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Thema: Eine grausame Kindheit und ein Vater der mich verlassen hat :(

  1. #1
    Neuling
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    Standard Eine grausame Kindheit und ein Vater der mich verlassen hat :(

    Hallöchen

    Das was nun folgt, könnte ein sehr sehr langer Text werden!! Ich glaube zwar nicht wirklich daran das mir jemand antwortet, da ich die Fragen auf meine Probleme quasi selbst beantworten kann..aber es tut mir einfach gut, das alles niederzuschreiben.. und evtll. doch antworten zu lesen... vielleicht von selbst betroffenen oder ähnliches... nun wo fange ich an... :

    Ich selber bin inzwischen 21 Jahre alt.. es fing alles an, als ich 5 Jahre alt war.. ich lebte mit meinem Vater und meiner Mutter in einem schönen Haus... quasi eine "Bilderbuchfamilie"!... Meine Mutter hatte damals eine Art "Kaffee-Freundin" mit der sie sich ab und an traf.. und die nur ein paar Häuser weiter wohnte... ich verstand damals nicht was ablief, da ich noch zu klein war... mein Vater fuhr mit dieser Kaffeefreundin in den Urlaub... meine Mutter dachte sich nichts weiter dabei (war warscheinlich damals auch etwas Naiv)... er nahm mich damals mit in den Urlaub.. als wir wiederkamen.. schmiss er mich und meine Mutter aus dem Haus raus .. mit der Begründung :"Er sei nun mit der "Kaffeefreundin" zusammen und wir hätten hier nichts mehr zu suchen!!"

    Für ein paar Wochen kamen wir bei Freunden unter, meine Mutter und ich ebenfalls waren am Boden zerstört...wir suchten uns eine eigene Wohnung , wo wir einzogen.. damals war ich gerade 6 geworden... dann folgten Sachen wie, das mein Vater zu uns kam und uns die letzten Stühle , die ihm eigentlich gehörten wegnahm.. wir haben , da wir sehr wenig Geld hatten auf dem Boden gegessen...Meine Mutter legte damals überstunden ein, damit sie uns irgendwie über die Runden bringen konnte (Sie war damals Selbstständig)....Mein Vater kümmerte sich seit dem nicht mehr um mich.. ich erinnere mich daran.. wie er mit seiner quasi "Neuen Familie" in einem Bus saß.. ich hinterher gelaufen bin und geschrien habe :"Papa, Papa, nimm mich mit".. seine Antwort darauf war :"Ich bin nicht dein Papa!!!" (nicht nur das er nun eine neue Frau hatte, hatte er quasi nun auch neue Kinder, die sie mit in die Ehe gebracht hatte.. diese Kinder, waren ausserdem meine damaligen Spielgefährten!!)

    Ich fiel damals als 6 Jährige in ein seelisches Tief.. habe nicht mehr gegessen, nicht mehr gesprochen.. lag nurnoch apathisch im Bett.. habe viel geweint.. und mir war andauernd schlecht (daran kann ich mich noch sehr gut erinnern)... meine Mutter lieferte mich ins Krankenhaus ein..dort wurde ich fast zwangsernährt (wiegesagt fast)... ich hatte eine psychologische dauerbetreuung... wurde quasi von den Psychologen wieder aufgepäppelt und begann allmählich wieder zu essen!

    Die darauffolgenden Jahre, waren sehr mit Schmerzen verbunden.. ich sah meinen Vater alle 2-4 wochen (meist sagte er kurzfristig ab..er hätte andere dinge zu tun , etc)... wenn ich ihn dann mal sah und er für eine stunde ein eis mit mir essen war.. war ich danach total aufgelöst und fertig (damals war ich dann so 8 jahre ca.)... für ca. 2 Jahre war ich bei einer Tagesmutter.. meine Mutter arbeitete soviel..das es einfach nicht anders ging.. ich entwickelte eine quasi "Abhängigkeit" nach meiner Mutter.. kam sie auch nur 5 min. zu spät...dachte ich sie sei Tot!!

