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Thema: Einzelgänger wider Willen...

  1. #1
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    Standard Einzelgänger wider Willen...

    Hallo zusammen,

    ich weiss nicht genau wo ich anfangen soll.
    ich bin weiblich, 26 Jahre alt, berufstätig im Büro und wahnsinnig unglücklich mit mir und meinem Leben. Ich habe seit kurzem eine Freundin, mit der ich mich meistens über einen messnger schriftlich unterhalte, welche mir eröffnete, sie habe ADS und erzählte mir einen teil der Symptome. und ich war wie vom Blitz getroffen, ich konnte mich mit vielen Dingen indentifizieren.
    Allerdings nur im Bereich soziale Kontakte...
    ich habe wahnsinnige Angst vor anderen Menschen, vermeide Gespräche wo es nur geht. Ich führe eine Beziehung mit einem tollen Mann bei dem ich mich wohl fühle, aber sogar ihm gegenüber kann ich nur sehr schwer Gefühle zeigen, obwohl er der letzte Mensch auf Erden ist, der dies ausnutzen würde.
    ich würde eher die beziehung beenden, als einmal ehrlich zu sagen "hey, es geht mir schlecht, bitte hilf mir".
    ich liege nächtelang wach und überlege, warum ich so bin wie ich bin. Wenn wir eingeladen sind zu nem grillfest mit anderen Menschen mache ich mich vorher tagelang verrückt und habe bauchweh vor diesem Abend, ich gehe oft nicht ans telefon, wenn es klingelt aus angst weil ich nicht weiss was ich sagen soll, ich bekomme schweißausbrüche, wenn ich einen weg entlang gehe und jemanden sehe, der mich kennt weil ich nicht weiss wie ich auf ihn reagieren soll, egal ob ich denjenigen mag oder nicht. ich vermeide alles, was irgendwie mit menschenkontakt zu tun hat, melde mich manchmal wochenlang nicht bei meinen eltern (obwohl ich sie mehr als abgöttisch liebe) weil ich nicht weiss, was ich erzählen soll. ich versuche für andere menschen, wenn kontakt sich nicht vermeiden lässt, unnahbar zu wirken, was oft als arroganz abgestempfelt wird. ich habe totale angst schwächen und gefühle zu zeigen, versuche so selbstbewusst wie möglich zu wirken, damit ja niemand hinter die fassade blicken kann. in gesellschaft verhalte ich mich so unauffällig wie möglich, bin nicht in der lage andere menschen anzusprechen, oder gespräche zu führen, fühle mich regelmäßig wie klein dummchen, weil ich keine gesprächsthemen weiss. ich bin echt fertig deshalb und weiss nicht, was ich tun soll. ich habe wenige bekannte, die ich mag aber auch zu denen versuche in den kontakt zu vermeiden, soweit es geht ohne sie allzu sehr zu verletzen. unterhaltungen im chat fallen mir leicht, aber sobald ich persönlich oder am telefon reden soll bin ich wie vor den kopf gestoßen unsicher und wortkarg... warum bin ich so?? ich fühle mich tag ein tag aus unwohl in gegenwart anderen menschen, sogar wenn ich eine straße entlang fahre und jemanden sehe den ich kenne schaue ich wie unter zwang bewusst in die andere richtung, damit derjenige meint, ich habe ihn nicht gesehen. sobald jemand den ich kenne sich mir nähert (im garten z.b. der nachbar gegenüber des zaunes) gehe ich lieber rein, als kurz hallo zu sagen und zu fragen, wie es ihm geht.... ich verstehe nicht, was mit mir los ist...
    viele sich anbahnende freundschaften sind schnell zerbrochen, weil ich mich rar machte, nicht ans telefon ging, nicht zurück rief, ständig ausreden hatte, wenn man mich einladen oder mit mir weggehen wollte... wenn mich jemand anruft starre ich manchmal ewig auf das display und wäge ab ob ich rangehe oder nicht (meistens tue ich es dann nicht), weil ich angst vor dem gespräch habe.... ich bin echt total fertig deshalb....
    ich möchte so gerne freunde haben, freudig und offen gespräche führen, mein leben leben, gefühle zeigen können, kontakte pflegen und freundschaften aufbauen können, ohne mich fertig zu machen, schlaflose nächte zu haben, schweißausbrüche zu kriegen, angst zu haben und menschen, die auf mich zukommen immer und immer wieder vor den kopf zu stoßen... ende september sind mein freund und ich gebeten worden, auf einer tierschutz-tombola auszuhelfen, und schon jetzt macht mich der gedanke daran und an die menschen dort fast krank.
    was ist bloß mit mir los? ich verstehe mich nicht... und das macht mich echt fertig....
    Geändert von Mäuschen (19.08.2008 um 16:05 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Hi Mäuschen,

    als ich dein Thread las, habe ich mich voll und ganz in deinem Verhalten und Denken wieder erkannt...Auch ich vermeide, wie nur irgendwie möglich, soziale Kontakte..Kann deshalb sehr gut verstehen, wie du dich fühlst.

    Nun habe ich ein paar Fragen: Bist du in therapeutischer Behandlung?Hast du diese Ängste schon länger und wann fingen sie an?
    Also, für mich klingt das alles stark nach einer sozialen phobie.

    Liebe grüße Lady

  3. #3
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    Zitat Zitat von ladydi3078 Beitrag anzeigen
    Hi Mäuschen,

    als ich dein Thread las, habe ich mich voll und ganz in deinem Verhalten und Denken wieder erkannt...Auch ich vermeide, wie nur irgendwie möglich, soziale Kontakte..Kann deshalb sehr gut verstehen, wie du dich fühlst.

