
Zitat von
chunky_monkey2010
Hallo
Ich habe ein Problem und hoffe, dass ich hier richtig bin.
Damit man es wenigstens teilweise verstehen kann, versuche ich es mal aufzuschlüsseln. Also…
Ich bin von meinen Eltern (viel mehr meinem Vater) sehr autoritär um nicht zu sagen fast schon diktatorisch erzogen worden (was er sagte war Gesetz und wurde von allen hingenommen). Meine Mutter hat, meiner Meinung nach, versucht dies mit übermäßiger „Bemutterung“ zu kompensieren. Nach meiner schulischen Ausbildung bin ich mit 19 Jahren von zu Hause ausgezogen, weil mir, dank meiner Freundin, aufgefallen war, das bei mit zuhause etwas nicht richtig war und ich dies nicht länger ertragen wollte. Ich wohnte ein halbes Jahr lang bei Ihr zu Hause, bis wir schließlich in eine eigene Wohnung zogen. Hier viel auf, dass ich zum einen durch meine Mutter, nicht in der Lang war mein Leben zu planen bzw. zu organisieren. Zum Anderen war ich nicht fähig eine normale Beziehung zu führen, da ich vor allem, was mir Probleme bereitet hat lieber davongelaufen bin, als es anzupacken. Ich wusste noch nicht einmal, dass man sich nach einem Streit auch wieder vertragen kann, da bei mir zu Hause (unglaublich) fast nie gestritten wurde, da mein Vater ja immer „Recht“ hatte.
Dieses Verhalten meinerseits hat sich bis heute gebessert, da ich darauf hin und durch den Rat mehrerer Leute, seit ca. 2 Jahren zu einem Psychotherapeuten gehe um meine Vergangenheit aufzuarbeiten und zu lernen mir ihr umzugehen.
Nun zu meinem Problem:
Es stellt sich momentan immer mehr heraus, dass ich zwar einen sozialen Umgang mit anderen Menschen lerne (so etwas gab es bei mir zu Hause nicht), jedoch auf Grund meiner Vergangenheit (teilweise sogar Verspottung innerhalb der Familie) nicht wirklich weiß „wer ich bin“ oder was meinen Charakter wirklich aus macht. Dies kommt dadurch zu Stande, da ich immer alles „vorgekaut“ bekommen habe. Ich weiß manchmal nicht wie ich/ob ich zu meiner Meinung stehen soll/kann…ob das was ich sage wirklich ich bin oder ob ich mich nur der momentanen sozialen Situation anpasse… oder einfach reduziert gesagt: mein Selbstvertrauen ist nicht vorhanden, sondern wird nur durch eine Scheinautorität nach außen dargestellt. Ich meine allerdings kein oberflächliche Selbstvertrauen im Sinne von:“Ich trau mich etwas nicht“, sondern das grundsätzliche Vertrauen in Entscheidungen/mich etc.
Dieses nichtvorhandene Selbstvertrauen, wirkt sich natürlich auch sehr negativ auf die Beziehung zu meiner Freundin aus.
Die Fragen die ich mir stelle sind, ob mir eine gezielte Verhaltenstherapie besser täte, oder wie ich mein WIRKLICHES Selbstvertrauen erlangen kann. Danke ich überhaupt in die richtige Richtung.
Ich hoffe, dass das was ich hier geschrieben habe genug ist um die Situation richtigeinzuschätzen. Ich bin für jeden Rat dankbar.
Chunky_Monkey2010
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