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Thema: Einsamkeit

  1. #9
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    Hallo,

    ich denke Appelle ist die eine sache, die hängen bleibt und sich unterbewusst einpflanzen. Beispielsweise wurde mir als Kind stets gesagt, ich sei zu langsam und käme immer zu spät. das schlägt sich noch heute in Verhalten wieder, also ich komme wirklich ziemlich oft zu spät.

    Die andere Sache ist dieses Gefühl der isolation, bzw. wenn ich es noch weiter präzisiere, das aufkommende Gefühl, wenn ich merke, dass ich nicht Teil einer Gesellschaft bin. auf arbeit fällt mir das dann auf, wenn eine starke Person, eine Art väterliche oder mütterliche oder fürsorgliche Person zu jemanden anderen als zu mir ein stärkeres verhältnis aufbaut. Das geht schon stark in eine eindeutige Richtung, das Verhältnis zu meiner Mutter oder zu meinem Vater.

    Jedoch find ich in meinen Erinnerungen keine Anhaltspunkt, dass meine Eltern sich nicht fürsorglich mir gegenüber verhalten habe. Jedoch auch keine über schöne gefühlsame Momente mit meinen Eltern.

    Ich find es gerade dann schwierig mein jetziges Verhalten einzuordnen.

  2. #10
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    Hallo
    ...wenn eine starke Person, eine Art väterliche oder mütterliche oder fürsorgliche Person zu jemanden anderen als zu mir ein stärkeres verhältnis aufbaut
    Könntest Du in diesem Hinblick etwas mehr über Autoritätspersonen und Bezugspersonen schreiben.
    Gehen wir doch mal von dem menschlichen Bedürfnis nach Anerkennung aus.
    - Hast Du bei der Arbeit das Gefühl, dass Dir Anerkennung vom Vorgesetzten entzogen wird, wenn er sich einem Kollegen zuwendet?
    - Kommt bei Dir in diesem Augenblick ein Gefühl der Isolation auf?

    LG Sonnenkraut
    ------------------------------------------------------------------------------------

    "Du bist nicht das, was du denkst, dass du bist; sondern was du denkst, das bist du." (Marc Aurel)
    "Es ist durchaus nicht dasselbe, die Wahrheit über sich zu wissen oder sie von anderen hören zu müssen" (Aldous Huxley)

  3. #11
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    Zitat Zitat von Sonnenkraut Beitrag anzeigen
    Hallo

    - Hast Du bei der Arbeit das Gefühl, dass Dir Anerkennung vom Vorgesetzten entzogen wird, wenn er sich einem Kollegen zuwendet?
    - Kommt bei Dir in diesem Augenblick ein Gefühl der Isolation auf?

    LG Sonnenkraut
    Anerkennung ist sehr sporadisch für meine Arbeit. Wenn jemand anderes Anerkennung von dieser Bezugsperson bekommt, dann wurmt mich das und ich denke, dass kann ich doch viel besser.

    Diese Bezugsperson muss nicht immer der Vorgesetzte sein.
    Ich fühle mich stark zu Person mit Authorität hingezogen, will von diesen Personen wahrgenommen werden. Wenn dann andere Personen diese Aufmerksamkeit bekommen, entsteht eben dieses Gefühl, dass ich isoliert werde oder auch mir diese Person "weggenommen" wird.

    Diese Wegnehmen passiert eben einmal wenn andere Mitarbeiter diesen Bezugspersonen näher sind als mir. Andersrum auch, wenn diese Bezugsperson mich nicht wahrnimmt. Das passiet bei Arbeitskollegen, bei einer Frau, der ich gerne näher sein möchte usw.

    Ich glaube, das hat mit meinen Eltern zu tun. Von denen habe ich gefühlt nie in meiner Kindheit anerkennende Worte bekommen. Es hieß da immer du machst das falsch dies falsch, das auch meist von meiner Mutter oder Oma. Männliche Bezugspersonen hatte ich kaum. Mein Vater hat, obwohl wir auf dem gleichen Hof gewohnt haben, mit mir nur durch Arbeiten Bezug gehabt.

