Hallo PaperCrane.
Das ist ja schön, wenn Du wissbegierig bist. Viel zu wissen, hat ja auch was.„Danke dir für deinen Beitrag, ernsthafte Kritik liebe Ich."
1. Es ist nicht so das ich mich für allwissend erachte, es ist mehr so das ich
alles was ich nicht weiss herausfiltere, und es evtl versuche in Erfahrung zu
bringen.
Woher weißt Du was berechtigte von unberechtigter Kritik unterscheidet?2. Du hast einen Punkt angeschnitten der tatsächlich ein Mal da war. Ich habe
eine Psychotherapie benötigt(hatte aber nie eine), ich habe es nicht
unbeschadet überstanden, vielmehr habe ich mich im nachhinein geheilt. Das
heisst das ich mich wieder selbst gerichtet habe, was ich getan habe indem
ich mich auf das wichtigste, das Wesentliche konzentriert habe und
unbegründete Zweifel oder Kritik von anderen oder mir selbst als das gesehen
habe was es ist, eine Unwahrheit.
Wenn Du die einzige Instanz bist, die dem Kritiker zubilligt ob er kompetent ist oder nicht, dann kann dass ein leichter Weg der Immunisierung gegen jede Kritik sein.
Im Allgemeinen ist es so, dass wenn mehrere Menschen etwas behaupten, schon was dran ist, inwieweit man das annimmt und wie man es interpretiert steht auf einem anderen Blatt.
Wie gesagt, mit ein wenig Geschick kann man das schon hinbekommen, auch so gesehen zu werden und ich kritisiere das auch nicht. Es ist nur so, dass einen die selbstauferlegte Rolle des Anderen, Außergewöhnlichen mitunter darauf verpflichtet ständig anders, besonders, außergewöhnlich zu sein und das kann auf die lange Sicht anstrengend werden und zu Neid führen, wenn man an den Vergnügungen nicht teilhaben „darf“ (zu dürfen meint) die den „Normalos“ Spaß macht und an denen man klammheimlich vielleicht auch Freude hätte.„3. Ich will damit sagen das Menschen die aussergewöhnlich sind sich nicht
selbst so interpretieren, sonder von der Mehrheit so aufgefasst werden (weil
sie eben von der Norm abweichen).“
Ja, die bekannten Projektionen. Sie zu durchschauen ist allerdings sehr anspruchsvoll und an Lebenswerk.„4. Das heisst das, aber nicht nur. Wenn man nicht richtig interpretiert wie der
andere für einen fühlt, kann man Gefühle für eben diesen entwickeln die nicht
gerechtfertigt sind. Gefühle sind nicht zufällig.“
Ist doch prima, gesunde Idealisierungen gehören zur Liebe dazu.„5. Wahrhaftige Gefühle sind die die Fuß fassen. Ich habe mich früher zum
Beispiel sehr in meine Freundinnen verliebt da ich in ihnen mehr gesehen habe
als da war, ich habe meine Bedürfnisse auf abgebildet.“
Das Liebe einem eigene Bedürfniss entspringt ist doch kein Problem.
Das kann nur keiner, weil unsere Weltsicht immer ein subjektive ist.„ Um genau solchen
Gefühlen keinen Wert beizumessen, ist es nötig das was andere sagen,
denken, fühlen so aufzunehmen wie es gemeint ist.“
Das ist psychologisch betrachtet grundfalsch.„7. Philosophie ist ein zweischneidiges Messer. Der Mensch kann nicht alles
wahrnehmen, das stimmt. Er hat aber alles was er benötigt um, auch Sozial,
zu überleben. Schlag deine Faust auf den Tisch, wenn es weh tut hörst du
auf, Du kriegst folgende Rückmeldung "Wenn du weiter machst, wird das Kon-
sequenzen haben.". Gleiches gilt für das Wahrnehmen der Handlungen anderer,
es gibt nur eine "Wahrheit" wieso sie etwas tun, diese gilt es mit Hilfe von
Empathie und Erfahrung zu realisieren.“
Die meisten psychischen Probleme entspringen einem Konflikt, nämlich dem, dass es sehr wohl widerstreitende Motive gibt. Diese Ambivalenzen zu sehen, zu spüren und auszuhalten ist ein wesentliches Kriterium für psychische Reife und Stabilität, der Wunsch nach Eindeutigkeit ist ein Zeichen der unreife, weil man den inneren Widerspruch unseres Daseins nicht aushalten kann.
Das glaube ich Dir.„ Als ich meine ersten Erfahrungen damit
sammelte war ich nicht unr ruppig sondern äusserst grob, mitlerweile bin ich,
wie erwähnt, einfühlsam.“
Das nicht.„8. Aus meiner Sicht ist diese kleine Welt gewiss nichts verwerfliches oder
schlechtes, zumal ich früher sehr viel Zeit in ihr verbracht habe. Es ist eher
so, das ich sie nicht mehr benötige, sie für mich nicht mehr existiert. Das
grenzt mich von anderen ab.“