    In der Schule bin ich oft zusammen gebrochen.. habe oft geweint.. ich wollte nach Hause.. konnte die anderen Kinder um mich herum nicht ertragen... auf Kindergeburtstage freute ich mich damals sehr doll sogar... doch sobald ich da war.. und alle um mich herum gesehen habe.. wollte ich nur schnellsten wieder weg.. ich habe geweint wie am spieß.. (ich erinnere mich noch daran, wie viele Kinder um das auto standen , wodrin ich saß..weil sie sich gefragt hatten, warum ich nicht kommen würde.. und ich Papiere und Pappe an die scheiben gehalten hab..weil ich ihre blicke nicht ertragen konnte...)

    Ein paar Jahre später... so mit 13 als die Pupertät ansetzte.. ging es mir um einiges besser... ich habe angefangen zu leben... auch wenn es oft schwierigkeiten gab...wenn ich meinen vater mit 13 ca. sah..habe ich ihn nur "belächelt" er ging an mir vorbei.. mit seiner neuen frau.. und fing an zu lästern (mit vorgehaltener hand, seiner frau etwas zuzuflüstern)...

    mit 15 wurde ich leider drogenabhängig.. (habe angefangen zu kiffen.. und das jeden tag.. flüchtete mich in Computerwelten)... und bin auf 43 kilo abgemagert... hatte damals auch noch eine therapie angefangen.. die ich allerdings nach nem halben Jahr abgebrochen hatte... mit 18-19 kam ich aus diesem teufelskreis raus.. habe aufgehört drogen zu nehmen und habe wieder ordentlich zugenommen... bin umgezogen.. und habe wieder eine ausbildung angefangen (als kinderpflegerin)

    Tja nun bin ich 21... wohne seid 2 Jahren mit meinem Freund zusammen... und mir geht es soweit ganz gut... aber auch nicht wirklich

    Was mir stark aufgefallen ist.. das ich ein arges sozialproblem habe... wie soll ich es beschreiben... :

    Wenn ich jemanden Fremdes treffe... und anfange mit ihm zu reden... werde ich in vielen Situationen unsicher... mein selbstbewusstsein ist nicht gerade das beste.. und in solchen situationen.. kommt unbewusst in mir hoch, das ich nicht so viel wert bin, als derjenige mit dem ich gerade rede....ich komme mir unterlegen vor...obwohl ich diese person garnicht kenne.. und obwohl es auch nicht so ist... diese Unsicherheit drückt sich dann damit aus.. das ich entweder fast garnix mehr sage... oder anfange mist zu erzählen... (sachen die nicht richtig zusammen hängen).. und ich dann nur schnell weg will...

    Ganz schlimm ist es in Gruppen von Menschen... wenn ich mit einer einzelnden person rede ist es nicht so schlimm als mit mehreren Personen...

    Ich kann mich also erst so richtig "Entfalten" wenn ich Leute besser kenne.. und wenn ich bei denen mich zu 100% wohl fühle..!!

    Ebenso habe ich ein Problem, Kritik auszuteilen.. mal meine Meinung zu sagen... ich krieg es einfach nicht hin... es auszusprechen, was ich denke und fühle... weil ich warscheinlich angst habe... das diese leute mir den rücken zudrehen.. oder oder..... und genau auch hier ist es wieder anders, wenn ich die leute kenne und mich wohl fühle... aber auch da gibt es ausnahmen!!!

    Manchmal könnte ich einfach nur schreien... weine stundenlang.. und habe bock meinem Vater die Bude zu demolieren (klingt schlimm, ist aber so).. ich habe angefangen einen richtigen Hass auf ihn zu haben.. ihm das ganze Heimzahlen zu wollen... (immo tue ich es, damit, das ich ihn auf Unterhalt verklagt habe.. das ärgert ihn sehr!!)... ich würde ihm das sooo gerne alles gegen den Kopf knallen.. ihn anschreien.. ihm sagen, das er daran schuld ist, das ich nun solche probleme habe...mit meiner Umwelt klar zu kommen... aber das ist nicht möglich... und wenn.. läuft gleich wieder eine anzeige gegen mich wegen irgendnem murks (mein Vater zeigt einfach alles an.. ist leider so)... und er will nichts mit mir zutun haben... übrigens hat er damals, als meine Mutter ihn angerufen hatte, und ihm gesagt hatte das es mir arg schlecht geht (wo ich noch 6 jahre alt war und im krankenhaus lag).. gesagt, das es meine Mutters schuld sei... er ist sich einer schuld garnicht bewusst...

