollte. Ich wohnte ein halbes Jahr lang bei Ihr zu Hause, bis wir schließlich in eine eigene Wohnung zogen. Hier viel auf, dass ich zum einen durch meine Mutter, nicht in der Lang war mein Leben zu planen bzw. zu organisieren. Zum Anderen war ich nicht fähig eine normale Beziehung zu führen, da ich vor allem, was mir Probleme bereitet hat lieber davongelaufen bin, als es anzupacken. Ich wusste noch nicht einmal, dass man sich nach einem Streit auch wieder vertragen kann, da bei mir zu Hause (unglaublich) fast nie gestritten wurde, da mein Vater ja immer „Recht“ hatte.
    Dieses Verhalten meinerseits hat sich bis heute gebessert, da ich darauf hin und durch den Rat mehrerer Leute, seit ca. 2 Jahren zu einem Psychotherapeuten gehe um meine Vergangenheit aufzuarbeiten und zu lernen mir ihr umzugehen.

    Nun zu meinem Problem:
    Es stellt sich momentan immer mehr heraus, dass ich zwar einen sozialen Umgang mit anderen Menschen lerne (so etwas gab es bei mir zu Hause nicht), jedoch auf Grund meiner Vergangenheit (teilweise sogar Verspottung innerhalb der Familie) nicht wirklich weiß „wer ich bin“ oder was meinen Charakter wirklich aus macht. Dies kommt dadurch zu Stande, da ich immer alles „vorgekaut“ bekommen habe. Ich weiß manchmal nicht wie ich/ob ich zu meiner Meinung stehen soll/kann…ob das was ich sage wirklich ich bin oder ob ich mich nur der momentanen sozialen Situation anpasse… oder einfach reduziert gesagt: mein Selbstvertrauen ist nicht vorhanden, sondern wird nur durch eine Scheinautorität nach außen dargestellt. Ich meine allerdings kein oberflächliche Selbstvertrauen im Sinne von:“Ich trau mich etwas nicht“, sondern das grundsätzliche Vertrauen in Entscheidungen/mich etc.
    Dieses nichtvorhandene Selbstvertrauen, wirkt sich natürlich auch sehr negativ auf die Beziehung zu meiner Freundin aus.

    Die Fragen die ich mir stelle sind, ob mir eine gezielte Verhaltenstherapie besser täte, oder wie ich mein WIRKLICHES Selbstvertrauen erlangen kann. Danke ich überhaupt in die richtige Richtung.

    Ich hoffe, dass das was ich hier geschrieben habe genug ist um die Situation richtigeinzuschätzen. Ich bin für jeden Rat dankbar.

    Chunky_Monkey2010

  2. #2
    Gast4108
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von chunky_monkey2010 Beitrag anzeigen
    Hallo

    Ich habe ein Problem und hoffe, dass ich hier richtig bin.
    Damit man es wenigstens teilweise verstehen kann, versuche ich es mal aufzuschlüsseln. Also…
    Ich bin von meinen Eltern (viel mehr meinem Vater) sehr autoritär um nicht zu sagen fast schon diktatorisch erzogen worden (was er sagte war Gesetz und wurde von allen hingenommen). Meine Mutter hat, meiner Meinung nach, versucht dies mit übermäßiger „Bemutterung“ zu kompensieren. Nach meiner schulischen Ausbildung bin ich mit 19 Jahren von zu Hause ausgezogen, weil mir, dank meiner Freundin, aufgefallen war, das bei mit zuhause etwas nicht richtig war und ich dies nicht länger ertragen wollte. Ich wohnte ein halbes Jahr lang bei Ihr zu Hause, bis wir schließlich in eine eigene Wohnung zogen. Hier viel auf, dass ich zum einen durch meine Mutter, nicht in der Lang war mein Leben zu planen bzw. zu organisieren. Zum Anderen war ich nicht fähig eine normale Beziehung zu führen, da ich vor allem, was mir Probleme bereitet hat lieber davongelaufen bin, als es anzupacken. Ich wusste noch nicht einmal, dass man sich nach einem Streit auch wieder vertragen kann, da bei mir zu Hause (unglaublich) fast nie gestritten wurde, da mein Vater ja immer „Recht“ hatte.
    Dieses Verhalten meinerseits hat sich bis heute gebessert, da ich darauf hin und durch den Rat mehrerer Leute, seit ca. 2 Jahren zu einem Psychotherapeuten gehe um meine Vergangenheit aufzuarbeiten und zu lernen mir ihr umzugehen.

    Nun zu meinem Problem:
    Es stellt sich momentan immer mehr heraus, dass ich zwar einen sozialen Umgang mit anderen Menschen lerne (so etwas gab es bei mir zu Hause nicht), jedoch auf Grund meiner Vergangenheit (teilweise sogar Verspottung innerhalb der Familie) nicht wirklich weiß „wer ich bin“ oder was meinen Charakter wirklich aus macht. Dies kommt dadurch zu Stande, da ich immer alles „vorgekaut“ bekommen habe. Ich weiß manchmal nicht wie ich/ob ich zu meiner Meinung stehen soll/kann…ob das was ich sage wirklich ich bin oder ob ich mich nur der momentanen sozialen Situation anpasse… oder einfach reduziert gesagt: mein Selbstvertrauen ist nicht vorhanden, sondern wird nur durch eine Scheinautorität nach außen dargestellt. Ich meine allerdings kein oberflächliche Selbstvertrauen im Sinne von:“Ich trau mich etwas nicht“, sondern das grundsätzliche Vertrauen in Entscheidungen/mich etc.
    Dieses nichtvorhandene Selbstvertrauen, wirkt sich natürlich auch sehr negativ auf die Beziehung zu meiner Freundin aus.

