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03.03.2010, 16:49
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#1 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 19.02.2010
Ort: im norden
Beiträge: 8
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ein tiefes loch
mein freund hat unsere beziehung am freitag beendet und seitdem drehe ich total am rad und bin verzweifelt, es kam plötzlich, ohne vorwarnung. er hat den kontakt zu mir völlig abgebrochen, zu seiner schwester habe ich kontakt aber die redet auch nur konfuses zeug und ist total aufgelöst, jeden tag neue spekulationen mit freunden die aber alle weit weg wohnen, jeden tag neue ereignisse die mir weiter rätselraten aufgeben was passiert ist. ein guter freund der aber weit weg lebt und verheiratet ist ist meine größte stütze momentan, aber er ist in mich verliebt, ein anderer sehr guter freund würde sich sofort zu mir in den flieger setzen aber er ist in deutschland lebender ägypter, da würde ich mir wahrscheinlich gleich wieder das nächste problem einhandeln. meine mutter sagt am telefon nur "naja das hätte man sich ja denken können dass das so kommt", meine freundinnen mag ich schon gar nciht mehr anrufen, die haben ja nun auch mal ihr eigenes leben und haben sich schon viel gekümmert, leben aber eben auch nicht in meiner stadt. ich bin seit wochen erkältet aber mein immunsystem ist so im eimer dass ich einfach nicht auf die beine komme.
ich brauch eigentlich nur jemand der mich mal in den arm nimmt, wo ich mich richtig ausheulen kann, jemand der alles objektiv sieht, mit dem ich reden kann.
am schlimmsten ist, dass mein freund zu weit weg lebt und die informationen die ich bekomme nicht greifbar sind und ich das verhalten dort nicht verstehe.
ich weiss nicht wie ich zur ruhe kommen soll.
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04.03.2010, 16:26
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#2 (permalink)
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Schreibkraft
Registriert seit: 27.02.2010
Beiträge: 294
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Ja, wenn man das Verhalten des anderen so gar nicht versteht, macht das die Sache für meine Begriffe noch schwieriger, das Gedankenkarussell noch schneller, man ist nur am Grübeln, was lief schief, war es nicht ein Irrtum, was kann ich noch tun. Dass Du jetzt am Rad drehst, das ist ja relativ normal, besonders, wenn es so unvorbereitet auf einen einstürzt. Man kann es nicht fassen und momentan stehst Du wahrscheinlich noch unter Schock. Im Grunde geht es momentan darum, Zeit zu überstehen. Einfach Zeit zwischen sich und der Trennung zu bringen, egal wie. Und die Gefühle, die Dir jetzt die Ruhe rauben, dürften die ganze Palette abdecken und ich persönlich finde, am schlimmsten ist die Hilflosigkeit und die plötzliche Leere, die ja nicht nur räumlich, sondern auch gedanklich kommt. Niemand mehr, an den man denken kann, keine Gefühle zu verschenken.
Es ist gut, wenn Du redest und all Deine vielen Worte und Gedanken auf so viele Menschen verteilst, wie es nur geht. Dann ist es nicht ganz so anstrengend für einen. Es ist auch klar, dass Du immerzu versuchst, irgendwelche Infos über ihn und sein Verhalten und die Gründe zu bekommen. Doch letzten Endes ist der Grund egal. Du musst mit dem Ergebnis leben, leben lernen. Wenn es keinen mehr zum Reden gibt, dann schreib. Für Dich oder hier, lass die Gedanken und Gefühle raus, lass sie zu.
Klar wünscht Du Dir, zur Ruhe zu kommen, doch das dürfte jetzt nicht so leicht zu haben sein. Da arbeitet zu viel in Dir. Versuche, Dich immer mal abzulenken, ich weiß, das ist entsetzlich schwer und nimm diese Zeit bewusst als Atempause, bevor wieder das Gedankenkarussell Dich bestürmt. Wenn keine Ablenkung möglich ist, dann lass Dich drauf ein. Fühle, wie es Dir geht und ja, leide auch ein Stück. Das ist jetzt so. Doch dann versuch wieder etwas anderes zu sehen. Eine Atempause zu finden. Loslassen ist soo schwer. Besonders, wenn noch irgendeine klitzekleine Hoffnung da ist, allein schon dadurch, dass man das Ganze nicht versteht. Lass Dir Zeit. Es muss Dir nicht morgen schon wieder gut gehen. Ein Trauerprozess braucht seine Zeit und Energie.
Lieben Gruß, waiting
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04.03.2010, 23:28
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#3 (permalink)
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Roman Verfasser
Registriert seit: 01.03.2009
Beiträge: 1.424
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Hi einhörnchen, das gibt wirklich zu denken, sich ohne plausible Erklärung, ohne ein Gespräch aus dem Staub zu machen ist nicht die feine Art. Entweder gibt es gar
keine vernünftige Erklärung dafür oder er scheut das Gespräch mit dir aus irgendeinem Grund. Egal, lass Deinen Tränen freien Lauf, das erleichtert erst mal
und nimmt etwas von Deiner Traurigkeit. Versuche zunnächst mit diesem
entsetzlichen Gefühl alleine fertig zu werden. In diesem Stadium eine neue Beziehung zu beginnen macht wenig Sinn, damit tust Du Dir keinen Gefallen.
Liebe Grüße
glasi
__________________
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek
vorgestellt.
(Jorge Louis)
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