    Ich habe übrigens auch noch eine Halbschwester.. die nun ca. 15 sein müsste.. die ich nicht kontaktieren darf.. weil er nicht will das wir kontakt haben...

    Hach ja.. mein Leben ist die reinste Achterbahnfahrt leider...ich habe mir nun weitere adressen von Psychologen in meiner Nähe gesucht (hatte nach abbruch der Therapie leider eine 2 jährige sperre)...

    Würde mich sehr über Antworten freuen.. vielleicht auch über Leute die so etwas ähnliches erlebt haben.. oder einfach nur etwas zu dem Thema und mein "Leben" sagen...

    LG Zoey

  2. #2
    Wunderlampe
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    Hallo Zoey

    Du bist das Opfer der gescheiterten Beziehung deiner Eltern geworden.

    Leider scheinen manche Männer die Tendenz zu haben alles vergessen zu wollen, was mit der gescheiterten Beziehung zu einer Frau zusammenhängt, sogar die eigenen Kinder. Du bist zwangsläufig ein Teil von deiner Mutter, seinen Anteil an dir wollte er verdrängen. Ich weiß nicht, welchen Grund es für deine Eltern gab, dass ihre Beziehung gescheitert ist. Du kannst jedenfalls nichts dafür.
    Vielleicht hilft dir das Bewußtsein, dass du gar nicht gemeint bist mit seinem Benimm, sondern deine Mutter. Er hat sie! verlassen, und dich bei ihr zurückgelassen. Erst einmal.... Aber was geschah dann...

    Es ist leicht deinen Vater für sein Tun zu verurteilen, aber welchen Anteil an dem Misstand habt ihr? Was habt ihr ( du und deine Mutter ) getan? Ist er wirklich nur alleine Schuld? Du brauchst nicht zu antworten, dich nur innerlich zu fragen und mal mit dir ins Gericht zu gehen.

    Das Problem das du anspricht mit Sozialen Probleme haben viele Menschen auch solche mit intakten Familienverhältnisse während der Kindheit.
    Du weißt was der Grund ist: Das Selbstbewußtsein. aber vielleicht deine hohe Erwartungen an dich selbst. Der Perfektionismus oder auch "alle- sollen- mich mögen- Anspruch.

    Wie wäre es denn mit dem Lebensmotto: Ich bin wie ich bin und wer mich nicht mag hat mich nicht verdient?

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Wunderlampe!!

    Danke erstmal für deine Antwort

    Solange ich auch darüber nachdenke, wo meine Mutter evtll. Fehler gemacht haben könnten... fällt mir einfach nichts ein!!

    Ich erinnere mich wirklich an viele schöne Dinge, die vor der Trennung passiert sind.. auch erinnere ich mich noch an Fotos, wo wir als Glückliche Familie drauf zu sehen sind! Und wenn es so ist , das wir (meine Mutter und ich) Fehler begangen haben... kann ich mich als damals 5 jährige ausschliessen... ich war damals auch kein stressiges Kind.. habe nicht oft rumgeplärrt , weil ich meinen Willen nicht durchsetzen konnte oder dergleichen... ausserdem was muss das für ein Vater sein, der seine Frau und Tochter verlässt, nur weil die Tochter einen Fehler gemacht hat, bzw. sich nicht wünschenswert verhalten hat?!