    Die Fragen die ich mir stelle sind, ob mir eine gezielte Verhaltenstherapie besser täte, oder wie ich mein WIRKLICHES Selbstvertrauen erlangen kann. Danke ich überhaupt in die richtige Richtung.

    Ich hoffe, dass das was ich hier geschrieben habe genug ist um die Situation richtigeinzuschätzen. Ich bin für jeden Rat dankbar.

    Chunky_Monkey2010
    Hallo Monkey,

    ich selbst habe dieses Problem auch, und zwar mit meiner Mutter. Ich wohne zwar alleine aber sie bestimmt trotzdem alles was ich tun und machen soll. Ich traue mir auch nicht alles zu, was Menschen sich in meinem Alter (bin 44) so zutrauen.

    Aber für dich und deine Freundin hätte ich schon einen Vorschlag. Warum macht ihr keine Paartherapie, wo einmal aufgelistet wird, was sich deine Freundin von dir erwartet und was eigentlich du von ihr?

    Deine eigene Therapie wo du an dier selber arbeitest, kannst du ja beibehalten.

    Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass oft nicht der Therapierte der eigentliche "Patient" ist, sondern eher die Umgebung. Bei dir habe ich irgendwie auch den Eindruck, deine Freundin überfordert dich etwas. Was passt ihr denn genau nicht an dir? Dass du ein Muttersöhnchen bist? Ja hallo, jetzt mal ehrlich hat sie das nicht von Anfang an gewusst, warum wirft sie es dir dann immer noch vor? Viele Frauen entwickeln oft eine überdimensionale Abneigung geen die Schwiegermutter weil sie das irgendwo gespeichert haben "Die Mutter ist die erste Liebe meines Partners".. es gibt solche Frauen, aber bitte, dann braucht sie Therapie...

    Das ist halt nur mal so jetzt ne erste Reflexion.

    Liebe Grüße

    Samantha

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    Hallo!

    Danke erst einmal für diese Antwort.

    Ich kann nur leider nicht nachvollziehen, warum sich alles bei dir um "Mutter" dreht. Fast dein ganzer Text handelt davon. Ich will dir nicht zu nahe treten aber verwechselst du evtl. dein mit meinem Problem...?Oder ich verstehe deine Intention nicht wirklich. Denn weder bin ich ein Muttersöhnchen, noch hält michmeine Freundin dafür, geschweige dessen, dass meine Freundin meine Mutter nicht leiden kann.
    Mir geht es eher um das durch Autorität und übermäßiger Fürsorge fehlende Selbstbewusstsein…

    Grüße Chunky_Monkey2010

  4. #4
    Gast4108
    Gast

    Standard

    Hallo Monkey,

    ich habe lediglich aufgezeigt wo meiner Meinung nach das Problem liegt. Wenn du nur an deinem Selbstbewusstein arbeiten willst, dann mach doch und wirf dich ins Zeug. Aber meiner Meinung nach bist du übertherapiert.

    Gruß

    Samantha

  5. #5
    Neuling Avatar von Coolchen
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    Standard Hallo Monkey

    Sorry, aber als ich Deinen Beitrag so lass, erinnerte mich das so ein wenig an die Geschichte mit der DDR bis dann irgendwann die Mauer viel. Einerseits wurde die DDR auch autoritär geführt und die Bürger gleichzeitig bemuttert.

    Du bist mit 19 Jahren ausgezogen, um erst einmal der Situation zu entfliehen, bist beim Psychotherapeuten um die Vergangenheit aufzuarbeiten, dass die Gesetze des Vaters an Bedeutung verlieren lässt und mit der Therapie werden als Prozess auch „Mauern gesprengt“, die das „muss“ des Vaters in Du kannst umwandelt inkl. der Freiheit die Dir gehört.

    Die Freiheit selbst, ein Gut nach dem wir alle streben, kann aber auch tückisch sein, weil man sich in Ihr verlieren kann und sich erst einmal bewusst werden muss, was man Selbst will.
    Das ist ein Prozess den Jeder Stück für Stück ausprobieren muss und so wie sich Dein Beitrag ließt, bist Du mit der Therapie schon ein gutes Stück weitergekommen.
    Ich denke, dass Du dich in einer weiteren Phase Deiner Therapie befindest, wo es darum gehen wird, das Du Deine eigenen Grenzen entdeckst, also was Du und wie weit Du in allen Bereichen gehen kannst, wie aber auch herauszufinden, was Du magst oder nicht und was Du willst und was nicht.

    Darauf stützt sich das Selbstbewusstsein, weil man sich bewusst ist was man kann, möchte, will oder auch nicht

    Ich würde an Deiner Stelle mal mit Deinem Psychotherapeuten darüber sprechen, dass Du Dich in einem Neuland befindest, noch nicht so damit klarkommst mit der neuen Freiheit, obwohl es im Endeffekt doch darum geht, dass Du Deine Freiheit genießen sollst.

    Dazu bedarf es aber diesen Prozess, wie aber auch, dass Du Dir Zeit gibst, all das anzutesten.

    LG Coolchen

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