    Nun habe ich ein paar Fragen: Bist du in therapeutischer Behandlung?Hast du diese Ängste schon länger und wann fingen sie an?
    Also, für mich klingt das alles stark nach einer sozialen phobie.

    Liebe grüße Lady
    hallo lady
    auch wenn es jetzt nicht nett klingt, so bin ich doch ein wenig glücklich, dass es mir nicht alleine so geht.
    bisher dachte ich immer, so wie ich können andere menschen nicht sein....
    nur ich bin so "bescheuert" (*entschuldigung*)
    nein, ich bin nicht in behandlung, traue mich aber auch nicht, zu einem therapeuten zu gehen. wenn ich über gefühle reden muss bekomme ich sehr schnell heulkrämpfe, und dafür schäme ich mich und ich habe angst, dass mir das bei einem fremden therapeuten passiert. ich glaube ich würde mich dort nie wieder hintrauen.
    diese ängste kamen schleichend, früher als kind im KiGa war ich eigentlich soweit ich mich erinnere normal, hatte normale kontakte und fühlte mich weitgehend wohl. erst in der schule begann das, allerdings weiss ich nicht mehr wodurch. ich bin in den pausen meist irgendwo alleine hingegangen, hatte bammel vor freistunden, sonderte mich immer ab, ging nie mit in diskos oder auf klassenfahrten. damals fand ich das alles aber nicht so schlimm. ich bin totaler tier- und besonders pferdefreak und habe damals die meiste zeit bei den pferden verbracht. auch heute bin ich zehnmal lieber bei meinem pferd, als bei menschen. aber heute finde ich das im gegensatz zu damals sogar sehr schlimm. man hat niemanden zum reden, probleme mache ich mit mir selber aus. ich habe zu hause eine decke, an die ich mich kuscheln kann (manchmal oder öfter mal lutsche ich sogar noch an meinem daumen... mit 26.... und das ist für mich die einzige situation, wo ich wirklich entspannen kann und ruhig bin), wenn ich irgendwo sitze und nichts zu tun habe piddel ich mir die nagelhäute ab manchmal bis es blutet, oder kaue auf meinen lippen, kratze mir mit den nägeln im gesicht oder an der kopfhaut herum...
    mein freund sprach vor einiger zeit mal darüber wie wie in drei jahren sind, ob wir evtl. sogar verheiratet sind oder so. mein erster gedanke: heiraten? wen soll ich denn einladen dazu, ich habe doch niemanden. und der zweite: dazu gehört aber ein junggesellenabschied. ich habe keinen mit dem ich den feiern kann... natürlich habe ich das nicht ausgesprochen, da ich meinem freund niemals etwas von meinen gedanken erzählen würde, aber ich fand diesen gedankengang wirklich erschreckend und er hat mir wieder mal große angst gemacht...
    ich weiss dass das einzig richtige eigentlich ein besuch bei einem therapeuten sein kann, aber das kann und werde ich nicht tun. ich weiss nicht wieso, ich kann es einfach nicht...
    Geändert von Mäuschen (19.08.2008 um 17:04 Uhr)

  4. #4
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    Wenn man sonst keine Probleme hat...

    verkennt man am besten, wie gut man es hat. Einen wunderbaren Tag, ich hätte ihn, wäre ich an deiner Stelle.

  5. #5
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    Time, ich verstehe nicht ganz was du mir sagen möchtest, tut mir leid...

  6. #6
    Schreiberling Avatar von Fay87
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    Meine große Schwester ist haargenau gleich wie du gewesen!

    Was ihr geholfen hat? Keine Therapie, kein unnötiges Gelabber.. nur Bungee Jumping. Ehrlich. Man bekommt nach dem Horrorsprung so eine Macht und Stolz, dass man meinen würde, man ist stärker als alle andere und traut sich wesentlich mehr. Vieles Belangloses wird egal. Man verändert sich wirklich. Ausnahmen gibts, keine Frage. Ein Versuch ist es aber immer wert.

    Ansonsten.. wirst du noch das öfters hören: Therapie

    Liebe Grüße!
    I like your shoes... can I follow you?

  7. #7
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo

    Ich bin kein Therapeut aber ich würde mal bei euch beiden auf mangelndes Selbstbewußtsein tippen und da passt Fays Einwand sowieso einwandfrei. Durch das Bungee kam das Bewußtsein: Ich kann alles erreichen, wenn ich es nur will!

    Lernt euch zu lieben und euch wertzuschätzen. Dann werdet ihr euch als wertvoll und wichtig für die Gesellschft erleben.

    ADS ode ADHS sind in meinen Augen nur ein Modewort für Verhaltensweisen, die es immer schon gegeben und immer wieder geben wird.

    Meine LIeben, ihr seid wichtig und liebenswert und wertvoll. Ihr müßte es nur verinnerlichen. Und danach nach außen tragen. Dann werden sich die Menschen reißen mit euch befreundet zu sein. Selbstsichere Menschen wirken wie Magnete, denn die ganze Menschehit ist ein unsicherer Haufen, der Sicherheit sucht.

  8. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    *mich Vorrednerinnen anschließ*

    Nur als Ergänzung: bevor ihr euch jetzt ans Bungeeseil hängt: es geht im Prinzip um ne Grenzüberschreitung, um zu sehen, dass viel mehr in einem steckt und "unmögliches" möglich ist. Ihr könnt dazu auch nen Feuerlauf machen, oder sonst was verrücktes. Das füge ich nur hinzu, weil Bungee auch Höhenangst auslösen kann. Drum die Herausforderung nach eigenem Ermessen raussuchen, bitte

    lg Gaby

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