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Thema: Eltern und Familie

  1. #1
    Neuling
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    Standard Eltern und Familie

    Ich bin der Mensch der wohl in der verwirrtesten Familie überhaupt lebt. Wir haben zu Hause eine Gast und Landwirtschaft. Meine Mutter ist ein Workaholic. Sie arbeitet 365 Tage im Jahr im Gasthaus und am Abend trinkt sie noch während der Arbeit, also ein Workaholic im wahrsten Sinne des Wortes. Und meine Mutter ist ständig daneben. Sie hat immer den falschesten Text überhaupt drauf. Sie redet den ganzen Tag nur blödsinn. Sie kann nur Kochen, Putzen und Bierausschenken. Ihr gerede macht viele krank, so dass manche sogar aggressiv werden.

    Mein Vater ist ein Nar(r)zist der ständig recht haben will und immer und alles beherrschen will. Er kennt hier in Umkreis jeden. Er führt die Landwirtschaft. Mein Vater ist der Chef und alsFührungspersönlichkeit unter jeder Kritik. Zu den Gästen ist er total weich und kann nie NEIN sagen und bei hat nie ein Nein zugelassen. Außerdem hat er mich in der Kindheit ständig geschlagen.

    Mein einziger Bruder wäre eigentlich ein Taugenichts, wenn es nicht den Computer gebe. Er nimmt täglich Heroin und Weed und studiert auf Drogen. Auch er ist ein Narzist, der ständig recht haben will und immer besser sein will als ich, und mir ist das komplett egal. Ich versuche immer nur mein Ding zu machen und den Spass am Leben zu maximieren.

    Ich bin der einzige normale in der Familie. Ich war schüchtern und diese 3 haben ständig über mich die Oberhand behalten wollen. Ich bin jetzt aufgekommen und belästige sie ständig, weil sie mir nur Arbeit geben wollen und nichts bezahlen wollen. Ich hab mir mein Studium selbst finanziert, weil ich von denen kein Geld will, weil ich unabhängig von denen sein will. Ich war da in der Familie immer Klebstoff für die Probleme, die sie mit sich haben. Ich musste für die Mutter einkaufen und viele Dinge am Hof herumtragen. Meine Eltern haben ihren Hof (Gast und Landwirtschaft) so extrem verplant, dass es immer extrem weite Wege zu gehen sind. Kühlschränke mit Fleisch sind an mehren Orten, die weit von einander liegen verteilt. Für meinen Vater muss ich seine Unzuverlässigkeit ausbügeln und Arbeiten machen, die er nicht machen will. Mein Bruder braucht überhaupt nichts machen, er bekommt sein studium bezahlt und studiert jetzt schon 7 Jahre. jFür den vergewöhnten Schnösel, wie mein Bruder einer ist, habe ich zum Beginn des Studiums das "Hotel Mama" organisieren müssen. Kochen, Putzen und Drogenkaufen und noch dazu ihn in die Wissenschaft und in das Stadtleben einführen müssen. Sonst hätte er kein Studium absolvieren können.

    Ich fühle mich in dieser Familie, wie bei Albert Camus beschrieben als "der erste Mensch". Ich hab in meiner Kindheit auch meinen Bruder geschlagen. Ich hab die Aggression, die mein Vater nur mir gegenüber gezeigt hat auf ihn abreagiert. Deshalb habe ich die Arbeit zu Hause noch immer gemacht und ihn erzogen und ihn Geld gegeben, dass ich mir hart erarbeitet habe. Ich vor meinem Studium gearbeitet und so das Studium finanziert.

    Nur jetzt beziehen meine Eltern die Pension und sie arbeiten noch immer zu Hause und wollen die arbeitsintensive Gast und Landwirtschaft nicht aufgeben, oder auf eine weniger arbeitsintensive Landwirtschaft umstellen und nur ein ruhiges Gasthaus führen. Sie denken nicht daran, dass man die Produkte die wir heute in unsere kleinstrukturierten Landwirtschaft herstellen billiger am Markt kaufen kann. Gast und Landwirtschaft war immer und wird immer bleiben müssen. Und ich sollte diesen Betrieb übernehmen, aber da mein Vater so strukturkonservativ ist und keine Veränderung zu lässt, habe ich mich entschieden mir selbst etwas aufzubauen. Wir haben noch eine Magd, die aber nicht in die Familie intergriert ist und auch noch normal geblieben ist. Aber sie schon alt und wenn jemand den Hof übernimmt wird er sich keine Magd mehr leisten können, wir bekommen nur sehr wenig EU-Förderungen für die Landwirtschaft. Wir zahlen für die Landwirtschaft drauf, aber mein Vater beharrt auf ihr. Jetzt will ich nicht mehr arbeiten zu Hause und meine Eltern wollen das nicht akzeptieren und sie denken ich bin psychisch krank und haben mich in die offene Anstalt geschickt und dann später zu einer Neurologin, die mir nie ein Krankheitsbild nennen kann.

    Al Bundy, oder King of Queens, Malcom Mittendrin sind dazu noch harmlos. Unsere Familie ist ein Hammerlos.

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Historiker,

    warum verlässt Du diese Familie dann nicht und gehst Deinen eigenen Weg? Alt genug bist Du ja bestimmt

    Mit Verlaub, mir ist beim Lesen schon etwas der Hals geschwollen. Mag ja sein, dass das so eine "reizende" Familie ist. Aber wären die nicht alle so gaga, dann könntest Du Dich auch und als normal oder gar was besseres (?) darstellen. Denn das geht nur, wenn man im Vergleich ist und "monsters" neben sich hat. Du machst andere nieder, um Dich zu erhöhen. So simpel könnte man es auch sehen.

    Es ist schon klar, dass da viel Verletzung und viel Schmerz bei Dir drin ist. Lange kann man sich seine Familie ja auch nicht aussuchen, aber irgendwann ist der Zeitpunkt da, da kann man es, indem man geht und sich seinen eigenen Kreis sucht. Machs einfach, ohne ständig weiter zu verurteilen, was Du sowieso nicht ändern kannst.

    Du hast unter "Genesung" gepostet. So lange Du mit einer solchen Verachtung und Verurteilung schreibst, bist Du noch nicht wirklich genesen, sry. Trotzdem: wie ich auch an anderer Stelle gelesen hab, hast Du bewunderndswert viel geschafft und aus Dir gemacht. Hut ab.Ich wünsche es Dir, dass Du irgendwann auch Dein Frieden mit Deiner Herkunft machst.
    Geändert von Gast784 (08.02.2010 um 07:12 Uhr)

  3. #3
    Neuling
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    Standard jetzt

    meine Eltern sind bis zur Pension gekommen und das will ich jetzt versuchen. Jetzt müssen sie nicht mehr arbeiten, und mit der Pension können sie Arbeitskräfte einkaufen und mein Bruder soll die Diplomarbeit schreiben und die soll er selbst machen.

  4. #4
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo Historiker

    Du kannst nur dein eigenes Leben leben. Was andere aus ihrem Leben machen oder auch nicht, das hast du weder in der Hand, noch geht es dich etwas an. Ist ja schließlich deren Leben und nicht dein eigenes.

    Auch wenn wir meinen ganz klar zu sehen, dass das Leben, das andere führen schlecht ist, gibt es uns nicht das Recht daran etwas ändern zu wollen. Wir haben es zu akzeptieren, so wie wir von anderen Akzeptanz für unser eigenes selbstgewähltes Leben erwarten.

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