    Was meine Mutter angeht, glaube ich auch nicht das sie einen Fehler gemacht hat... ich kenne meine Mutter nunmal schon ziemlich lange ^^ 21 Jahre um genau zu sein... und sie ist einfach für mich , die liebenswürdigste, sozialste und ehrlichste Frau die ich kenne (nun gut, das sind eltern meist für ihre Kinder, solange sie sich gut verstehen )

    Dennoch , wenn sie evtll. Fehler gemacht hat, wozu gibt es einem Menschen das Recht so mit seiner Frau und besonders mit seinem Kind umzugehen... und es nicht anders zu machen... anstatt seine Frau und Tochter in der Nacht einfach vor die Türe zu setzen... und danach auf gut deutsch "auf seine Tochter zu *******en"

    Wie oft habe ich probiert Kontakt zu ihm aufzunehmen?? übers Jugendamt, etc... er hatte nie zeit..er hat sich nicht für mich interessiert! Weist du ich habe so viele schlimme Sachen erlebt, die damit zusammen hängen...

    z.b. Spielzeuge von mir, womit "seine" kinder dann gespielt haben.. und mir gesagt wurde, das es nicht meine spielzeuge seien...

    anzeigen gegen mich (da war ich 10 jahre).. nur weil ich angerufen hatte und aus kindlicher doofheit meiner halbschwester sagen wollte, das sie noch eine schwester hat... prompt stand er bei der polizei und meinte ich hätte ihr auf den Kopf geschlagen.. was um gottes willen total an den Haaren herbei gezogen war...

    Briefe ans Gericht, warum ich mit "dicken" Kindern rumhängen würde und wie ich mich im Religionsunterricht verhalten würde...*da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln*

    Informationen wollte er generell haben.. aber dann auch nur durchs Gericht... wobei ihm das Gericht die Informationen verweigerte.. da er sich nicht um mich kümmerte!!

    achso und ganz vergessen... ein anruf bei meiner mutter im total besoffenen zustand, das ich eine Nutte sei und ich auf dem Strich landen würde.......echt ein klasse Vater...



    Zu der sache mit dem Selbstbewusstsein , da hast du ganz recht, ich habe auch zu hohe erwartungen an mich selber, sehe mich meist total kritisch!

    Tja und so ein Lebensmotto ist "leichter gesagt als umgesetzt".... ich rufe es mir ständig ins gedächtnis, das ich nicht so agieren muss..und das mich die leute so akzeptieren sollen wie ich bin... und wenn nicht..dann sind sie es auch nicht wert bekannte und freunde von mir zu sein.... aber auch das gut zureden bringt herzlich wenig...

    LG Zoey

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Zoey

    Wenn eine Beziehung auseinander geht, dann liegt immer ein Grund vor. Und jeder in diesem Fall Ehepartner hat seinen Teil dazu beigetragen, dass der Partner sich anderweitig orientiert. Solange es passt, solange funktioniert die Beziehung. Ich spreche nicht von Fehler. Manches entwickelt sich einfach so ohne dass man diese schleichende Entfremdung spürt. solange ich mit meinem Partner glücklich bin, solange hat keine anderer eine Chance in die Beziehung einzubrechen.

    Natürlich hat du als 5 jähriges Kind keinen bewußten Anteil daran.
    Und ich kann dazu auch nur Vermutungen anstellen, ich kenne deine Lebensgeschichte nicht.

    Was ich immer wieder erlebe ist:
    Ein Paar kommt zusammen. Sie lieben sich und sie gründen zusammen eine Familie. Die Mutter kümmert sich ums Kind, der Vater kümmmert sich ums Einkommen. In vielen Köpfen der Männer scheint sich ein Schalter umzulegen: Ich muß meine Familie versorgen und viel Geld verdienen. Die sind kaum noch zu Hause und konzentrieren sich auf ihre Karriere. Die Frau zu Hause ist allein mit dem Kind. Enttäuscht vom Verhalten des Mannes und in ihrer Einsamkeit konzentriert sie ihre ganze Liebe auf das Kind. Der Mann fühlt sich ausgeschlossen und geht noch mehr in seiner Arbeit auf. Ihm fehlt die Liebe und Zuneigung der Frau und wird eifersüchtig aufs Kind, das ihm die Frau weggenommen hat. ( alles unbewußt ) Und dann kommt eine Frau in sein Leben, die ihm das gibt, was er schon so lange vermißt hat.
    Keiner hat gewollt, dass es so kommt. Und doch ist es passiert.

