Liebes Tagebuch,
heute hat mir in der Firma ein Kollege Angst gemacht, der durch hektische Bewegungen und unvollendete Sätze auffiel. Heute abend hatte ich eine Arbeit fertig bekommen, die genau die Komplexität erreichte, die ich ihr gleich am anfang zugedacht hatte. Das macht mir irgendwie Angst. Meine Kollegin XXX flizzte heute wieder mit hautengen Klamotten durchs Büro. Die Angst vor der weiblichen Sexualität hat eine Menge mit der Angst vor körperliche Nähe zu tun. Darüber möchte ich mich gleich noch auslassen. Doch zunächst möchte ich mich meiner Angst vor Verantwortung für das Verhalten anderer stellen nach Erika Chopich stellen:
Papi: Hallo mein kleiner Engel, schön dass es Dich gibt. Magst Du ein Bild mit mir malen.
kleiner Engel: Hallo Papi, ja ich möchte sehr gerne ein Bild mit Dir malen. Was soll das für ein Bild werden?
Papi: Ein Bild über die Angst für das Verhalten anderer verantwortlich gemacht zu werden. Wie könnten wir das Verhalten anderer malen, kleiner Engel?
kleiner Engel: Vielleicht mit Feuer brennenden Kohlen oder so?
Papi: Das ist schon sehr gut. Das Verhalten anderer hat zwar eine gewisse Konsistenz doch manchmal lodert es stärker oder schwächer und wenn man sich nahe kommt kann es entweder warm werden oder man kann sich verbrennen. Kleiner Engel wie kann Dich jemand für diese Flammen verantwortlich machen.
kleiner Engel: Man kann mir sagen ich sei ein Auslöser dafür, dass die Flammen zu hoch, zu tief, zu eng, zu gleichmäßig, zu schwach oder zu ungestüm seien.
Papi: Danke Dir kleiner Engel, was ist daran gefährlich?
kleiner Engel: Wenn ich versuche die Flammen zu verändern oder zu kontrollieren kann ich mich fürchterlich verbrennen.
Papi: Kannst Du die Flammen kontrollieren?
kleiner Engel: Es ist ein Wechselspiel zwischen meiner Vorsicht, meiner Selbsteinschätzung und meiner Position. Ich habe einen gewissen Einfluss auf diese Flammen, wenn ich ihnen auch einen Einfluss auf mich erlaube. Wenn ich diese Flammen für jemand anderes verändern soll, dann muss ich mich ziemlich verbiegen oder mich verbrennen.
Papi: kleiner Engel, verrat mir, was bewegt Dich die Flammen für jemand anderes verändern zu müssen. Kannst Du mir ein Bild dafür malen?
kleiner Engel: Es ist eine Art Schnurr an die ich festgebunden bin.
Papi: Hast Du einen Einfluss auf die Länge der Schnurr.
kleiner Engel: Ich bin der Schnurr hilflos ausgeliefert.
Papi: Ist das wirklich so?
kleiner Engel: Das ist wirklich so und manchmal sind es mehrere Schnüre an die ich gleichzeitig angebunden bin.
Papi: Nun kleiner Engel, wenn ich mir das genauer anschaue, dann hält sich an den anderen Enden der Schnüre jemand ganz krampfhaft fest und Du hast mehrere Möglichkeiten damit umzugehen. Einmal selbst die Schnurr zu lösen, abzuschneiden oder zu verbrennen, dann selbst an der Schnurr zu ziehen oder mit der Person am anderen Ende zu reden.
kleiner Engel: Die wollen die Schnurr nicht loslassen und wenn die mitkriegen, dass ich versuche sie zu lösen, dann ziehen sie mich ganz nah an sich heran.
Papi: Ich glaube, das sollten wir uns noch mal genauer anschauen.
Papi: Sag mal kleiner Engel magst Du körperlicher ein Bild malen?
kleiner Engel: Schokolade, ganz viel Schokolade zum riechen, zum lecken, zum Atmen
Papi: Was ist an der Schokolade gefährlich?
kleiner Engel: Sie wird von einem blutrünstigen bissigen Hund bewacht.
Papi: Ist es ein Hund oder sind es vielleicht nicht zwei Hunde?
kleiner Engel: Um mich läuft auch ein blutrünstiger Hund herum.
Papi: Kann es sein, dass dieser blutrünstiger Hund, der um Dich herumläuft den anderen Hund provoziert? Kannst Du mir das blutrünstige Verhalten der beiden Hunde beschreiben?
kleiner Engel: Der eine Hund fängt manchmal wie aus dem Nichts an zu bellen ganz laut und aggressiv.
Papi: Ich glaube, das sollten wir uns auch noch mal genauer anschauen.
Gruß Augenblick