Von der (konventionellen) Norm abzuweichen, da gibt es zwei Richtungen, schau mal hier:„9. Es mag den Anschein haben, ja. Es hat diesen Anschein weil ich es bin,
wenn ich wirklich so bin wie ich es hier darstelle (dies anzuzweifeln hat im
Internet aber keinen Sinn, es ist nur destruktiv, weswegen ich es auch so
hinnehme). Es gibt außergewöhnliche Menschen. Ich merke es fällt dir schwer
so etwas in dieser Art zu akzeptieren. Ich zweifle nicht die Einzigartigkeit an.
Außergewöhnlich=Von der Norm abweichend.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Stufent...hen_Verhaltens
Der Clou der postkonventionellen Ebene liegt nicht darin, dass man aus Prinzip dagegen ist, sondern dass man es sich (und anderen) gestattet von Zeit zu Zeit auch an der (keineswegs nur schlechten) Konventionalität teilzuhaben und teilzunehmen, wissend, dass man in moralisch grenzwertigen Situationen sich auf sein eigenes Urteil, das man begründen kann und zur Diskussion stellt, verlassen kann.
Für mich nicht, da ich ja Zeit und Mühe investiere, Dir zu antworten.„10. Es ist unwichtig was ich will.“
Ich habe zum Beispiel kein sonderliches Interesse mich mit Menschen auszutauschen, die darauf pochen, dass niemand sie verstehen kann. Das ist ein wenig egozentrisch und fruchtlos in der Diskussion, da Kritik stets mit dem Totschlagargument: „Das sieht man wieder, dass niemand mich verstehen kann“ gekontert wird. Postkonventionell wäre das nicht, sondern nur, wenn Du Dich der Kritik stellst und gute Gründe für Deine Position anzubieten hast. Hast Du das nicht, hast Du zwar ein Problem, bist aber noch nicht so weit es einzusehen und ziehst Dich auf Deinen grandiosen Standpunkt zurück, der ausgesprochen unbefriedigend in der Kommunikation und ungesund für Dich ist.„Es läuft darauf hinaus wer ich bin. Wie
erwähnt, gibt es niemanden der mich versteht.“
Oh, es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die Dich verstehen, auch im Alltag.„ Im Alltag wird dieser Mensch
sehr schwer zu finden sein. Eventuell gibt es hier jemanden der mich versteht.“
Die Frage ist, ob Du in der Lage bist Dich zu öffnen und klar Deine Standpunkte zu formulieren, bisher siehst es eher so aus als wenn Du damit größere Schwierigkeiten hättest.
Damit verfehlst Du die wesentliche Erkenntnis, dass das Leben stets ein Spiel des Gebens und Nehmens ist. Das wirst Du vermutlich auf so schnell nicht akzeptieren können und ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, es Dir beizubringen, aber die Haltung Dich zurückzulehnen und Dich mit Andeutungen und Rätselraten interessant zu machen (aus der Angst es im wahren Leben nicht zu sein?) macht mich nicht sonderlich an.„Wie auch schon erwähnt, geht es weniger darum was ich mir von diesem
Thema erwarte, als viel mehr darum was man mir geben kann.“
Auch wenn es schwer für Dich zu ertragen ist. Ich sehe Dich als vielleicht liebenswerten Menschen an, aber ich habe dennoch besseres zu tun, als herauszufinden, wer Du bist. Wenn Du was zu sagen hast, sag‘ es, ansonsten lass es.„Ich werde alle Fragen beantworten, alle Ungereimtheiten in diesem Ausmaß
klären das es für den Fragenden befriedigend ist. Wenn sich hier jemand
mit mir befasst, dann werde ich mich auch mit ihm befassen. Ich bin hier.“
Ja, der wohlbekannte philosophische Fehlschluss.„Ich möchte abschliessend eines anmerken. Wenn ich aussergewöhnlich bin,
dann ist es nur logisch das es schwer wird für andere mich zu verstehen,
weil ich eben anders bin.“
Die Voraussetzung, die sich selbst stützt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Petitio_principii
Das ist eine Fehlinterpretation Deinerseits, die Begründung habe ich mitgeliefert.„ Wenn sie es nicht versuchen werden sie es nicht,
da sie immer nur sich selbst in mir reflektieren. Und falls ich "mehr" bin, werden
sie mich auf diesem Weg niemals verstehen. Das ist mein Problem. Es soll
aber nicht von der Ursache ablenken, die evtl eine Fehlinterpretation meiner-
seits ist.
Danke nochmal für die Antworten, ich bin dankbar für jede “
Du brauchst offenbar sehr sehr viel Aufmerksamkeit, das ist schon okay, wenn das so ist, das könntest Du als Botschaft mal versuchen anzunehmen.
Gruß,
Schatten


LinkBack URL
About LinkBacks

Zitieren



Lesezeichen