    Dein Vater muß sehr großen Hass gegen dich entwickelt haben. Warum? Was ist, wenn er dich für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich macht. Ist natürlich totaler Blödsinn. Und zeugt nicht von alzu großer menschlichen Größe. Aber Menschen handeln nicht immer logisch. Auch Eltern nicht. Was sich zwischen deinen Eltern wirklich abgespielt hat, das weiß du nicht und wird dir auch keiner freiwillig sagen. Es geht dich im Grunde genommen auch gar nichts an. Aber behalte dir im Hinterkopf, dass auch deine Mutter ihren Teil dazu beigetragen hat, wenn auch ungewollt.

    Was wäre, wenn dein Vater sexuell frustriert war, weil sich alles um dich gedreht hat und deine Mutter keine Lust oder keine Zeit für Sex hatte? Auch dafür kannst du nichts, warst aber die Ursache. Oder der vorgeschobene Grund.

    Wie gesagt, ich kann totaler Mist geschrieben haben, aber vielleicht kommt dir eine ganz andere Idee, warum wieso weshalb.

    Und dann nach der Trennung mußtest du zu deiner Mutter halten. Es werden im Laufe der Jahre einige Sachen vorgefallen sein, die man unterschiedliche Weise interpretieren kann. Du kennst die Geschichte von deinem Standpunkt aus. Versuche dich mal auf den Standpunkt deines Vaters zu stellen. Wie könnte er das Ganze erlebt haben. Versuche dabei mal die Sympatie gegenüber deiner Mutter und den Groll gegenüber deinen Vater wegzulassen. Einfach nur nüchtern die Tatsachen betrachten.

    Glaube mir als deine Eltern sich geheiratet haben hatten sie eine andere Vorstellung von der Zukunft. Vielleicht war dein Vater nur wahnsinnig enttäuscht von deiner Mutter. Er hat sie anders gesehen wie sie war, oder wie sie geworden ist. Und du bist ein Teil von ihr.

    Das meinte ich mit Anteil daran. Keine Schuld und keine Fehler. Nur deine pure Anwesenheit.

    Versteh mich nicht falsch, ich möchte das Verhalten deines Vaters nicht verteidigen. Aber manchmal tun wir Kinder unseren Eltern großes Unrecht. Es hat einen tiefen Grund warum dein Vater so gehandelt hat. Und vielleicht möchtest du diesen herausfinden um einen inneren Frieden mit deiner Kindheit zu schließen. Dann kannst du alles loslassen was war und dich auf das jetzige und zukünfige Leben konzentrieren. Solange du der Vergangeheit nachhängst, solange blockierst du dein Leben damit.





    Das mit den Lebensmotto muß man sich ständig vorsagen, solange, bis man es selber glaubt. Das menschliche Bewußtsein ist eine sehr beeinflußbare Sache. Positiv, wie negativ. Du mußt dir nur ständig einreden, dass es dir schlecht geht und du fühlst es. Oder du sagst dir ständig: Mir geht es gut, und du glaubst es irgentwann.

  5. #5
    Neuling
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    Hallo Wunderlampe!

    Hm ich habe nun noch etwas über das ganze nachgedacht! Leider habe ich mit meiner Mutter nie darüber gesprochen, warum er sich eine andere gesucht haben könnte... aber dies werde ich auch mal in angriff nehmen...

    Was mir eingefallen ist, was sowohl meine Mutter als auch meine Großeltern gesagt haben, ist, das mein Vater immer ein sehr "geheimnissvoller" Mensch war, der nie viel von sich preis gegeben hat... mein Opa sagte immer , das er ihm merkwürdig vorkommen würde... sie wussten nie, was in ihm vorgehen würde... Gefühle hat er wohl nie so wirklich von sich preis gegeben...

