Hey,
Ich bin männlich, 20 Jahre alt und seit ca 1 1/2 Jahren in Therapie wegen Zwängen. Ich habe auch sehr gute Fortschritte gemacht. Weiß wie ich die Zwänge behandeln kann und werde die Therapie bald abschließen.
Nur gibt es da noch ein paar Sachen die mir schwer fallen. Ich schildere mal die Situation:
Mein Vater hat die Wäsche von mir gewaschen und sie hängt schon auf dem Wäscheständer. Ich geh in die Küche und da telefoniert er. Dann sehe ich wie er mit einer Hand hinten in die Hose reingeht und glaub ich auch unter die Unterhose.
Jetzt ekel ich mich vor der Wäsche, weil ich dann denke, dass er an seinem Po war und mit den Händen dann die Wäsche aufgehangen hat.
Und somit kommt direkt der Drang in mir hoch, die ganze frisch gewaschene Wäsche nochmal zu waschen.
Der Waschraum wo die Waschmaschine steht ist Momentan aus Therapiezwecken abgeschlossen. Trotzdem denke ich dann darüber nach die komplette Wäsche, die er aufgehangen hat (bestimmt 20 Teile) er Hand aus zu waschen oder wieder zur Dreckwäsche zu legen.
Ich habe ihn dann sogar gefragt ob er mit den dreckigen Händen da dran war, weil ich das Ekel gefühl so groß war. Er meinte dann "Meinst du dann würde ich hier die Wäsche bügeln. Ich würd dann die Hände waschen". Aber das hat mir auch nichts gebracht. Der Ekel ist geblieben.
Und das zieht mich dann auch die ganze Zeit runter. Ich muss die ganze Zeit darüber nachdenken was ich jetzt mit der ganzen Wäsche machen soll und kann mich schwer auf andere Sachen konzentriern.
Bei solchen Sachen weiß ich dann ist, ob das ein Zwang ist, oder ob das normaler Ekel ist.
Es ist mir ein bisschen peinlich, dass hier so zu erzählen, aber vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen.


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