    Danke dass du dir /euch das anhört. Ich mein, es ja schwierig genug, seine Vergangenheit aufzurollen.
    Was kann ich denn tun um dies meiner Meinung nach irrationalen Gefühle loszuwerden?
    Sich dessen bewusst werden ist eine Sache, aber was kommt danach?
    Geändert von Chris83 (20.11.2011 um 12:53 Uhr)

  4. #12
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    Hallo chris83
    ...wenn ich merke, dass ich nicht Teil einer Gesellschaft bin.
    -Hast Du vllt für "Leistung" Zuwendung und Anerkennung von einem oder beiden Elternteilen bekommen?
    - Wenn sich der AG dem Kollegen/der Kollegin zuwendet, könntest Du mit beispielsweise mit "mehr Leistung" <antworten>.
    - Es könnte das "Leistungsprinzip" eine wesentliche Rolle bei Euch zu Hause gespielt haben. Leistung vor Gesundheit und/oder Erholung und/oder Freizeit - da kenne ich viele reale Beispiele.
    LG
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  5. #13
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    Zitat Zitat von Sonnenkraut Beitrag anzeigen
    Hallo chris83

    -Hast Du vllt für "Leistung" Zuwendung und Anerkennung von einem oder beiden Elternteilen bekommen?
    - Wenn sich der AG dem Kollegen/der Kollegin zuwendet, könntest Du mit beispielsweise mit "mehr Leistung" <antworten>.
    - Es könnte das "Leistungsprinzip" eine wesentliche Rolle bei Euch zu Hause gespielt haben. Leistung vor Gesundheit und/oder Erholung und/oder Freizeit - da kenne ich viele reale Beispiele.
    LG
    Das Leistungsprinzip hat schon immer eine große Rolle zu Hause gespielt.
    Alle waren stets zu Hause viel beschäftigt.
    Ich war ein Nachzügler und bin einige Jahre nach meiner Schwester geboren worden. Meine Mutter hat mir mal erklärt, dass ich zwar ein Zufallsprodukt war, aber sie trotzdem geliebt hätte. Hm, aber auf der anderen Seite hatten sie auch immer soviel zu tun, dass sie nicht mal EINMAL Zeit hatten bei einem Fußball spiel in meiner Jugend vorbeizuschauen. Und das waren noch nicht mal 10 Kilometer Entfernung...

    Das ist doch echt lächerlich

  6. #14
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    Standard Vater

    Lieber Chris, mir scheint es bei Dir an männlicher Kraft zu fehlen. Stell Dir ab und zu mal vor, Dein Vater würde hinter Dir stehen und Dich unterstützen. Z. B. wenn Du vor einer Frau stehst und den Wunsch hast, ihr alles recht zu machen. Mach das immer mal wieder und schau, was sich verändert. Wenn das nicht reicht und sich nichts verändert, kannst Du Dir auch die ganze männliche Linie hinter Dir vorstellen, also der Vater, dann der Großvater, der Urgroßvater usw. Das muss man eine Weile machen, aber dann wird sich etwas tun.
    Viel Erfolg wünscht Segolene

  7. #15
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    Hallo chris
    Hm, aber auf der anderen Seite hatten sie auch immer soviel zu tun, dass sie nicht mal EINMAL Zeit hatten bei einem Fußball spiel in meiner Jugend vorbeizuschauen. Und das waren noch nicht mal 10 Kilometer Entfernung...
    So wie sich das liest, haben sich die Eltern anderer Jugendspieler die Zeit genommen, ihren Sprösslingen beizustehen.
    Im Vergleich zu den Spielern, deren Eltern dabei waren, wie hattest Du Dich damals gefühlt? Wie hattest Du diese Gegensätze bewertet?
    LG
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  8. #16
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    Guten Abend,

    nun ja, ich denke, ich habe in die falsche Richtung spekuliert. Ich habe mit meinem Psychologen ein anderes Problem herausgearbeitet, was in meiner Kindheit dazu führte, dass ich oft mit Einsamkeits- und Verlustängsten zu kämpfen habe. Verlustängste führen bei mir auch dazu, dass ich mich auch bemühe es jedem recht zu machen, um halt in der Gruppe/Beziehung zu bleiben.

    Nun ja das Problem ist erkannt, die Situation in meiner Kindheit auch mir bekannt. Und damit auch diese Verknüpfung in meinem Kopf. Aber nur das sie mir bekannt ist, hilft es zu verstehen. Aber in den bestimmten Situationen, bekommen genau diese Ängste wieder vor.

    Ich danke euch trotzdem, auch wenn meine anfängliche Spekulation in die falsche Richtung ging.

    Grüße

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