    Und ja es stimmt, das mein Vater das Geld verdient hatte und meine Mutter erstmal zuhause blieb.. das war aber auch nicht von langer dauer.. meine Mutter machte sich , wo ich so 4 Jahre alt war, selbstständig mit einem Friseursalon...sofern ich es noch richtig weiss!!

    Das er nach der Trennung einen derben Hass auf meine Mutter hatte, das stimmt... und gleichzeitig baute er auch einen solchen Hass gegen mich auf..

    Ich würde so gerne mit dem ganzen Thema abschliessen.. nur es geht einfach nicht... oft sehe ich die ganzen Bilder wieder vor augen...und ich weiss, das es sich nur bessert, wenn ich Licht ins Dunkel bringe... eine Aussprache mit meinem Vater wäre da echt gut.. nur zum einen will er nicht.. und zum anderen, ist der Punkt bei mir angelangt , wo ich mir ebenfalls sage, das ich nicht mehr will... ich habe so oft probiert Kontakt zu ihm aufzubauen, was er immer abgelehnt hatte.. ich renne ihm bestimmt nicht mehr hinterher...und t.w. denke ich mir da auch einfach :"Mit solch einem Menschen, der mir soviel Leid zugefügt hat, möchte ich nichts mehr am Hut haben!"

    Ich werde doch mal wieder einen Psychiater in anspruch nehmen, ich denke, das wird mir ganz gut tuen...

    Und du hast schon recht mit dem Lebensmotto... nur... das Problem ist, das ich meine Gedanken einfach nicht steuern kann... auch wenn ich es immer wieder probiere.. diese schlechten Gedanken kommen einfach.. oder "rumohren" im Unterbewusstsein... ich kann sie nicht abschalten, weisst du

    LG Zoey

  6. #6
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    Hallo Zoey

    und zum anderen, ist der Punkt bei mir angelangt , wo ich mir ebenfalls sage, das ich nicht mehr will..
    Und das liebe Zoey, das glaube ich nicht, sonst würdest du hier nicht davon schreiben und dich damit auch nicht beschäftigen. Es rumort in dir, weil du es noch nicht verdaut hast. Und solange es nicht verdaut ist, solange kannst du es nicht loslassen.

    Aber dadurch, dass du dich damit befasst, quasi immer widerkäust, wird das ganze besser verdaubar. Immer ein Stückchen, immer mehr. Bis es dann weg ist.

    Die Aussprache mit deinem Vater bringt dir wahrscheinlich nicht viel, denn dazu müßte er bereit sein seine Sicht der Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Wahrscheinlich wärst du eher enttäuscht. Vermute ich mal.

    Mit haben Familienstellungen geholfen Licht ins Dunkle meiner Familie zu bringen. Dein Psychiater wird sie sicher kennen. Ansonsten gibt es im Netz viel Info darüber.

  7. #7
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    Hey Zoey

    Mein Buch-Tipp wäre "Aussöhnung mit dem inneren Kind".

    Vielleicht hast du Zugang dazu. Mir hat es sehr geholfen, denn meine Kindheit war auch nicht gerade "ideal"

    Grüße Tom

    Nachtrag: In diesem Buch geht es, wie der Titel sagt, darum, sich mit dem "sogenannten" inneren Kind auszusöhnen. Das heißt, es wird versucht die Schmerzen die man als Kind erlitten hat und unbewusst "weiterlebt", sie sich zum Teil, so verrückt es klingen mag, selbst weiterhin (unbewusst) zufügt, dadurch zu heilen, dass man sich diesem inneren Kind annimmt. Es ist eine "Anleitung" zur Heilung vergangener erfahrener Wunden (sei es nun physisch und psychisch). Sie ticken in uns, manche so unmerklich unbewusst, und doch verhindern sie, dass wir zu unserem Glück zurückfinden. Es verlangt allerdings viel Mut, denn heilen kann die Vergangenheit nur durch die Wahrheit und das bedeutet, dass wir uns dem Schmerz annehmen, den unser Kind erlitten hat. Verantwortung für uns selbst übernehmen, indem wir erkennen, dass es uns nur gelingt wieder ein freies und glückliches Leben führen, wenn wir bereit sind uns diesem Leid in uns anzunehmen. So schwer die Grausamkeiten gewesen sein mögen, niemand außer wir selbst können uns heilen. Psychiater, Therapeuten, Bücher und Menschen die uns nahe stehen sind wertvolle und unabdingbare Begleiter auf dem Weg durch den Schmerz, aber durchleben müssen wir ihn selbst - und damit heilen. Mit der Seele ist es wie mit dem Körper: Wenn wir nicht verantwortlich mit uns sind, zum Arzt gehen oder uns selbst verbinden und pflegen, werden wir krank oder verletzt bleiben, oder zumindest schreckliche Narben davontragen.

    Zitatauszug:
    "Kindern aus [...] dysfunktionalen Familien [...] kann nur schwer vermittelt werden, dass mit ihnen alles in Ordnung ist. Da sie nicht wissen, dass die Unfähigkeit ihrer Eltern, sie zu lieben, nichts mit ihnen zu tun hat, folgern sie selbstverständlich, dass sie nicht geliebt werden, weil irgendetwas an ihnen nicht stimme. Sehr früh schon verinnerlichen sie die auf Schuldgefühlen basierenden Kernüberzeugungen [...], dass sie schlecht, falsch, wertlos, nicht liebenswert, unwichtig, unzulänglich seien und schaffen dadurch die Voraussetzungen für ihre innere Abgetrenntheit. [...] Der Kreislauf wird erst unterbrochen werden, wenn jeder von uns sich individuell dafür entscheidet, von seinem inneren Kind zu lernen, was es heißt, sich selbst zu lieben."

    Mich spricht das Buch sehr an und ich arbeite damit nun schon seit vielen Jahren. Ob es auch für Zoey oder jemanden anderen ansprechend ist, weiß ich natürlich nicht und ob es schon die Zeit für einen "solchen" Schritt ist, weiß ich auch nicht. Ich würde es jedem wünschen, dass er es liest und schaut, ob es ihm hilft.
    Geändert von Tr909Tom (24.10.2007 um 00:30 Uhr)

  8. #8
    Neuling
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    Huhu

    Ja da hast du Recht wunderlampe..aber auch nur zum Teil.. ich möchte Licht hinter die ganze Sache bringen, nur ich weiss auch, das eine Aussprache mit meinem Vater nicht möglich ist!! Und da ich soviel Leid erfahren haben, was mit ihm zutun hat... möchte ich nicht schonwieder solche Schmerzen fühlen weisst du... es reicht mir schon das ich ihn bald vor Gericht sehen werde... und ich weiss wie es ist, gegen ihn vor Gericht zu stehen... (nur Böse blicke seinerseits und von seiner Frau... anschuldigungen ich hätte mein Leben ja nicht in den Griff bekommen und würde meine Ausbildung so oder so nicht schaffen... und das ich ja eine "Looserin" sei, da ich nur einen HSA habe...*nur kurz dazu..seine Frau hat noch nicht mal einen HSA oder eine abgeschlossene Berufsausbildung*)

    Wenn er Kontakt zu mir haben wollte.. auf einmal... dann hätte ich einfach wieder Angst vor all den schmerzen... ich verbinde nur negatives mit ihm.. nichts positives... und ich weiss, das da nichts gescheites bei solch einem Gespräch raus kommen würde.. das ist einfach Fakt!! Und auf Beleidigungen und Persönliche Angriffe, seinerseits, kann ich echt verzichten, das muss ich mir nicht antun!

    Natürlich möchte ich das ganze Verarbeiten... keine frage... nur dazu werd ich wohl doch einen Psychiater brauchen... da werde ich nicht drum rum kommen!!


    @ Tr909Tom :

    Danke für den Buchtipp, ich werde mir das mal näher ansehen

    LG Zoey

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